{"id":65369,"date":"2019-01-01T00:01:33","date_gmt":"2018-12-31T23:01:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=65369"},"modified":"2022-04-03T18:24:51","modified_gmt":"2022-04-03T16:24:51","slug":"traue-kuno-auch-ueber-30","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/01\/01\/traue-kuno-auch-ueber-30\/","title":{"rendered":"Traue KUNO &#8211; auch \u00fcber 30!"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Wir leben, wenn man den g\u00e4ngigen Theorien glauben darf, in der Wissensgesellschaft.<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Was ist eigentlich Wissen?<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Seitdem die Menschheit weltweit kommunizieren kann, verf\u00fcgt sie erstmals in ihrer Geschichte \u00fcber eine kollektive, synchrone Gegenwartserfahrung. Sofern man das Internet bereits jetzt als zivilisatorischen Meilenstein bezeichnen kann, haben sich Synchronit\u00e4t und alle anderen Formen der Konvergenz exponentiell erh\u00f6ht. Auch die Kunst geht auf KUNO unbeirrt neue Wege und gibt dabei neue Antworten auf die Frage nach der Originalit\u00e4t. Es dominiert das Multimediale, das Mash-up, das Verschmelzen von Stilen, Zitaten und Einfl\u00fcssen. KUNO ist ein Geflecht aus Leseerinnerungen, literarischem Vorwissen, Gegenwarts- und Vergangenheitserkundung. Durch die Rekonstruktion von Geschichte wandelte sich diese Online-Magazin zum aktuellen Resonanzraum, zum Projekt <em>Das Labor<\/em>, in dem \u00fcber das Laboratorium der Moderne geforscht wird. KUNOs Arbeit an der Vergangenheit ist eine Arbeit an der Differenz.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Krise der Informations\u00f6konomie<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Literatur ist die letzte Provokation zur Konvention geworden, die Avantgarde ist l\u00e4ngst anderswo. Der subventionierte Literaturbetrieb hat sich in stillschweigendem Einverst\u00e4ndnis mit den Interessen des Kapitals arrangiert und seine Autonomie ebenso eingeb\u00fc\u00dft wie jede Art von transformierender Kraft. Das befremdliche Paradoxon der Gesellschaft liegt darin, dass sie Genies will, die sie zu ihren Lebzeiten nicht unterst\u00fctzen kann, um sie nach ihrem Tod desto besser hochzujubeln. Die Haltung von Literaturb\u00fcrokraten vereint all jene Eigenschaften, die den Kulturbetrieb zur Folterkammer machen: Gef\u00fchlsk\u00e4lte, aufgesetzte Bedeutung, routiniertes Handwerk, gnadenlose Selbstbez\u00fcglichkeit. Es wird nichts erz\u00e4hlt, was man nicht schon lange und besser wei\u00df und kennt. Das Konzept des offensiven Selbstwiderspruchs versandet in hoffnungsloser Langeweile.<\/p>\r\n<div style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Alltagslyrik, wohin man schaut, Gartenm\u00f6bel zum Sonett gestampft<\/em><\/span><\/div>\r\n<div style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Monika Rinck<\/span><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn nichts richtig und nichts unrecht ist, dann hat die Literatur endg\u00fcltig jeden Nimbus verloren. Es ist ein unausrottbares Ger\u00fccht, da\u00df Literatur entsteht, indem \u201cschmerzhaft genau beschrieben\u201d wird. Das gibt im Resultat h\u00f6chstens die klassische Suhrkampverlagsleiterprosa, charakterlos sensibilistisch, kunstvoll, ganz wichtig. Interessiert aber keinen Menschen. Es wird zu viel Vermeidungsfiktion geschrieben. \u00dcber die schmerzlichen Wunder unserer Existenz erf\u00e4hrt man bei Holger Benkel, Peter Meilchen oder A.J. Weigoni ungleich mehr als beim Eintauchen in die m\u00fcrbe Welt eines Wilhelm Genazino, Botho Strauss oder Martin Walser, der Selbstzerfleischungsliteratur eines Karl Ove Knausg\u00e5rd und von all den junggealterten bis mittelalten Autoren und Autorinnen ganz zu schweigen, deren Helden s\u00e4mtlich Jonas oder Anna hei\u00dfen und in Prenzlberger Caf\u00e9s ihre Zeit absitzen. Das dieser Szene \u00fcber den Berghain hinaus eine Bedeutung zugeschrieben wird, ist ein tragischer Fall von germanistischer Inkontinenz.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Der Mangel an b\u00fcrgerlichem Stil ist in diesem Online-Magazin ein Konzept!