{"id":69422,"date":"2008-08-23T00:00:00","date_gmt":"2008-08-22T22:00:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=69422"},"modified":"2022-02-22T20:46:11","modified_gmt":"2022-02-22T19:46:11","slug":"kritik-an-der-literarischen-alternative","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/","title":{"rendered":"Kritik an der  literarischen Alternative"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Was sich als zwischen 1967 und 1977 als Gegenkultur bezeichnet, fand bereits im 19. Jahrhundert auf dem Monte Verit\u00e0, dem Zauberberg der nonkonformistischen Kultur statt.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ach, der&#8220;, sagt Lenz, &#8222;mein Gott, der H., der ist ein gro\u00dfer Dichter, aber er ist doch irgendwo in den Siebzigern steckengeblieben!&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Ups. Das ist heftig. H. und in den Siebzigern steckengeblieben? In den Siebzigern, in denen Biby Wintjes&#8216; NONKONFORMISTISCHES LITERARISCHES INFORMATIONSZENTRUM bl\u00fchte, in denen sich alle mit Du plus Vornamen anredeten, in denen man diskutierte und demonstrierte (Anti-Vietnam oder Anti-RAF), sich solidarisierte und engagierte, in denen die W\u00f6rter &#8222;Alternative&#8220; und &#8222;Gegen\u00f6ffentlichkeit&#8220; gepr\u00e4gt wurden, womit ein Ort gemeint war, an dem die &#8222;Humanisierung der Kommunikation&#8220; erreicht werden sollte? Das sind doch alles hehre Ziele! Was soll denn das hei\u00dfen: &#8222;in den Siebzigern steckengeblieben&#8220;? Wenn wir uns an die Humanisierung der Kommunikation halten, wenn der t\u00f6dliche B\u00fcro- und Amtssprech abgeschafft wird zum Beispiel und sich Politiker nicht mehr hinter Seifensprechblasen verschanzen k\u00f6nnten \u2013 dann w\u00e4re &#8222;in den Siebzigern steckengeblieben&#8220; kein Vorwurf, sondern eine Auszeichnung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Wenn.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr manche ist es auch eine Auszeichnung. Lenz aber meint es nicht als Auszeichnung, sondern als Kritik. Und Lenz ist kein neuschlauer Kommerzhase, im Gegenteil \u2013 Lenz ist \u00e4lter als H., Lenz geh\u00f6rte 1968 schon zum alten Eisen, Lenz hat damals schon das durchschaut, was sich dann zur &#8222;literarischen Gegen\u00f6ffentlichkeit&#8220; herausmausern sollte. Lenz wird zwar von R., einem Ex-Dichtungs-Revoluzzer, der jetzt rotweins\u00fcffelnd in seiner Butze hockt und donnernd gegen die &#8222;Literaturmafia&#8220; wettert, gerne ver\u00e4chtlich als &#8222;harmloser Spinner&#8220; tituliert \u2013 aber ein harmloser Spinner ist mir lieber als ein neurotischer Choleriker mit Hang zum Machoismus. Zumal Lenz vor allem eins verstanden hat: die Progression. Er bleibt nicht stehen, er ist nie stehengeblieben. Er ist \u00fcber siebzig, aber er ist agil, geistig kregel und offen. Und er erz\u00e4hlt einem nie dieselbe Geschichte zweimal. R.s Geschichten hingegen kennt man nach dem ersten Besuch bei ihm schon alle auswendig, und nie \u00e4ndern sie sich, und nie kommt eine neue hinzu. Und die Protagonisten sind immer dieselben: auf der einen Seite steht die b\u00f6se, oberfl\u00e4chliche, dumme, gemeine, kommerz- und konsenss\u00fcchtige Literaturmafia \u2013 auf der anderen Seite stehen R. und seine Spie\u00dfgesellen, aufrecht, kompromi\u00dflos, kritisch, nicht unterzukriegen. Blabla. Wenn man sich R.s jetzige Aktionismen ansieht \u2013 auf der einen Seite seine galletriefenden Sonette und Briefe gegen die angeblich b\u00f6se Front, auf der anderen Seite seine arschkriecherischen Schriebe, wenn er den Hauch einer Chance wittert, mit seiner So\u00dfe von einem Radiofritzen interviewt zu werden -, kann man \u00fcber diese Anekdoten aus dem letzten preu\u00dfischen Kriege nur grinsen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Was hat das nun