{"id":71470,"date":"1995-04-04T00:01:36","date_gmt":"1995-04-03T22:01:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=71470"},"modified":"2020-11-25T10:21:08","modified_gmt":"2020-11-25T09:21:08","slug":"nicht-sicher","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/04\/04\/nicht-sicher\/","title":{"rendered":"Nicht sicher"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Er wird es hinnehmen, so wie er fast immer alles hingenommen hat. Er hat es hingenommen, dass die Welt ihm ver\u00e4ndert wurde und nicht er sie entwickelt hat, hingenommen, dass sie ihn nur noch ansah, nicht mehr anfasste. Er wird auch heute hinnehmen, dass einmal wieder eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung ansteht. Das rote Bild hat er abgenommen, damit die laufenden Bilder seiner Lieblingsserie an die Wand geworfen wird. Eine Serie, die er noch nie verstanden hat, die er auch nicht verstehen wird, weil sie einfach sinnlos ist. Wie sch\u00f6n, etwas v\u00f6llig Sinnloses zu gucken. Nein, eigentlich ist das falsch beschrieben, nicht sinnlos, sondern eine Serie, die auf \u00e4u\u00dferst konsequente Art und Weise den Determinismus thematisiert. Egal was du machst, es wird immer dasselbe Ergebnis zeitigen und das ist fatal. Wahrscheinlich. Als die Folge geschaut ist und er noch verwirrter als ohnehin schon, will das Bild geh\u00e4ngt werden. Wie schon letztes Mal rei\u00dft der Nagel aus dem sandigen Putz. Ein gro\u00dfes Loch ist in der Wand. Dabei hat er das Bild dieses Mal sehr vorsichtig geh\u00e4ngt. Es bleibt, wie es war, auch das ist Determinismus. Ein Nagel im sandigen Putz ist nicht sicher, da kann er nichts ver\u00e4ndern.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<!-- \/wp:post-content -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph {\"align\":\"center\"} -->\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Das Mittelma\u00df der Welt<\/strong>, unerh\u00f6rte Geschichten von Herrn Nipp, KUNO 1994 &#8211; 2019<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/Herr-Nipp-Frontbild.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-71748\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/Herr-Nipp-Frontbild.jpg\" alt=\"\" width=\"217\" height=\"229\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/Herr-Nipp-Frontbild.jpg 217w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/01\/Herr-Nipp-Frontbild-160x169.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 217px) 100vw, 217px\" \/><\/a><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Die <em>unerh\u00f6rten Geschichten<\/em> von Herrn Nipp sind glossierende Anmerkungen die sich schnoddrig mit dem Zeitgeist auseinandersetzen. Oft wird in diesen Kolportagen ein Konflikt zwischen Ordnung und Chaos beschrieben. Wir lesen sowohl \u00fcberraschendes und unerwartetes, potentiell ungew\u00f6hnliches, das Geschehen verweist auf einen sich real ereigneten (oder wenigstens m\u00f6glichen) Ursprung des Erz\u00e4hlten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0<\/strong><strong>\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Zum Thema K\u00fcnstlerbucher lesen finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Papier ist autonomes Kunstmaterial, daher ein vertiefendes <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21407\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> mit Haimo Hieronymus \u00fcber Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">Die bibliophilen Kostbarkeiten sind erh\u00e4ltlich \u00fcber die Werkstattgalerie Der Bogen, Tel. 0173 7276421<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify\">\u00a0<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Er wird es hinnehmen, so wie er fast immer alles hingenommen hat. Er hat es hingenommen, dass die Welt ihm ver\u00e4ndert wurde und nicht er sie entwickelt hat, hingenommen, dass sie ihn nur noch ansah, nicht mehr anfasste. 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