{"id":66118,"date":"1995-07-31T00:01:00","date_gmt":"1995-07-30T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=66118"},"modified":"2022-04-25T11:23:26","modified_gmt":"2022-04-25T09:23:26","slug":"wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/07\/31\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/","title":{"rendered":"Wie, was social beat ist und warum und warum nicht"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit \u00fcber einem Jahr geistert ein Begriff durch die Spalten der Feuilletons, in den Wellen von Rundfunkanstalten, den Zeilen der TV-Sender: <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">SOCIAL BEAT<\/a>. Aber kaum einer wei\u00df, was sich hinter diesen beiden W\u00f6rtern verbirg. Weder die Medien, noch die Macher von kleinen, literarischen Zeitschriften, noch die sogenannten Social-Beat-Autoren k\u00f6nnen (oder wollen) genau Auskunft geben, was das allerorts so begierig aufgenommene Label meint. Dennoch scharen sich jene, die etwas Au\u00dfergew\u00f6hnliches wittern, vielleicht auch nur einen neuen Trend, um dieses Markenzeichen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei ist die Entstehung dieses Wortpaares schnell erz\u00e4hlt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">J\u00f6rg Andr\u00e9 Dahlmeyer, Dichter und Herausgeber der Undergroundzeitschrift <em>ST\u00d6RER<\/em> (einst Braunschweig, heute Ostberlin, Prenzlauerberg) und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/01\/fortschrittspessimisten\/\">Thomas N\u00f6ske<\/a>, Dichter und Herausgeber der Undergroundzeitschrift (<em>HOKAHE<\/em>, das hei\u00dft auf Deutsch: \u201eEin sch\u00f6ner Tag, um zu sterben\u201c), (einst G\u00f6ttingen, heute Ostberlin, Prenzlauerberg) trafen sich im Fr\u00fchsommer 1991, um \u00fcber die ihrer Meinung nach katastrophal verlaufene <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Mainzer Minipressenmesse<\/a><\/em> im Mai des selben Jahres nachzudenken.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Minipressenmesse findet alle zwei Jahre in Mainz in zwei gro\u00dfen Zelten am Rheinufer statt, ein Stelldichein f\u00fcr Bibliophile- und Klein-Verlage, Handpressendrucker und Zeitschriftenmacher. Dahlmeyer und N\u00f6ske hatten sich \u00fcber die anscheinend minderwertige Behandlung, die Undergroundzeitschriften in Mainz erfahren mu\u00dften, schwarz ge\u00e4rgert und beschlossen deswegen, ein eigenes Festival auf die Beine zu stellen. Hierzu wollten sie all jene widerborstigen und rebellischen Poeten und Zeitschriftenmacher einladen, die es seit Beginn der Neunziger Jahre vermehrt wieder in Deutschland gab.<br \/>So weit, so sch\u00f6n, so gut. Aber ein Name mu\u00dfte her, unter dem das Ding laufen k\u00f6nnte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber das Motto des Festes war man sich rasch einig. Ein Gedicht von Hadayatullah H\u00fcbsch mit dem provozierenden Titel <em>T\u00d6TET DEN AFFEN<\/em> gab die Schlagzeile.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber irgendwie sollte auch das auf einen Nenner gebracht werden, was all die Literatur-Freaks (m\u00f6glicherweise oder gar hoffentlich) verband.