{"id":67737,"date":"1996-06-15T00:01:00","date_gmt":"1996-06-14T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=67737"},"modified":"2022-02-28T18:24:07","modified_gmt":"2022-02-28T17:24:07","slug":"social-beat-bukowski-oder-wochenendpenner","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1996\/06\/15\/social-beat-bukowski-oder-wochenendpenner\/","title":{"rendered":"Social Beat, Bukowski oder Wochenendpenner?"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Eine Leseprobe aus <em>Junger Westen 11<\/em>. Roland Adelmann im Austausch mit Enno Stahl.<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Roland, vielleicht kannst Du einfach mal sagen, was Social Beat ist und <\/em><em>woher der Name kommt.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Begriff <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Social Beat<\/a><\/em> ist mehr aus Zufall entstanden, und zwar wollten wir uns eigentlich damals in Berlin treffen, um eine gemein\u00adsame Zeitschrift zu konzipieren. Die Idee dazu war bei er <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Minipressenmesse<\/a><\/em> in Mainz entstanden, und der J\u00f6rg Dahlmeyer und der Thomas N\u00f6ske haben daraus dann das 1. Social Beat-Festival gemacht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Von denen stammt auch der Name?<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja. Es ist im Grunde eine Fortf\u00fchrung des Begriffs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/06\/23\/neue-subjektivitat\/\">Underground<\/a>, einige k\u00f6nnen sich mit dem Begriff nicht mehr so recht anfreunden, weil er mittlerweile \u00fcberfrachtet worden ist. Es bezieht sich aber nicht auf Beat und die Beat-Generation, mit der wir eigentlich wenig zu tun haben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Da geht die Richtung mehr in den Underground, also Hubert Selby, Al Masarik, Charles Plymell, nat\u00fcrlich Bukowski.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Zusammenhang besteht vielleicht darin, da\u00df wir Alltagslyrik schreiben, konkret schreiben, also sozusagen naturalistisch.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ist <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1998\/06\/24\/was-ist-social-beat\/\">Social Beat<\/a> \u00fcberhaupt ein Begriff bzw. wird er als Begriff bestehen k\u00f6nnen?<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das mu\u00df sich herausstellen. Wird sich halt zeigen, vor allem weil vermehrt Leute dazukommen, die mit unserer Literatur nichts anfangen k\u00f6nnen und es jetzt f\u00fcr ihre Sachen ausn\u00fctzen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Social Beat ist ja so ein enges Netzwerk verschiedener, kleiner Zirkel, die \u00fcber das ganze Land verteilt sind und wo eigentlich immer die selben Autoren vertreten sind. Ich sehe ein bi\u00dfchen das Problem, (da\u00df diese Social Beat-Sache sehr im eigenen Saft schmort, das hei\u00dft, mit fehlt da die kommunikative Offenheit, die andere <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/11\/perlen-des-trash-%c2%b7-revisited\/\">Underground<\/a> Bewegungen auszeichnet oder in der Geschichte ausgezeichnet hat.<\/em> <em>Nun wei\u00df ich aus eigener Erfahrung, da\u00df ich auf meine Texteinsendun\u00adgen von Social-Beat-<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1996\/08\/09\/der-otto-versand-der-subkultur\/\">Fanzines<\/a> eigentlich noch nie \u00fcberhaupt nur eine Antwort bekommen habe&#8230;<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja nun. Die Zeit ist manchmal knapp. Viele Leute sind auch berufst\u00e4tig und machen die Zeitung nebenher, da fehlt dann halt manchmal n bi\u00dfchen die Zeit. Ich wei\u00df es nicht. Ich seh mich nicht als ausgesto\u00dfen, kann ich wirklich nicht sagen. Aber mag sein, da\u00df der ein oder andere sich als Verlierer f\u00fchlt: \u201eIch bin dat arme Schwein, die geben mir halt keine Chance eine Nische f\u00fcr mich zu finden.