{"id":7069,"date":"2012-08-27T01:13:54","date_gmt":"2012-08-26T23:13:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=7069"},"modified":"2019-03-11T12:40:45","modified_gmt":"2019-03-11T11:40:45","slug":"die-farben-der-bucher-und-des-japanischen-himmels","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/08\/27\/die-farben-der-bucher-und-des-japanischen-himmels\/","title":{"rendered":"Die Farben der B\u00fccher und des japanischen Himmels"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Vor mir liegen ein dunkelblaues Buch und ein dunkelrotes Buch. Die Fr\u00fcchte des Sommers tragen diese Farben \u2013 Blaubeere und eine in hiesigen Breitengraden noch zu entdeckende Frucht zwischen Brom- und Himbeere. Ich lese die B\u00fccher parallel, irgendwie geh\u00f6ren sie zusammen, ahne ich, behaupte ich, befruchten einander mit W\u00f6rtern. Das blaue Buch ist Hans-Jost Freys 1998 publiziertes<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em> Lesen und Schreiben<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, das rote hei\u00dft <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Versnetze_f\u00fcnf. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> und ist im August 2012 erschienen.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Der Herausgeber der <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Versnetze<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">-Anthologien, Axel Kutsch, selbst Lyriker, schreibt im Vorwort: <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Die deutschsprachige Lyrik der Gegenwart bietet vor allem in Literaturzeitschriften und im Internet immer wieder einmal Anla\u00df zu Diskussionen. Dabei geht es unter anderem um die Frage, ob sie nicht gro\u00dfenteils zu schwierig, verschl\u00fcsselt, elit\u00e4r oder gar unverst\u00e4ndlich sei, um eine breitere Leserschaft zu erreichen<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> (&#8230;), und ich schlage Frey auf und antworte: Na und? <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Lesen geschieht in der abenteuerlichen Offenheit des Nichtverstehens. (&#8230;) Sobald der Entscheid f\u00fcr eine Bedeutung f\u00e4llt, verschlie\u00dft das Geschriebene seine Weite in der Enge des Verstandenseins und erstarrt<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, klingt das blaue Buch selbst wie ein Gedicht.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Mit gesteigerter Neugier begebe ich mich auf die Reise hinein in das bromhimbeerfarbene Buch. Die Gedichte, n\u00fcchtern sortiert nach Postleitzahlen und Geburtsjahrg\u00e4ngen der Autoren, nehmen mich mit, quer durch Raum und Zeit, quer durch Deutschland, quer durch Inhalte und Formen, R\u00e4tsel und Realit\u00e4ten \u2013 denn <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Das Geschriebene gibt sich nicht nur als r\u00e4umliches Nebeneinander, sondern will (&#8230;) bereist sein<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">. (Frey) Und <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Lesend verh\u00e4lt man sich zum Text, wie jemand, der eine Landstra\u00dfe mit dem Flugzeug \u00fcberfliegt, w\u00e4hrend man abschreibend die Erfahrung des Wanderers macht, der die Stra\u00dfe geht<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">. In diesem Sinne, und im Sinne des Sommers, begebe ich mich mit B\u00fcchern, Zettel und Stift unter den freien Himmel.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Unm\u00f6glich, auf alle Gedichte, auf alle Lieblingsgedichte, auf alle guten Gedichte einzugehen; ich konzentriere mich auf Gedichte, in denen \u203aHimmel\u2039 vorkommt, erscheint mir irgendwie naheliegend (obwohl nat\u00fcrlich weder nah noch liegend).