{"id":65842,"date":"2020-06-23T00:01:00","date_gmt":"2020-06-22T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=65842"},"modified":"2025-02-11T16:49:40","modified_gmt":"2025-02-11T15:49:40","slug":"neue-subjektivitat","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/06\/23\/neue-subjektivitat\/","title":{"rendered":"Neue Subjektivit\u00e4t \u2022 Revisited"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Wir waren kritisch, wir waren links, wir waren den Drogen zugeneigt, wir waren sexuell freier als die Elterngeneration, und die Lyriker unter uns praktizierten die Dichtung der Neuen Subjektivit\u00e4t\u2026 W\u00e4hrend die Alternativliteratur in der Literaturgeschichte \u00fcberhaupt keinen Platz hat, wird die Dichtung der Neuen Subjektivit\u00e4t immerhin erw\u00e4hnt, aber immer abf\u00e4llig als gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Niederung von Lyrik \u00fcberhaupt \u2026<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Peter Salomon<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">&#8222;Unter den Talaren Muff von Tausend Jahren!&#8220; riefen die Studenten 1968 auf Deutschlands Stra\u00dfen. In Berlin, Frankfurt, M\u00fcnchen und vielen anderen Universit\u00e4tsst\u00e4dten der damaligen Bundesrepublik Bundesrepublik machten sie ihrem Unmut Luft. Mit Protestm\u00e4rschen und Gleisblockaden demonstrierten sie gegen die verkrusteten Gesellschaftsstrukturen im Deutschland der 1960er Jahre.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">War die die sogenannte 1968er-Studentenrevolte die &#8222;Minderheit einer Minderheit&#8220;, so hat sie doch in die erste H\u00e4lfte der 1970er Jahre einen Eindruck hinterlassen. Die Minderheit von eben dieser Minderheit findet sich nicht zuletzt als Spurenelement in der Literatur und im Literaturbetrieb. Den <em>Neckermann der Subkultur<\/em> hat man Josef \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/09\/24\/bye-bye-biby\/\">Biby<\/a>\u201c Wintjes genannt, er vertrieb die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/07\/zentralorgane-des-undergrounds\/\">Zentralorgane des Undergrounds<\/a>. Die Alternativpresse erlebt einen Boom, es gr\u00fcnden sich Mags wie <em>Gasolin 23 <\/em>oder<em> Der fr\u00f6hliche Tarzan<\/em> <em>.<\/em> Im Januar 1970 erschein der erste offizielle Titel im Maro Verlag. \u201eUnd\u201c hei\u00dft die Publikation, sie erschein in einer 200er-Auflage. Autoren der ersten Ausgabe sind unter anderem Guntram Vesper und Heike Doutin\u00e9, sp\u00e4ter schreiben auch J\u00f6rg Fauser und F. C. Delius f\u00fcr \u201eUnd\u201c. Mit dem Maro verbindet allem den Namen Charles Bukowski. Benno K\u00e4smayr ver\u00f6ffentlicht 1974 dessen ersten Lyrikband auf Deutsch \u201eGedichte die einer schrieb bevor er im 8. Stockwerk aus dem Fenster sprang\u201c. In den Siebzigern geh\u00f6rt Maro neben Melzer, M\u00e4rz und Kiepenheuer &amp; Witsch zu den Verlagen, die den US-Underground in Deutschland f\u00f6rdern. Autorinnen und Autoren wie Anne Waldman, Al Masarik, Jack Kerouac, John Fante und La Loca ver\u00f6ffentlichen in den Folgejahren bei Maro. War das damals tats\u00e4chlich eine gravierende Umw\u00e4lzung oder nur der \u00fcbliche Aufstand der Jungen gegen die Alten beziehungsweise lediglich ein spontaner Aufbruch gegen den eingefahrenen Literatur-Betrieb?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Kann man sich, wie Hans Magnus Enzensberger meinte, in Bezug auf die siebziger Jahre &#8222;kurz fassen&#8220; und nicht wirklich verlangen, dass man ihrer &#8222;mit Nachsicht ged\u00e4chte&#8220;?<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Die Herausgeber stellten diese Fragen diversen Gew\u00e4hrsm\u00e4nnern etliche Jahre nach den &#8222;Gegenbuchmessen&#8220;, etwa der Mainzer Minipressen-Messe (<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/05\/30\/geschichte-der-mainzer-minipressen-messe-mmpm\/\">MMPM<\/a>) und dem Kampf der &#8222;kleinen Bertelsm\u00e4nner&#8220; gegen das etablierte Verlagswesen noch einmal, wollen von den damaligen Protagonisten (\u00fcber die Auswahl l\u00e4\u00dft sich trefflich streiten) der sogenannten &#8222;Gegenkultur&#8220; wissen, wie sie jene Zeiten erlebt haben, welches f\u00fcr sie die bestimmenden Momente waren und was von all dem f\u00fcr sie bis heute nachwirkt. Dieser Band f\u00fchrt die Larmoyanz einer Jugend vor Augen, die maniakalisch blo\u00df um sich selbst kreist und den eigenen Nabel f\u00fcr den der ganzen Welt h\u00e4lt. Er beschreibt eine sich im