{"id":69409,"date":"2000-09-24T00:01:00","date_gmt":"2000-09-23T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=69409"},"modified":"2022-02-22T20:48:18","modified_gmt":"2022-02-22T19:48:18","slug":"bye-bye-biby-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/09\/24\/bye-bye-biby-2\/","title":{"rendered":"&#8222;Bye, bye, Biby, bye, bye&#8230;&#8220; \u2013 Erinnerung an Josef &#8222;Biby&#8220; Wintjes"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich habe Biby Wintjes nie gesehen. Im Sommer 1994, ich war achtzehn, war ich auf Umwegen mit Bi\u00adbys &#8222;Im\u00adpressum&#8220; und dem &#8222;Nonkonformistischen Literarischen Informationszentrum&#8220; in Bottrop in Kontakt gekommen. Ich lie\u00df mir ein Probeex\u00adem\u00adp\u00adlar des \u201eImpressum\u201c kom\u00admen, las es von vorne bis hinten durch und war entz\u00fcckt. Tippte sofort einen Brief in ei\u00ad\u00adnem Stil, in dem man, wie ich dachte, Her\u00adausgeber anschrieb: &#8222;Sehr geehrter Herr Wint\u00ad\u00ad\u00adjes, nach Ansicht der Probeausgabe des &#8218;Impressum&#8216;, das Sie mir zugesandt haben, ha\u00ad\u00ad\u00adbe ich mich entschlossen, es zu abonnieren. Bitte schicken Sie mir eine Rech\u00ad\u00ad\u00adnung. Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen.&#8220; Und da\u00adrauf\u00adhin war ein dickes Ku\u00advert ein\u00adgetrudelt, mit Hand be\u00adschriftet und bemalt, mit Janosch-Stem\u00adpeln vorne drauf und zig bunten Zettel\u00adchen und Heft\u00adchen innen drin sowie einem \u00fcber\u00adschwenglichen Brief: &#8222;Lie\u00adbe Gundi, freue mich wahn\u00adsinnig \u00fcber deine Bestellung! Al\u00adles Liebe und vielen Dank! Dein Bi\u00adby.&#8220; Rumms! Was war das? Das war der Ton des lite\u00adra\u00adrischen Undergrounds. Der mich voll ins Herz ge\u00ad\u00adtrof\u00adfen hatte. Ich warf den steifen Brief\u00adkopf und den &#8222;sehr geehrten Herrn Wintjes&#8220; \u00fcber Bord und begann eine \u00e4u\u00dferst fruchtbare und herzliche Brieffreund\u00adschaft mit Biby. Er nannte mich &#8222;Gundi&#8220;, ver\u00adsorg\u00adte mich mit B\u00fcchern aus seinem Alterna\u00adtiv-Anti\u00adquariat, und ich machte Werbung f\u00fcrs &#8222;Imp&#8220;, wie es alle nannten, und die Versand\u00adbuch\u00adhand\u00ad\u00adlung. Eine neue Welt hatte sich vor mir auf\u00adgetan&#8230;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz davor hatte ich die Musik der Sechzigerjahre f\u00fcr mich entdeckt. Ich trug damals die Haare lang, frisierte mir einen Mittel\u00adscheitel, durchst\u00f6berte Mamas Kleiderschrank nach Schlaghosen, bunten Minir\u00f6cken und Blusen mit Haifischkragen von anno dunnemals und f\u00fchlte einen Rausch, den ich zuvor noch nicht gekannt hatte. Musik, Kunst, Mode, Film dieser Jahre \u2013 alles schien zu gl\u00fchen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dank Biby sprang dieser Funke nun auch auf die Literatur \u00fcber. In den ersten Imps, die ich las, tobten Schlachten dar\u00fcber, was &#8222;Social Beat&#8220; eigentlich sein sollte, man fuhr Gesch\u00fctze auf wie &#8222;die Beats der sechziger Jahre&#8220; (sic! Diesen Fehler im Text von &#8222;Krachkultur&#8220;-Herausgeber Brinkmann erkannte ich damals schon), Jack Kerouac, Char\u00adles Bukowski, William S. Burroughs, Allen Ginsberg, Norman Mailer, Henry Miller. Ich bat Bi\u00adby, mir mal B\u00fccher zu schicken, damit ich bei diesen Debatten mitreden k\u00f6nne, und er schickte mir Kerouacs &#8222;The Town and the City&#8220;, Bukowskis &#8222;Das Schlimmste kommt noch oder: Fast eine Jugend&#8220; und &#8222;Der Mann mit der Ledertasche&#8220; und Burroughs&#8216; &#8222;Der Job \u2013 Ge\u00adsprache mit Daniel Odier&#8220; (dieses Buch schenkte ich spater an Thomas Collmer wei\u00adter). Hinter dieser T\u00fcr, die Biby da f\u00fcr mich aufgesto\u00dfen hatte, pa\u00dfte pl\u00f6tzlich alles zu\u00adsam\u00admen: die Beatles, Janis Joplin, Jimi Hendrix traf ich auch auf Bibys Katalogcovern. Durch das Impressum kam ich auf den MaroVerlag Augsburg, und mein erstes Romanulett, &#8222;Der Ritt durch die Erdbeerfelder&#8220;, lag bei Benno K\u00e4smayr und wurde gelesen. Nur mit dem &#8222;Social Beat&#8220; konnte ich immer noch nichts anfangen \u2013 ich bestellte mir &#8222;Krachkultur&#8220;, &#8222;Cocksucker&#8220;, &#8222;Ein\u00adblick&#8220;, las N\u00f6ske, Dahlmeyer, Richter, Knuppertz, Brinkmann und hatte am Ende der meist seichten Geschichtchen nur einen faden Geschmack im Mund. Biby ging es da wohl \u00e4hnlich; ich erinnere mich an eine Rezension eines neuen SB-Manifests, in der Biby schrieb: &#8222;Ich habe erst nach den ersten drei Kognaks einigerma\u00dfen kapiert, wovon der Kerl eigentlich spricht.&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich wu\u00dfte von Biby selbst nicht viel. Da\u00df er in Bottrop in einem &#8222;Knusperh\u00e4uschen&#8220; lebte, da\u00df er zwei S\u00f6hne hatte und sich seit 1969 f\u00fcr die literarische Subkultur krummleg\u00adte, das erfuhr ich teils aus Briefen von ihm selbst oder aus dem Imp und teils erst nach seinem Tod durch Bruno Runzheimer, Theo Breuer oder Thomas Collmer. Ich wollte Biby mal besuchen, nat\u00fcrlich, selbstverst\u00e4ndlich \u2013 aber alles zu seiner Zeit! Ich hatte vorerst noch damit zu tun, achtzugeben, da\u00df ich in den Wogen von neuen Eindr\u00fccken nicht unterging \u2013 neue Dich\u00adter, Philosophen, B\u00fccher, Denker, Musiker, K\u00fcnstler. Au\u00dferdem war Bottrop von Ra\u00advens\u00adburg ein ganzes St\u00fcck weg; f\u00fcr einen Wochenendtrip &#8222;mal eben&#8220; kam das nicht in Fra\u00ad\u00adge. Ich be\u00adstellte regelm\u00e4\u00dfig B\u00fccher bei ihm, er schickte mir beispielsweise Goethes &#8222;Gespr\u00e4che mit Eckermann&#8220; zum &#8222;Gundi-Rabatt&#8220; oder einen Schwung neuer Literaturhefte (Schreib\u00adheft, Der Elektrische Helm, Kozmik Blues) und Franzobels neuesten Pfeffersprech im Tausch gegen ein paar B\u00fccher von Janosch, die ich doppelt hatte und er suchte. Das Weih\u00adnachts-Imp 1994 schickte er mir als dickes Kuvert, mit Stempeln und Sternchen und Gr\u00fc\u00dfen bemalt und dem Befehl &#8222;Erst am 24.12. aufmachen!!&#8220; Ich hielt mich daran.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im September 1995 zog ich um nach Konstanz. Ich hatte Biby die neue Anschrift rechtzeitig mitgeteilt, und folge\u00adrichtig kamen die ersten Kuverts, die ich in meinem neuen Domizil \u00fcberhaupt erhielt, aus Bottrop. Auf einem der ersten Briefe stand: &#8222;F\u00fcr Gundi, neue Anschrift: Konstanz (NOCH WEITER WEG VON BOTTROP!!)&#8220; Da hatte er recht. Aber jetzt, wo ich nicht mehr zuhause wohnte, wo ich Studentin war und vierteljahreslange Semesterferien haben w\u00fcr\u00adde \u2013 jetzt w\u00fcrde ich selbstverst\u00e4ndlich auch mal nach Bottrop fahren. Zumal in M\u00fcnster Frank Br\u00f6ker sa\u00df, in Aachen Tuberkel Knuppertz, in Essen Bruno Runzheimer \u2013 Grund ge\u00adnug, die Zone mal heimzusuchen. Biby schrieb mir im Sommer 95 ein Kartchen: &#8222;Komm mich doch mal besuchen \u2013 G\u00e4stezimmer vorhanden!&#8220; Ich schrieb zur\u00fcck, ich m\u00fcsse mich jetzt um meinen Umzug k\u00fcmmern und die Immatrikulationstermine \u2013 aber sp\u00e4testens im Februar, wenn ich Semesterferien hatte, k\u00e4me ich an.