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nun ist sicherlich jedem, der sich auch nur irgendwie und ein bi\u00dfchen in dieser Szene auskennt, \u201eBeat\u201c etwas, womit man was anfangen konnte. Gemeint ist jene literarische Gruppierung der F\u00fcnfziger Jahre, die in den USA bekannt und ber\u00fchmt wurde und sich um das Dreiergespann Jack Kerouac (<em>ON THE ROAD)<\/em>, Allen Ginsberg (<em>HOWL<\/em>) und William S. Burroughs (<em>NAKED LUNCH<\/em>) scharte. Namen wie Lawrence Ferlinghetti, Gregory Corso, Bob Kaufman, Gary Snyder, Michael McClure bis hin zum sp\u00e4ten Nachl\u00e4ufer Charles Bukowski waren und sind auch in Deutschland einer von Hochglanzliteratur ange\u00f6deten Schar von Schreibern und Lesern bestens bekannt. \u201eBeat\u201c (von der US-Presse zu \u201eBeatnik\u201c verunstaltet und verniedlicht) ist Mythos, aber nicht tot. In den USA erleben die Beats eine riesige Renaissance, die SLAM-POETRY und ORAL-SPEECH-MOVEMENT haben in Beat ihre Wurzeln. Kerouac ist ebenso Legende wie sein Held Neal Cassidy. Allen Ginsberg, l\u00e4ngst weltweit ber\u00fchmt und renommiert, ist eine unersch\u00fctterliche Instanz und begehrt als Lehrer in Kursen zum Kreativen Schreiben, auch in Europa. Und der notorische Anti-Held William S. Burroughs feiert immer wieder, ob in der Pop-, ob in der Medien-, ob in der Opernwelt, ja sogar in der Kunstbranche, Triumphe. Die B\u00fccher und Artikel \u00fcber die Beats, zumal seine drei Koryph\u00e4en sind, auch hierzulande, un\u00fcbersehbar ebenso pr\u00e4sent wie Gesamtausgaben ihrer Werke und Anthologien. Wer glaubte (und vielleicht gar froh dar\u00fcber war), da\u00df es mit dem Spuk der Beats endlich ein Ende h\u00e4tte, wurde sp\u00e4testens dann eines besseren belehrt, als Frank Schirrmacher, j\u00fcngster Kopf der \u201eFrankfurter Allgemeinen Zeitung\u201c, im Filetst\u00fcck seines Blattes, der Wochenendbeilage auf Tiefdruckpapier, \u201eBilder und Zeiten\u201c, als Aufmacher einer j\u00fcngst erschienenen Ausgabe eine ziemlich hirnrissige Attacke auf den vor 25 Jahren verstorbenen Jack Kerouac ritt, indem er ihn als das \u201eUngl\u00fcck\u201c f\u00fcr die Literatur schlechthin bezeichnete, und, bar jeden Faschwissens, ein paar aus dem Zusammenhang gerissene S\u00e4tze des Beat-Idols zitierte, die ihn f\u00fcr all das verantwortlich machen sollten, was an ungez\u00fcgelten, sich genialisch w\u00e4hnenden Versen in der Welt seit dem Erscheinen von ON THE ROAD so geschrieben worden w\u00e4re. Wenngleich Schirrmacher sich bem\u00fc\u00dfigt f\u00fchlte, dem Kultroman der Sechziger zu bescheinigen, da\u00df er schon l\u00e4ngst vergessen sei (was er nat\u00fcrlich, beileibe, nicht ist), war sein Autor ihm dennoch immer noch oder noch immer ein fies schmerzender Dorn im Auge.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Episode aus unserem Feuilleton-Alltag zeigt das, was Dahlmeyer und N\u00f6ske in ihren Prenzlauerbergbuden, wenn auch auf ganz andere Art., bestens wu\u00dften: \u201eBeat\u201c dr\u00fcckt nach wie vor, gerade auch im wiedervereinigten Deutschland, das Zeitgef\u00fchl von vielen Kids, die schreiben oder lesen, aus, von manch einem aus der Generation der 68er ganz abgesehen. Gehen wir auf das zur\u00fcck, was Jack Kerouac, der \u201eBeat\u201c zum Leitmotiv f\u00fcr viele machte, sich bei \u201eBeat\u201c dachte, so erfahren wir, da\u00df \u201eBeat\u201c nicht nur \u201egeschlagen\u201c hei\u00dft, sondern auch vom Wort \u201ebeatitude\u201c (\u201egl\u00fcckselig\u201c) abstammt, zudem den Sound des Schlagzeugs meint. Wer aber sollte leugnen, da\u00df nicht wenige der gescheitesten und deswegen unangepa\u00dften jungen Leute sich oft \u201egeschlagen\u201c f\u00fchlen, ohne deswegen schon aufzugeben, und da\u00df sie zugleich voller Sehnsucht sind, Gl\u00fcckseligkeit zu erfahren?