mit H. und der Siebziger-Jahre-Ideologie zu tun, in der H. laut Lenz angeblich steckengeblieben ist? Viel \u2013 denn R.s Regression hat ebenfalls mit dieser Ideologie zu tun, wenn auch er wohl schon Mitte der Sechziger stehengeblieben ist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Es geht hier um die allseits bekannte Kluft zwischen Au\u00dfen und Innen, Hollywood und Faust, Stephen King und James Joyce, Form und Inhalt, Karriere und &#8222;Selbstverwirklichung&#8220; (noch so ein 70er-Jahre-Wort, das man jetzt in Anf\u00fchrungszeichen setzen mu\u00df), Geld und Qualit\u00e4t. Die Fragen lauten: kann man mit guter, kritischer Schreibe reich werden? Wenn ja, warum sind die guten, kritischen Schreiber alle arm? Wenn nein, wozu schreibt man dann?<br \/>Ich h\u00f6re schon das Aufjaulen und das schlagende Ger\u00e4usch, das entsteht, als die Siebziger-Jahre-Fraktion\u00e4re und ihre diversen Pseudo-Adjutanten und sonstigen Rattenschw\u00e4nze sich auf die Stirn klatschen. Was sind denn das f\u00fcr Fragen?! Ja, Gudix, was ist denn mit dir los?! WEISST du das denn nicht?!<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Klar, ICH wei\u00df es \u2013 ich kann die Fragen f\u00fcr mich beantworten. Aber ich bin auch nicht in den Siebzigern steckengeblieben, weil ich in den Siebzigern ja erst geboren wurde. Und deshalb m\u00f6chte ich diese Fragen jetzt mal beantwortet haben, RADIKAL, d.h. von der Wurzel her. Zur\u00fcck zum Anfang der Geschichte! Wovon sprechen wir also hier?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Von Antikapitalismus, Verwertungs- und Vermarktungslogik, Globalisierungskritik, Kommerzkritik, Dialektik. Wir sprechen von Hegel, Marx, Marcuse, Adorno, Collmer, von Robert Pirsigs ZEN UND DIE KUNST EIN MOTORRAD ZU WARTEN; Shakespeares KING LEAR, Rimbauds SAISON EN ENFER, Sartres L&#8217;\u00caTRE ET LE N\u00c9ANT, von Ploog, Burroughs und diversen anderen, die ich aber hier nicht aufz\u00e4hlen mu\u00df \u2013 ich denke, Sie wissen, welche Route ich einschlagen will; wer nicht, soll die angef\u00fchrten B\u00e4nde, Philosophen und Schriftsteller studieren und auf die Jetztzeit beziehen beziehungsweise auf die Siebziger.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Ad radicem. Es war einmal ein H\u00e4uflein Gerechter, das trachtete gegenzustinken gegen die vorherrschende Meinungsgleichschaltung in den medialen Gro\u00dfkonzernen wie Springer, SPIEGEL, Rowohlt, Fischer und gr\u00fcndete zu diesem Zweck eigene Zeitungen, Zeitschriften, Verlage. Das war Ende der Sechziger. Dann passierte folgendes: die Gro\u00dfverlage und -konzerne merkten, da\u00df sie auf diese Weise bald nur noch als Seniorenvereine dastehen w\u00fcrden und holten einige der jungen Wilden in ihr Boot, z\u00e4hmten sie, stylten mit ihnen ihr eigenes Image um und hatten auf diese Weise zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: erstens die literarische Revolution verhindert und zweitens ihre eigene Vergreisung. So lebten die Gro\u00dfverlage weiter heiter und froh, und ihr seliges Ende ist nicht abzusehen, wenn wir, das H\u00e4uflein Gerechter, uns nicht endlich unserer Sendung besinnen und die literarische Revolution stattfinden lassen! Wof\u00fcr sind wir denn damals angetreten?!<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">So weit, so klischeehaft. &#8222;Ja, f\u00e4llt euch denn nichts besseres ein als diese alten Geschichten?