{"id":64847,"date":"2020-05-31T00:01:00","date_gmt":"2020-05-30T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=64847"},"modified":"2025-10-18T10:54:54","modified_gmt":"2025-10-18T08:54:54","slug":"allseits-vernetzte-gemeinschaft","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/31\/allseits-vernetzte-gemeinschaft\/","title":{"rendered":"Allseits vernetzte Gemeinschaft"},"content":{"rendered":"\r\n<h4 class=\"has-text-color has-very-dark-gray-color\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #3366ff;\">Eine notwendige Vorrede:<\/span><\/h4>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Das Museum f\u00fcr Fotokopie (M.F.F.) widmet sich der Geschichte der Fotokopie und der Copy Art. Klaus Urbons ist Mitbegr\u00fcnder des seit 2013 vom gleichnamigen Verein betriebenen &#8222;Makroscope \u2013 Zentrum f\u00fcr Kunst und Technik&#8220;, welches sich gegen\u00fcber vom Rathausturm im Zentrum der M\u00fclheimer Innenstadt befindet. Im Makroscope finden regelm\u00e4\u00dfig Ausstellungen, Konzerte, Lesungen, Vortr\u00e4ge und Workshops statt. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, Synergien zwischen Technik und Kunst sichtbar zu machen und zu vermitteln.<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-65011\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Klaus_Urbons-770x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"158\" height=\"210\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Klaus_Urbons-770x1024.jpg 770w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Klaus_Urbons-226x300.jpg 226w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Klaus_Urbons-768x1021.jpg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Klaus_Urbons-560x745.jpg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Klaus_Urbons-260x346.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Klaus_Urbons-160x213.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Klaus_Urbons.jpg 786w\" sizes=\"auto, (max-width: 158px) 100vw, 158px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu erz\u00e4hlen ist in diesem R\u00fcckblick die Geschichte eines ungew\u00f6hnlichen Sammlers, der sich mit sanfter Hartn\u00e4ckigkeit einer Maschine gewidmet hat. Er tat dies bereits zu einem Zeitpunkt, als seine Zeitgenossen diese Ger\u00e4te bereits auf den Schrottplatz entsorgten. Der bildende K\u00fcnstler Klaus Urbons ist geradeheraus, h\u00f6flich und bescheiden, macht nicht viele Worte und hat einen feinen Sinn f\u00fcr Humor. Als starker Idealist hat er den Glauben an die Kunst und besitzt den Mut, auszuharren trotz des Widerstands der ideallosen Welt. Das Museum f\u00fcr Fotokopie-Projekt startete als private Initiative am 29. M\u00e4rz 1985 in M\u00fclheim an der Ruhr. Zu dieser Zeit umfasste die Sammlung 22 Kopierger\u00e4te und wurde zusammen mit den wechselnden Copy Art-Ausstellungen auf erstaunlichen 54 qm untergebracht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Fr\u00fch zeigte sich bereits der Ansatz, den Maschinenpark und die Kunst nicht zu trennen.<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im bewu\u00dften herausgearbeiteten Gegensatz zu anderen technischen Museen gingen Sammlungs- und Forschungst\u00e4tigkeit beim M.F.F. immer Hand in Hand mit der Durchf\u00fchrung von Ausstellungen und Aktionen. Drei drei Jahren sp\u00e4ter das Museum in eine fr\u00fchere Schreinerei in die M\u00fclheimer Altstadt um. Es standen von da an drei Etagen und separate B\u00fcror\u00e4ume mit insgesamt 240 qm zur Verf\u00fcgung. Im August 1988 fanden die Er\u00f6ffnung mit <em>Electrografias<\/em> des spanischen K\u00fcnstlerduos Alcanales statt. Die Kunstform &#8218;Copy Art&#8216; wird als ein Verfahren sowohl der Selbst-Aufzeichnung wie der Konstruktion und des Entwurfs untersucht und in seiner insbesondere prozesshaften Erscheinung als Kunstform betrachtet. Monopole werden aufgesprengt und haben einer un\u00fcbersichtlichen F\u00fclle Platz