{"id":65851,"date":"2023-04-09T00:01:00","date_gmt":"2023-04-08T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=65851"},"modified":"2022-06-07T11:55:45","modified_gmt":"2022-06-07T09:55:45","slug":"aesthetik-des-andersseins","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/04\/09\/aesthetik-des-andersseins\/","title":{"rendered":"\u00c4sthetik des Andersseins"},"content":{"rendered":"\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">&#8222;G\u00fcnther Emigs Literaturbetrieb verh\u00e4lt sich zu Andy Warhols Factory wie eine postmoderne Melkmaschine zur Milch der frommen Denkungsart.&#8220;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">(Quelle: Selbsteinsch\u00e4tzung auf der Webseite des Autors)<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir beginnen mit einer R\u00fcckblende in die alte BRD. Zu Beginn der 1970ger Jahre erlebt die Gesellschaft eine Tendenzwende. Der Wahrheitsmoment des Subjektiven wurde konstitutiv f\u00fcr eine auf pers\u00f6nliche Identit\u00e4t fixierte Gesellschaft. Es b\u00fcndelten sich verschiedene Aspekte des Aufbegehrens mit einer symbolischen Dichte und emotionaler Intensit\u00e4t. Sex entwickelt sich dabei zum zentralen Bestandteil von Identit\u00e4t, wird ebenso wie viele zuvor geschilderte Ph\u00e4nomene, eine wesentlich individualistische Stossrichtung. Der Begriff der \u00a0<em>Selbsterfahrung<\/em> wurde zum bedeutsamen Schl\u00fcsselbegriff einer kulturellen Orientierung zwischen New Age, Esoterik, Drogenkonsum, orientalischer Spiritualit\u00e4t und Meditation. Der \u00dcberfall auf das Olympische Dorf, die RAF in Deutschland, die Entf\u00fchrung der Landshut, die Attentate auf diverse Politiker, Beamte und Unternehmer, das war zuviel Realit\u00e4t f\u00fcr verinnerlichte Menschen, die auf der Suche nach der wahren Empfindung waren.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Die Spontis hielten die \u201eSpontaneit\u00e4t der Massen\u201c f\u00fcr das revolution\u00e4re Element der Geschichte. Ihr Ansatz war antiautorit\u00e4r.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausgewiesener Kenner der Sponti-Szene ist Peter Engel, er studierte an den Universit\u00e4ten in Hamburg und Heidelberg Germanistik und Anglistik. Engel schloss dieses Studium 1969 mit dem Staatsexamen ab. Anschlie\u00dfend arbeitete der kritische Gesellschaftsbeobachter der 1970er-Jahre l\u00e4ngere Zeit als Kulturredakteur; daneben war er an der Gr\u00fcndung der Arbeitsgemeinschaft Alternativer Verlage und Autoren sowie der IG Literaturzeitschriften beteiligt. Der Mann hat, wie man damals sagte, den \u201e\u00dcberblick\u201c. Und Verbindungen. 1972 gr\u00fcndete Emig den Kleinverlag &#8222;G\u00fcnther Emigs Literaturbetrieb&#8220;, der bis 1984 bestand. Emig gilt als <em>\u201eone of the most prominent alternative publishers\u201c<\/em>. Er war gleichfalls Mitbegr\u00fcnder der Arbeitsgemeinschaft alternativer Verlage und Autoren e.V. (AGAV) und der IG Literaturzeitschriften; Zusammenschl\u00fcsse, in denen sich junge Autoren ein Forum gegen den etablierten Literaturbetrieb suchten. In diesem Zusammenhang gab Emig u. a. von 1979 bis 1984 dreimal das <em>Verzeichnis deutschsprachiger Literaturzeitschriften<\/em> (VdL) heraus. Ein Teil seiner Literaturzeitschriftensammlung ging an das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Minipressearchiv der Stadt Mainz<\/a>. Die Zahl seiner herausgegebenen Ver\u00f6ffentlichungen pflegt er in lfdm auf den Buchr\u00fccken anzugeben (3 lfdm, Stand: 8. Februar 2013). Er ist Gr\u00fcnder und Redakteur der Internetseiten zu Ludwig Pfau und Justinus Kerner.