{"id":71680,"date":"2010-10-24T00:01:03","date_gmt":"2010-10-23T22:01:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=71680"},"modified":"2021-01-10T08:11:35","modified_gmt":"2021-01-10T07:11:35","slug":"schlaglichter","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/10\/24\/schlaglichter\/","title":{"rendered":"Schlaglichter"},"content":{"rendered":"<div class=\"page\" title=\"Page 22\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zweimal in einer Woche in besagten Wildwald zu fahren, spricht entweder von extremer Neugier auf die Natur oder die naturp\u00e4dagogischen Programme, zeigt, dass man eine Jahreskarte hat oder aber eine Freikarte. Es k\u00f6nnte nat\u00fcrlich auch sein, dass etwas ganz Besonderes geboten wird. Diesmal ein ganzes Wochenende nachts beleuchteter Wald, sehr poetisch wird man einen Pfad gef\u00fchrt, zun\u00e4chst mit Veranstaltung, Konzert, klar, ohne Krach geht gar nichts. Das will nicht hei\u00dfen, dass die beiden Queeninterpreten nicht ihre Qualit\u00e4ten hatten. Kurzer Aufenthalt, drei Lieder, nein Hymnen einer anderen Zeit. F\u00fcr viele immer noch pr\u00e4sent, nie verg\u00e4nglich, man muss nur fr\u00fch und tragisch genug sterben als gro\u00dfer K\u00fcnstler, um f\u00fcr immer im Ged\u00e4chtnis haften zu bleiben, damit aktuell. Den Pfad entlang, illuminierte Ziegen zun\u00e4chst, dann Schafe und Schweine, andere Tiere zum Gl\u00fcck nicht. Die B\u00e4ume, die Waldlandschaft wurde in Szene gesetzt, mal sehr effektvoll, mal vertr\u00e4umt oder gar mystisch, an drei weiteren Stellen im Wald empf\u00e4ngt Musik.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"layoutArea\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"column\">\n<p>Auf einem kleinen Teich treibt einsam ein l\u00e4ngerhaariger junger Mann in einem Boot, ist mit einer Blockfl\u00f6te bewaffnet und entlockt dieser zauberhafte Kl\u00e4nge, mal klassische Melodien oder Volksweisen oder auch sch\u00f6ne Filmmusik (&#8222;Fluch der Karibik&#8220; kann im Wald sehr sch\u00f6n sein). Das Ganze wirkt entr\u00fcckt, wie aus einer anderen Welt, die Zuschauer sind v\u00f6llig irritiert und begeistert. Danach Lichtspiele in den B\u00e4umen, eigentlich unglaublich. Moderne LED-Technik macht es m\u00f6glich.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"layoutArea\" style=\"text-align: justify;\">\n<div class=\"column\">\n<p>An der n\u00e4chsten Station kann man selbstgemachte Lichter in einen weiteren Teich setzen. Leider ist so viel Laub an den R\u00e4ndern, dass die Lichter nicht heraus schwimmen. Egal, die Idee z\u00e4hlt und viele machen mit, schreiben ihre Gedanken und W\u00fcnsche auf und los geht es. Dann eine Harfenistin, vertr\u00e4umt und Elbengleich,\u00a0<span style=\"letter-spacing: 0.05em;\">zuletzt eine Harfe erleben d\u00fcrfen? Allgemeine Bewunderung \u00fcber die Fingerfertigkeiten (und wahrscheinlich \u00fcber ihre feine Sch\u00f6nheit).<\/span><\/p>\n<div class=\"page\" title=\"Page 23\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Hundertf\u00fcnfzig Meter weiter lehnt ein Geiger an einem Baumstumpf und fiedelt sich v\u00f6llig selbstvergessen die Seele aus dem Leib, auch er jung, aber nicht langhaarig. k\u00f6nnte fast ein Bruder des Fl\u00f6tenspielers sein, Familienangelegenheiten. Danke euch. Zwischendurch l\u00e4chelt er, wei\u00df doch um sein Publikum, man f\u00fchlt sich an den Eichendorffschen Taugenichts erinnert, der die Welt mit seiner Geige poetisiert. Wenn nicht taugen so sch\u00f6n sein kann, dann wollen wir das doch alle.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<p>Langsam hat sich die K\u00e4lte in die Knochen geschlichen, diese fr\u00fchlingshaften Nachttemperaturen schleichen sich ein und setzen sich gemein fest. Man geht langsam zum Ausgang. Allgemeine Zustimmung, dass dies ein tolles Erlebnis war. Nur eine Stimme fragt leise, ob das den dort lebenden Tieren wohl auch gef\u00e4llt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"page\" title=\"Page 17\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"page\" title=\"Page 18\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<div class=\"column\">\n<div class=\"page\" title=\"Page 18\">\n<div class=\"layoutArea\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 1994 ver\u00f6ffentlich Herr Nipp auf KUNO <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1994\/02\/04\/geschichten-schreiben-oder-andere-texte\/\">unerh\u00f6rte Geschichten<\/a> mit dem Titel <strong>Das Mittelma\u00df der Welt. <\/strong>In 2011 ist es soweit, sein erstes Buch mit dem Titel <strong>Die Angst perfekter\u00a0<\/strong><b>Schwiegers\u00f6hne <\/b>erscheint in der Edition Das Labor.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/2012-Herr-Nipp-aktuelle-Bilder-018-665x1024-e1549272345570.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-44215 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/2012-Herr-Nipp-aktuelle-Bilder-018-665x1024-195x300.jpg\" alt=\"\" width=\"195\" height=\"300\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haimo_Hieronymus\">Haimo Hieronymus<\/a> ist ein Poet, wenn er Holzschnitte erstellt, und ein realistischer Tr\u00e4umer, wenn er mit Herrn Nipp kurze Texte verfa\u00dft. Wie ein Dichter schreibt er nicht, dazu ist er zu n\u00fcchtern und zu lapidar; die Fiktion ist nicht seine Sache, es entstehen auch keine imagin\u00e4ren Welten. Die Wirklichkeit und die Erinnerung sind ihm r\u00e4tselhaft genug. Herr Nipp betreibt das einfache, das wahre Abschreiben der Welt, er bewegt sich damit zwischen Ereignis und Reflexion und n\u00e4hert sich einer Topografie der Melancholie. \u2013 Ein Sammlerst\u00fcck ist die Vorzugsausgabe von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12766\"><em>Die Angst perfekter Schwiegers\u00f6hne<\/em><\/a>. Hieronymus hat das Cover einer limitierten Auflage mit einem Holzschnitt versehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong><strong>\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zum Thema K\u00fcnstlerbucher lesen finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Papier ist autonomes Kunstmaterial, daher ein vertiefendes <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21407\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> mit Haimo Hieronymus \u00fcber Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die bibliophilen Kostbarkeiten sind erh\u00e4ltlich \u00fcber die Werkstattgalerie Der Bogen, Tel. 0173 7276421<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Zweimal in einer Woche in besagten Wildwald zu fahren, spricht entweder von extremer Neugier auf die Natur oder die naturp\u00e4dagogischen Programme, zeigt, dass man eine Jahreskarte hat oder aber eine Freikarte. 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