gemacht. Die authentische Erfahrung weicht der kreativen Simulation. Wir sind umgeben von Diskursen, weshalb der Elektrofotografie unweigerlich etwas Plagiaristisches innewohnt. Mit R\u00fcckgriff auf Foucault verstehen wir den Charakter des Kunstmachen als lineares, erz\u00e4hlendes oder als kreisf\u00f6rmiges, mithin notierendes Tun. Diese Artisten skizzieren in schnellen Schritten die Mediengeschichte vom Material \u00fcber die Maschine zur Utopie einer Plurit\u00e4t von m\u00f6glichen Welten, die Partizipation steht allen offen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">F\u00fcr das von Minolta 1988 ver\u00f6ffentlichte Buch \u201eKopieren heute\u201c schrieb Klaus Urbons den technikgeschichtlichen Teil.<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Welt dreht sich mit dem Medienwandel in rasanter Geschwindigkeit. Was gestern zeitgem\u00e4\u00df war, f\u00e4llt heute ins Reich der Geschichtsschreibung. 1991 erschien sein Buch <em>Copy Art &#8211; Kunst und Design mit dem Fotokopierer<\/em> bei DuMont. Als erstes deutschsprachiges Buch zu diesem Thema enthielt es au\u00dferdem die erste Zusammenfassung der Entwicklung der Fotokopiertechnik. Die St\u00e4rke der Copy Art liegt gerade darin, dass es keine gew\u00f6hnlichen Abbildungen erm\u00f6glicht. In diesem &#8218;Museum f\u00fcr Alltagsnotizen&#8216; muss man sich nicht darauf einstellen, die Kunst nur durch eine Glasscheibe durchpausen zu k\u00f6nnen. Die einzelnen Kopiervorg\u00e4nge lassen dem Chaos und Wuchern eines Lebens gen\u00fcgend Freiraum. Gerade in der fragmentarischen Struktur der Kopie liegt jedoch Potenzial zur Anteilnahme. Es ist unsinnig, die einzelnen Ereignisse chronologisch ordnen zu wollen, daf\u00fcr aber m\u00f6glich, dem detailversessenen Blick genau zu folgen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Trivialmythen<\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">1992 wurde die Museums-Sammlung beinahe vollst\u00e4ndig im Rahmen der \u201eTrivial Machines 1\u201c im Karl-Ernst- Osthaus-Museum in Hagen ausgestellt. KUNO teilt diesen Ansatz. Die Auseinandersetzung mit den, in diesem Online-Magazin reflektierten <em>Trivialmythen<\/em>, die sich beispielsweise in sogenannten\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=24070\">Gossenhefte<\/a> oder trivialen Maschinen wie dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25395\">Fotokopierer <\/a>\u00e4ussern, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26948\">Tonstudio<\/a> als <em>Instrument\u00a0<\/em>oder dem Internet als Weltarchiv, ist eine stilistisch \u00fcberpointierte Art der Wahrnehmung von kulturellen Produkten aller Art von Literatur \u00fcber Musik, bildender Kunst usw., die am K\u00fcnstlichen und der \u00dcbertreibung orientiert ist; oft geh\u00f6ren die als <em>trashig<\/em> erlebten Werke der Trivial- oder Popkultur an, die hier jedoch nicht gedankenloser Zerstreuung dient, sondern eine \u00e4sthetische Umwertung erf\u00e4hrt. Ohne ein kulturelles oder gesellschaftliches Handeln w\u00e4re ein Subjekt nicht vorstellbar.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Elektrografie &#8211; Analoge und digitale Bilder<\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Da Copy Art auf dem Papier geschieht, ist sie einerseits Repr\u00e4sentantin der alten Buchkultur und andererseits bedroht durch die Instabilit\u00e4t, der die Kunst im anbrechenden digitalen Zeitalter unterworfen ist. 1994 folgte mit dem Buch \u201eElektrografie &#8211; Analoge und digitale Bilder\u201c eine weitere Dokumentation der Museumsarbeit. Urbons unternahm den Versuch, Kunst und neue Medien in ihrem Zusammenspiel wechselseitig zu bestimmen. Er geht von der Geste des Schreibens aus, die nebst anderen auch Vil\u00e9m Flusser n\u00e4her definiert:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Die Geste des Schreibens ist eine Geste der Arbeit, dank derer Gedanken in Form von Texten realisiert werden.