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ein h\u00f6chst umtriebiger Bibliothekar<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Vielzahl der von Emig herausgegebenen Ver\u00f6ffentlichungen zu Heinrich von Kleist, 167 in 19 Ver\u00f6ffentlichungsreihen in den Jahren 1993 bis 2018, hat ihm den Ruf eingetragen, &#8222;ein h\u00f6chst umtriebiger Bibliothekar, ein ruheloser, reger Geist und Kleist-Liebhaber&#8220; und &#8222;ein geistreicher Popularisierer&#8220;<sup id=\"cite_ref-5\" class=\"reference\"> <\/sup>zu sein. Emig trat 2018 in den Ruhestand und empfahl der Kommune, die Sammlung als Dauerleihgabe an das Kleist-Museum in Frankfurt an der Oder abzugeben, wo sich mittlerweile das Zentrum der deutschen Kleist-Forschung befindet.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit September 2014 erscheint die Literaturzeitschrift <em>Hammer+Veilchen, Flugschriften f\u00fcr neue Kurzprosa<\/em>, die G\u00fcnther Emig zusammen mit Peter Engel herausgibt. Die Zeitschrift erscheint viertelj\u00e4hrlich im Internet (bisher 20 Ausgaben). Die Texte eines Jahrgangs werden konventionell zu einem Jahrbuch zusammengefasst (bisher 5 Jahrg\u00e4nge). 2015 wurde die Buchreihe &#8222;Edition Hammer + Veilchen&#8220; angeschlossen, in der bisher zehn Lyrik- und Kurzprosab\u00e4nde erschienen sind.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Eintritt in den Ruhestand hat Emig seinen Verlag unter dem Label &#8222;G\u00fcnther Emigs Literatur-Betrieb&#8220; wiederbegr\u00fcndet. Themenschwerpunkte sind die Gegenwartsliteratur, Texte zur literarischen Moderne, darunter eine auf 10 B\u00e4nde veranschlagte Werkausgabe des Schriftstellers Oskar Panizza, Literaturgeschichte und Regionalia. Dort auch erscheinen eine kollektive Autobiographie \u203aalternativer\u2039 Autoren aus den 1970ern.<\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Wir waren kritisch, wir waren links, wir waren den Drogen zugeneigt, wir waren sexuell freier als die Elterngeneration, und die Lyriker unter uns praktizierten die Dichtung der Neuen Subjektivit\u00e4t\u2026 W\u00e4hrend die Alternativliteratur in der Literaturgeschichte \u00fcberhaupt keinen Platz hat, wird die Dichtung der Neuen Subjektivit\u00e4t immerhin erw\u00e4hnt, aber immer abf\u00e4llig als gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Niederung von Lyrik \u00fcberhaupt \u2026<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Peter Salomon<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Unter den Talaren Muff von Tausend Jahren!&#8220; riefen die Studenten 1968 auf Deutschlands Stra\u00dfen. In Berlin, Frankfurt, M\u00fcnchen und vielen anderen Universit\u00e4tsst\u00e4dten der damaligen Bundesrepublik Bundesrepublik machten sie ihrem Unmut Luft. Mit Protestm\u00e4rschen und Gleisblockaden demonstrierten sie gegen die verkrusteten Gesellschaftsstrukturen im Deutschland der 1960er Jahre.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Die Literatur in der ersten H\u00e4lfte der 1970er Jahre zeichnet sich vor allem durch eine gro\u00dfe Un\u00fcbersichtlichkeit aus<\/span><\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">War die die sogenannte 1968er-Studentenrevolte die &#8222;Minderheit einer Minderheit&#8220;, so hat sie doch in die erste H\u00e4lfte der 1970er Jahre einen Eindruck hinterlassen. Die Minderheit von eben dieser Minderheit findet sich nicht zuletzt als Spurenelement in der Literatur und im Literaturbetrieb. Ein einheitliches Bild\u201c ist durch die kollektive Autobiographie \u203aalternativer\u2039 Autoren nicht zu gewinnen, diese Rekonstruktion entpuppt sich sogleich als m\u00fcssiges Unterfangen. Die 1970er werden in diesem R\u00fcckblick eine Zeit markiert, in der die deutschsprachige Literatur in voller Bl\u00fcte stand \u2013 dieser Zeit entsprangen gro\u00dfe Werke wie Arno Schmidts <em>Zettel\u2019s Traum<\/em>, Peter Weiss\u2019 <em>Die \u00c4sthetik des Widerstands<\/em> oder Uwe Johnsons <em>Jahrestage<\/em>. Zugleich ist es aber eine Zeit gewesen, in der Literatur in einem bis dahin ungekannten Masse abseits etablierter Publikationsorte produziert und vertrieben wurde, was dazu gef\u00fchrt habe, dass sich etliche literarische Texte im Untergrund ihren Weg bahnten.