&#8220; Aber ich denke mir, das ist eigentlich nich so sehr der Fall, vielmehr rei\u00dfen wir uns richtig den Arsch auf, um das Publikum zu gewinnen durch Lesungen oder Festivals zum Beispiel. Ich meine, wir haben beim etablierten Publikum kaum ne Chance, aber ich mach die nicht daf\u00fcr verantwortlich, da\u00df ich jetzt nicht bekannt werde. Bukowski zum Beispiel war ja auch nich so gelitten, der hat aber seinen Weg gemacht &#8211; durch seinen Starrsinn.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Also keine ideologische Position, in Fanzines zu ver\u00f6ffentlichen &#8211; was dann auch bedeuten w\u00fcrde, abzulehnen, wenn bei dem einen oder andern ein Gro\u00dfverlag anklopfte und ein Buch machen wollte?<\/em> &#8211; <em>Sowohl Texte als auch Gesamtbild verschiedener Social-Beat-Fanzines -das gilt auch f\u00fcr Deine Arbeit &#8211; vermitteln mir ein wenig den Eindruck, als sei da ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2007\/09\/16\/popliteraturgeschichten-im-heine-institut\/\">Underground<\/a> mit der Brechstange herbeigekrampft. Auch scheint mir eine Distanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit zu be\u00adstehen, da\u00df n\u00e4mlich ein eigenes, alternatives Leben beschworen wird, das so gar nicht da ist. Da\u00df also ,die Texte etwas ganz anderes sagen, als das Leben dahinter tats\u00e4chlich hergibt.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">N\u00f6, absolut nicht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das gilt f\u00fcr alle?<\/em> &#8211; <em>Ich hab schon so den Eindruck dieses \u201eWochenendpenners&#8220; als idealem Text-Protagonisten, das hei\u00dft, da\u00df mancher aus der Social-\u00adBeat-Sache sich unheimlich einen drauf runterholt, wenn er mal mit nein Penner n bi\u00dfchen s\u00e4uft, dann aber unter Umst\u00e4nden unter der Woche als Stra\u00dfenbahnfahrer schafft, also, da ist ne Kluft zwischen Leben und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2011\/06\/22\/der-neil-young-des-social-beat\/\">Punk-Text<\/a>. Wie kann das sein, diese Wollust, sich als Penner zu stilisieren?<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nee, ich mein, ich hab mich nat\u00fcrlich auch irgendwo se\u00dfhaft gemacht. Ich bin da jetzt so an der Schnittstelle zwischen Outlaw und b\u00fcrger\u00adlichem Dasein. Meine Texte, die ich zum Beispiel dar\u00fcber, was ich damals als Punk gemacht habe, die kommen dann aus den 80er Jahren, das hab ich in den 80er Jahren erlebt, und das war ne ganz andere Zeit. Die Texte, die ich heute schreibe, \u00fcber den jetzigen Moment, sind ganz anders. Ich greif nat\u00fcrlich auch oft zur\u00fcck auf die ganzen Sachen von damals, ich w\u00fcrd aber jetzt nicht so schreiben: \u201eIch leb in Bochum und am Wochenende treff ich mich mit irgendwelchen Pennern, und geh am Montag dann wieder arbeiten&#8220;, um son gewisses Klischee zu erf\u00fcllen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>In ne \u00e4hnliche Richtung geht, daft in einer Ausgabe des \u201eBulletten\u00adtango &#8222;so schon s\u00e4uberlich n Zettel beilag als Entschuldigung f\u00fcr Tipp\u00ad oder Lay-Out-Fehler, was ja eigentlich n Gag ist f\u00fcr n Underground-Fanzine\u2026<\/em> <em>W\u00fcrd ich normal vielleicht auch sagen, aber wer so richtig Under\u00adground sein will, m\u00fc\u00dfte eigentlich denken: \u201eJa, gut. Was solls . . .&#8220;. Selbst als Dadaist w\u00fcrde man das sagen: \u201eSchicksal. Zufall. Is eben so.