<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Internet lehrt Uneindeutigkeit hinzunehmen. Und sie produktiv zu machen. Die Artisten von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/\">EDL<\/a> f\u00fchrt das zu einer Disziplin des Offenlassens, diesseits der eigenen Interpretation und Meinung, hellh\u00f6rig f\u00fcr alles, was in den Tiefen des www angelegt sein k\u00f6nnte. Sie \u00f6ffnen sich f\u00fcr eine sich radikal \u00f6ffnende Wahrnehmung als Grundlage f\u00fcr alles ist, was an Ausdruck gewonnen, bzw. &#8222;gesch\u00f6pft&#8220; werden kann.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Mit dem Erscheinen der Novelle <em>Vignetten<\/em> geht das Projekt Labor nach 20 Jahren in ein Label \u00fcber.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im 2022 kommt KUNO darauf zur\u00fcck und widmet sich ausf\u00fchrlich der literarischen Kunstform Novelle. <span class=\"ILfuVd\"><span class=\"hgKElc\"> Der Begriff kommt von dem italienischen Wort <em>novella<\/em>, was \u201ekleine Neuigkeit\u201c bedeutet. <\/span><\/span>Die Gattung lebt von der Schilderung der Realit\u00e4t im Bruchst\u00fcck, <span class=\"ILfuVd\"><span class=\"hgKElc\">zwar l\u00e4nger als eine Kurzgeschichte, jedoch deutlich k\u00fcrzer als ein Roman<\/span><\/span>. Dieser Ausschnitt verzichtete ganz bewu\u00dft auf die Breite des Epischen, es gen\u00fcgten dem Novellisten ein Modell, eine Miniatur oder eine Vignette. Als Gattung l\u00e4\u00dft sich die Novelle nur schwer definieren und oft nur ex negativo von anderen Textsorten abgrenzen. KUNO postuliert, da\u00df viele dieser Nebenarbeiten bedeutende Hauptwerke der deutschsprachigen Literatur sind, wir belegen diese mit dem R\u00fcckgriff auf die Klassiker dieses Genres und stellen in diesem Jahr alte und neue Texte vor, um die Entwicklung der Gattung aufzuhellen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Technische Neuerungen sind immer auch eine Chance f\u00fcr scheinbar \u00fcberholte literarische Formen.<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bisher bilden die scheinbar kleinen Formen &#8211; in jeder Systematik der Literaturwissenschaft &#8211; neben Epik, Lyrik und Dramatik mit unterschiedlichen Bezeichnungen eine Randgruppe: Epigramm, Sprichwort, Prosagedicht, K\u00fcrzestgeschichte und selbstverst\u00e4ndlich der Aphorismus. Dank des Kurznachrichtendienstes <em>Twitter<\/em> ist der althergebrachte Aphorismus in Form des Mikroblogging eine auflebende Form. <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/12\/09\/twitteratur-eine-neue-literaturgattung\/\">Twitteratur<\/a><\/em> ist eine Poesie, die man von den japanischen Haiku kennt, sie scheint auf besondere Weise verf\u00fcgbar und dienstbar zu sein. Bestand die Modernit\u00e4t dieser Notate bisher in ihrer Operativit\u00e4t, so entspricht diese literarische Form im Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit der Denkgenauigkeit der Sp\u00e4tmoderne.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Hat Literatur ein Verfallsdatum?<\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Veraltet sie und wird so muffig wie das Papier, auf dem sie gedruckt sind?<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein Buch muss keinen Nutzen haben. In der Zeit des Digitalen erlebt die Frage nach der Materialit\u00e4t von Literatur eine neue Bl\u00fcte. Wie kaum eine andere Galerie in Deutschland hat \u2018Der Bogen\u2019 in Arnsberg immer Wert auf die handwerkliche Erarbeitung von K\u00fcnstlerb\u00fcchern gelegt. Diese Aura der Einmaligkeit reicht von den Materialb\u00fcchern des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35389\">J\u00fcrgen Diehl<\/a>, \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25405\"><em>Schland<\/em><\/a>-Box von Peter Meilchen, bis hin zu Haimo Hieronymus und A.J. Weigonis Erkundungen \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der Linie zwischen Schrift und Zeichnung, der Verstetigung von Schrift, Pinsel und der Drucktechnik. Hier findet sich eine Vielfalt des Ausdrucks, die ihresgleichen sucht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der vordere Buchdeckel ist mit einem original Holzschnitt bedruckt. Vielleicht liegt ja in solcher Art Gestaltung eine Zukunft des Buches angesichts der digitalen M\u00f6glichkeiten. Das Buch als Objekt.