&#8220; sagt Lenz. Recht hat er. Denn mehr als Geschichten sind es nicht. Ich habe sie schon so oft erz\u00e4hlt, in zig Essays und Pamphleten wiedergek\u00e4ut, skandiert, monologisiert. ICH bin vor zehn Jahren f\u00fcr die Entphrasung und Dekonditionierung der Sprache angetreten, und insofern ist nun festzuhalten, da\u00df das ganze M\u00e4rchen von der Literaturmafia und der heldenhaften &#8222;Alternative&#8220; inzwischen von vorne bis hinten aus Phrasen besteht. Tote H\u00fclsen, die mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun haben. Eingerostete Seifenblasen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Wo sind sie denn jetzt, die tapferen Ritter der Gegen\u00f6ffentlichkeit? Es gibt derer welche in mehreren Generationen. Es gibt z.B. R., Jahrgang 1937, der jetzt wie gesagt in seinem H\u00e4uschen im Norden Berlins sitzt, schimpft und sich in Fusel tr\u00f6stet. Dann gibt es B., Jahrgang 1947, genauso alt wie Biby Wintjes, der lange Jahre ein &#8222;Alternativheft&#8220; herausgab, aber jetzt nur noch ver\u00e4chtlich vom &#8222;Sumpf&#8220; spricht und mir riet: &#8222;Es gibt nur zwei Arten unterzugehen: in Ehren \u2013 oder ohne.&#8220; Und das Engagement im &#8222;Sumpf&#8220; der &#8222;Alternative&#8220;, besser gesagt das D\u00fcmpeln in diesem Sumpf, ist eher letztere Art&#8230; Dann gibt es E., Jahrgang 1952, der einen festen Beruf hat, Familie, Kinder \u2013 und der die ganze &#8222;Szene&#8220; f\u00fcr einen Knallt\u00fctenverein h\u00e4lt und seit einem \u00fcblen Befindlichkeitshickhack vor einigen Jahren \u00fcberhaupt nichts mehr sagt. Damals verstand ich das nicht, heute zolle ich ihm Respekt \u2013 er hatte den Befindlichkeitskindergarten der &#8222;Alternative&#8220; richtig eingesch\u00e4tzt. Und dann ist da H., Jahrgang 1957, der nach wie vor ohne Heizung, Wanne und Computer in einer Butze in Prenzlauer Berg von der St\u00fctze lebt und Solidarit\u00e4t zwischen Kaffeefiltern, Mausedreck und betipptem Papier praktiziert. Und dann gibt es noch all jene, die sich Anfang der 90er Jahre zum Wiederaufw\u00e4rmen der alten Literaturrevolution berufen f\u00fchlten und das Social Beat nannten; die sind im allgemeinen in den Sechzigern geboren, und viele unter ihnen sind heute gescheiterte Existenzen, alkohol- und drogengesch\u00e4digt, hartz-IV-gezeichnet und pleite. Einige von ihnen haben &#8222;es&#8220; geschafft und sind heute Stars, ver\u00f6ffentlichen dicke B\u00fccher mit gro\u00dfer Auflage in ber\u00fchmten Verlagen \u2013 und werden von anderen genau daf\u00fcr geha\u00dft und des &#8222;Verrats&#8220; bezichtigt. Einige der ehemaligen SB-Fraktion\u00e4re produzieren nach wie vor dilettantische K\u00e4sbl\u00e4ttle mit seltsamen, schlecht geschriebenen Stories darin, fotokopiert und zusammengezwickt mit Zwecken, leben von der St\u00fctze und r\u00fchmen sich, &#8222;unabh\u00e4ngig&#8220; geblieben zu sein und ihr &#8222;Genie&#8220; nicht an die Gro\u00dfverlage &#8222;verheizt&#8220; zu haben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Derlei d\u00fcrftige Bem\u00e4ntelung der eigenen Talentlosigkeit erregt in mir das gro\u00dfe Kotzen. Balduin B\u00e4hlamm, der verhinderte Dichter von Wilhelm Busch, war kein literarischer Revolution\u00e4r, sondern eine Farce! Das wei\u00df eigentlich jedes Kind \u2013 und trotzdem geb\u00e4rden sich manche Pseudo-Dichter wie B\u00e4hlamm, bauen sich theatralisch vor einem auf, reden von ihren &#8222;Werken&#8220; und davon, da\u00df sie es aufgegeben h\u00e4tten, f\u00fcr diese &#8222;Werke&#8220; Verlage zu suchen, weil die &#8222;Werke&#8220; f\u00fcr die Verlage wohl zu komplex seien, weil die Verlage ohnehin nichts verst\u00fcnden, denn bekanntlich gehen sie ja nur nach dem schn\u00f6den Mammon, mit denen ihre eigenen &#8222;Werke&#8220; nichts zu tun h\u00e4tten, und das zeigt doch gerade, wie mutig, wie gro\u00dfartig, wie nochniedagewesen ihre &#8222;Werke&#8220; sind, und es ist ja klar, da\u00df kein Verlag sich trauen w\u00fcrde, so was zu drucken \u2013 \u00f6h\u00f6m, so ist das als verkanntes Genie, nicht wahr, traurig, aber heldenhaft. Und ziehen sich zur\u00fcck in ihr K\u00e4mmerlein, zwirbeln sich einen saftigen Joint und murksen weiter an der Vollendung ihres hehren &#8222;Werks&#8220; herum, auf da\u00df es dann wenigstens posthum angemessen rauskomme.