\u00a0 Den <em>Neckermann der Subkultur<\/em> hat man Josef \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/09\/24\/bye-bye-biby\/\">Biby<\/a>\u201c Wintjes genannt, er vertrieb die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/07\/zentralorgane-des-undergrounds\/\">Zentralorgane des Undergrounds<\/a>. Die Alternativpresse erlebt einen Boom, es gr\u00fcnden sich Mags wie <em>Gasolin 23 <\/em>oder<em> Der fr\u00f6hliche Tarzan<\/em><em>.<\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Aufgrund der heterogenen Schreibverfahren hat sich eine Vielzahl der Texte in einem widerst\u00e4ndigen, oder wie man damals sagte <em>subversiven Gestus<\/em> geeint, die sich in der N\u00e4he zur aufkommenden, ebenfalls rebellischen Popmusik begr\u00fcndet sieht.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Januar 1970 erschein der erste offizielle Titel im Maro Verlag. \u201eUnd\u201c hei\u00dft die Publikation, sie erschein in einer 200er-Auflage. Autoren der ersten Ausgabe sind unter anderem Guntram Vesper und Heike Doutin\u00e9, sp\u00e4ter schreiben auch J\u00f6rg Fauser und F. C. Delius f\u00fcr \u201eUnd\u201c. Mit dem Maro verbindet allem den Namen Charles Bukowski. Benno K\u00e4smayr ver\u00f6ffentlicht 1974 dessen ersten Lyrikband auf Deutsch \u201eGedichte die einer schrieb bevor er im 8. Stockwerk aus dem Fenster sprang\u201c. In den Siebzigern geh\u00f6rt Maro neben Melzer, M\u00e4rz und Kiepenheuer &amp; Witsch zu den Verlagen, die den US-Underground in Deutschland f\u00f6rdern. Autorinnen und Autoren wie Anne Waldman, Al Masarik, Jack Kerouac, John Fante und La Loca ver\u00f6ffentlichen in den Folgejahren bei Maro. War das damals tats\u00e4chlich eine gravierende Umw\u00e4lzung oder nur der \u00fcbliche Aufstand der Jungen gegen die Alten beziehungsweise lediglich ein spontaner Aufbruch gegen den eingefahrenen Literatur-Betrieb?<\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Kann man sich, wie Hans Magnus Enzensberger meinte, in Bezug auf die siebziger Jahre &#8222;kurz fassen&#8220; und nicht wirklich verlangen, dass man ihrer &#8222;mit Nachsicht ged\u00e4chte&#8220;?<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Entgegen der Pr\u00e4misse von Enzensberger war diese Literatur f\u00e4hig, politisch zu sein. Die Herausgeber Peter Engel und G\u00fcnther Emig stellten diese Fragen diversen Gew\u00e4hrsm\u00e4nnern etliche Jahre nach den &#8222;Gegenbuchmessen&#8220;, etwa der Mainzer Minipressen-Messe (<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/05\/30\/geschichte-der-mainzer-minipressen-messe-mmpm\/\">MMPM<\/a>) und dem Kampf der &#8222;kleinen Bertelsm\u00e4nner&#8220; gegen das etablierte Verlagswesen noch einmal, wollen von den damaligen Protagonisten (\u00fcber die Auswahl l\u00e4\u00dft sich trefflich streiten) der sogenannten &#8222;Gegenkultur&#8220; wissen, wie sie jene Zeiten erlebt haben, welches f\u00fcr sie die bestimmenden Momente waren und was von all dem f\u00fcr sie bis heute nachwirkt. Die 1970ger werden als eine Zeit beschreiben, in der Literatur eine wichtige Rolle f\u00fcr die Selbstverst\u00e4ndigung einer Gesellschaft zukam. Die politisierte, dogmatische Sprache kam vielen der ehemals revoltierenden Schriftsteller nunmehr wie eine Ansammlung leerer Worth\u00fclsen vor, hinter denen die eigenen subjektiven Bed\u00fcrfnisse unmerklich