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Jan Kuhlbrodt<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Medienkombination\u201c nennt die Deutsche Nationalbibliothek ein Werk, das sich nicht auf den ersten Blick zuordnen l\u00e4\u00dft. Literatur findet nicht mehr im begrenzten Format eines Buches seinen Platz. Die Tradition der librophilen B\u00fccher setzt sich mit einer Katalogreihe fort. Die quadratische Form der Kataloge hat sich als praktische Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Abbildungen erwiesen. Dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21932\"><em>Alphabetikon<\/em><\/a> Katalog von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haimo_Hieronymus\">Haimo Hieronymus<\/a> folgte die mit dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22035\">lime_lab<\/a> ausgezeichnete <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19038\">Wortspielhalle<\/a> von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sophie_Reyer\">Sophie Reyer<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andrascz_Weigoni\">A.J. Weigoni<\/a>, das von Karl Hosse angeregte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27438\">Gezeitengespr\u00e4ch<\/a> und die von Stephanie Neuhaus initiierte\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=31389\">Super Speed Art Exhibiton Tour<\/a>. Alle beteiligten Artisten arbeiten sowohl mehrperspektivisch, als auch interdisziplin\u00e4r. Sprechen ist immer ein Erfinden: Jeder Mensch erfindet die ganze Zeit alles, was er macht und ist, nichts daran ist authentisch oder vorgegeben. Es geh\u00f6rt zur Gratwanderung des Erz\u00e4hlens, da\u00df der Ton getroffen wird, es m\u00fcssen die Pr\u00e4zision der Sprache, der Rhythmus der Syntax und die Klarheit der Bilder zusammenkommen. Es ist ein Spiel. Und die Mitspieler Peter Meilchen, Tom T\u00e4ger und A.J. Weigoni erweitern es zum multimedialen Projekt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=46549\"><em>630<\/em><\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Die Schrift ist gegen\u00fcber dem Medium der m\u00fcndlichen Sprache und Kommunikation minderwertig, da sie sich nachteilig auf das Erinnerungsverm\u00f6gen auswirkt.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Platon<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Tom T\u00e4ger 1989 im <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26948\"><em>Tonstudio an der Ruhr<\/em><\/a> Helge Schneiders erste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\">Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/a> produzierte, hat man ihn f\u00fcr verr\u00fcckt gehalten. Als <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andrascz_Weigoni\">A.J. Weigoni<\/a> 1991 seine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25399\">LiteraturClips<\/a> auf CD (der Claim f\u00fcr <em>Klangb\u00fccher<\/em> war noch nicht abgesteckt) realisierte, hat man ihn f\u00fcr verr\u00fcckt gehalten. 1995 begann ihre Zusammenarbeit, die mit dem H\u00f6rbuch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/01\/18\/das-gesamtwerk-des-sprechstellers\/\"><em>Gedichte<\/em><\/a> einen sinnf\u00e4lligen crossmedialen Zirkelschlu\u00df findet, zu dem T\u00e4ger als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6174\">H\u00f6rspielkomponist<\/a> mit <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/taeger\/senora_nada.htm\">Se\u00f1ora Nada<\/a> eine Musik der befreiten Melodien zelebiert oder bei dem zweiten Monodram <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=41250\">Unbehaust<\/a> eine Klang-Collage aus Papierger\u00e4uschen anfertigt. Weigoni bewegt sich auf dem H\u00f6rbuch <a href=\"http:\/\/www.buecher-wiki.de\/index.php\/BuecherWiki\/WeigoniGedichte\">Gedichte<\/a> in der Intermedialit\u00e4t von Musik und Dichtung, er sucht mit atmosph\u00e4rischem Verst\u00e4ndnis die auditive Poesie im \u00e4ltesten <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/schwebebahn.htm\">Literaturclip<\/a>, den die Menschheit kennt: dem <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/schmauchspuren.html\">Gedicht<\/a>!