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Beispielsweise Manfred Enzensbergers <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>duft und schwermut \/\/ der ampelanlagen und in der nacht \/ ein licht der selbstversorgungsh\u00e4user \/ \u00fcber den k\u00f6pfen der stadt \/\/ darin ein wei\u00dfer fleck <\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>bright &amp; shiny<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em> \/ wolkenstockholm \/ mehr wolken als k\u00fche am windloshimmel<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> &#8230; Schwerm\u00fctig macht mich allein schon die Frage, was einsamer ist: gelb-pausierende Ampelanlagen oder Ampelanlagen, die stoisch von Rot auf Gr\u00fcn schalten, obwohl kein Auto weit und breit. Die Selbstversorgungsh\u00e4user. Mir kommt\u2019s vor, als w\u00e4r ich erst gestern dort gewesen; vermutlich sind sie vor zwei Jahren erbaut worden, Niedrigenergieh\u00e4user, die viel versprachen, aber bereits abbr\u00f6ckeln und im Wesentlichen den Lichtkreis der Stadt ausdehnen. Im <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>windloshimmel<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> sammeln sich W\u00f6rter; das Wort <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Wolken<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> und seine Derivate (<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>wolkendiagnostik<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>wolkigkeit<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>wolken<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">&#8211;<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>off<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">), werden durch die h\u00e4ufige Wiederholung eines Sinnes entkleidet, l\u00f6sen sich auf &#8230;<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Wo sind wir hier eigentlich? Oder besser: wann? 1944, in den Ardennen. J\u00fcrgen Nendza: <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>In DEINEN AUGENWINKELN ein aufflockendes \/ Staunen: das Moos wie in Milch getauchtes \/ Brot. Ein W\u00e4rmebild. Dann geht es schnell. \/ Feldgraues Licht schw\u00e4rmt aus den Schlenken<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, &#8230; Sicherlich bin ich eine zerstreute Leserin, wie sie bei Hans-Jost Frey im Buche steht (<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Der zerstreute Leser ist \u00fcberall im Text. Ihm wird der Text zum Raum, in dem er sich verteilt, weil er immer wieder von der Linearit\u00e4t der Rede abkommt<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">), denn noch bevor ich die Fallschirmspringer aus dem Himmel fallen sehe, befinde ich mich in einem S\/W-Fotolabor, in dem genau das Bild entwickelt wird, welches das Gedicht erzeugt: <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Wir dunkeln ein in dieses Wei\u00df,\/ verstummen hinter winterharten Legenden<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">. Gemeint ist der letzte Fallschirmspringereinsatz der Deutschen im Winter 1944, der in einer Katastrophe endet.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_7076\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/turm.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7076\" class=\"size-medium wp-image-7076\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/turm-300x222.jpg\" alt=\"3-Meter-Turm Schwimmbad\" width=\"300\" height=\"222\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/turm-300x222.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/turm-1024x760.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7076\" class=\"wp-caption-text\">Foto: C. Kappe<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Ich segelfliege durch verschiedene Himmel<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, werde verortet, mit strengeren Formen, wie bei Sibylle Klefinghaus: <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>halte dich ungef\u00e4hr hier auf \/\/ wimpel knattern der himmel hat l\u00fccken \/ das gestern ist aus g\u00e4rten gemacht \/ die liegen nebeneinander bei nacht \/ und tauschen luft aus freien st\u00fccken<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Reinhard Henning sucht das <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Graue