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Gut, das war jetzt \u00fcbertrieben. Aber es soll mit den Mitteln der Satire zeigen, wie es sich viele Dichter, darunter auch welche, die tats\u00e4chlich schreiben k\u00f6nnen, in jenem Geister- und Schattenreich der &#8222;Alternative&#8220; bequem einrichten, r\u00fclpsend nach der St\u00fctze verlangen und bei Nachfrage die einge\u00fcbten Phrasen \u00fcber die schicke Anti-Kapitalismus-Theorie der Siebzigerjahre zum besten geben. Aber diese Haltung hat nichts mit Antikapitalismus zu tun! Es ist weder antikapitalistisch noch mutig, was ihr da tut, sondern dumm, feige und schwachsinnig! Das ist keine Revolution, das ist kein &#8222;Marsch durch die Institutionen&#8220;, denn jegliche Progression, jegliche Dynamik ist weg, es gibt nur noch Stasis! D\u00fcmpeln in der Stasisblase und Gott einen guten DJ sein lassen! Wem ist mit einer Meute D\u00fcmpelbarden geholfen, die nichts tut au\u00dfer kiffen, saufen, schlechter Gedichte schreiben und sich in Selbstmitleid suhlen? Wem ist geholfen mit Wracks, die sich nicht mal selbst ern\u00e4hren k\u00f6nnen und das der Literaturmafia, Hartz IV und allgemein den schlechten Zeiten in die Schuhe schieben? Es ist hier dasselbe Mi\u00dfverst\u00e4ndnis im Gange wie bei dem angeblich so &#8222;rebellischen&#8220; Akt des Drogenkonsums: &#8222;aufbegehren&#8220; will man damit gegen einen Staat, der einen in Schubladen zw\u00e4ngt und die Zukunft verbaut \u2013 doch was man dann erreicht, wenn der Drogenkonsum zum Ritual geworden ist, ist nur, da\u00df man v\u00f6llig unf\u00e4hig ist f\u00fcr jede Art des Aufbegehrens. Man macht sich freiwillig unzurechnungsf\u00e4hig, man lallt von &#8222;Unabh\u00e4ngigkeit&#8220; und ist abh\u00e4ngiger als je zuvor! Man macht sich freiwillig zum Affen \u2013 und wer jetzt kommt und sagt, &#8222;das ist doch gerade die Negation!&#8220;, der hat nicht begriffen, da\u00df es bei der Negation nicht um Stasis geht, sondern um Kinesis, um ein Sich-Bewegen. Stasis aber ist die Negation der Negation. Entweder man IST rebellisch, dann versucht man aktiv und klaren Kopfes mit den ihm zustehenden Mitteln, die Gesellschaft zu humanisieren \u2013 oder man ist es NICHT. Dann soll man aber auch endlich diese j\u00e4mmerlichen, billigen Ausreden ad acta legen! Drogenkonsum ist keine Rebellion, da sie einen der Mittel zur Rebellion beraubt. Und Sitzenbleiben ist auch keine Rebellion.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Es hat sich festged\u00fcmpelt. Es war nicht falsch, was Marcuse, Adorno, Dutschke, Burroughs, Wintjes in den Siebzigern geplant hatten, ganz gewi\u00df nicht, es war vielmehr richtig und klug. Es hat sich halt nur festged\u00fcmpelt in den drei\u00dfig Jahren seither. Es geht nichts mehr vor und nichts mehr zur\u00fcck; \u00fcberall bl\u00f6ken einen nur immer wieder dieselben Phrasen an, wenn man sich dem Thema n\u00e4hern will.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Es waren hehre Ziele, die die Gr\u00fcnder der literarischen Alternative hatten \u2013 und es sind immer noch hehre Ziele. Denn sie sind nicht erreicht worden. Warum nicht? Weil zwar jede Generation von Revoluzzern seinerzeit ihr Scherflein dazu beigetragen hat, es anzupacken, die n\u00e4chste Generation dann aber nicht dort weitermachte, wo die alten M\u00e4nner aufgegeben hatten und aufgeben mu\u00dften, sondern sich hinstellte und wieder die alten Phrasen skandierte! Hier liegt das Problem. Nicht die &#8222;schlechte Unendlichkeit&#8220; perpetuieren, Leute, sondern \u00fcberwinden! Das meinte auch Rimbaud mit seinem &#8222;il faut \u00eatre absolument moderne&#8220;. Und das hat z.B. auch Burroughs begriffen, der sich, Jahrgang 1914, ja auch nicht zeitlebens nach dem Stummfilm und der seligen Revolution der 20er