{"id":70535,"date":"2010-05-01T00:01:40","date_gmt":"2010-04-30T22:01:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=70535"},"modified":"2024-08-22T06:26:28","modified_gmt":"2024-08-22T04:26:28","slug":"erfahrung-und-armut","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/05\/01\/erfahrung-und-armut\/","title":{"rendered":"Erfahrung und Armut"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In unseren Leseb\u00fcchern stand die Fabel vom alten Mann, der auf dem Sterbebette den S\u00f6hnen weismacht, in seinem Weinberg sei ein Schatz verborgen. Sie sollten nur nachgraben. Sie gruben, aber keine Spur von Schatz. Als jedoch der Herbst kommt, tr\u00e4gt der Weinberg wie kein anderer im ganzen Land. Da merken sie, der Vater gab ihnen eine Erfahrung mit: Nicht im Golde steckt der Segen sondern im Flei\u00df. Solche Erfahrungen hat man uns, drohend oder beg\u00fctigend, so lange wir heranwuchsen entgegengehalten: \u00bbGr\u00fcner Junge, er will schon mitreden.\u00ab \u00bbDu wirst&#8217;s schon noch erfahren.\u00ab Man wu\u00dfte auch genau, was Erfahrung war: immer hatten die \u00e4lteren Leute sie an die j\u00fcngeren gegeben. In K\u00fcrze, mit der Autorit\u00e4t des Alters, in Sprichw\u00f6rtern; weitschweifig mit seiner Redseligkeit, in Geschichten; manchmal als Erz\u00e4hlung aus fremden L\u00e4ndern, am Kamin, vor S\u00f6hnen und Enkeln. \u2014 Wo ist das alles hin? Wer trifft noch auf Leute, die rechtschaffen etwas erz\u00e4hlen k\u00f6nnen? Wo kommen von Sterbenden heute noch so haltbare Worte, die wie ein Ring von Geschlecht zu Geschlecht wandern? Wem springt heute noch ein Sprichwort hilfreich zur Seite? Wer wird auch nur versuchen, mit der Jugend unter Hinweis auf seine Erfahrung fertig zu werden?<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nein, soviel ist klar: die Erfahrung ist im Kurse gefallen und das in einer Generation, die 1914-1918 eine der ungeheuersten Erfahrungen der Weltgeschichte gemacht hat. Vielleicht ist das nicht so merkw\u00fcrdig wie das scheint. Konnte man damals nicht die Feststellung machen: die Leute kamen verstummt aus dem Felde? Nicht reicher, \u00e4rmer an mitteilbarer Erfahrung. Was sich dann zehn Jahre danach in der Flut der Kriegsb\u00fccher ergossen hat, war alles andere als Erfahrung, die vom Mund zum Ohr str\u00f6mt. Nein, merkw\u00fcrdig war das nicht. Denn nie sind Erfahrungen gr\u00fcndlicher L\u00fcgen gestraft worden als die strategischen, durch den Stellungskrieg, die wirtschaftlichen durch die Inflation, die k\u00f6rperlichen durch den Hunger, die sittlichen durch die Machthaber. Eine Generation, die noch mit der Pferdebahn zur Schule gefahren war, stand unter freiem Himmel in einer Landschaft, in der nichts unver\u00e4ndert geblieben war als die Wolken, und in der Mitte, in einem Kraftfeld zerst\u00f6render Str\u00f6me und Explosionen, der winzige gebrechliche Menschenk\u00f6rper.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine ganz neue Armseligkeit ist mit dieser ungeheuren Entfaltung der Technik \u00fcber die Menschen gekommen. Und von dieser Armseligkeit ist der beklemmende Ideenreichtum, der mit der Wiederbelebung von Astrologie und Yogaweisheit, Christian Science und Chiromantie, Vegetarianismus und Gnosis, Scholastik und Spiritismus unter \u2014 oder vielmehr \u00fcber \u2014 die Leute kam, die Kehrseite. Denn nicht echte Wiederbelebung findet hier statt, sondern eine Galvanisierung. Man mu\u00df an die gro\u00dfartigen Gem\u00e4lde von Ensor denken, auf denen ein Spuk die Stra\u00dfen gro\u00dfer St\u00e4dte erf\u00fcllt: karnevalistisch vermummte