vom Himmel<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, was im Gegensatz zum \u203aBlauen vom Himmel\u2039 ja die reine Wahrheit sein muss, (doch ist es auch das Gelbe vom Ei?) und Gerd Sonntag l\u00e4sst einen <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Himmel aus dem Mittelalter<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> aufziehen, bei der Frage, <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>was in der Liebe als n\u00e4chstes<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> kommt, <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Giorgione, La Tempesta, 1508<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, dort bl\u00e4ttert der Wind in den B\u00e4umen und liest <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Das wirre Atelier der Verlassenheit, deines Fehlens, du hast mir das Denken mit deinen Zahlenfiebern verfiebert<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> (und das ist schon die \u00dcberschrift des n\u00e4chsten Gedichts, von Mikael Vogel, in dem der Himmel sich vom \u00c4quator trennt, die ungl\u00fccklich Verliebten aber nicht von dem Wunsch, einen dreckigen Witz zu verstehen: <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Flammen ent- \/ Z\u00fcnden.. in einer einzigen Bewegung aus dem Himmels- \/\/ \u00c4quator gest\u00fcrzt.. oder ein schweigend zer- \/\/ Rei\u00dfendes anhaltendes Ger\u00e4usch, das ich ver- \/ Heimlichen mu\u00df \u2013 bestellst im Restaurant nach den Zahlen im Men\u00fc \u2026<\/em><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_7079\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/SchwimmLinien.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7079\" class=\"size-thumbnail wp-image-7079\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/SchwimmLinien-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7079\" class=\"wp-caption-text\">Foto: C. Kappe<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">I<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">ch versuche Armin Steigenbergers <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>David-Hockney-Himmel<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> zu verstehen, in einem Provinz-Schwimmbad an einem hei\u00dfen Tag im Juli; ein M\u00e4dchen verharrt im Wasser am Beckenrand, in sich versunken, das Wasser bewegt sich nicht, es ist der erste Tag der langersehnten, langlangen Ferien: <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>ich gestehe den sch\u00f6nsten tag seit vielen jahren \/ eine langsame s\u00fcnde wider den eiligen geist. \/ ich gestehe zwei linke h\u00e4nde und cordhosen, \/ beh\u00f6rdeng\u00e4nge montagmorgens, deutliche \/ summen und peanuts, 95 % anfechtung sowieso<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> \u2013 wieso stehen eigentlich Texte? <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Man schreibt nicht abw\u00e4rts, sondern auf sich zu. \u203aOben\u2039 ist der am weitesten vom Schreiber entfernte Rand des Papiers, \u203aunten\u2039 das, was am n\u00e4chsten bei ihm liegt<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> (Frey) \u2013 <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>ich beichte touchscreenmonitore, l\u00fcckenlos \/ planierte mentalit\u00e4ten, traumata, \u00f6lungen \/ hinrei\u00dfende premiumstunden dienstag \/ abends samt abwerbung friedlicher \/ david-hockney-himmel f\u00fcr meine sache<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">W<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">eiter mit einem Gedicht von Frank Milautzcki, nicht Fallschirmspringer \u2013 <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Regentropfen<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> st\u00fcrzen aus dem <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Himmel<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">. In den Gedichten von Milautzcki spielt der \u203aHimmel\u2039 \u00fcberhaupt, wie <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Regen<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, wie <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Blau<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, eine gro\u00dfe Rolle. Ich erkenne beim Lesen des Gedichts etwas f\u00fcr mich derzeit Signifikantes wieder \u2013 die Erfahrung des Nachtdienstlers: Der Himmel wird morgens nicht hell, sondern blau. Und die Engel (aus <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Glastonbury oder Chagall<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">) erschaffen sich m\u00f6glicherweise nur durch dieses Licht &#8230; (<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Schlie\u00dflich dein Atem, Wasser an meiner Schulter \/ w\u00e4hrend mein Gesicht fortflie\u00dfen will, bleibe ich sitzen \/ und halte aus, dich nicht zu k\u00fcssen. Abraham und die drei Engel \/ sind blaue Scheiben und Menschen haben wei\u00dfe Haare<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">.) <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Ziehhol<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, ich frage mich, wo das ist &#8230; und mir schwant, dass ich fragen sollte, <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">was<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> das ist. Bem\u00fche das Lexikon. <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Ziehstein<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, der eine Umformung bewirkt. Das Gedicht spricht mit gro\u00dfer Wachheit von dem Ende einer Nachtschicht: <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Unter Schirmen gehn Kluge fast stolz um die Pf\u00fctzen \/ und durch den Regengeruch an ihre Autos. Dann \/ schie\u00dfen sie davon und lassen den Parkplatz ungenau liegen<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, doch klingen die W\u00f6rter eine Nuance anders an als erwartet; der Text kann nicht <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>verstehend abgebaut werden<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, k\u00f6nnte Frey jetzt einwenden, und das ist eine Qualit\u00e4t.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">An einem Text r\u00e4tsele ich besonders, es ist ein Zyklus visueller Poesie von Klaus Peter Dencker, ARAKAWA \u2013 UNDER CONSTRUCTION, komplett gedruckt auf hellblau-t\u00fcrkisem Himmel. V\u00f6gel, Flugzeuge, B\u00e4lle, Papierflieger, Luftansichten, Peitschen, Stabhochspringer verraten, dass ich recht habe: es ist Himmel. Das Gedicht spielt mit den Silben des Namens Shusaku Arakawa, eines japanischen Konzeptk\u00fcnstlers. Es hat 11 Seiten und teilt den Namen in dreimal drei in Quadrate geschriebene Buchstabengruppen auf, die, anders zusammengesetzt, neue Bedeutungen erlangen. Ich habe die Idee, meinen alten Aikido-Lehrer zu besuchen, um Konkreteres zu erfahren, aber er spricht immer noch ein so abenteuerliches Deutsch, dass ich die Antworten auf meine Fragen nicht verstehe. Wie gut, denn so bleibt das Gedicht geheimnisvoll-sch\u00f6n, ein 5-Sterne-Sudoku, bei dem man nicht schummeln kann &#8230;<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_7081\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/beckenrand.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7081\" class=\"size-thumbnail wp-image-7081\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/beckenrand-150x150.jpg\" alt=\"Beckenrand\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7081\" class=\"wp-caption-text\">Foto: C. Kappe<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Noch ein Gedicht, unkommentiert, <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>nur<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> abgeschrieben: Beate \u00dcnvers <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>nachtwerk<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">: <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>diesen tag falte ich \/ zusammen in der nacht \/\/ feile die spitzen die kanten \/ den mond lass ich h\u00e4ngen \/\/ geformt der tag entf\u00e4rbt \/ f\u00e4llt er zum himmel.