Jahre zur\u00fccksehnte, sondern die Medien seiner jeweiligen Zeit (Grammophon, Tonband, Kassettenrecorder, Telefon) in ihrer ganzen Weite nutzte, denn nur in den Medien der Zeit kann man GEGEN die Medien der Zeit antreten! Wer also mit einem F\u00fcllfederhalter gegen die E-Mail-Manie anschreiben will, braucht sich nicht zu wundern, wenn er ausgelacht wird. Dieses Ansinnen ist genauso reaktion\u00e4r wie das der &#8222;Pro-DM-Partei&#8220;, die zur Bundestagswahl 2002 angetreten war. Und wer mit den schriftstellerischen Mitteln der Siebzigerjahre die Jetztzeit erkl\u00e4ren will, ist genauso anachron.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Damit wir uns nicht mi\u00dfverstehen: ich spreche nicht davon, da\u00df sich der kritische Schriftsteller der Gegenwart erst dann als solcher manifestiert, wenn er sich allen m\u00f6glichen technischen Schnickschnack angeschafft hat. Das ist das andere Extrem der Verfehlung. Die einen kaufen sich den ganzen Brimborium, sitzen dann vor ihrem Maschinenpark und hacken Mist in die Tastatur \u2013 die anderen legen sich den Maschinenpark aus angeblicher &#8222;Negation&#8220; gerade NICHT zu und glauben irrt\u00fcmlich, allein schon dadurch die literarische Revolution einen Schritt vorangetrieben zu haben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Tja, so einfach ist das nicht. Vielleicht ist gerade das das Entscheidende: wirkliche, dynamische Negation ist nie einfach. Billige Ausreden wie das M\u00e4rchen von der Literaturmafia oder das Sich-Suhlen im Nicht-Verkaufen seines Ichs haben mit ihr nichts zu tun. Denn bei diesen billigen Ausreden geht es nur um \u00c4u\u00dferlichkeiten: man gibt den Umst\u00e4nden die Schuld, da\u00df man selbst den Arsch nicht hoch- und nichts auf die Reihe kriegt. Was ist j\u00e4mmerlicher?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Beim Projekt der &#8222;Alternative&#8220;, beim Projekt der &#8222;Humanisierung der Kommunikation&#8220; (Hadayatullah H\u00fcbsch) geht es vor allem aber um eins: um Inhalte. Nicht um \u00c4u\u00dferlichkeiten. Nicht um Brimborium. Wir, die kritischen Dichter, Essayisten, Dramatiker, Romanciers, \u00dcbersetzer haben die Aufgabe, die Inhalte festzuhalten und bekanntzumachen. Dabei m\u00fcssen wir vor allem an der Sprache arbeiten und so gut wie m\u00f6glich ausdr\u00fccken, was ausgedr\u00fcckt werden mu\u00df. Ich rede nicht von Stilen, ich rede von Essenz, von der Essenz der Sprachbeherrschung. Wir Schriftsteller sind Handwerker, und so wie es gute und schludrige Handwerker gibt, gibt es auch gute und schludrige Sprachschaffende. Wer aber seine Sprache nicht beherrscht, wer nur mit ihr herumzudilettieren und Phrasen zu dreschen versteht, ist kein Schriftsteller, so wie ein Handwerker, der mit dem Mei\u00dfel nicht umgehen kann, auch nie den Meister machen kann. Und letzterer stellt sich dann auch nicht hin und seucht davon, er sei halt ein &#8222;verkanntes Genie&#8220;, dessen &#8222;Stil&#8220; der Meister nicht begreife! Sondern er arbeitet an sich, weiter, und genauso hat auch der Dichter die Pflicht und Schuldigkeit, an der Sprache zu arbeiten, wenn sie ungen\u00fcgend ist, wenn zuviel Luft dazwischen steht, wenn sie zuwenig ver-, gedichtet ist. Wer sich dar\u00fcber aufregt, da\u00df sich im Internet nur Analphabeten austoben, der sollte genau hier aktiv gegenstinken und mit seiner eigenen Schreibe dazu beitragen, da\u00df es weniger inhaltslosen Analphabetismus im Netz gibt. DAS ist &#8222;Marsch durch die Institutionen&#8220;! Nicht von hinten motzen, sondern von vorne handeln! Laberflaschen brauchen wir nicht, die sitzen im Caf\u00e9 Schliemann schon zur Gen\u00fcge! Und wer sich in dem Gedanken sonnt, &#8222;die Verlage&#8220; seien zu dumm f\u00fcr seine ach so komplexe Lyrik, weil &#8222;die Lektoren&#8220; heutzutage ja eh nur akademisch verbl\u00f6dete Schmalspurgeister seien, der mache sich auf und arbeite als Lektor in einem Verlag. Wenn er es schon besser K\u00d6NNTE, dann soll er es TUN!