ungesunden Egoismus einrichtende Generation, die in der Konfrontation mit dem wirklichen Leben und der harten Politik einzig noch Gef\u00fchle der Leere und Ohnmacht zu offenbaren in der Lage ist. Die meisten Autoren der \u201eneuen Innerlichkeit\u201c schwanken zwischen massloser Romantik und der Attit\u00fcde des Coolbleibens hin und her und sind tats\u00e4chlich zutiefst verunsichert. Bei aller Subjektivit\u00e4t der Ansichten gibt es bei den Autoren eine \u00dcbereinstimmung: Die Urzelle der <em>Nonkonformistischen Literatur<\/em> ist das INFO. Von 1969 bis 1990 gab Josef \u201eBiby\u201c Wintjes erst monatlich, die l\u00e4ngste Zeit dann jedoch zweimonatlich, die Zeitschrift <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1990\/11\/11\/das-analoge-internet-wird-eingestellt\/\">Ulcus Molle Info<\/a><\/em> heraus.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>rhein\/\/ brachland mit raben b\u00e4ume aus dem wasser\/ ragen wir entwurzelte hasen schellen an den\/f\u00e4ngen die mit br\u00fcckenschwarzen schn\u00e4beln\/ hacken uns am ufer stapeln: lesbare skelette<\/em>.<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Barbara Maria Kloos<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Gegen Ende der 1960er-Jahre wurde von Medien und Kommunarden unisono die sogenannte sexuelle Revolution ausgerufen, in deren Gefolge die seit jeher wohl mehr Liebesleid als Liebesfreud stiftenden Beziehungswirren nicht nur in den Kommunen und Wohngemeinschaften exzeptionell um sich griffen. Der literarische Ergu\u00df m\u00fcndete in die sogenannte &#8222;Neue Innerlichkeit. Der interessanteste Autor ist die einzige Frau, die in diesem Band vertreten ist: Barbara Maria Kloos. Sie war von 1978 bis 1985 Mitbegr\u00fcnderin und Herausgeberin der M\u00fcnchner Literaturzeitschrift <em>federlese<\/em>. 1988\/90 war sie verantwortliche Literaturredakteurin bei der Zeitschrift <em>litfass<\/em> (Piper Verlag) und dem StadtMagazin M\u00fcnchen. Sie blickt auf den <em>Abenteuerspielplatz<\/em> jener Zeit zur\u00fcck und sieht im gegenw\u00e4rtigen Literaturbetrieb nur noch eine \u00bbp\u00e4dagogische, kapitalismusaffine, staatlich subventionierte Kaderschmiede\u00ab.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ich wollte die Lyrik erneuern, indem ich ihr alles Weihevolle nahm und sie hereinholte in mein t\u00e4gliches Tun und in das bisweilen turbulente Geschehen um mich her. Sogar die Namen in den Gedichten waren die richtigen, meistens jedenfalls.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">J\u00fcrgen Theobaldy<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Wie es sich f\u00fcr die &#8222;Neue Subjektivit\u00e4t&#8220; geh\u00f6rt, sollte es in den erbetenen Beitr\u00e4gen um die pers\u00f6nliche Perspektive, also keine Beitr\u00e4ge \u00fcber Dritte, sondern eine Darstellung des eigenen Tuns (nat\u00fcrlich mit Bezug auf diese &#8222;Dritten&#8220;): Warum, mit wem, zu welchem &#8222;Endzweck&#8220;, was daraus geworden ist usw. Also quasi lauter Einzel-Autobiographien, die die Zeit von Ende der 1960er bis Ende 1970 schwerpunktm\u00e4\u00dfig umfassen sollten. Und nat\u00fcrlich wie es danach weiterging&#8220;, etwa so: &#8222;Der Social-Beat hat tats\u00e4chlich gewisse \u00c4hnlichkeiten mit der Neuen Innerlichkeit der siebziger Jahre: viel psychischer Alltagsm\u00fcll und Beziehungsabfall werden hier wie dort recycelt, die Frustrationen \u00fcber gesellschaftliche Missst\u00e4nde und die eigene Ohnmacht mit Biersaufen bek\u00e4mpft \u2013 letzteres vor allem in den Texten der neuen Bewegung. Aber die Innerlichkeitswelle hat wenigstens noch echte Talente hervorgebracht, zum Beispiel Born und Theobaldy.&#8220;, konstatiert Axel Kutsch in einem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/08\/09\/ein-schreibtischtaeter-im-positiven-sinn\/\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Kein positives Werk noch Tat kann also die allgemeine Freiheit hervorbringen; es bleibt ihr nur das negative Tun; sie ist nur die Furie des Verschwindens.