{"id":68122,"date":"2021-08-01T00:01:56","date_gmt":"2021-07-31T22:01:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=68122"},"modified":"2021-07-31T18:11:40","modified_gmt":"2021-07-31T16:11:40","slug":"faulgase","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/08\/01\/faulgase\/","title":{"rendered":"Faulgase"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Abw\u00e4rts zur Rechten pl\u00f6tzlich ein weitl\u00e4ufiger Ziegelgepflasterter Platz, an dessen Peripherie die gedrungene Bruchsteinkapelle, deren Bild den befreiten Blick sofort wieder verschlie\u00dft. Das Fehlen von Kultgegenst\u00e4nden und Symbolen im Umfeld der St\u00e4tte vers\u00f6hnt nicht ganz fremd bezieht sie sich auf das \u00dcbrige: Den m\u00e4chtigen, funktionslosen Gasometer in der Nachbarschaft beide verweigern das Aktuelle ihrer Beh\u00e4ltnishaftigkeit -, und bei beiden denkt man gern an Gehen und Wohnen: Stahl und Stein zwingen durch ihre Gestaltung die Steigerung ins Lebendige -, dahinter grenzt auf gro\u00dfz\u00fcgiger Spielfl\u00e4che die Kl\u00e4ranlage, von Kan\u00e4len die Grasfl\u00e4chen durchzogen, und ger\u00e4uschlos drehn sich in Becken die Wasserspinnen. Zahllose M\u00f6wen kreisen und st\u00fcrzen, kein Mensch ist zusehen. Irgendwo am Rand, schon zwischen Liguster und Ginster, frisst eine haushohe Fackel die Faulgase.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Kl\u00e4ranlage gegen\u00fcber steht ein kastenf\u00f6rmiges Wohnhaus, das erste auf dem Weg durch das Tal. Der Spazierg\u00e4nger \u00fcberpr\u00fcft bei seinem Anblick zun\u00e4chst f\u00fcr sich selbst den Grad der Geruchsbel\u00e4stigung. Er sucht nach einer offensichtlichen Entsch\u00e4digung f\u00fcr die Anwohner.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Delta<\/strong> &#8230; als sei ihre Unsichtbarkeit nichts weiter, von Angelika Janz 2021<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Delta-1024x1024.jpg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Delta-1024x1024.jpg\" width=\"256\" height=\"256\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Angelika Janz erz\u00e4hlt im <em>Delta<\/em> ganz aus der Innenperspektive und schafft eine leicht verfremdete Atmosph\u00e4re. Mit sezierendem Blick und literarisch sehr eigenwillig zeigt sie eine soziale Gemeinschaft und eine Gesellschaft, die sich selbst zersetzen. \u00dcber eine zusammenh\u00e4ngende Folge hinweg wird die Geschichte durch die vielen kleinen redundanten Bewu\u00dftseinsstr\u00f6me in Offene gef\u00fchrt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=36409\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a>, das A.J. Weigoni mit Angelika Janz \u00fcber den Zyklus <em>fern, fern<\/em> gef\u00fchrt hat. Vertiefend ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber ihre interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin<\/em>. Ebenfalls im KUNO-Archiv: Jan Kuhlbrodt mit einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/05\/asthetische-prothetik\/\">Ann\u00e4herung<\/a> an die visuellen Arbeiten von Angelika Janz. Und nicht zuletzt, Michael Gratz \u00fcber Angelika Janz\u2018<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/05\/freiraum\/\"> tEXt bILd<\/a><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Abw\u00e4rts zur Rechten pl\u00f6tzlich ein weitl\u00e4ufiger Ziegelgepflasterter Platz, an dessen Peripherie die gedrungene Bruchsteinkapelle, deren Bild den befreiten Blick sofort wieder verschlie\u00dft. 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