<\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit R\u00fcckgriff auf medientheoretische \u00dcberlegungen, die von Michel Foucault und Jaques Derrida bis Friedrich Kittler reichen, die neueste Forschung mit inbegriffen, skizziert Urbons theoretisch und praktisch einen durch neue mediale Realit\u00e4ten bestimmten Wandel. Copy Art begreift er als taktil, sie verliert die Kraftaufwendung, wie sie minimal bei der Tastatur des Kopierers vorhanden ist, sie ist eine kulturver\u00e4ndernde Art der Bewegungssensitivit\u00e4t. Da das Sammlungsziel des Museums, die Anf\u00e4nge der modernen analogen Fotokopie bis hin zur ersten Generation digitaler Kopierer zu dokumentieren um 1997 nahezu erreicht war, wurde ein Platz f\u00fcr die komplette Sammlung des M.F.F gesucht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Endhaltestelle: Museum f\u00fcr Verkehr und Technik in Berlin<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 1999 ist die Technik-Sammlung mit rund 100 verschiedenen Meilensteinen der Fotokopie-Geschichte, Archiv und Bibliothek im Depot des Deutschen Technikmuseums untergebracht. Es handelt sich mit einiger Sicherheit um die weltweit einzige firmen\u00fcbergreifende Sammlung zur Geschichte der modernen Fotokopie.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Gutenberg machte die Leute zu Lesern. Xeros macht sie zu Herausgebern.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Herbert Marschall McLuhan<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignright size-large is-resized\">\r\n<div id=\"attachment_9624\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9624\" class=\"wp-image-9624\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Helferlein.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"223\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Helferlein.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/01\/Helferlein-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><p id=\"caption-attachment-9624\" class=\"wp-caption-text\">Copy-Art by Klaus Urbons<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach Beendigung des Museumsprojekts widmete sich Klaus Urbons dem Erfinder der Xerografie, Chester F. Carlson, schrieb dessen erste deutschsprachige Biografie und Xerografie von 1938 aus. Beides wurde 2008 zum 70. Jahrestag der Erfindung im M\u00fclheimer B\u00fcromuseum vorgestellt. Klaus Urbons berichtet in seinem Buch <em>The Magic of Copies<\/em>: Chester F. Carlson and the Invention of Xerography\u201c vom\u00a0schwierigen Leben des Xerografie-Erfinders Chester Carlson.\u00a0Er gilt als Erfinder des modernen Fotokopierers nach dem Prinzip der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Elektrofotografie\">Elektrofotografie<\/a>. Ebenfalls verwendet wird der Begriff Xerografie (griechisch f\u00fcr \u201etrocken schreiben\u201c). 1942 erhielt Carlson das U.S. Patent Nr. 2,297,691 auf das <em>Elektrophotographie<\/em> genannte Verfahren. Bis zur Markreife sollten noch einige Jahre vergehen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Um die Marktakzeptanz des neuen Fotokopierers zu testen, stellte die Firma Haloid die Apparate bei einigen Unternehmen kostenlos zur Probe auf. Das Resultat war niederschmetternd. Alle Unternehmen schickten ihr \u201eXeroX Model\u00a0A\u201c nach kurzer Probezeit zur\u00fcck: Zu kompliziert und zu langwierig f\u00fcr den B\u00fcroeinsatz, lautete das einstimmige Urteil. Dass dieser Anfang nicht zugleich das Ende der Xerografie wurde verdankte Haloid der Tatsache, dass sich mit dem Model\u00a0A auch Papierdruckplatten f\u00fcr den B\u00fcrooffsetdruck erstellen lie\u00dfen. Dies hatten Carlson und Kornei bereits vorausgesehen und erprobt. Da damals viele Unternehmen gr\u00f6\u00dfere Auflagen mit einer B\u00fcrooffsetmaschine vervielf\u00e4ltigten und die Erstellung der Druckfolien zeitaufw\u00e4ndig und kostspielig war, gab es einen Markt mit dem Haloid nicht gerechnet