Spie\u00dfb\u00fcrger, mehlbest\u00e4ubte verzerrte Masken, Flitterkronen \u00fcber der Stirne, w\u00e4lzen sich unabsehbar die Gassen entlang. Diese Gem\u00e4lde sind vielleicht nichts so sehr als Abbild der schauerlichen und chaotischen Renaissance, auf die so viele Hoffnungen stellen. Aber hier zeigt sich am deutlichsten: unsere Erfahrungsarmut ist nur ein Teil der gro\u00dfen Armut, die wieder ein Gesicht \u2014 von solcher Sch\u00e4rfe und Genauigkeit wie das der Bettler im Mittelalter \u2014 bekommen hat. Denn was ist das ganze Bildungsgut wert, wenn uns nicht eben Erfahrung mit ihm verbindet? Wohin es f\u00fchrt, wenn sie geheuchelt oder erschlichen wird, das hat das grauenhafte Mischmasch der Stile und der Weltanschauungen im vorigen Jahrhundert uns zu deutlich gemacht, als da\u00df wir unsere Armut zu bekennen nicht f\u00fcr ehrenwert halten m\u00fc\u00dften. Ja, gestehen wir es ein: Diese Erfahrungsarmut ist Armut nicht nur an privaten sondern an Menschheitserfahrungen \u00fcberhaupt. Und damit eine Art von neuem Barbarentum<ins class=\"adsbygoogle adsbygoogle-noablate\" data-ad-format=\"auto\" data-ad-client=\"ca-pub-6402066351899370\" data-adsbygoogle-status=\"done\"><\/ins><ins id=\"aswift_3_expand\"><\/ins><ins id=\"aswift_3_anchor\"><\/ins><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Barbarentum? In der Tat. Wir sagen es, um einen neuen, positiven Begriff des Barbarentums einzuf\u00fchren. Denn wohin bringt die Armut an Erfahrung den Barbaren? Sie bringt ihn dahin, von vorn zu beginnen; von Neuem anzufangen; mit Wenigem auszukommen; aus Wenigem heraus zu konstruieren und dabei weder rechts noch links zu blicken. Unter den gro\u00dfen Sch\u00f6pfern hat es immer die Unerbittlichen gegeben, die erst einmal reinen Tisch machten. Sie wollten n\u00e4mlich einen Zeichentisch haben, sie sind Konstrukteure gewesen. So ein Konstrukteur war Descartes, der zun\u00e4chst einmal f\u00fcr seine ganze Philosophie nichts haben wollte als die eine einzige Gewi\u00dfheit: \u00bbIch denke, also bin ich\u00ab und von der ging er aus. Auch Einstein war ein solcher Konstrukteur, den pl\u00f6tzlich von der ganzen weiten Welt der Physik gar nichts mehr interessierte, als eine einzige kleine Unstimmigkeit zwischen den Gleichungen Newtons und den Erfahrungen der Astronomie. Und dieses selbe Vonvornbeginnen hatten die K\u00fcnstler im Auge, als sie sich an die Mathematiker hielten und die Welt wie die Ku-bisten aus stereometrischen Formen aufbauten, oder als sie wie Klee sich an Ingenieure anlehnten. Denn Klees Figuren sind gleichsam auf dem Rei\u00dfbrett entworfen und gehorchen, wie ein gutes Auto auch in der Karosserie vor allem den Notwendigkeiten des Motors, so im Ausdruck ihrer Mienen vor allem dem Innern. Dem Innern mehr als der Innerlichkeit: das macht sie barbarisch.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Hie und da haben l\u00e4ngst die besten K\u00f6pfe begonnen, sich ihren Vers auf diese Dinge zu machen. G\u00e4nzliche Illusionslosigkeit \u00fcber das Zeitalter und dennoch ein r\u00fcckhaltloses Bekenntnis zu ihm ist ihr Kennzeichen. Es ist das Gleiche, ob der Dichter Bert Brecht feststellt, Kommunismus sei nicht die gerechte Verteilung des Reichtums sondern der Armut oder ob der Vorl\u00e4ufer der modernen Architektur Adolf Loos erkl\u00e4rt: \u00bbIch schreibe nur f\u00fcr Menschen, die modernes Empfinden besitzen &#8230; F\u00fcr Menschen, die sich in Sehnsucht nach der Renaissance oder dem Rokoko verzehren, schreibe ich nicht.