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Frank M\u00e4uler aus Wermelskirchen erinnert daran, dass ein <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Fotohimmel<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> nichts sagt, Kl\u00e1ra H\u016frkov\u00e1 aus Aachen, dass ein tiefblauer Computerhimmel Unheil verk\u00fcndet, Dominik Dombrowski aus Bonn sieht ein <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Geldst\u00fcck am Himmel, das in einer Wolke steckt<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">, die Verse verst\u00f6ren mich, r\u00fctteln mich wach: ein Kind <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>versichert, dass es am Tag \/ verbrannt an den Z\u00e4unen h\u00e4ngen wird zusammen mit den Plakaten all der vertragsgebundenen G\u00f6ttinnen \/ in deren geknickter Sch\u00f6nheit jetzt die Tiere wohnen \/ ich wandere hier noch ein zwei Stunden umher \/ Inzwischen st\u00fcrmen immer aufs Neue einige Nanas die Charts. <\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Ob das so gl\u00fccklich war mit meiner Wahl des <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">\u203a<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Himmels<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">\u2039<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> als Leitfaden, ermahnt mich Mr. Workbench, Endlosigkeit einr\u00e4umend.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Mir f\u00e4llt jetzt erst auf, in wie vielen Gedichten <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">\u203a<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Himmel<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">\u2039<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> als Wort oder Thema vorkommt, w\u00e4hrend ich noch einmal durch die Buchlandschaft pfl\u00fcge: als Empf\u00e4nger einer Widmung (Clemens Schittko), als Himmel \u00fcber dem Meer (Bj\u00f6rn Kuhligk), als Weltuntergangshimmel (Bertram Reinecke), als Hafenhimmel (Patrick Wilden), als Himmel \u00fcber dem Kriegsschauplatz (Andreas Altmann), als Himmel in den Schmetterlingsfl\u00fcgeln (Uwe Claus), als Zitat aus einem deutschen Lied (Matthias Zwarg), als Leichtigkeit des Lebens (Mario Wirz), als Feuerwerkshimmel \u00fcber einer k\u00fcnstlichen Stadt aus Eis (Theo Breuer), als Blitzen in einer Besteckschublade am Neujahrstag (Judith Hennemann), als nicht-blauer, aber heiliger Himmel (Richard Dove), als Aquarell nach Fukushima <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">(Nikolaus Gatter), als <\/span><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><span style=\"font-size: small;\"><em>Ver<\/em><\/span><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><span style=\"font-size: small;\">himmeln (Matthias Buth), als Drau\u00dfen (Hartwig Mauritz) und als Namesgeber f\u00fcr eine d\u00e4nische Insel (Matthias Politycki).<\/span><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_7087\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Formen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7087\" class=\"size-thumbnail wp-image-7087\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Formen-150x150.jpg\" alt=\"Formen\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7087\" class=\"wp-caption-text\">Foto: C. Kappe<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Und ich gehe auf die Suche nach Formenvielfalt: \u00fcberraschendes Enjambement, Sonett, Dialekt, Montage, Aufz\u00e4hlung, Parlando, Reim, Block- und Flattersatz; eine der j\u00fcngsten Autorinnen, Marie T. Martin aus K\u00f6ln, kommt himmlisch dicht daher:<\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em> Im Treppenhaus w\u00e4chst Klee du tauschst \/ Bleistift und Tee gegen Bindfaden und Verwunderung \/ gegen Linsen, in denen sich das Licht anders bricht \/ so dass wir die Beschaffenheit der Dinge sehen \/ oder ganz andere Augen mit denen das Sehen ist wie Singen \/ das Gerippe eines