verloren gegangen waren. Dieser Band f\u00fchrt die Larmoyanz einer Jugend vor Augen, die maniakalisch blo\u00df um sich selbst kreist und den eigenen Nabel f\u00fcr den der ganzen Welt h\u00e4lt. Er beschreibt eine sich im ungesunden Egoismus einrichtende Generation, die in der Konfrontation mit dem wirklichen Leben und der harten Politik einzig noch Gef\u00fchle der Leere und Ohnmacht zu offenbaren in der Lage ist. Die meisten Autoren der \u201eneuen Innerlichkeit\u201c schwanken zwischen massloser Romantik und der Attit\u00fcde des Coolbleibens hin und her und sind tats\u00e4chlich zutiefst verunsichert. Bei aller Subjektivit\u00e4t der Ansichten gibt es bei den Autoren eine \u00dcbereinstimmung: Die Urzelle der <em>Nonkonformistischen Literatur<\/em> ist das INFO. Von 1969 bis 1990 gab Josef \u201eBiby\u201c Wintjes erst monatlich, die l\u00e4ngste Zeit dann jedoch zweimonatlich, die Zeitschrift <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1990\/11\/11\/das-analoge-internet-wird-eingestellt\/\">Ulcus Molle Info<\/a><\/em> heraus.<\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>rhein\/\/ brachland mit raben b\u00e4ume aus dem wasser\/ ragen wir entwurzelte hasen schellen an den\/f\u00e4ngen die mit br\u00fcckenschwarzen schn\u00e4beln\/ hacken uns am ufer stapeln: lesbare skelette<\/em>.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Barbara Maria Kloos<\/span><\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Gegen Ende der 1960er-Jahre wurde von Medien und Kommunarden unisono die sogenannte sexuelle Revolution ausgerufen, in deren Gefolge die seit jeher wohl mehr Liebesleid als Liebesfreud stiftenden Beziehungswirren nicht nur in den Kommunen und Wohngemeinschaften exzeptionell um sich griffen. Der literarische Ergu\u00df m\u00fcndete in die sogenannte &#8222;Neue Innerlichkeit. Auff\u00e4llig ist, dass es sich bei der Literaturszene der fr\u00fchren 1970er Jahre aus um eine stark m\u00e4nnlich dominierte handelt. Dieses Ungleichgewicht spiegelt er in seiner vorgenommenen Auswahl wider. Das erh\u00f6hte Aufkommen weiblicher Stimmen, das unter anderem die Neue Frauenbewegung vorbereitet und begleitet hat, finden sich vielleicht erst im zweiten Band. Der interessanteste Autor ist die einzige Frau, die in diesem Band vertreten ist: Barbara Maria Kloos. Sie war von 1978 bis 1985 Mitbegr\u00fcnderin und Herausgeberin der M\u00fcnchner Literaturzeitschrift <em>federlese<\/em>. 1988\/90 war sie verantwortliche Literaturredakteurin bei der Zeitschrift <em>litfass<\/em> (Piper Verlag) und dem StadtMagazin M\u00fcnchen. Sie blickt auf den <em>Abenteuerspielplatz<\/em> jener Zeit zur\u00fcck und sieht im gegenw\u00e4rtigen Literaturbetrieb nur noch eine \u00bbp\u00e4dagogische, kapitalismusaffine, staatlich subventionierte Kaderschmiede\u00ab<\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ich wollte die Lyrik erneuern, indem ich ihr alles Weihevolle nahm und sie hereinholte in mein t\u00e4gliches Tun und in das bisweilen turbulente Geschehen um mich her. Sogar die Namen in den Gedichten waren die richtigen, meistens jedenfalls.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">J\u00fcrgen Theobaldy<\/span><\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie es sich f\u00fcr die &#8222;Neue Subjektivit\u00e4t&#8220; geh\u00f6rt, sollte es in den erbetenen Beitr\u00e4gen um die pers\u00f6nliche Perspektive, also keine Beitr\u00e4ge \u00fcber Dritte, sondern eine Darstellung des eigenen Tuns (nat\u00fcrlich mit Bezug auf diese &#8222;Dritten&#8220;): Warum, mit wem, zu welchem &#8222;Endzweck&#8220;, was daraus geworden ist usw. Also quasi lauter Einzel-Autobiographien, die die Zeit von Ende der 1960ger bis Ende 1970 schwerpunktm\u00e4\u00dfig umfassen