\u00ab Ein so verschachtelter K\u00fcnstler wie der Maler Paul Klee und ein so program\u00admatischer wie Loos \u2014 beide sto\u00dfen vom hergebrachten, feierlichen, edlen, mit allen Opfergaben der Vergangenheit geschm\u00fcckten Menschenbilde ab, um sich dem nackten Zeitgenossen zuzuwenden, der schreiend wie ein Neugeborenes in den schmutzigen Windeln dieser Epoche liegt. Niemand hat ihn froher und lachender begr\u00fc\u00dft als Paul Scheerbart. Von ihm gibt es Romane, die von weitem wie ein Jules Verne aussehen, aber sehr zum Unterschied von Verne, bei dem in den tollsten Vehikeln doch immer nur kleine franz\u00f6sische oder englische Rentner im Weltraum herumsausen, hat Scheerbart sich f\u00fcr die Frage interessiert, was unsere Teleskope, unsere Flugzeuge und Luftraketen aus den ehemaligen Menschen f\u00fcr g\u00e4nzlich neue sehens- und liebenswerte Gesch\u00f6pfe machen. \u00dcbrigens reden auch diese Gesch\u00f6pfe bereits in einer g\u00e4nzlich neuen Sprache. Und zwar ist das Entscheidende an ihr der Zug zum willk\u00fcrlichen Konstruktiven; im Gegensatz zum Organischen n\u00e4mlich. Der ist das Unverwechselbare in der Sprache von Scheerbarts Menschen oder vielmehr Leuten; denn die Menschen\u00e4hnlichkeit \u2014 diesen Grundsatz des Humanismus \u2014 lehnen sie ab. Sogar in ihren Eigennamen: Peka, Labu, Sofanti und \u00e4hnlich hei\u00dfen die Leute in dem Buch, das den Namen nach seinem Helden hat: \u00bbLesabendio\u00ab. Auch die Russen geben ihren Kindern gerne \u00bbentmenschte\u00ab Namen: sie nennen sie Oktober nach dem Revolutionsmonat oder \u00bbPjatiletka\u00ab, nach dem F\u00fcnfjahrplan, oder \u00bbAwiachim\u00ab nach einer Gesellschaft f\u00fcr Luftfahrt. Keine technische Erneuerung der Sprache, sondern ihre Mobilisierung im Dienste des Kampfes oder der Arbeit; jedenfalls der Ver\u00e4nderung der Wirklichkeit, nicht ihrer Beschreibung.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Scheerbart aber, um wieder auf ihn zur\u00fcckzukommen, legt darauf den gr\u00f6\u00dften Wert, seine Leute \u2014 und nach deren Vorbilde seine Mitb\u00fcrger \u2014 in standesgem\u00e4\u00dfen Quartieren unterzubringen: in verschiebbaren beweglichen Glash\u00e4usern wie Loos und Le Corbusier sie inzwischen auff\u00fchrten. Glas ist nicht umsonst ein so hartes und glattes Material, an dem sich nichts festsetzt. Auch ein kaltes und n\u00fcchternes. Die Dinge aus Glas haben keine \u00bbAura\u00ab. Das Glas ist \u00fcberhaupt der Feind des Geheimnises. Es ist auch der Feind des Besitzes. Der gro\u00dfe Dichter Andre Gide hat einmal gesagt: Jedes Ding, das ich besitzen will, wird mir undurchsichtig. Tr\u00e4umen Leute wie Scheerbart etwa darum von Glasbauten, weil sie Bekenner einer neuen Armut sind? Aber vielleicht sagt hier ein Vergleich mehr als die Theorie. Betritt einer das b\u00fcrgerliche Zimmer der 80er Jahre, so ist bei aller \u00bbGem\u00fctlichkeit\u00ab, die es vielleicht ausstrahlt, der Eindruck \u00bbhier hast du nichts zu suchen\u00ab der st\u00e4rkste. Hier hast du nichts zu suchen \u2014 denn hier ist kein Fleck, auf dem nicht der Bewohner seine Spur schon hinterlassen h\u00e4tte: auf den Gesimsen durch Nippessachen, auf dem Polstersessel durch Deckchen, auf den Fenstern durch Transparente, vor dem Kamin durch den Ofenschirm. Ein sch\u00f6nes Wort von Brecht hilft hier fort, weit fort: \u00bbVerwisch die Spuren!