<br \/>Ich arbeite. Und ich arbeite an der Sprache, an meiner Sprache, an der Sprache als Stemmeisen im Steinbruch der Kommunikation. Und hier sind wir bildlich bei einem alten Bekannten: bei Sisyphos. ANTIKAPITALISMUS IST EINE SISYPHOSARBEIT! Antikapitalismus hei\u00dft nicht, sich nicht ums Geld k\u00fcmmern m\u00fcssen, weil die St\u00fctze ja das Problem vom Staat ist und man sich selbst bekanntlich mit H\u00f6herem, mit der Beweihr\u00e4ucherung des eigenen verkannten Genies n\u00e4mlich, befassen mu\u00df. Antikapitalismus hei\u00dft, sich auflehnen dagegen, da\u00df uns \u00c4u\u00dferlichkeiten und Institutionen beherrschen. Und das ist nur in aktiver Arbeit, in Arbeit am Inhalt, in m\u00fchevoller, hamletischer Klein- und Mauwurfsarbeit zu erreichen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Sie haben eine Shakespeare-Theorie? Sie sind der Ansicht, Baudelaire k\u00f6nnte besser und treffender \u00fcbersetzt werden, und Sie w\u00fcrden sich das zutrauen? Sie sind pl\u00f6tzlich dahintergekommen, was Dante mit Nietzsche und beide mit dem Jetzt zu tun haben? Gut! Zeigen Sie uns das! Schreiben Sie, \u00fcbersetzen Sie! Wenn es wirklich neu ist, wird es sich Bahn brechen; wenn nicht, sind Sie noch nicht soweit. Aber: arbeiten Sie weiter! (Und wenn ein Verlag Sie ablehnt, versuchen Sie es bei einem anderen. Das haben die vorangegangenen Literaturrevoluzzer unzweifelhaft erreicht: es gibt nicht mehr &#8222;die Medien&#8220;, es gibt viele Medien, &#8222;linke&#8220; und &#8222;rechte&#8220;, gro\u00dfe, mittelgro\u00dfe, kleine, mikroskopische Verlage. Wer behauptet, von &#8222;den Verlagen&#8220; abgelehnt worden zu sein, hat es entweder nicht ausreichend versucht, oder sein Buch ist ungen\u00fcgend.)<br \/>Der Sinn des Schreibens ist eine absolute Pr\u00e4zisierung, jedenfalls f\u00fcr mich. Die Verdichtung der Realit\u00e4t in ihren jeweiligen Facetten in der Sprache. Darum geht es mir, daran arbeite ich, als \u00dcbersetzerin und Autorin. Ob man damit reich wird, ist mir egal. Aber leben kann man davon, ohne seine Seele billig ans Arbeitsamt verkaufen zu m\u00fcssen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Leute! Entd\u00fcmpelt euch!<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zuerst erschienen: <strong>In den Siebzigern steckengeblieben\u201c \u2013 <\/strong>Kritik an der \u201eliterarischen Alternative\u201c, von: N\u00ed Gudix, in: Luftruinen-Ausgabe 1, Sommer 2008<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<\/p>\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\">\r\n<div id=\"attachment_65815\" style=\"width: 247px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65815\" class=\"wp-image-65815\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-949x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"237\" height=\"256\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-949x1024.jpg 949w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-278x300.jpg 278w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-768x829.jpg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-560x604.jpg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-260x281.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-160x173.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah.jpg 1112w\" sizes=\"auto, (max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><p id=\"caption-attachment-65815\" class=\"wp-caption-text\">Der Urvater des Social-Beat. Hadayatullah H\u00fcbsch. Photo: Masroor-ahmad<\/p><\/div>\r\n\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was sich als zwischen 1967 und 1977 als Gegenkultur bezeichnet, fand bereits im 19. 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