Blattes verbindet dich in alle Richtungen \/ und dass du mit jemandem sprichst der schon tot ist \/ wor\u00fcber man nicht reden kann dar\u00fcber soll man Wasser gie\u00dfen \/ und alles was vom Dach f\u00e4llt ist in dieser Welt<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Was bleibt zu sagen, au\u00dfer, dass dieser Buch, diese Lekt\u00fcre von \u00fcber 350 Seiten und mehr als 200 Autoren nicht mir nichts dir nichts abgeschlossen werden kann \u2026 Axel Kutsch schafft mit der breitgef\u00e4cherten, qualitativ und stilistisch heterogenen Sammlung etwas, was wenigen B\u00fcchern dieser Gattung gelingt: einen exemplarischen \u00dcberblick dessen, was f\u00fcr Gedichte derzeit im deutschen Sprachraum geschrieben werden \u2013 und zwar jenseits irgendwelcher Geschmacksrichtungen oder Vermarktungschancen. Die Anordnung der Gedichte fordert mich heraus. Wenn ich nicht einfach nur st\u00f6bre, sondern eben von vorn bis hinten lese, komme ich automatisch auf die Idee, etwas erkennen zu wollen. So stellte ich mir u.a. die Frage, ob in bestimmten Gegenden m\u00f6glicherweise bestimmte Themen oder Gestaltungsm\u00f6glichkeiten vorherrschen, und ebenso: ob ganze Generationen Vorlieben f\u00fcr Inhalte oder Formen haben. So bl\u00e4tterte ich mich von Nord-Ost nach S\u00fcd-West durch die Seiten und versuchte, irgendwelche Muster zu erkennen, was letzten Endes scheiterte.<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_7084\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Nichtschwimmer.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7084\" class=\"size-thumbnail wp-image-7084\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Nichtschwimmer-150x150.jpg\" alt=\"Nichtschwimmer\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7084\" class=\"wp-caption-text\">Foto: C. Kappe<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Eine Kollegin meinte: \u00bbWie sch\u00f6n, ich finde mich zwischen Dir und Sylvia.\u00ab Die treffende Aussage l\u00e4sst mich weiter nachdenken \u00fcber Sinn und Unsinn des jeweiligen Anordnens von Gedichten in Sammelb\u00e4nden. Wie w\u00fcrde ich eine Anthologie strukturieren? Wie das Telefonbuch nach Nachnamen angeordnet? Das w\u00fcrde das Ganze mehr zum Nachschlagewerk machen, und wer liest schon Nachschlagewerke? Nach Themen? Im Prinzip versuche ich ja so etwas mit dem Ansatz \u203a\u00fcber den Himmel\u2039. Aber dagegen spricht die Schwierigkeit, manchen Gedichten ein Thema zuzuordnen. Nach Schlagw\u00f6rtern? Das k\u00e4me der Sortierung nach Themen noch am n\u00e4chsten. Nach Titeln? Das w\u00fcrde den Kenner voraussetzen bzw. den Leser zum Kenner ausbilden, an gute Titel erinnert man sich schlie\u00dflich, erst recht an gute Gedichte mit guten Titeln. Nach Formen? Das f\u00e4nde ich pers\u00f6nlich am Interessantesten, w\u00fcrde aber zu einem Ungleichgewicht durch die vielen Mischformen und Originalit\u00e4ten f\u00fchren.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Was also tut das Buch? Es vernetzt Autoren, es entdeckt Autoren, es betont, im Zeitalter des Internet, die lokale Verortung der Schreibenden. Das spricht mich an \u2013 Schriftsteller sind schlie\u00dflich nicht irgendwo. Ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass am Anfang eines jeden Postleitzahl-Kapitels ein Foto aus der jeweiligen Stadt oder Landschaft passend w\u00e4re. Oder am unteren Seitenrand eine Panoramaaufnahme durch den ganzen Text mitl\u00e4uft. Auf jeden Fall bleibt der Eindruck einer gro\u00dfen langen Reise, die im n\u00e4chsten Jahr fortgesetzt werden will.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">* * *<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Axel Kutsch (Hg.), <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><strong>Versnetze_f\u00fcnf<\/strong><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">. <\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Deutschsprachige Lyrik der Ge\u00adgenwart<\/em><\/span><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"> von 213 Autoren, Vor\u00adwort des Herausgebers, 352 Seiten, Broschur, Verlag Ralf Liebe, Wei\u00adlerswist 2012.