hatte. Und auf diesem Markt war das XeroX-Ger\u00e4t ohne Konkurrenz. Es gab keine schnellere und preiswertere Methode zur Erstellung von Papierdruckplatten. Mit den Gewinnen aus diesem Marktsegment erhielt Haloid eine gute Grundlage f\u00fcr die Weiterentwicklung der Xerografie. Und auch Chester Carlson, der seit 1948 bei Haloid als Patentanwalt angestellt war, verdiente zum ersten Mal mit seiner Erfindung mehr Geld, als er in all den Jahren zuvor hineingesteckt hatte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Haloid brachte 1953 mit dem \u201eModel\u00a0D\u201c ein f\u00fcr die Erstellung von Druckplatten optimiertes Ger\u00e4t auf den Markt, das bis in die 1970er-Jahre verkauft wurde. Mit der optional erh\u00e4ltlichen \u201eCamera Nr.\u00a01\u201c lie\u00dfen sich auch doppelseitige Vorlagen und B\u00fccher 1:1 kopieren und mit der \u201eCamera Nr.\u00a04\u201c waren auch stufenlose Vergr\u00f6\u00dferungen und Verkleinerungen m\u00f6glich, allerdings weiterhin manuell, wie beim Model\u00a0A.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste xerografische Automat war kein B\u00fcrokopierer, sondern ein R\u00fcckvergr\u00f6\u00dferungsger\u00e4t f\u00fcr Mikrofilm: 1954 wurde der \u201eXeroX CopyFlo 11 Printer\u201c vorgestellt, er produzierte rund 30 Seiten pro Minute auf Normalpapier. Zum ersten Mal wurde eine Selentrommel als Fotoleiter eingesetzt \u2013 alle Prozesse konnten somit kontinuierlich ablaufen, wie es Carlson bereits in der Patentschrift seines Modells vorgesehen hatte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Carlson hatte die Gr\u00fcndung einer eigenst\u00e4ndigen Patentabteilung bei Haloid durchgesetzt, um mehr Zeit f\u00fcr die L\u00f6sung technischer Aufgaben zu haben. Er wirkte bis Mitte der 1950er-Jahre aktiv an der Weiterentwicklung der Xerografie bei Haloid mit und erhielt zahlreiche weitere Patente. 1955 wurde er zum Vorsitzenden des unternehmensinternen \u201eSmall Copier Committee\u201c ernannt. Dieses Komitee sollte die Planungen zur Entwicklung des ersten vollautomatischen xerografischen B\u00fcrokopierers kritisch abw\u00e4gen und beurteilen. Das Urteil fiel positiv aus und die Ingenieure begannen mit der Arbeit.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur gleichen Zeit verhandelte die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung mit dem Battelle-Institut \u00fcber eine \u00c4nderung des Lizenzabkommens. F\u00fcr 53.000 Haloid-Aktien und eine dreiprozentige Gewinnbeteiligung bis zum Jahr 1965 erhielt Haloid die gesamten Rechte an der Xerografie. Da Carlson 1944 die Rechte an seiner Erfindung gegen eine 40-prozentige Beteiligung an allen Einnahmen an Battelle abgetreten hatte, standen ihm nun 21.200 Haloid-Aktien plus eine 1,2\u00a0% j\u00e4hrliche Gewinnbeteiligung zu. Dies sollte die Grundlage seines sp\u00e4teren Reichtums werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Haloids Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Joe Wilson wollte, dass das Engagement des Unternehmens f\u00fcr die Xerografie, die 1956 bereits 40\u00a0% der Einnahmen ausmachte, durch eine \u00c4nderung des Unternehmensnamens deutlich werden sollte. Er schlug vor, den bisherigen Markennamen Xerox als Firma zu w\u00e4hlen, stie\u00df aber im Vorstand und bei den Aktion\u00e4ren auf gro\u00dfen Widerstand. Als Kompromiss wurde das Unternehmen 1958 in \u201eHaloid Xerox\u201c umbenannt. Die Umbenennung in Xerox Corporation erfolgte nur drei Jahre sp\u00e4ter.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Chester Carlson wurde von seinen Kollegen bei Haloid stets als ein r\u00fccksichtsvoller, geduldiger und zur\u00fcckhaltender Mensch beschrieben, der ganz in seiner Arbeit aufging. Er mochte es nicht, im Vordergrund zu stehen und beteiligte sich in den Mittagspausen h\u00f6chstens an Fachgespr\u00e4chen. W\u00e4hrend seiner ersten Ehe hatte er praktisch nur f\u00fcr seine Erfindung gelebt, doch durch seine zweite Frau Dorris \u00e4nderte sich sein Leben und Carlson wandte sich zunehmend metaphysischem Gedankengut und Themen wie Wiedergeburt und fern\u00f6stlichen Religionen zu.