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich feierte meinen zwanzigsten Geburtstag und beh\u00e4ngte die W\u00e4nde meines Wohn\u00adheimzimmers mit Postern: mit John Lennon, Charles Bukowski, Che Guevara. Von Janis Joplin hatte ich kein Poster, was ich umgehend zu \u00e4ndern gedachte. Ich k\u00e4mmte Konstanz nach Posterl\u00e4\u00adden durch, fand aber nur Take That, Oasis und Leo DiCaprio und nicht das, was ich such\u00adte. In einer Zeitung kam dann eine Hommage an Janis und Jimi Hen\u00addrix, weil ihr Tod f\u00fcnf\u00adundzwanzig Jahre her war. Der Artikel war mit Fotos ge\u00adschm\u00fcckt &#8211; Janis mit wehenden Haa\u00ad\u00adren am Mikrophon und Janis mit Pelzm\u00fctze und Zigarette und Jimi Hendrix in Wood\u00adstock -, und ich schnitt diese Fotos aus und klebte sie an die Wand. So. Sah doch klas\u00adse aus. Bi\u00dfchen klein, aber irgendwann w\u00fcrde ich schon noch ein richtiges gro\u00dfes Poster fin\u00adden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann kam mich Zaher zum Tee besuchen, ein arabischer Student, der im ersten Stock wohnte, und wollte wissen, wer das auf den Po\u00adstern alles sei. Ich erkl\u00e4rte es ihm. Zaher sch\u00fcttelte den Kopf, sah von einem Poster zum anderen, l\u00e4chelte traurig und sagte: &#8222;Ist nicht gut. Alle gestorben.&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich verstand nicht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Er zeigte auf die Poster. &#8222;Da. Alle gestorben.&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ja und?&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Du liebst nur Tote.&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Was? Das ist doch Unsinn! Es gibt genausoviele lebende K\u00fcnstler, die ich gut fin\u00adde! Ich kenne zum Beispiel einen ganzen Haufen Dichter, die&#8230; &#8222;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Wo sind die?&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;\u00dcberall in Deutschland, wir schreiben uns Briefe, wir&#8230; &#8222;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Besuchen?&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ja klar, besuchen werde ich sie alle mal, sobald ich kann, und&#8230; &#8222;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zaher zeigte wieder auf die Postergalerie. &#8222;Wo sind Lebende? Ich sehe nur Tote!&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich fing an, mich zu \u00e4rgern. Was wollte er eigentlich?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Ich mu\u00df gehen&#8220;, sagte Zaher und sah auf die Uhr. &#8222;Ich dir w\u00fcnschen noch sch\u00f6\u00adnen Abend mit den Toten!&#8220; Er grinste und ging.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zaher lie\u00df mich schaudernd zur\u00fcck. Klar, es war Unsinn \u2013 ich war nicht nekrophil oder sowas, ich fand es schade, da\u00df Charles Bukowski und Hilka Nordhausen tot waren, und John Lennon hing auch nicht da, weil er tot war, sondern weil seine Musik lebendiger war als die mancher noch lebender Untoter! Fand ich jedenfalls. Genauso verhielt sich Buks Schreibe zu dem leblosen Geschlurpse der SBler.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Um Zahers These aber auch sichtbar zu entkr\u00e4ften, schnappte ich mir ein DIN-A-4-Bild von Biby, das er k\u00fcrzlich herumgeschickt hatte, und pinnte es an die Wand zwischen Janis Joplin und John Lennon. Biby sah nicht gut aus auf dem Bild: sein Gesicht war aufgeschwemmt, seine Augen sahen m\u00fcde aus, und das wiederholte Gr\u00f6\u00dferkopieren des Originalfotos lie\u00df ihn noch blasser und fertiger erscheinen. Aber egal. Es war das einzige brauchbare Bild, das ich von Biby Wintjes besa\u00df, und ich stellte mich also auf mein Sofabett und pinnte Biby an die Wand. Dann holte ich Zaher, zeigte ihm das neue St\u00fcck in meiner Galerie und erz\u00e4hlte ihm viel \u00fcber Bibys lebendiges Wirken und Schaffen in Bottrop.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Und dann erfuhr ich in einem Brief von Theo Breuer, genauer in einem PS am En\u00adde des Briefes, da\u00df Biby exakt da, als ich sein Foto an meine Wand gepinnt hat\u00adte, gestor\u00adben war. Ich werde dieses PS nie vergessen. Es lautete: &#8222;PS: Wei\u00dft du \u00fcb\u00adrigens schon, da\u00df Biby Wintjes tot ist? Raoul hat es mir gesagt. Gestorben am 24. September.