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\" align=\"CENTER\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">* * *<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\"><em>Versnetze_f\u00fcnf von A bis Z<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"color: #808080;\"><span style=\"font-family: Garamond,serif;\">Willi Achten \u2219 Erich Adler \u2219 Andreas Altmann \u2219 Konstantin Ames \u2219 Achim Amme \u2219 Renate Ammon \u2219 Johanna Anderka \u2219 Michael Arenz \u2219 Ingeborg Arlt \u2219 Jochen Arlt \u2219 Melanie Arzenheimer \u2219 Michael Augustin \u2219 Ute Esther Barsley \u2219 J\u00fcrgen Becker \u2219 Gisela Becker-Berens \u2219 Ulrich Johannes Beil \u2219 Hans Bender \u2219 Wolfgang Bittner \u2219 Marlies Blauth \u2219 Elke B\u00f6hm \u2219 Bernd Bohmeier \u2219 Theo Breuer \u2219 Rolly Brings \u2219 Lars-Arvid Brischke \u2219 J\u00fcrgen Br\u00f4can \u2219 Werner Bucher \u2219 Joseph Buhl \u2219 Hansj\u00fcrgen Bulkowski \u2219 Hans Georg Bulla \u2219 Dolores Burkert \u2219 Matthias Buth \u2219 Safiye Can \u2219 Ingo Cesaro \u2219 Manfred Chobot \u2219 Uwe Claus \u2219 Crauss \u2219 Klaus Peter Dencker \u2219 Fritz Deppert \u2219 Harald Dern \u2219 Doris Distelmaier-Haas \u2219 Hugo Dittberner \u2219 Dominik Dombrowski \u2219 Nikolaus Dominik \u2219 Jutta Dornheim \u2219 Richard Dove \u2219 Ulrike Draesner \u2219 Alex Dreppec \u2219 Benedikt Dyrlich \u2219 Gabriele Eckart \u2219 Hans Eichhorn \u2219 Peter Engel \u2219 Manfred Enzensperger \u2219 Oya Erdo\u011fan \u2219 Evert Everts \u2219 Ansgar Eyl \u2219 Jolanda F\u00e4h \u2219 Marcell Feldberg \u2219 Karl Feldkamp \u2219 Ingrid Fichtner \u2219 Julietta Fix \u2219 Uta Franck \u2219 Manfred H. Freude \u2219 Helmut Fritz \u2219 Rudolf Fuhrmann \u2219 Claudia Gabler \u2219 Nikolaus Gatter \u2219 Sylvia Geist \u2219 Anke Glasmacher \u2219 Andreas Graf \u2219 Gert Robert Gr\u00fcnert \u2219 Florian G\u00fcnther \u2219 Irena Habalik \u2219 Josef Hader \u2219 Wolfgang Haenle \u2219 Margit H\u00e4hner \u2219 Reinhard Harbaum \u2219 Caroline Hartge \u2219 Manfred Hausin \u2219 Christiane Heidrich \u2219 Manfred Peter Hein \u2219 Paul Heinrich \u2219 Hans-J\u00fcrgen Heise \u2219 HEL \u2219 Guy Helminger \u2219 Gisela Hemau \u2219 Judith Hennemann \u2219 Reinhard Henning \u2219 Stefan Heuer \u2219 Jens Hirsch \u2219 Franz Hodjak \u2219 Dieter H\u00f6ss \u2219 Annette H\u00f6velmann \u2219 Peter Huckauf \u2219 Harald K. H\u00fclsmann \u2219 Caroline Hummel \u2219 Kl\u00e1ra Hurkov\u00e1 \u2219 Andreas Hutt \u2219 Michael H\u00fcttenberger \u2219 Gerhard Jaschke \u2219 Peter Kapp \u2219 Christine Kappe \u2219 Adrian Kasnitz \u2219 Alexander Maria Kiefer \u2219 Reinhard Kiefer \u2219 Ilse Kilic \u2219 Sibylle Klefinghaus \u2219 Kornelia Koepsell \u2219 Johannes-Paul K\u00f6gler \u2219 Helga Kolb \u2219 Rainer Komers \u2219 J\u00fcrgen Kross \u2219 Bj\u00f6rn Kuhligk \u2219 G\u00fcnter Kunert \u2219 Fitzgerald Kusz \u2219 Axel Kutsch \u2219 Arnold Leifert \u2219 Christoph Leisten \u2219 Anton G. Leitner \u2219 Monika Littau \u2219 Friedhelm L\u00f6venich \u2219 Katharina Luft-Kornel \u2219 Horst Mantzel \u2219 Marie T. Martin \u2219 Virgilio Masciadri \u2219 Ursula Matenaer \u2219 Otmar Matthes \u2219 Frank-Wolf Matthies \u2219 Frank M\u00e4uler \u2219 Hartwig Mauritz \u2219 Friederike Mayr\u00f6cker \u2219 Dieter P. Meier-Lenz \u2219 Erwin Messmer \u2219 Frank Milautzcki \u2219 Ingrid Miller \u2219 J\u00fcrgen Nendza \u2219 Marcus Neuert \u2219 Lutz Nitzsche Kornel \u2219 Andreas Noga \u2219 Hans Nogaj \u2219 Irmhild Oberth\u00fcr \u2219 Karin Peters \u2219 Markus Peters \u2219 Robert Peters \u2219 Silke Peters \u2219 Paul Pfeffer \u2219 Erich Pfefferlen \u2219 Herbert Pfeiffer \u2219 Kai Pohl \u2219 Rolf Polander \u2219 Matthias Politycki \u2219 Manfred Pricha \u2219 Lutz Rathenow \u2219 Arne Rautenberg \u2219 Karla Reimert \u2219 Bertram Reinecke \u2219 Francisca