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Durch den Lizenzverkauf an Haloid waren die Carlsons ab 1955 erstmals finanziell unabh\u00e4ngig und konnten aus den wachsenden Einnahmen ihren bescheidenen Lebensstil bestreiten. Carlson gab seinen Posten bei Haloid auf, blieb aber bis zu seinem Tod als Berater f\u00fcr das Unternehmen t\u00e4tig.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Noch heute, 60 Jahre nach der Einf\u00fchrung der Xerografie, kommt die von Carlson erfundene Technik in nahezu allen gr\u00f6\u00dferen Kopierautomaten zum Einsatz. Allerdings nun in digitaler Form, als Laser- oder LED-Druck in Schwarzwei\u00df oder Farbe. Der digitale xerografische Farbdruck kann sich schon seit Jahren qualitativ mit dem Offsetdruck messen, bietet aber im Vergleich dazu ein zuvor unbekanntes Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t. Aus den B\u00fcrokopierautomaten von 1960 sind heute regelrechte Kommunikationszentralen geworden, die Dokumente senden und empfangen, elektronisch verteilen und archivieren, als fertig gebundene B\u00fccher ausdrucken und nach wie vor auf Knopfdruck fotokopieren. Dass wir uns heute nicht mehr vorstellen k\u00f6nnen, ohne Fotokopierer auszukommen, ist ein sicheres Indiz daf\u00fcr, dass Chester F. Carlson mit seiner Erfindung die Welt ver\u00e4ndert hat.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Entstehungsgeschichte der ersten Xerografie im Jahre 1938 hat\u00a0Klaus Urbons oft in \u00f6ffentlichen Vorf\u00fchrungen geschildert und dann dem Publikum demonstriert. Im Anschluss daran konnten die Museumsbesucher Carlsons Trockenkopier-Experiment selbst nachvollziehen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image size-large\" style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"750\" height=\"502\" class=\"wp-image-7007\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Urbons_Edutain_02.png\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Urbons_Edutain_02.png 750w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/Urbons_Edutain_02-300x200.png 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 750px) 100vw, 750px\" \/><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Geschichten eines Umschwungs in Technik und Kunst<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zusammengef\u00fchrt wird alldies quasi in der aktuellen Publikation. Klaus Urbons liefert mit seinem neuen Buch <em>Von der analogen Kopie zum digitalen Workflow<\/em>: Geschichten eines Umschwungs in Technik und Kunst. Wir lesen eine umfangreiche Dokumentation der fast vergessenen Geschichte der modernen B\u00fcrokopie und deren engen Bez\u00fcge zum Rheinland. Des Weiteren umrei\u00dft es die technischen Entwicklungen, die k\u00fcnstlerische Aneignung und die pers\u00f6nlichen Geschichten hinter der B\u00fcrokopie. Das instrumentelle Handwerk ist zur der digitalen Oberfl\u00e4che mutiert. Die Bewegungen der Finger werden direkt in Kunst umgewandelt, wobei die taktile Bewegung vervollst\u00e4ndigt wird von den Vorg\u00e4ngen im Innern der Maschine.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Von der Offenheit des Unbestimmten zur erreichbaren Klarheit und Bestimmtheit.