sollten. Und nat\u00fcrlich wie es danach weiterging&#8220;, etwa so: &#8222;Der Social-Beat hat tats\u00e4chlich gewisse \u00c4hnlichkeiten mit der Neuen Innerlichkeit der siebziger Jahre: viel psychischer Alltagsm\u00fcll und Beziehungsabfall werden hier wie dort recycelt, die Frustrationen \u00fcber gesellschaftliche Missst\u00e4nde und die eigene Ohnmacht mit Biersaufen bek\u00e4mpft \u2013 letzteres vor allem in den Texten der neuen Bewegung. Aber die Innerlichkeitswelle hat wenigstens noch echte Talente hervorgebracht, zum Beispiel Born und Theobaldy.&#8220;, konstatiert Axel Kutsch in einem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/08\/09\/ein-schreibtischtaeter-im-positiven-sinn\/\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a>.<\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Kein positives Werk noch Tat kann also die allgemeine Freiheit hervorbringen; es bleibt ihr nur das negative Tun; sie ist nur die Furie des Verschwindens.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Friedrich Hegel<\/span><\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zersplitterung in K-Gruppen erzeugte eine neue \u00dcbersichtlichkeit, lesenswert in diesem Zusammenhang der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/04\/23\/blicke-auf-brinkmann\/\">Zeitzeuge<\/a> Rolf Dieter Brinkmann. Das Ideal der fr\u00fchen 1970er waren selbstst\u00e4ndige und selbstbestimmte Subjekte als literatische Akteure, die neue Identit\u00e4ten und Loyalit\u00e4ten jenseits des \u00fcberkommenen Literatur-Betriebs ergr\u00fcnden wollten. Dabei erwiesen sich alle neoliberalen und neomarxistischen Utopien als irref\u00fchrend. Viele der skizzierten Annahmen und \u00dcberlegungen leuchten unmittelbar ein und decken sich bisweilen mit lebensweltlichen Beobachtungen und massenmedialen Darstellungen. Allerdings verfangen sich die Autoren dieser &#8222;kollektive Autobiographie&#8220; in der subjektiven Ausschliesslichkeit ihrer Zeitdiagnose, die der Komplexit\u00e4t des Literatur-Betriebs entgegensteht. Hans Magnus Enzensberger, immer bei jeden neuen Welle als No. zwei zu Stelle, griff den Ausdruck 1980 auf, um einen Gedichtband entsprechend zu betiteln. Im letzten Gedicht des Bandes wird Hegels Gedanke aufgegriffen: Der Furie f\u00e4llt dort an Historischem zu:<\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>was zun\u00e4chst unmerklich, \/ dann schnell, rasend schnell f\u00e4llt [&#8230;]; sie allein bleibt, ruhig, \/ die Furie des Verschwindens.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p>\r\n\r\n<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Analyse gilt insbesondere f\u00fcr die erste H\u00e4lfte der 1970er Jahre, dann fegte Punk all dies hinweg, wie Peter Glaser in <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/06\/27\/die-neue-deutsche-wanderdune-attrappe-einer-kulturgeschichte-von-neulich\/\">Attrappe einer Kulturgeschichte von neulich<\/a> schlu\u00dffolgert, dem folgte chronologisch eine rege Fanzine-Szene, wie sich in einem weiteren Kollegengespr\u00e4ch \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1996\/08\/09\/der-otto-versand-der-subkultur\/\">Otto-Versand der Subkultur<\/a> erschlie\u00dfen l\u00e4\u00dft. Das Ulcus Molle-Info wurde eingestellt und der erste <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1990\/11\/13\/die-eroberung-die-blogosphaere\/\">Blog<\/a> ging kurz darauf online. Die Welt ver\u00e4ndert sich rasant, ebenso die Bezugsgr\u00f6ssen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Die Neue Subjektivit\u00e4t r\u00fcckt Themen wie pers\u00f6nliche Tr\u00e4ume und Probleme des Privatlebens in den Mittelpunkt. Ziel war ein auf Innerlichkeit, Introspektion und Selbsterfahrung ausgerichteter