{"id":71538,"date":"1996-05-04T00:01:15","date_gmt":"1996-05-03T22:01:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=71538"},"modified":"2021-03-11T13:38:16","modified_gmt":"2021-03-11T12:38:16","slug":"geschichten-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1996\/05\/04\/geschichten-2\/","title":{"rendered":"Geschichten"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Eine Sache, an die Herr Nipp nun wirklich seit Jahren glaubt, ist die These, dass Ideen zu bestimmten Zeiten in der Luft liegen und gedacht werden. Ob sie geboren werden, erscheint ihm eher zweifelhaft. Aber die Zeiten haben ihre Erfordernisse und so werden diese erf\u00fcllt.<br \/>\nNach dem zweiten Weltkrieg war es nur sinnvoll, die R\u00fcstungsreste wie abgetakelte Flugzeuge f\u00fcr die Entwicklung neuer Autos zu gebrauchen. Mobilit\u00e4t war wichtig. Um eine funktionierende Wirtschaft aufzubauen, musste jedes Mittel genutzt werden. Dabei entstanden durchaus spannende und teilweise abstruse Konzepte, man denke nur an Autos von Weidemann oder Kleinschnittger, die heute fast v\u00f6llig vergessen sind. In kleinen Manufakturen versuchten T\u00fcftler neue Konzepte und scheiterten wirtschaftlich gesehen vielfach. Letztlich konnten sich nur die gro\u00dfen Marken durchsetzen und haben alles andere verdr\u00e4ngt, auch wirtschaftliche Unternehmen, wie etwa Borgward. Ganz andere Erfordernisse ergeben sich in einer Zeit der globalen Umweltverschmutzung, die inzwischen durchaus bedrohliche Ausma\u00dfe angenommen hat. Nicht mehr die Neuentwicklung von Verbrennern fossiler Energietr\u00e4ger sollte im Zentrum der Weiterentwicklung stehen, sondern alternative Konzepte. Aber seien wir ehrlich, solange die Verbraucher mitspielen und ihre Benzin- und Dieselkutschen im SUV-Format \u201ebrauchen\u201c, \u00e4ndert sich wenig. Erst Gesetze und Verbote werden so zur Ver\u00e4nderung f\u00fchren. Letztlich muss den Menschen aber klar gemacht werden, dass eine Dreckschleuder kein Statussymbol darstellen kann! Na, mal sehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Heute entwickeln gleich mehrere Projekte M\u00f6glichkeiten zur Reinigung der Meere. So viel Plastik gibt es dort, dass sich eventuell ganze Inseln daraus gebildet haben, glaubt man den Bildern der einschl\u00e4gigen Presse. Auf jeden Fall aber ist ein riesiges Zuviel davon im Meer, das wird wohl jeder erkennen, der mal am Strand spazieren geht. (Vielleicht ist das ja einer der Gr\u00fcnde, warum Herr Nipp lieber in die Berge f\u00e4hrt. Vielleicht liegt es aber daran, dass er lieber aktiv ist, als in der Badehose faul am Strand zu liegen und sich dort andere Menschen anzusehen.) Und jeder erz\u00e4hlt dazu seine eigene Geschichte. Die ist manchmal plausibel, manchmal auch haneb\u00fcchen. Herrn Nipps Geschichten geh\u00f6ren wohl zu letzteren. Aber wie sagte es letztens seine kluge Schwester? Letztlich z\u00e4hlt die Geschichte dahinter und wer von H\u00f6lzchen aufs St\u00f6ckchen kommt, geht durch den Wald oder auf Parkett. Das ist komisch, denkt Herr Nipp, diesen Vergleich kenne ich auch. Und ich dachte immer, er k\u00e4me von mir. Tut er auch, denkt die Schwester, aber unser Autor hat uns beiden die Ideen in den Kopf gelegt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Das Mittelma\u00df der Welt<\/strong>, unerh\u00f6rte Geschichten von Herrn Nipp, KUNO 1994 &#8211; 2019<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/Herr-Nipp-Frontbild.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-71748\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/Herr-Nipp-Frontbild.jpg\" alt=\"\" width=\"217\" height=\"229\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/Herr-Nipp-Frontbild.jpg 217w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/Herr-Nipp-Frontbild-160x169.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die <em>unerh\u00f6rten Geschichten<\/em> von Herrn Nipp sind glossierende Anmerkungen die sich schnoddrig mit dem Zeitgeist auseinandersetzen. Oft wird in diesen Kolportagen ein Konflikt zwischen Ordnung und Chaos beschrieben. Wir lesen sowohl \u00fcberraschendes und unerwartetes, potentiell ungew\u00f6hnliches, das Geschehen verweist auf einen sich real ereigneten (oder wenigstens m\u00f6glichen) Ursprung des Erz\u00e4hlten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong><strong>\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Zum Thema K\u00fcnstlerbucher lesen finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Papier ist autonomes Kunstmaterial, daher ein vertiefendes <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21407\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> mit Haimo Hieronymus \u00fcber Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify\">Die bibliophilen Kostbarkeiten sind erh\u00e4ltlich \u00fcber die Werkstattgalerie Der Bogen, Tel. 0173 7276421<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Eine Sache, an die Herr Nipp nun wirklich seit Jahren glaubt, ist die These, dass Ideen zu bestimmten Zeiten in der Luft liegen und gedacht werden. Ob sie geboren werden, erscheint ihm eher zweifelhaft. 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