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurzum, \u201eBeat\u201c war schon o.k., als Dahlmeyer und N\u00f6ske \u00fcber einen Namen nachdachten, unter dem sich die Szene der Underground-Poeten finden k\u00f6nnte, aber \u201eBeat\u201c war (nicht mehr) genug. Dachten sie. Immerhin ist un\u00fcbersehbar, wenn man nachzudenken gewillt ist, da\u00df die Zeiten sich ge\u00e4ndert haben, seit die Gruppe wilder US-Dichter gegen Puritanismus und Heuchelei aufstanden. Ihr Weg aus Rausch und Besinnung, aus Zen und Sex, aus Drogen und Jazz war so nicht mehr einfach imitierbar. The times they are a-changing.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Und so verfielen Dahlmeyer und N\u00f6ske auf die Idee, dem \u201eBeat\u201c ein ziemlich f\u00fcr Ansto\u00df sorgendes Vorwort beizugesellen: Social. F\u00fcr sie war das allerdings weniger das \u201eSoziale\u201c, wenn es auch meist so begriffen wird, als der reichlich in Mi\u00dfkredit geratene \u201eSocialism\u201c. Sie wollten den doch sehr hedonistischen \u201eBeat\u201c von damals um eine politische Komponente bereichern.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zumindest unterschwellig hat das dann auch in den Medien eine gewisse Emp\u00f6rung ausgel\u00f6st. SOCIAL BEAT gilt als unfein. Der von den Social-Beat-Autoren formulierte Protest, ihr Blues und ihre Visionen werden runtergespielt, man machte sich gern l\u00e4cherlich \u00fcber sie, ohne indes mit einer ernstzunehmenden und fundierten Kritik den meist jungen Dichterinnen und Dichtern an den Karren zu fahren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Da\u00df es dieses zu verzeichnende, erstaunlich gro\u00dfe und breitgef\u00e4cherte Echo auf SOCIAL BEAT gibt, ist nicht zuletzt dem Initialfunken zu verdanken, der 1993 auf dem ersten Social-Beat-Fest gez\u00fcndet wurde. Nicht nur, da\u00df die von weither und auf eigene Kosten angereisten Freaks heftig und begeistert miteinander diskutierten, wie sie \u00fcber ihre eigene Szene hinaus Resonanz erlangen k\u00f6nnten und es so eine Aufbruchsstimmung zu verzeichnen gab, die in der Folge daf\u00fcr sorgte, da\u00df von Hanau bis Leverkusen die Poeten sich als Organisatoren von Social-Beat-Veranstaltungen auszeichneten, dar\u00fcber hinaus waren Funk, Fernsehen und Feuilleton von der anmachenden Promotion der Fest-Organisatoren so \u00fcberzeugt, da\u00df sie dem neuen Ph\u00e4nomen breiten Raum in ihren Medien gaben. Jedenfalls waren die Marathon-Lesungen in einschl\u00e4gigen Lokalen \u00fcberf\u00fcllt, das Publikum spielte mit, Grund genug, es mit einem zweiten Festival 1994 unter dem Motto <em>DER AFFE SCHL\u00c4GT ZUR\u00dcCK<\/em> erneut zu versuchen. Diesmal waren es nicht nur die Jungen, die kamen, sondern auch altbekannte Veteranen der Szene, wie J\u00fcrgen Ploog und Kiev Stingl. Sie meinten zwar, sie seinen mehr \u201eBeat\u201c als \u201eSocial\u201c, aber da\u00df da pl\u00f6tzlich ein neuer Wind durch die Landen pustete, war ihnen Zeichen und wichtig genug, um mitzumachen. Das, was Hadayatullah H\u00fcbsch und Wolfgang R\u00fcger mit ihrer GRUPPE 60\/90 (\u201eAus den Sechzigern in die Neunziger\u201c) vor Jahren angekurbelt hatten, einen Zusammenschlu\u00df der vom Beat anget\u00f6rnten Schreiber, war auf einmal allerorten \u00e4u\u00dferst lebendig andere Wirklichkeit geworden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mittlerweile mehren sich die Anfragen von Journalisten, die wissen wollen (wie eingangs erw\u00e4hnt), was es mit diesem SOCIAL BEAT auf sich habe. L\u00e4ngere Fernsehfilme, Rundfunkfeatures entstehen, werden gesendet. Aber bei allem Wohlwollen, bei aller Neugier, mit der die einschl\u00e4gigen Kulturjournalisten auf Social Beat reagieren, bleiben jene T\u00f6ne un\u00fcberh\u00f6rbar, die vielen derer, die den unter SOCIAL BEAT firmierenden Gazetten und Anthologien