&#8220; Oder dem sogar ne neue Qualit\u00e4t abgewinnen und es gut finden. Aber nun zu Deinen Sachen, immer noch mit gewissen Seitenblicken auf die \u00fcbrige Social-Beat-Literatur: Welcher imaginare Leser soll damit angesprochen werden, bzw. provokanter gefragt: Wen soil das eigentlich interessieren, dieser tendenzielle M\u00e4rtyrer-Romantizismus von wegen Aufstehen mit Hansapils und Texasbohnen-Feuerzauber \u00adALDI-Dosenfra\u00df?<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Jeden, den es interessiert. Geht durch die Bank. Auch \u00e4ltere Leute lesen sich dat durch, Oberstudienrate lesen sich dat durch oder auch Punks, also hinter meinen Texten steht keine Ideologie, ich schreib halt nur das auf, was mir aufst\u00f6\u00dft&#8230;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Also eben rein individuell.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, ja.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Da steckt somit auch keine sozial-repr\u00e4sentative Aussage hinter&#8230;<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich schreib also keine Sachen mehr, von wegen: \u201eIch steh auf, hab nen m\u00e4chtigen Kater, mu\u00df pissen und trink mir erstmal n Bier.&#8220; &#8211; weil das auch einfach nich so is, ich trink morgens nich mehr, und zum anderen auch, well ich das irgendwo doof finde, das ist einfach abgegriffen und abgelutscht. Viele Autoren, die bei Social-Beat mitmachen, fahrn auch nich mehr auf dieser Schiene ab. Man mu\u00df ja mal die Entwicklung sehen, ich hab das jetzt schon bei einigen Autoren verfolgen k\u00f6nnen: Die \u00e4lteren Texte gehen schon so&#8217;n bi\u00dfchen in Richtung Bukowski .. .<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wenn ich jetzt Deine Gedichte aus dem Buch \u201eBlues im Morgen\u00ad<\/em><em>mantel&#8220; lese, habe ich aber immer noch das Gefuhl von so ner <\/em><em>Romantik, kann man auch Nostalgie nennen in der Ur-Bedeutung, <\/em><em>also so ein unbestimmtes \u201eWeh&#8220; ..<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Weg von dem Begriff \u201eRomantik&#8220; im herk\u00f6mmlichen Sinne, ich bin im Grunde Mitte der 80er stehengeblieben. Ich fahr nun mal auf so Sachen wie Punk und Blues ab, wie gesagt, auf Bukowski und die alten Leute. Und mit dem, was heute so an Musik rauskommt wie Techno und Jungle und wie der ganze Schwachsinn hei\u00dft, damit kann ich mich absolut nicht anfreunden\u2026<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Also, was ich damit sagen wollte, war, da\u00df in den Texten der Alltag <\/em><em>einerseits ganz hart und ungeschminkt dargestellt wird, da\u00df aber <\/em><em>immer noch so was \u201eWeiches&#8220;, so was Sehns\u00fcchtiges reinspielt. Ich seh <\/em><em>darin n gewissen Widerspruch\u2026.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja gut, da sind nat\u00fcrlich hier und da Sachen, wo man in so&#8217;n Wunsch\u00addenken reinkommt, aber das hat ja doch jeder Mensch und das is irgendwo auch Alltag. Ich geh jetzt nich hin und sag, so und so is dat und Feierabend. Ich denk mir schon, es k\u00f6nnte irgendwie anders sein, obwohl ich auch keinen Menschen irgendwie beeinflussen will, in ne bestimmte politische Richtung zum Beispiel. Jaja, gut. Das is irgendwo auch mein Anliegen, dat ich <em>vielleicht <\/em>die Leute auch so&#8217;n bi\u00dfchen ansto\u00dfen m\u00f6chte, in ihrer Lebensart, aber ich mach mir jetzt nich die gro\u00dfen Hoffnungen\u2026<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wohingehend willst du die Leute denn ansto\u00dfen: da\u00df die jetzt auch nich mehr arbeiten, Hansadosenpils trinken .. .