<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der digitale Wandel schafft neue R\u00e4ume und fordert neue kulturelle Kompetenzen. Bei der Leichtigkeit und Selbstverst\u00e4ndlichkeit mit der wir heute alle Arten von Informationen erfassen, gestalten und verteilen, werden wir uns wohl nur selten die Frage stellen, wie dies zuvor realisiert wurde und wann und wie \u00fcberhaupt diese neue digitale Zeit begann. Auf eine derart vielschichtige Fragestellung k\u00f6nnten die Antworten viele dicke B\u00fccher f\u00fcllen, denn nat\u00fcrlich betrifft die Ver\u00e4nderung durch digitale Techniken die gesamte Gesellschaft. Einem der urspr\u00fcnglichen Ausl\u00f6ser ist dieses Buch gewidmet, denn es l\u00e4sst sich feststellen, dass die Einf\u00fchrung moderner Techniken der B\u00fcrokopie \u00fcber einen Zeitraum von rund 60 Jahren technischer Fortschritte, gemeinsam mit der Evolution der Computer zu dem f\u00fchrte, was wir heute als \u201edigitalen Workflow\u201c bezeichnen. Dass das Rheinland und Westfalen \u2013 in Deutschland und in der Welt \u2013 eine zentrale Rolle bei dieser Entwicklung spielten, d\u00fcrfte f\u00fcr viele Menschen eine \u00dcberraschung sein. Urbons macht einen Verweis auf die Definition von Marshall McLuhan, wonach Medien eine Extension des menschlichen K\u00f6rpers darstellen \u2013 oder umgekehrt. In der Geste des Entwerfens liegt die Entwurfsskizze, die im disegno der Renaissance eine erste Aufwertung erfuhr. Im postmodernen Design konzentrieren sich heute Erscheinen wie Verschwinden der Dinge und ebenso des digitalen Tuns. Das Buch <em>Von der analogen Kopie zum digitalen Workflow<\/em> beschreibt die lokale und globale Entwicklungsgeschichte der Fotokopie und geht auch auf die k\u00fcnstlerische Nutzung von Kopierern und Faxger\u00e4ten ein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Auf dem im Schacht wartenden Kopierpapier schreibt sich eine gespannte Energie spontan ein.<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nerv\u00f6se Hektik erzeugt scheinbar statische Ruhe. Ein wirbelndes Geflecht von knisternder, unerl\u00f6ster Energie zeigt eine aufgetretene Konfliktsituation an. Auf das Ungerichtete folgt zusehends Verdichtung, Betonung, Definition. Es sondert sich Gestalt von Textur \u2013 es entstehen Rhythmus und Raum. Das Buch <em>Von der analogen Kopie zum digitalen Workflow<\/em> ist zugleich das Res\u00fcmee der gleichnamigen Ausstellung (2017\/18) im Makroscope e.V., dem Zentrum f\u00fcr Kunst und Technik in M\u00fclheim an der Ruhr. Gezeigt wurden Werke von Joseph Beuys, Dore O., Ueli Fuchser, Kaii Higashiyama, Sarah Jackson, Ingrid Lievenbr\u00fcck, Werner Nekes, Lieve Prins, Sonia Sheridan, Jean-Fran\u00e7ois Robic, und Andy Warhol. Die verschlungenen Oberfl\u00e4chen dieser K\u00fcnstler werden dann zu labyrinthartigen Verwirrungen, zu Kreuz- und Querverbindungen zwischen Vorder- und Hintergrund. Die Bildfl\u00e4chen verwandeln sich in ein Kontinuum von kleinen und gro\u00dfen Episoden. Wir sehen in dieser Dokumentation die Copy Art einen ununterbrochenen Fluss von gestischen Zeichen und grafischen Schwingungen, die um ein imagin\u00e4res Zentrum auf dem Blatt herumwirbeln und sich allm\u00e4hlich bis zu den R\u00e4ndern ausdehnen. Eine greifbar innere Spannung zieht das Gewebe, das Netzwerk zusammen. Die vorw\u00e4rtsdr\u00e4ngenden Energie des Kopierers macht affektive Momente des Lebensgef\u00fchls spontan sichtbar und erfahrbar. Ein Lebensaugenblick zuckt auf. Keine Figur, eine Abbreviatur, eine Fraktur, ein Substrat des Zerbrechens tritt hervor. Wir Betrachter werden von einem naiv-neugierigen Semiotiker zum Zeichenleser, der gleichzeitig mit den sofort erkennbaren Inhalten die differenzierten, vielschichtigen Formen erkennt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>You Press the Button, We Do the Rest<\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In der R\u00fcckschau auf die <em>Elektrografie<\/em> lassen sich diese Entwicklungslinien nachzeichnen. Es mag schon erstaunen, dass es bislang eher am Rande der Forschung blieb. Wir k\u00f6nnen Urbons nicht genug daf\u00fcr danken, uns diese Abschnitte mit ihrem gro\u00dfen erz\u00e4hlerischen Verm\u00f6gen wieder n\u00e4her ger\u00fcckt zu haben. Mit dem Kopierer wurde die Textur der Elektronik erkundet und sich auf die Suche nach Bildern begeben, die man sich selbst nie h\u00e4tte ausdenken k\u00f6nnen. Copy Art lebt von der st\u00e4ndigen Verwandlung des Wirklichen in der Erscheinung, vom Wechsel von Aufbau und Zerst\u00f6rung, von Formation und Deformation, von Innovation und Irritation. Aber zugleich besitzen diese K\u00fcnstler die seltene F\u00e4higkeit, diffuse Formkomplexe zusammenzufassen und ein einheitliches Lebensgef\u00fchl in der Balance des Disparaten zu bewahren. Gerade aus Unf\u00e4llen entstand vieles, was sich erst im Netz durchgesetzt hat. Nicht der Mensch ist kreativ, sondern die Fusion aus Mensch\/Maschine fin\u00addet wie von selbst ihre Bilder und ihre Sprache. Den Abschied vom Sch\u00f6pfergenius haben Copy-Art-K\u00fcnstler wie Klaus Urbons vorweg gedacht.