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Friedrich Hegel<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Die Zersplitterung in K-Gruppen erzeugte eine neue \u00dcbersichtlichkeit, lesenswert in diesem Zusammenhang der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/04\/23\/blicke-auf-brinkmann\/\">Zeitzeuge<\/a> Rolf Dieter Brinkmann. Das Ideal der fr\u00fchen 1970er waren selbstst\u00e4ndige und selbstbestimmte Subjekte als literatische Akteure, die neue Identit\u00e4ten und Loyalit\u00e4ten jenseits des \u00fcberkommenen Literatur-Betriebs ergr\u00fcnden wollten. Dabei erwiesen sich alle neoliberalen und neomarxistischen Utopien als irref\u00fchrend. Viele der skizzierten Annahmen und \u00dcberlegungen leuchten unmittelbar ein und decken sich bisweilen mit lebensweltlichen Beobachtungen und massenmedialen Darstellungen. Allerdings verfangen sich die Autoren dieser &#8222;kollektive Autobiographie&#8220; in der subjektiven Ausschliesslichkeit ihrer Zeitdiagnose, die der Komplexit\u00e4t des Literatur-Betriebs entgegensteht. Hans Magnus Enzensberger, immer bei jeden neuen Welle als No. zwei zu Stelle, griff den Ausdruck 1980 auf, um einen Gedichtband entsprechend zu betiteln. Im letzten Gedicht des Bandes wird Hegels Gedanke aufgegriffen: Der Furie f\u00e4llt dort an Historischem zu:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>was zun\u00e4chst unmerklich, \/ dann schnell, rasend schnell f\u00e4llt [&#8230;]; sie allein bleibt, ruhig, \/ die Furie des Verschwindens.<\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Diese Analyse gilt insbesondere f\u00fcr die erste H\u00e4lfte der 1970er Jahre, dann fegte Punk all dies hinweg, wie Peter Glaser in <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/06\/27\/die-neue-deutsche-wanderdune-attrappe-einer-kulturgeschichte-von-neulich\/\">Attrappe einer Kulturgeschichte von neulich<\/a> schlu\u00dffolgert, dem folgte chronologisch eine rege Fanzine-Szene, wie sich in einem weiteren Kollegengespr\u00e4ch \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1996\/08\/09\/der-otto-versand-der-subkultur\/\">Otto-Versand der Subkultur<\/a> erschlie\u00dfen l\u00e4\u00dft. Das Ulcus Molle-Info wurde eingestellt und der erste <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1990\/11\/13\/die-eroberung-die-blogosphaere\/\">Blog<\/a> ging kurz darauf online.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die untergr\u00fcndigen Jahre<\/strong>. Die kollektive Autobiographie \u203aalternativer\u2039 Autoren aus den 1970ern und danach<br \/>Hrsg. von Peter Engel und G\u00fcnther Emig. Mit Beitr\u00e4gen von Manfred Ach, Wolfgang Bittner, Manfred Bosch, Michael Braun, Manfred Chobot, Daniel Dubbe, Heiner Egge, Peter Engel, Heiner Feldhoff, Ronald Glomb, Frank G\u00f6hre, Harald Gr\u00f6hler, Friedemann Hahn, Manfred Hausin, Martin J\u00fcrgens, Benno K\u00e4smayr, Michael Kellner, Barbara Maria Kloos, Fitzgerald Kusz, Helmut Loeven, Detlef Michelers, Alfred Miersch, Peter Salomon, Gerd Scherm, Christoph Schubert-Weller, Tiny Stricker, Ralf Thenior, J\u00fcrgen Theobaldy.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\">\r\n<div id=\"attachment_65845\" style=\"width: 324px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-65845\" class=\"wp-image-65845\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig.jpg\" alt=\"\" width=\"314\" height=\"500\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig.jpg 628w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig-188x300.jpg 188w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig-560x892.jpg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig-260x414.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1990\/11\/untergruendig-160x255.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 314px) 100vw, 314px\" \/><p id=\"caption-attachment-65845\" class=\"wp-caption-text\">Tastatur, analog<\/p><\/div>\r\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong><\/p>\r\n<p>Zu den Gr\u00fcndungsmythen der alten BRD geh\u00f6rt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">Nonkonformistische Literatur<\/a>, lesen Sie dazu auch ein Portr\u00e4t von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins. Kaum jemand hat die L\u00fcckenhaftigkeit des <em>Underground<\/em> so konzequent <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/24\/underground\/\">erz\u00e4hlt<\/a> wie N\u00ed Gudix und ihre <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/08\/23\/kritik-an-der-literarischen-alternative\/\">Kritik an der literarischen Alternative<\/a> ist berechtigt. Ein Portr\u00e4t von N\u00ed Gudix findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/16\/da-lernst-du-die-menschen-kennen\/\">hier<\/a> (und als Leseprobe ihren <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/12\/30\/hausaffentango\/\">Hausaffentango<\/a>). Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Erinnerungen an den Bottroper Literaturrocker<\/a> von Werner Streletz und den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/28\/rip-bruno\/\">Nachruf<\/a> von Bruno Runzheimer. Zum 100. Geburtstag von Charles Bukowski, eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/08\/16\/ledertasche-geborgt\/\">Doppelbesprechung<\/a> von Hartmuth Malornys Ruhrgebietsroman <em>Die schwarze Ledertasche<\/em>. 1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a>, produziert von Helge Schneider und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/\">Tom T\u00e4ger<\/a> im Tonstudio\/Ruhr. Lesen Sie auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26709\">Portr\u00e4t <\/a>der einzigartigen Proletendiva aus dem Ruhrgebeat auf KUNO. In einem Kollegengespr\u00e4ch mit Barbara Ester dekonstruiert A.J. Weigoni die <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/10\/09\/ruhrgebietsromantik\/\">Ruhrgebietsromantik<\/a><\/em>. Mit<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6071\"> Kersten Flenter<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/06\/23\/killroy-review\/\">Michael Sch\u00f6nauer<\/a> geh\u00f6rte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/08\/24\/polyphone-ich-erzaehlungen\/\">Tom de Toys<\/a> zum\u00a0Dreigestirn des deutschen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/01\/05\/bewegung\/\">Poetry Slam<\/a>. Einen Nachruf von Theo Breuer auf den Urvater des Social-Beat finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/03\/07\/hubsch-revisited\/\">hier<\/a> \u2013 Sowie selbstverst\u00e4ndlich his <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/25\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\">Masters voice<\/a>. Und Dr. Stahls kaltgenaue <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2002\/06\/26\/social-beat-vs-digitales-dasein\/\">Analyse<\/a>. \u2013 Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Ebenso eindr\u00fccklich empfohlen sei Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Inzwischen hat sich Trash andere Kunstformen erobert, dazu die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Aufmerksamkeit<\/a> einer geneigten Kulturkritik. In der Reihe <em>Gossenhefte<\/em> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen, der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Die KUNO-Redaktion bat A.J. Weigoni um einen Text mit Bezug auf die Mainzer Minpressenmesse (MMPM) und er kramte eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/31\/treff-der-titanen\/\">Realsatire<\/a> aus dem Jahr 1993 heraus, die er f\u00fcr den Mainzer Verleger Jens Neumann geschrieben hat. J\u00fcrgen Kipp \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/06\/01\/geschichte-und-aufgaben-des-mainzer-minipressen-archives-mmpa\/\">Aufgaben des Mainzer Minipressen-Archives<\/a>. Ein w\u00fcrdiger Abschlu\u00df gelingt Boris Kerenski mit <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/03\/30\/wer-war-ist-noch-social-beat\/\">Stimmen aus dem popliterarischen Untergrund<\/a><strong>.<\/strong><\/p>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir waren kritisch, wir waren links, wir waren den Drogen zugeneigt, wir waren sexuell freier als die Elterngeneration, und die Lyriker unter uns praktizierten die Dichtung der Neuen Subjektivit\u00e4t\u2026 W\u00e4hrend die Alternativliteratur in der Literaturgeschichte \u00fcberhaupt keinen Platz hat, wird&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/06\/23\/neue-subjektivitat\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":98394,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[104,1631,2606,568,60,2585,1058,844,1999,704,2603,1063],"class_list":["post-65842","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-axel-kutsch","tag-barbara-maria-kloos","tag-guenther-emig","tag-hans-magnus-enzensberger","tag-jens-neumann","tag-josef-wintjes","tag-juergen-kipp","tag-jurgen-theobaldy","tag-michael-schoenauer","tag-peter-engel","tag-peter-salomon","tag-victor-otto-stomps"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65842","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=65842"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65842\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":106581,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/65842\/revisions\/106581"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98394"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=65842"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=65842"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=65842"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}