\u00a0 Am un\u00adgesunden Lebenswandel, sagte Raoul. Herzinfarkt. Ihm gings ja auch wirk\u00adlich schlecht, dem \u00c4rmsten.&#8220;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich f\u00fchlte mich wie das Ich in Janis Joplins Song &#8222;Bye, bye, Baby&#8220;: <em>&#8222;It seems you just got lost somewhere out in the world \/ and you left me here to face it all alone.&#8220;<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich kann nicht sagen, was Biby f\u00fcr &#8222;die Szene&#8220; war, weil ich mich &#8222;der Szene&#8220; nicht zugeh\u00f6rig f\u00fchlte. Ich kann nur sagen, was Biby f\u00fcr mich war: ein Men\u00adtor, der mir an einer wichtigen Stelle in meinem Leben neue Wege gezeigt hatte. Dank Bi\u00adby verstand ich die W\u00f6rter &#8222;Underground&#8220; und &#8222;Subkultur&#8220; als &#8222;kriti\u00adsche Au\u00dfenseiterintelligenz&#8220;, ein Begriff, den Biby gepragt hatte. Subkultur hei\u00dft waches, kritisches Ge\u00adgen\u00adstin\u00ad\u00adken bei gleichzeitiger Humanisierung der Kommunikation. Sich besu\u00adchen, keine for\u00admellen Briefk\u00f6pfe auf den Schultern tragen, ansprechen, was gesagt wer\u00adden mu\u00df, und die Neurosenbeete der Pseudos nicht pflegen, sondern auslachen: darum geht es. Ohne Biby w\u00e4re ich wahrscheinlich nicht da, wo ich heute bin.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Bye, bye, Biby, bye, bye. <\/em>Und danke!<\/p>\r\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><\/figure>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<div class=\"wp-block-image\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\">\r\n<div id=\"attachment_65501\" style=\"width: 297px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65501\" class=\"wp-image-65501\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes.jpg\" alt=\"\" width=\"287\" height=\"413\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes.jpg 383w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes-209x300.jpg 209w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes-260x374.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Biby_Wintjes-160x230.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 287px) 100vw, 287px\" \/><p id=\"caption-attachment-65501\" class=\"wp-caption-text\">Josef &#8222;Biby Wintjes. Portr\u00e4t: Bruno Runzheimer<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n<p>\r\n\r\n\r\n\r\n<\/p>\r\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Ich habe Biby Wintjes nie gesehen. Im Sommer 1994, ich war achtzehn, war ich auf Umwegen mit Bi\u00adbys &#8222;Im\u00adpressum&#8220; und dem &#8222;Nonkonformistischen Literarischen Informationszentrum&#8220; in Bottrop in Kontakt gekommen. Ich lie\u00df mir ein Probeex\u00adem\u00adp\u00adlar des \u201eImpressum\u201c kom\u00admen, las es&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/09\/24\/bye-bye-biby-2\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":207,"featured_media":99634,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[249,2585,2608,1063],"class_list":["post-69409","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-hadayatullah-hubsch","tag-josef-wintjes","tag-ni-gudix","tag-victor-otto-stomps"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69409","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/207"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=69409"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69409\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":99647,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/69409\/revisions\/99647"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/99634"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=69409"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=69409"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=69409"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}