und B\u00fcchern bescheinigen, da\u00df in ihnen oft genug Leute zu Wort k\u00e4men, die schlechthin nur Schrott schreiben. Da wird angemahnt, da\u00df man keinen Bukowski-Aufgru\u00df brauche, da\u00df handwerklich geschlampt w\u00fcrde, ja, bisweilen versucht man auch, die sogenannte Social-Beat-Literatur abzukanzeln, indem man behauptet, es ginge ja dort doch nur um Weltschmerz und Saufen und Ficken. Das aber sie keine Perspektive, geschweige denn eine Vision, die \u00fcber das hinausweise, was es an \u00e4hnlichen Machwerken schon genug g\u00e4be.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Hierzu: SOCIAL BEAT ist keine hierarchische Bewegung, die mit Ausschlu\u00dfverfahren droht, wenn jemand ein Komma falsch setzt. SOCIAL BEAT ist auch keine eng verschworene Elite die in ihre Reihen nur aufnimmt, wer sich dem Verdikt des Ober-Gurus unterwirft. SOCIAL BEAT hat noch nicht einmal jenen Proze\u00df des Zusammenwachsens erlebt, der die Beats von Amerika (\u201eSan Francisco Renaissance\u201c) festigte; deren Praxis, \u00fcber Jahre hinweg miteinander befreundet zu sein und die eigenen Werke in dem eigenen Zirkeln st\u00e4ndig vorgelesen und diskutiert zu haben, Selbstkritik zu \u00fcben, ist hierzulande fast unbekannt, dem Social Beat jedenfalls fremd.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch jetzt, wo sich eine Anzahl von Poetinnen und Poeten herauskristallisiert, die, sagen wir es einmal so gro\u00dfspurig, die Creme la creme des Social Beat ausmachen, beschr\u00e4nkt man sich darauf, gemeinsam zu Lesungen zu erscheinen, einfach nur zusammen zu sein, ohne \u00fcber die vorgetragenen Texte gro\u00df analysierend Rechenschaft zu fordern oder abzulegen. Sicherlich gibt es eine Korrespondenz unter dem Social-Beatlern, Gedichte werden ausgetauscht, aber alles in allem mu\u00df (?) jeder\/jede mit sich selbst auskommen, wenn er\/sie vor dem wei\u00dfen Blatt Papier sitzt und in die Tasten haut. Dennoch, oder vielleicht gerade deswegen, ist seit 1992 literarisch in den Social-Beat-Kreisen viel passiert, ist zu erkennen, da\u00df st\u00e4rker als zuvor an den Texten gearbeitet wird. Es wurde nicht zu Tode diskutiert, es wurde etwas in Schwung gebracht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu vergleichen ist deswegen die Landschaft der Social-Beat-Zeitschriften etc. mit dem Experiment, das Joseph Beuys anstellte, als er in der Lage war, als Professor an der Kunst-Akademie zu D\u00fcsseldorf*, nicht mehr Aufnahmekriterien zu stellen; als in seine Klasse kommen durfte und konnte, wer wollte. Sein Diktum, da\u00df Kunst Leben sei und Leben eine Kunst sein m\u00fcsse, ist so auch das, was ich bei den Social-Beat-Autoren finde: die Ehrlichkeit der Empfindung, die Echtheit der Wahrnehmung, die St\u00e4rke des Erlebens und die W\u00fcrde, den aufrechten Gang immer und immer wieder zu proben, z\u00e4hlen mehr als literaturwissenschaftliche Kriterien.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Grunde, so scheint es, dr\u00fcckt sich hier der Einbruch der Moral in das Handwerk des Poetischen so aus, da\u00df oft genug der kritische Leser konstatiert, da\u00df es bei der guten Absicht geblieben ist, da\u00df sie nicht ausreichend literarisch umgesetzt wurde.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das aber geht von einem Denken aus, dem es nur auf das Produkt ankommt, nicht auf den Proze\u00df.