<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Vergisses. Dann krieg ich ja keine Arbeitslosenhilfe mehr. Nee, die Sehnsucht is zwar irgendwo da, aber ich hab mich nat\u00fcrlich damit abgefunden, da\u00df die Leute in ihrem Trott bleiben wollen. Es sind keine Bestrebungen da, irgendwas zu \u00e4ndern. Die Leute, die nichts haben, wolln dazugeh\u00f6ren, die Leute, die was haben, wolln nichts abgeben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Welche Rolle grunds\u00e4tzlich spielt \u00fcbrigens <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/10\/14\/bukowskis-briefe\/\">Bukowski<\/a> &#8211; ist er der \u201egod\u00adfather&#8220;? Oder gib es zu ihm auch einen kritischen Zugang?<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, also die letzten Texte, die er geschrieben hat, die seh ich eigentlich nur so an, er is etabliert gewesen und hat die Sachen runtergeschrieben, war nun mal Bukowski, und die Leute hamse gekauft.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wenn man jetzt relativ nah daran ist, welche M\u00f6glichkeiten gibt <\/em><em>es dann literarisch \u00fcberhaupt noch: so gut sein wie Bukowski?<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">JaJa. Erstmal glaub ich, da\u00df kaum jemand in der Lage is, wirklich was Neues zu machen, ob im Kunst- oder Literatur-Bereich. Aber mein Bestreben ist blo\u00df, meinen eigenen Stil zu verbessern. Ich kopiere jetzt nich Bukowski und vergleiche meine Sachen damit, sondern arbeite unabh\u00e4ngig davon &#8211; und auch dahingehend, um so&#8217;n bi\u00dfchen von den auto-biographischen Sachen wegzukommen. Solange man noch irgend n Output hat. Das bedeutet, da\u00df man immer noch Stories hat, die wirklich was aussagen &#8230; Jetzt nur so zu schreiben, ich sitz zu Hause und sauf mir die Hacken volt, dat is ja Schwachsinn. Solange man auch noch Stories aus seinem eigenen Leben hat, die ne gewisse Sozialkritik beinhalten, dann rei\u00dft es noch aus. Aber man mu\u00df man st\u00e4ndig unterwegs sein. Fur mich ist vor allem wichtig, Sachen reinzubringen, die ich nich so erlebt hab, die mir aber aufsto\u00dfen. Eine Sache war zum Beispiel ne Romanfigur zu entwickeln, die im Ruhrpott angesiedelt ist und die durch das Umfeld in bestimmte Klamotten hineinger\u00e4t. Im Grunde w\u00e4re ich dann journalistisch t\u00e4tig.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dir geht&#8217;s also auch letztendlich darum, durch die Literatur ne<\/em> <em>gr\u00f6\u00dfere gesellschaftliche Relevanz zu erreichen&#8230;<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"92\" height=\"136\" class=\"wp-image-65476\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Westen_Cover.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Junger Westen 11<\/strong>, Lesebuch, herausgegeben von Jochen Arlt, Rhein-Eifel-Mosel-Verlag, Abtei Braunweiler, 1996<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Die neuen technologischen M\u00f6glichkeiten nutzend ist einer Teilauflage eine CD mit Lesungen und Kurzh\u00f6rspielen beigef\u00fcgt, die als Zugabe die Vor-und Nachteile einer akustischen Literaturvermittlung dokumentiert und somit einen Einblick in die Audio-Art der 1990-er Jahre liefert. Dokumentiert wird an anderer Stelle, was in diesen Jahren begann, auf der Plattform <em>vordenker.de<\/em> mit der Reihe <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/metaphon_konzept.htm\">MetaPhon<\/a>.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong>Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine Leseprobe aus Junger Westen 11. Roland Adelmann im Austausch mit Enno Stahl. Roland, vielleicht kannst Du einfach mal sagen, was Social Beat ist und woher der Name kommt. 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