{"id":68105,"date":"2021-05-30T00:01:02","date_gmt":"2021-05-29T22:01:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=68105"},"modified":"2021-09-19T07:28:58","modified_gmt":"2021-09-19T05:28:58","slug":"kreide","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/05\/30\/kreide\/","title":{"rendered":"Kreide"},"content":{"rendered":"\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie schreibt mit Kreide unvollendete Geschichten auf die Gehwege der Stadt. Es sind Geschichten, die noch keiner erlebt hat, weil sie unbedeutend sind, es sind Geschichten, bei denen man nicht wei\u00df, an welcher Stelle etwas geschieht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Als ihr kalt wird, schreibt sie immer schneller. Dabei wird ihr deutlich, wie unbetretbar diese geschriebenen Bl\u00f6cke werden, -sp\u00e4testens, wenn so viele dar\u00fcber gelaufen sind, dass nichts mehr sichtbar ist (an ihren Sohlen befinden sich noch unbedenkliche Spuren).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie weigerte sich, Fragen zu beantworten, um somit anzuerkennen, wo sie sich befindet. Durch die Kreide verb\u00fcndet sie sich mit der Stra\u00dfe. Bricht ihr die Kreide beim Schreiben, wirft sie sie den Umstehenden vor die F\u00fc\u00dfe -das gibt ihrer T\u00e4tigkeit eine leichtgewichtige und einsehbare Funktion. W\u00e4hrend sie schreibt, h\u00e4lt sie sich das Bild von Kommenden entgegen. Dabei verl\u00e4sst sie ihre geb\u00fcckte Haltung beim Schreiben: Sie h\u00e4lt aufrecht hockend ein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Hatte sie sich im Anfangen get\u00e4uscht?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Delta<\/strong> &#8230; als sei ihre Unsichtbarkeit nichts weiter, von Angelika Janz 2021<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Delta-1024x1024.jpg\" alt=\"Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Delta-1024x1024.jpg\" width=\"256\" height=\"256\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Angelika Janz erz\u00e4hlt im <em>Delta<\/em> ganz aus der Innenperspektive und schafft eine leicht verfremdete Atmosph\u00e4re. Mit sezierendem Blick und literarisch sehr eigenwillig zeigt sie eine soziale Gemeinschaft und eine Gesellschaft, die sich selbst zersetzen. \u00dcber eine zusammenh\u00e4ngende Folge hinweg wird die Geschichte durch die vielen kleinen redundanten Bewu\u00dftseinsstr\u00f6me in Offene gef\u00fchrt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=36409\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a>, das A.J. Weigoni mit Angelika Janz \u00fcber den Zyklus <em>fern, fern<\/em> gef\u00fchrt hat. Vertiefend ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber ihre interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin<\/em>. Ebenfalls im KUNO-Archiv: Jan Kuhlbrodt mit einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/05\/asthetische-prothetik\/\">Ann\u00e4herung<\/a> an die visuellen Arbeiten von Angelika Janz. Und nicht zuletzt, Michael Gratz \u00fcber Angelika Janz\u2018<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/05\/freiraum\/\"> tEXt bILd<\/a><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Sie schreibt mit Kreide unvollendete Geschichten auf die Gehwege der Stadt. Es sind Geschichten, die noch keiner erlebt hat, weil sie unbedeutend sind, es sind Geschichten, bei denen man nicht wei\u00df, an welcher Stelle etwas geschieht. 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