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir sind es gewohnt, von ausgefeilten, aber oft genug h\u00f6chst langweiligen Texten \u00fcbersch\u00fcttet zu werden. Die Vorstellung von der Perfektion l\u00e4\u00dft sich immer mehr nur noch durch das Gigantische erfahren. Knospen, Triebe werden durch eine hochm\u00fctige Kritik zugeeist. Und unsere Verlage f\u00f6rdern die Misere, indem sie schon seit langem nicht mehr in der Lage sind, Aufbauarbeit zu leisten. Im Gegensatz zu Amerika, wo es an jedem College, an jeder Universit\u00e4t einen Kurs f\u00fcr Kreatives Schreiben zu belegen gibt, wo die <em>JACK KEROUAC SCHOOL FOR DISEMBODIED POETICS<\/em> (unter der Leitung von Anne Waldman und Allen Ginsberg) eine begehrte Zufluchts- und Lehrst\u00e4tte f\u00fcr alle ist, die mit ihren Ideen von Poesie weiterkommen wollen, wird hierzulande die Vorstellung, \u201eLiteratur herstellen\u201c zu lehren, arrogant niedergeschmettert. Da\u00df von den Autoren, die in den USA mit Erfolg B\u00fccher ver\u00f6ffentlichen, mehr als 90% einmal einen Kreativen Schreibkurs belegt hatten, wird dabei \u00fcbersehen, wir k\u00f6nnten davon lernen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">So ist die Schuld, da\u00df in Social-Beat-Gazetten soviel Schrott steht, auch jenem Umstand anzulasten, da\u00df v\u00f6llig weltfremd in unseren Breitengraden nur der Autodidakt etwas gilt. Da\u00df sich selten genug Lektoren oder gestandene Autoren finden, die sich eines Anf\u00e4ngers annehmen. Dabei wird durch das Verlangen, ja nichts Halbfertiges auf dem Markt zu sehen, einer Erneuerung unserer miefigen Literatur viel Elan genommen. Gottseidank halten sich viele junge Autoren nicht an das Altherrengeschrei einer Kritikerkaste, die l\u00e4ngst den Kontakt zur Innovationsfreude der Jugend verloren hat, f\u00fcr die etwa Hip-Hop und Rap h\u00f6chstens unverstandene Schimpfw\u00f6rter sind. Aber irgendwie scheint es zum Wesen der deutschen Geschichte zu geh\u00f6ren, am Niedermachen Spa\u00df zu finden, w\u00e4hrend Nachsicht einen Widerwillen ausl\u00f6st.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Da\u00df Social Beat oft genug so scheel angesehen wird, hat auch damit zu tun, da\u00df seine Protagonisten ihn nicht ernst nehmen, wenn er sich auf den Sohlen eines Journalisten n\u00e4hert, der \u00fcber sie schreiben m\u00f6chte, warum auch immer. Man f\u00fchlt sich selbstsicher genug, um eigene Produktionsapparate aufzuziehn, eigene Verlage und eben Zeitschriften, in denen sich auch die tummeln d\u00fcrfen, die den Akademikern ein Graus sind.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">THEO K\u00d6PPEN, der eher ein Vorl\u00e4ufer der Social-Beat-Generation ist, ein Beat-Veteran, ver\u00f6ffentlichte im auf Beat-Literatur, vornehmlich aus den USA spezialisierten winzigen Altaquito-Verlag. Er macht Aussendungen seiner selbstkopierten lakonischen Gedichte, wenn ihm danach ist, und begl\u00fcckt so seinen Freundeskreis. Mit Peter Schr\u00f6der zusammen gab er \u00fcber Jahre hinweg seine Mini-Zeitschrift f\u00fcr Kunst und angewandtes Alphabet heraus.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/04\/18\/heiterer-sarkasmus\/\">HEL<\/a> publiziert sporadisch in Kleinzeitschriften, steht bei Social Beat nicht in der ersten Reihe, bezieht in seine Denk- und Schreibweise neben den Beats auch die Antike ein und hat durch den Boom der Social-Beat-Zeitschriften wie dem <em>EINBLICK<\/em> des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Yusuf Sch\u00f6nauer<\/a> (wo wir ihn entdeckten) Aufwind erfahren.