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Von der analogen Kopie zum digitalen Workflow:<\/strong> Geschichten eines Umschwungs in Technik und Kunst, von Klaus Urbons, Edition Makroscope, M\u00fclheim an der Ruhr 2020<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-64854\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Kopie_Urbons_Cover.jpg\" alt=\"\" width=\"261\" height=\"374\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Kopie_Urbons_Cover.jpg 348w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Kopie_Urbons_Cover-209x300.jpg 209w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Kopie_Urbons_Cover-260x373.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/Kopie_Urbons_Cover-160x229.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 261px) 100vw, 261px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Weitere Publikationen von Klaus Urbons:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Kopieren heute\u00a0: d. Geschichte d. Fotokopie u. ihre heutige Anwendung f\u00fcr d. moderne B\u00fcro<\/em>, 1988.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Copy art\u00a0: Kunst und Design mit dem Fotokopierer<\/em>, 1991.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Elektrografie\u00a0: analoge und digitale Bilder<\/em> 1994.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Chester F. Carlson<\/em> <em>und die Xerografie<\/em>, 2008. Containing the first biography of the inventor in the German language. Was published on the occasion of the exhibition &#8222;Copy Copy \u2013 70 Jahre trocken Kopieren&#8220;.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Edith Weyde &#8211; How an inventor from the Rhine-Land changed the world<\/em>, 2016. Co-authors: Klaus Urbons, Jos\u00e9 Ram\u00f3n Alcal\u00e1, Susanne Dickel, Gert Koshofer, Rolf Sachsse, Edith Weyde. Bi-lingual German\/English. Published on the occasion of the exhibition &#8222;Minutenbilder\/Pictures in Minutes&#8220;.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Vorzugsausgabe <strong>Von der analogen Kopie zum digitalen Workflow<\/strong> von Klaus Urbons mit Hardcover ist beim M.F.F. erh\u00e4ltlich.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/cut-copy.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1020\" height=\"250\" class=\"wp-image-7008\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/cut-copy.jpg\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/cut-copy.jpg 1020w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/08\/cut-copy-300x73.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1020px) 100vw, 1020px\" \/><\/a><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Blitzkopie: Ausz\u00fcge aus einem <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_QgH653mvQY\">Interview<\/a> mit Dr. Edith Weyde 1988<br \/>Das kleine Helferlein &#8211; <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/helferlein.htm\">H\u00f6rfilm<\/a> auf MetaPhon<br \/>Xerografie: Erstes <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GeKf2L6jK4c\">Remake<\/a> des Astoria-Experiments zum 70j\u00e4hrigen Xerografie-Jubil\u00e4um 2008<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine notwendige Vorrede: Das Museum f\u00fcr Fotokopie (M.F.F.) widmet sich der Geschichte der Fotokopie und der Copy Art. 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