{"id":68088,"date":"2021-01-21T00:01:00","date_gmt":"2021-01-20T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=68088"},"modified":"2021-01-13T12:22:46","modified_gmt":"2021-01-13T11:22:46","slug":"litfasssaeule","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/01\/21\/litfasssaeule\/","title":{"rendered":"Litfa\u00dfs\u00e4ule"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ungewohnte Geschehen drau\u00dfen, das sich nur durch einen schmalen, belanglosen Ausschnitt mitteilt, versetzt sie in jene leise Panik, die sie schon bei der Besichtigung der Wohnung befallen hatte. Der bedrohliche Gedanke, dass man sich an ALLES gew\u00f6hnen k\u00f6nne, hatte sie lange vor dem Fenster verweilen lassen und zu einem \u00dcberblick gezwungen. Sie hatte \u00fcberlegt, welche ihr noch fremden und verwilderten Momente ihrer Person wohl mit den Gegenst\u00e4nden da drau\u00dfen in Verbindung treten werden, wenn sie erst hier lebte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun ist es so, dass sie mit gro\u00dfer Anstrengung nicht mal einen Gegenstand dort unten zu erfassen vermag: Die Litfa\u00dfs\u00e4ule z.B. entzieht sich, sobald die Bahn vorbeif\u00e4hrt, die den Blick wie scherzhaft h\u00e4lt und losl\u00e4sst auf ein gerade geschlossenes Fenster, das sich mit Einsetzen eines Glockentons verweigert und auf jemanden verweist, der auf dem Gehweg stehen bleibt, um mit einem anderen, der stehen bleibt, ein Gespr\u00e4ch zu f\u00fchren, usf.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Delta<\/strong> &#8230; als sei ihre Unsichtbarkeit nichts weiter, von Angelika Janz 2021<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-67895\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Delta-1024x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"256\" height=\"256\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Angelika Janz erz\u00e4hlt im <em>Delta<\/em> ganz aus der Innenperspektive und schafft eine leicht verfremdete Atmosph\u00e4re. Mit sezierendem Blick und literarisch sehr eigenwillig zeigt sie eine soziale Gemeinschaft und eine Gesellschaft, die sich selbst zersetzen. \u00dcber eine zusammenh\u00e4ngende Folge hinweg wird die Geschichte durch die vielen kleinen redundanten Bewu\u00dftseinsstr\u00f6me in Offene gef\u00fchrt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=36409\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a>, das A.J. Weigoni mit Angelika Janz \u00fcber den Zyklus <em>fern, fern<\/em> gef\u00fchrt hat. Vertiefend ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber ihre interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin<\/em>. Ebenfalls im KUNO-Archiv: Jan Kuhlbrodt mit einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/05\/asthetische-prothetik\/\">Ann\u00e4herung<\/a> an die visuellen Arbeiten von Angelika Janz. Und nicht zuletzt, Michael Gratz \u00fcber Angelika Janz\u2018<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/05\/freiraum\/\"> tEXt bILd<\/a><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Das ungewohnte Geschehen drau\u00dfen, das sich nur durch einen schmalen, belanglosen Ausschnitt mitteilt, versetzt sie in jene leise Panik, die sie schon bei der Besichtigung der Wohnung befallen hatte. 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