Schreibprozess. <\/span><\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Marcel Reich-Ranicki<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Peter Engel und G\u00fcnther Emig machen den ersten vergeblichen Versuch, die Szene der 1970er Jahre kulturgeschichtlich und ansatzweise politisch einzuordnen. Die beieiligten Autoren entwerfen Bilder der Erinnerung. Ohne die Bilder der Filme, ohne die Texte der Romane und Biografien und ohne die Musik der Zeit w\u00e4re nichts in der Erinnerung der Vergangenheit so, wie es ist. Immer wieder wird im Text deutlich, dass die B\u00fccher, Filme und die Musik die freie Liebe erst erm\u00f6glichten. Auch wenn sie im Leben der Beitr\u00e4ger keine Dauer haben konnte, gibt es durch die \u00c4sthetik die Idee ihrer M\u00f6glichkeit und den Versuch, sie umzusetzen. Diese eigenborstigen Mitl\u00e4ufer-Erinnerungen bieten unterschiedliche Ebenen der Rezeption an, diese <em>untergr\u00fcndigen Jahre<\/em> sind er ein Gang durch die Zeit, der besonders f\u00fcr seine Generation wie ein Reservoir sch\u00f6ner Erinnerungen gelesen werden kann, und dem Literaturkenner bietet er intertextuelle Bez\u00fcge, die in \u00e4usserst vielf\u00e4ltiger Weise verfolgt und interpretiert werden k\u00f6nnen. Nach der Lekt\u00fcre bleibt der Eindruck einer literarisch ungeheuer vielf\u00e4ltigen, innovativen, allerdings nicht ganz so einheitlichen Literaturlandschaft, wie es das verbreitete Schlagwort von der \u201eLiteratur der neuen Subjektivit\u00e4t\u201c und auch der Titel <em>Die untergr\u00fcndigen Jahre<\/em> suggerieren. Die Unabschliessbarkeit des Vergangenen wird in diesem Buch offenbar. KUNO pl\u00e4diert nach der Lekt\u00fcre f\u00fcr eine fortw\u00e4hrende Arbeit am Gegenstand der Geschichte.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die untergr\u00fcndigen Jahre<\/strong>. Die kollektive Autobiographie \u203aalternativer\u2039 Autoren aus den 1970ern und danach. Hrsg. von Peter Engel und G\u00fcnther Emig. Mit Beitr\u00e4gen von Manfred Ach, Wolfgang Bittner, Manfred Bosch, Michael Braun, Manfred Chobot, Daniel Dubbe, Heiner Egge, Peter Engel, Heiner Feldhoff, Ronald Glomb, Frank G\u00f6hre, Harald Gr\u00f6hler, Friedemann Hahn, Manfred Hausin, Martin J\u00fcrgens, Benno K\u00e4smayr, Michael Kellner, Barbara Maria Kloos, Fitzgerald Kusz, Helmut Loeven, Detlef Michelers, u.a<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-65845 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig.jpg\" alt=\"\" width=\"314\" height=\"500\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig.jpg 628w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig-188x300.jpg 188w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig-560x892.jpg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig-260x414.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig-160x255.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 314px) 100vw, 314px\" \/>\r\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend <\/strong><strong>\u2192<\/strong><\/p>\r\n<p>Obwohl die nonkonformistische Literatur ehrlich und transparent zugleich sein wollte, war gegen Ende der 1960er nur schwer zu fassen, die Redaktion entdeckt die Keimzelle des Nonkonformismus in der die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1999\/12\/10\/die-keimzelle-des-nonkonformismus\/\">Romantiker-WG in Jena<\/a>. Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;G\u00fcnther Emigs Literaturbetrieb verh\u00e4lt sich zu Andy Warhols Factory wie eine postmoderne Melkmaschine zur Milch der frommen Denkungsart.&#8220; (Quelle: Selbsteinsch\u00e4tzung auf der Webseite des Autors) Wir beginnen mit einer R\u00fcckblende in die alte BRD. 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