<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der Essayist f\u00fchlt den Drang, oft und in vielen Medien, also intensiv und extensiv zu publizieren. <\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Vil\u00e9m Flusser<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir begreifen die Gattung des Essays auf den <em>Kulturnotizen<\/em> als eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/10\/zur-gattung-essay\/\">Versuchsanordnung<\/a>, undogmatisch, subjektiv, experimentell, ergebnisoffen. Der Essay ist ein Werkzeug, das nach der Lekt\u00fcre die Dinge klarer und sch\u00e4rfer sehen l\u00e4sst, er bewegt sich an der Schnittstelle von Feuilleton, Wissenschaft und Literatur agiert. Bei KUNO pr\u00e4sentieren wir Essays \u00fcber den Zwischenraum von Denken und Dichten, wobei das Denken von der Sprache kaum zu l\u00f6sen ist, daher bereitst die Redaktion einen Schwerpunkt zu diesem Thema vor. Dieses Online-Magazin begreift sich als Gegenged\u00e4chtnis zur offiziellen Geschichtsschreibung. Die Redaktion verschaltet den Irrsinn von Gegenwart und Vergangenheit Funken spr\u00fchend neu miteinander. Denn alles kann dabei grunds\u00e4tzlich mit allem zusammenh\u00e4ngen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Artisten gehen \u00fcber Bord. KUNO wird auch weiterhin Ausschau halten m\u00fcssen nach Stellen, wo sie wieder auftauchen k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> \u2192<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large\">\r\n<div id=\"attachment_45651\" style=\"width: 143px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-45651\" class=\"wp-image-45651\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Logo-klein.jpg\" alt=\"\" width=\"133\" height=\"133\" \/><p id=\"caption-attachment-45651\" class=\"wp-caption-text\">Logo-Entwurf: Peter Meilchen<\/p><\/div>\r\n<p>Erinnerung wird zunehmend auf neue Technologien ausgelagert. Das Grundproblem der Erinnerungskultur (siehe auch: <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/01\/01\/in-eigener-sache\/\">In eigener Sache<\/a>), der Zeugenschaft, der Autorschaft, ist die Frage: Wer erz\u00e4hlt, wer verarbeitet, wem eine Geschichte geh\u00f6rt? \u2013 <span data-offset-key=\"nqia-2-0\">\u201eKultur schafft und ist Kommunikation, Kultur lebt von der Kommunikation der Interessierten.\u201c, schreibt Haimo Hieronymus in einem der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/06\/05\/interim-kulturnotizen\/\">Gr\u00fcndungstexte<\/a> von KUNO. <\/span>Die ausf\u00fchrliche Chronik des Projekts <em>Das Labor<\/em> lesen sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/12\/10\/zukunft-braucht-herkunft\/\">hier<\/a>. Diese Ausgrabungsst\u00e4tte f\u00fcr die Zukunft ist seit 2009 ein Label, die <em>Edition Das Labor<\/em>. Diese Edition arbeitet ohne Kapital, zuweilen mit Kapit\u00e4lchen, meist mit einer gro\u00dfen k\u00fcnstlerischen Spekulationskraft. Eine \u00dcbersicht \u00fcber die in diesem <em>Labor<\/em> seither realisierten K\u00fcnstlerb\u00fccher, B\u00fccher und H\u00f6rb\u00fccher finden Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/\">hier<\/a>.<\/p>\r\n<p>Zum Thema K\u00fcnstlerb\u00fccher finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Vertiefend auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21407\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> mit Haimo Hieronymus \u00fcber Material, Medium und Faszination des Werkstoffs Papier.<\/p>\r\n<p>Die K\u00fcnstlerbucher sind erh\u00e4ltlich \u00fcber die Werkstattgalerie Der Bogen, Tel. 0173 727642<\/p>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir leben, wenn man den g\u00e4ngigen Theorien glauben darf, in der Wissensgesellschaft. Was ist eigentlich Wissen? Seitdem die Menschheit weltweit kommunizieren kann, verf\u00fcgt sie erstmals in ihrer Geschichte \u00fcber eine kollektive, synchrone Gegenwartserfahrung. 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