Ricinski \u2219 Sabine R\u00f6mmer \u2219 Karl Rovers \u2219 \u00c0xel Sanjos\u00e9 \u2219 Andreas Saurer \u2219 Walle Sayer \u2219 Ingrid Schaarw\u00e4chter \u2219 Frank Schablewski \u2219 Wendel Sch\u00e4fer \u2219 Knut Schaflinger \u2219 Robert Schaus \u2219 Vera Schindler-Wunderlich \u2219 Andr\u00e9 Schinkel \u2219 Clemens Schittko \u2219 Helmut Schmale \u2219 Helmut Schmelmer \u2219 Nathalie Schmid \u2219 Hans Schneiderhans \u2219 Ferdinand Scholz \u2219 Renate Schoof \u2219 Jutta Schubert \u2219 Erec Schumacher \u2219 J\u00f6rg Seifert \u2219 Max Sessner \u2219 Amir Shaheen \u2219 Susanne Sinn \u2219 Gerd Sonntag \u2219 Michael Starcke \u2219 Armin Steigenberger \u2219 Ferdinand Stein \u2219 J\u00f6rg Stein \u2219 Lutz Steinbr\u00fcck \u2219 Peter M. Stephan \u2219 Kiev Stingl \u2219 Rainer Stolz \u2219 Rainer Strobelt \u2219 R\u00fcdiger St\u00fcwe \u2219 Ralf Thenior \u2219 Charlotte Ueckert \u2219 Marianne Ullmann \u2219 Beate \u00dcnver \u2219 Ruth Velser \u2219 Olaf Velte \u2219 Ludwig Verbeek \u2219 Mikael Vogel \u2219 J\u00fcrgen V\u00f6lkert-Marten \u2219 Rainer Wedler \u2219 A. J. Weigoni \u2219 Norbert Wei\u00df \u2219 Christoph Wenzel \u2219 Hans We\u00dflowski \u2219 Fritz Widhalm \u2219 Helmund Wiese \u2219 Patrick Wilden \u2219 Michael Wildenhain \u2219 Mario Wirz \u2219 Christa Wi\u00dfkirchen \u2219 Anna W\u00fcrth \u2219 Gerrit Wustmann \u2219 Maximilian Zander \u2219 Barbara Zeizinger \u2219 Rosemarie Zens \u2219 Eberhard Zillessen \u2219 Annemarie Zornack \u2219 Matthias Zwarg<\/span><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor mir liegen ein dunkelblaues Buch und ein dunkelrotes Buch. Die Fr\u00fcchte des Sommers tragen diese Farben \u2013 Blaubeere und eine in hiesigen Breitengraden noch zu entdeckende Frucht zwischen Brom- und Himbeere. Ich lese die B\u00fccher parallel, irgendwie geh\u00f6ren sie&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/08\/27\/die-farben-der-bucher-und-des-japanischen-himmels\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":22,"featured_media":7079,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[669,809,104,818,638,749,722,239,641,795,699,762,167,143,169,363,630,258,834,763,371,710,728,328,125,639,422,162,643,781,812,512,757,827,690,779,833,173,675,159,676,739,808,304,712,760,825,729,577,744,713,84,694,668],"class_list":["post-7069","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-andreas-altmann","tag-armin-steigenberger","tag-axel-kutsch","tag-beate-unver","tag-bertram-reinecke","tag-bjorn-kuhligk","tag-caroline-hartge","tag-christine-kappe","tag-christoph-wenzel","tag-clemens-schittko","tag-dominik-dombrowski","tag-frank-mauler","tag-frank-milautzcki","tag-friederike-mayrocker","tag-gerd-sonntag","tag-gerhard-jaschke","tag-gunter-kunert","tag-hans-bender","tag-hans-jost-frey","tag-hartwig-mauritz","tag-hel","tag-helmut-fritz","tag-judith-hennemann","tag-julietta-fix","tag-jurgen-becker","tag-jurgen-nendza","tag-jutta-dornheim","tag-klara-hurkova","tag-klaus-peter-dencker","tag-lutz-rathenow","tag-lutz-steinbruck","tag-manfred-enzensperger","tag-marie-t-martin","tag-mario-wirz","tag-matthias-buth","tag-matthias-politycki","tag-matthias-zwarg","tag-maximilian-zander","tag-melanie-arzenheimer","tag-michael-arenz","tag-michael-augustin","tag-michael-huttenberger","tag-michael-starcke","tag-mikael-vogel","tag-nikolaus-gatter","tag-otmar-matthes","tag-patrick-wilden","tag-reinhard-henning","tag-richard-dove","tag-sibylle-klefinghaus","tag-sylvia-geist","tag-theo-breuer","tag-uwe-claus","tag-willi-achten"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7069","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/22"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=7069"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/7069\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=7069"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=7069"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=7069"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}