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">ANNA GUDERA, die von den Doors und Jim Morrison, Bob Dylan und anderen Musikgr\u00f6\u00dfen der Sechziger beeinflu\u00dft ist, hat ihre Gedichte jahrelang nur durch liebevoll gestaltete und collagierte Fanzines wenigen engen Freunden mitgeteilt, ehe sie von der Social-Beat Szene wahrgenommen wurde, zu der sie sich, vom Gestus her und was die Aura betrifft zugeh\u00f6rig f\u00fchlt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">ANDI L\u00dcCK kommt ebenfalls vom Beat her, aber auch vom fr\u00fchen Rock \u2019n Roll, f\u00fcr ihn und Robsie Richter, mit dem ihn eine jahrelange herzliche Freundschaft verbindet, war Social Beat endlich ein Aufbruchsignal.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2011\/06\/22\/der-neil-young-des-social-beat\/\">ROBSIE RICHTER<\/a> hat sich vormals als Punk-Dichter einen Namen gemacht. Er gibt seit langer Zeit das Fanzine f\u00fcr Hardcore-Poesie und Metal-Lyrik <em>KOPFZERSCHMETTERN<\/em>, heraus, das f\u00fcr viele nachgewachsene Undergroundzeitschriften vom Inhalt und Layout her richtungsweisend ist.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">J\u00d6RG ANDR\u00c9 DAHLMEYER gilt als Mann der ersten Stunde des Social Beat, seine Lust am Agieren, seine w\u00fcsten Z\u00fcge durch die Undergroundliteraturszene der Bundesrepublik sind Legion, seine Zeitschrift <em>ST\u00d6RER<\/em> wird immer mehr zum Kulminationspunkt der Social-Beat-Schreiber, denen er, zusammen mit Thomas N\u00f6ske, auch in einem eigenen winzigen Verlag, <em>DEAD MONKEY<\/em>, Sprachrohr sein will.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">ROLAND ADELMANN ist lange Jahre durch die Gegenden gegammelt, seine Blues-Gedichte spiegeln viel von dem Lebensgef\u00fchl wieder, das f\u00fcr nicht wenige der weitaus j\u00fcngeren Social-Beat-Autoren gang und g\u00e4be ist; denen er dar\u00fcber hinaus mit seinem Fanzine <em>BULETTENTANGO<\/em> eine Heimat gibt (seit kurzem ist sie mit einem Fanzine von Thorsten Nesch vereinigt und hei\u00dft seitdem <em>DER KULTURTERRORIST TANZT DEN BULETTENTANGO<\/em>).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/14\/der-zeige%c2%adfinger-im-auge-oliver-hardys-%e2%80%a2-revisited\/\">KERSTEN FLENTER<\/a> ist j\u00fcngeren Autoren der Szene so viel wert, da\u00df sie ihn als Symptom f\u00fcr ihr eigenes Empfinden in ihren eigenen Gedichten zitieren. Auch er ist dem Blues verpflichtet, was ihn aber nicht in Melancholie versinken l\u00e4\u00dft. Flenter ist zudem unerm\u00fcdlicher Organisator von Social-Beat-Lesungen in Hannover.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese acht seien stellvertretend f\u00fcr Social Beat genannt, wenn wir uns mit der Social-Beat-Lyrik besch\u00e4ftigen. Was nicht hei\u00dft, da\u00df es bei SOCIAL BEAT keine Prosaautoren gibt, aber mir scheint, da\u00df sich bislang in Lyrik das Social-Beat-Feeling am besten vermitteln l\u00e4\u00dft. Sie sind Talente, um die niemand herumkommt, der wissen will, was Social Beat ist \u2013 nachdem es so schwierig ist, die, die sich unter das Label SOCIAL BEAT subsumieren lassen so rasch und eindeutig in den Griff zu kriegen, da\u00df wir stolz die Schublade zumachen k\u00f6nnten, um aufatmend zu sagen: das isses und das wars.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein, zwei S\u00e4tze noch dazu, da\u00df es (noch) keine (oder kaum) Social-Beat-Autoren aus der ehemaligen DDR gibt (Dirk Fr\u00f6hlich, der aber erst zu schreiben beginnt, ist eine Ausnahme): Robsie Richter und Andi L\u00fcck kommen aus dem Raum Hanau, Anna Gudera aus R\u00fcsselsheim bei Frankfurt am Main, Hel wohnt in Berlin so wie J\u00f6rg Andr\u00e9 Dahlmeyer (der aber eigentlich Braunschweiger ist); Theo K\u00f6ppen lebt in G\u00f6ttingen, Roland Adelmann im Ruhrgebiet, Kersten Flenter in Hannover, alle also (sozusagen) auf dem Gebiet der