\u00ab hei\u00dft der Refrain im ersten Gedicht des \u00bbLesebuch f\u00fcr St\u00e4dtebewohner\u00ab. Hier im b\u00fcrgerlichen Zimmer ist das entgegengesetzte Verhalten zur Gewohnheit geworden. Und umgekehrt n\u00f6tigt das \u00bbInterieur\u00ab den Bewohner, das H\u00f6chstma\u00df von Gewohnheiten anzunehmen, Gewohnheiten, die mehr dem Interieur, in welchem er lebt, als ihm selber gerecht werden. Das versteht jeder, der die absurde Verfassung noch kennt, in welche die Bewohner solcher Pl\u00fcschgelasse gerieten, wenn im Haushalt etwas entzweigegangen war. Selbst ihre Art sich zu \u00e4rgern \u2014 und diesen Affekt, der allm\u00e4hlich auszusterben beginnt, konnten sie virtuos spielen lassen \u2014 war vor allem die Reaktion eines Menschen, dem man \u00bbdie Spur von seinen Erdetagen\u00ab verwischt hat. Das haben nun Scheerbart mit seinem Glas und das Bauhaus mit seinem Stahl zuwege gebracht: sie haben R\u00e4ume geschaffen, in denen es schwer ist, Spuren zu hinterlassen. \u00bbNach dem Gesagten\u00ab, erkl\u00e4rt Scheerbart vor nun zwanzig Jahren, \u00bbk\u00f6nnen wir wohl von einer \u203aGlaskultur\u2039 sprechen. Das neue Glas-Milieu wird den Menschen vollkommen umwandeln. Und es ist nun nur zu w\u00fcnschen, da\u00df die neue Glaskultur nicht allzu viele Gegner findet.\u00ab<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Erfahrungsarmut: das mu\u00df man nicht so verstehen, als ob die Menschen sich nach neuer Erfahrung sehnten. Nein, sie sehnen sich von Erfahrungen freizukommen, sie sehnen sich nach einer Umwelt, in der sie ihre Armut, die \u00e4u\u00dfere und schlie\u00dflich auch die innere, so rein und deutlich zur Geltung bringen k\u00f6nnen, da\u00df etwas Anst\u00e4ndiges dabei herauskommt. Sie sind auch nicht immer unwissend oder unerfahren. Oft kann man das Umgekehrte sagen: Sie haben das alles \u00bbgefressen\u00ab, \u00bbdie Kultur\u00ab und den \u00bbMenschen\u00ab und sie sind \u00fcbersatt daran geworden und m\u00fcde. Niemand f\u00fchlt sich mehr als sie von Scheerbarts Worten betroffen: \u00bbIhr seid alle so m\u00fcde \u2014 und zwar nur deshalb, weil Ihr nicht alle Eure Gedanken um einen ganz einfachen aber ganz gro\u00dfartigen Plan konzentriert.\u00ab Auf M\u00fcdigkeit folgt Schlaf, und da ist es denn gar nichts Seltenes, da\u00df der Traum f\u00fcr die Traurigkeit und Mutlosigkeit des Tages entsch\u00e4digt und das ganz einfache aber ganz gro\u00dfartige Dasein, zu dem im Wachen die Kraft fehlt, verwirklicht zeigt. Das Dasein von Micky-Maus ist ein solcher Traum der heutigen Menschen. Dieses Dasein ist voller Wunder, die nicht nur die technischen \u00fcberbieten, sondern sich \u00fcber sie lustig machen. Denn das Merkw\u00fcrdigste an ihnen ist ja, da\u00df sie allesamt ohne Maschinerie, improvisiert, aus dem K\u00f6rper der Micky-Maus, ihrer Partisanen und ihrer Verfolger, aus den allt\u00e4glichsten M\u00f6beln genau so wie aus Baum, Wolken oder See hervorgehen. Natur und Technik, Primitivit\u00e4t und Komfort sind hier vollkommen eins geworden und vor den Augen der Leute, die an den endlosen Komplikationen des Alltags m\u00fcde geworden sind und denen der Zweck des Lebens nur als fernster Fluchtpunkt in einer unendlichen Perspektive von Mitteln auftaucht, erscheint erl\u00f6send ein Dasein, das in jeder Wendung auf die einfachste und zugleich komfortabelste Art sich selbst gen\u00fcgt, in dem ein Auto nicht schwerer wiegt als ein Strohhut und die Frucht am Baum so schnell sich rundet wie die Gondel eines Luftballons. Und nun wollen wir einmal Abstand halten, zur\u00fccktreten.