{"id":68085,"date":"2020-12-14T00:01:45","date_gmt":"2020-12-13T23:01:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=68085"},"modified":"2020-12-13T18:49:53","modified_gmt":"2020-12-13T17:49:53","slug":"sie-fragt-erst-gar-nicht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/12\/14\/sie-fragt-erst-gar-nicht\/","title":{"rendered":"Sie fragt erst gar nicht"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie fragt erst gar nicht, warum sie nicht verzweifelt. Da sie der Ansicht war, dass das, was gegenw\u00e4rtig geschah, f\u00fcr sie wohl kaum Erinnerungswert haben d\u00fcrfte, begann sie, Geschichten aufzuschreiben, deren Ende sie vors\u00e4tzlich nicht absehen wollte. In diesen Geschichten wurde weder irgendwie gehandelt noch gesprochen noch geschah irgendetwas durch \u00e4u\u00dfere Einwirkungen. Sie schrieb diese Geschichten in der unsentimentalen Absicht,<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Erinnerungsinseln zu schaffen; kleine Flecke und Fleckreihen auf dem Papier. Mit dem Blick aus dem Fenster eines von ihr kaum genutzten Raumes riskierte sie, jedes angefangene Denken stehen zu lassen.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Delta<\/strong> &#8230; als sei ihre Unsichtbarkeit nichts weiter, von Angelika Janz, 2020<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-67895\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/07\/Delta-1024x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"256\" height=\"256\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Angelika Janz erz\u00e4hlt im <em>Delta<\/em> ganz aus der Innenperspektive und schafft eine leicht verfremdete Atmosph\u00e4re. Mit sezierendem Blick und literarisch sehr eigenwillig zeigt sie eine soziale Gemeinschaft und eine Gesellschaft, die sich selbst zersetzen. \u00dcber eine zusammenh\u00e4ngende Folge hinweg wird die Geschichte durch die vielen kleinen redundanten Bewu\u00dftseinsstr\u00f6me in Offene gef\u00fchrt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend\u00a0\u2192\u00a0<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=36409\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a>, das A.J. Weigoni mit Angelika Janz \u00fcber den Zyklus <em>fern, fern<\/em> gef\u00fchrt hat. Vertiefend ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber ihre interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin<\/em>. Ebenfalls im KUNO-Archiv: Jan Kuhlbrodt mit einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/05\/asthetische-prothetik\/\">Ann\u00e4herung<\/a> an die visuellen Arbeiten von Angelika Janz. Und nicht zuletzt, Michael Gratz \u00fcber Angelika Janz\u2018<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/11\/05\/freiraum\/\"> tEXt bILd<\/a><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Sie fragt erst gar nicht, warum sie nicht verzweifelt. Da sie der Ansicht war, dass das, was gegenw\u00e4rtig geschah, f\u00fcr sie wohl kaum Erinnerungswert haben d\u00fcrfte, begann sie, Geschichten aufzuschreiben, deren Ende sie vors\u00e4tzlich nicht absehen wollte. 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