ehemaligen BRD. Warum? Ich wage einmal die Theorie, da\u00df es \u2013 neben dem Umstand, da\u00df in der Ex-BRD leichter Zugang zu den alten Beat-Autoren zu bekommen war (wenngleich Kerouacs \u201eOn the Road\u201c auch bei Reclam in Leipzig ver\u00f6ffentlicht worden war) \u2013 vor allem der leichtere Umgang zu Reproduktionsmitteln, vor allem der Fotokopie, war, der das Entstehen einer Underground-Zeitschriftenszene, und einer breit flukturierenden \u201eBeat-Kultur\u201c Raum bot. Der per Hand etc. vervielf\u00e4ltigten Zeitschriften in der Ex-DDR konnten mangels Masse und vor allem dadurch, da\u00df es nicht m\u00f6glich war, quasi zur gleichen Zeit mit einer Zeitschrift viele sinnverwandte Autoren zu erreichen, nicht jene Wirkung erzielen, die eine schnelle Kommunikation hervorbringt. Zudem war die amerikanische Kultur in gr\u00f6\u00dferem Ma\u00dfe wesensbestimmend hierzulande, etwa was den Musik- und Filmbereich betrifft \u2013 dadurch aber wurden Gef\u00fchle und Vorstellungen, Sympathien und Antipathien, die um eine andere Realit\u00e4t von Freiheit und ihren Mi\u00dfbrauch kreisen, als sie in der EX-DDR gelebt und erfahren werden konnte, auf eine Weise transportiert, die an den verschiedensten Orten in Deutschland und im westlichen Ausland jungen Leuten gleicherma\u00dfen eine Art Identit\u00e4t vermittelte. Auch nach der Wende hatten junge Autoren aus der DDR andere Probleme als die, die ihre Altersgenossen im Westen haben, andere W\u00fcnsche, andere Vorliegen und demzufolge andere Wege. In ein, zwei Jahren mag das dann wieder anders aussehen, und wer wei\u00df, ob sich \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1998\/06\/24\/was-ist-social-beat\/\">Social Beat<\/a>\u201c als \u00dcbergriff bew\u00e4hrt hat.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Quelle dieses Zeitdokuments: <strong>Social beat\u00a0D<\/strong><em>.<\/em> Edition Druckhaus Galrev, Berlin 1995<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">*Korrektur: In der Druckversion hatte der Autor die Kunstakademie, an der Joseph Beuys lehrte, in die Domstadt verlegt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\">\r\n<div id=\"attachment_65815\" style=\"width: 247px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65815\" class=\"wp-image-65815\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-949x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"237\" height=\"256\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-949x1024.jpg 949w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-278x300.jpg 278w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-768x829.jpg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-560x604.jpg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-260x281.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah-160x173.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/06\/Hadayatullah.jpg 1112w\" sizes=\"auto, (max-width: 237px) 100vw, 237px\" \/><p id=\"caption-attachment-65815\" class=\"wp-caption-text\">Der Urvater des Social-Beat. Hadayatullah H\u00fcbsch. Photo: Masroor-ahmad<\/p><\/div>\r\n\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a>. Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>. Produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a>.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Seit \u00fcber einem Jahr geistert ein Begriff durch die Spalten der Feuilletons, in den Wellen von Rundfunkanstalten, den Zeilen der TV-Sender: SOCIAL BEAT. Aber kaum einer wei\u00df, was sich hinter diesen beiden W\u00f6rtern verbirg. 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