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Arm sind wir geworden. Ein St\u00fcck des Menschheitserbes nach dem anderen haben wir dahingegeben, oft um ein Hundertstel des Wertes im Leihhaus hinterlegen m\u00fcssen, um die kleine M\u00fcnze des \u00bbAktuellen\u00ab daf\u00fcr vorgestreckt zu bekommen. In der T\u00fcr steht die Wirtschaftskrise, hinter ihr ein Schatten, der kommende Krieg. Festhalten ist heut Sache der wenigen M\u00e4chtigen geworden, die wei\u00df Gott nicht menschlicher sind als die vielen; meist barbarischer, aber nicht auf die gute Art. Die anderen aber haben sich einzurichten, neu und mit Wenigem. Sie halten es mit den M\u00e4nnern, die das von Grund auf Neue zu ihrer Sache gemacht und es auf Einsicht und Verzicht begr\u00fcndet haben. In deren Bauten, Bildern und Geschichten bereitet die Menschheit sich darauf vor, die Kultur, wenn es sein mu\u00df, zu \u00fcberleben. Und was die Hauptsache ist, sie tut es lachend. Vielleicht klingt dieses Lachen hie und da barbarisch. Gut. Mag doch der Einzelne bisweilen ein wenig Menschlichkeit an jene Masse abgeben, die sie eines Tages ihm mit Zins und Zinseszinsen wiedergibt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p class=\"has-large-font-size\" style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:post-content -->\r\n\r\n<!-- wp:paragraph {\"align\":\"center\"} --><\/p>\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><!-- \/wp:paragraph -->\r\n\r\n<!-- wp:image {\"align\":\"left\",\"linkDestination\":\"custom\"} --><\/p>\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"alignleft\">\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-87150 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin-248x300.jpg\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin-248x300.jpg 248w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin-560x677.jpg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin-260x314.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin-160x193.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/>Zum 70. Todestag von Walter Benjamin erinnert KUNO an diesen undogmatischen Denker und l\u00e4\u00dft die Originalit\u00e4t und Einzigartigkeit seiner Gedanken aufscheinen. Bei KUNO pr\u00e4sentieren wir Essays \u00fcber den Zwischenraum von Denken und Dichten, wobei das Denken von der Sprache kaum zu l\u00f6sen ist. Lesen Sie auch KUNOs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Hommage<\/a> an die Gattung des Essays.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192 <\/strong>ein Essay \u00fcber die neue Literaturgattung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22423\"><em>Twitteratur<\/em><\/a>.<\/p>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; In unseren Leseb\u00fcchern stand die Fabel vom alten Mann, der auf dem Sterbebette den S\u00f6hnen weismacht, in seinem Weinberg sei ein Schatz verborgen. Sie sollten nur nachgraben. Sie gruben, aber keine Spur von Schatz. Als jedoch der Herbst kommt,&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/05\/01\/erfahrung-und-armut\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":72,"featured_media":98124,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[428],"class_list":["post-70535","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-walter-benjamin"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70535","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/72"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=70535"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70535\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":106097,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/70535\/revisions\/106097"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98124"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=70535"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=70535"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=70535"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}