{"id":64387,"date":"2014-05-16T00:01:00","date_gmt":"2014-05-15T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=64387"},"modified":"2022-02-27T17:39:18","modified_gmt":"2022-02-27T16:39:18","slug":"versnetze-uebers-wortland","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/05\/16\/versnetze-uebers-wortland\/","title":{"rendered":"Axel Kutsch spannt Versnetze \u00fcbers Wortland"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch der thematische Schwerpunkt einer Zeitschrift f\u00fcr Literatur und Kunst kann durchaus dazu dienen, den Finger in eine brennende Wunde zu legen. Wenn aber das Thema die Grenzen der Berichterstattung sprengt und auf die Stra\u00dfe in die Mitte der Gesellschaft springt, zeigt es seine wahre Brisanz \u2013 aus kultureller, sozialer wie auch politischer Sicht. Dazu k\u00f6nnte man von vornherein die Auswahl unseres Wiederholungst\u00e4ters Theo Breuer rechnen: eine Auswahl, die nicht nur mit der Dimension des Ph\u00e4nomens namens Axel Kutsch \u00fcberrascht, sondern auch mit seiner ungewohnten Art konfrontiert, \u201ewie ich es alles sehe\u201c, \u201ewer-was sagt\/schreibt\/meint\u201c. Der Vermittler \u201eeines breiter gef\u00e4cherten Bildes unserer aktuellen Poesie\u201c (aus dem deutschen Sprachraum), der die \u201eVernetzung der Generationen\u201c spannend findet und feststellt, \u201edass die Poesie \u00e4lterer Jahrg\u00e4nge genau so frisch und anregend ist wie die junger Talente\u201c, macht kein Geheimnis aus der Tatsache, dass er als Herausgeber genau wei\u00df, dass nicht nur die Genies knapp sind \u2013 \u201eDas war schon immer so\u201c, merkt er an \u2013, sondern auch, dass es sich beim Genre Lyrik um \u201eein Nischenprodukt\u201c handelt, \u201edas sich wirtschaftlich nicht mehr lohnt\u201c, dass also Lyrik nach wie vor die Literaturgattung der kleinen Auflagen ist. \u201eLyrik wird heute in erster Linie in Kleinverlagen ver\u00f6ffentlicht \u2013 eine oft selbstausbeuterische Angelegenheit von ,\u00dcberzeugungst\u00e4tern\u2018, deren Zahl in den vergangenen Jahren gewachsen ist. Mit ihrem Engagement haben sie ma\u00dfgeblichen Anteil daran, dass man wieder von einer Bl\u00fcte in der deutschsprachigen Poesie reden kann. Allerdings sollte man sich nichts vormachen: \u201eDie breite \u00d6ffentlichkeit nimmt keine Notiz davon\u201c, sagt er im Interview. Und: \u201eWer sich als Autor und Herausgeber ausschlie\u00dflich der Lyrik widmet, muss schon fahrl\u00e4ssig naiv sein \u2013 wenn er mit einem gro\u00dfen Publikum rechnet.\u201c \u201eEr schrieb Gedichte\/ f\u00fcr eine bessere Welt.\/ Sie wurde nicht besser, sein Werk gef\u00e4llt \u2026\u201c<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann nicht ansatzweise von Lyrik leben, aber man kann wunderbar mit Lyrik leben. Axel Kutsch wird dieser Tage 69 \u2013 \u201eeine rundum runde Zahl, eine Zahl zum Lieben sch\u00f6n\u201c, schreibt Theo Breuer, der nicht nur den Autor Axel Kutsch, seine Texte und Anthologien kommentiert, sondern auch seiner pers\u00f6nlichen Beziehung zu Kutsch, Kutsch-Texten und Kutsch-Anthologien nachgeht. \u201eEs ist eine Fama, dass Gedichte im zeitgen\u00f6ssischen Leben moderner Menschen kaum eine oder gar keine Rolle spielen. Das Gegenteil ist der Fall: Buchst\u00e4blich \u00fcberall begegne ich attraktiven W\u00f6rtern, Reimen, Spr\u00fcchen, Zweizeilern, Vierzeilern. SMS-Botschaften vor allem junger Menschen geraten immer wieder zu verbl\u00fcffend lyrisch verdichteten Kurzsequenzen \u2026\u201c Lassen Sie sich verf\u00fchren, liebe Leserinnen und Leser, von den mehr als 100 Seiten dieses Marathons, der hier Axel Kutsch gewidmet ist.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Anmerkung der Redaktion: Theo Breuers Portr\u00e4t ist der zweite Teil des Essays <em>Axel Kutsch spannt Versnetze \u00fcbers Wortland <\/em>und erschien zun\u00e4chst in <em>Matrix<\/em> 36, die sich schwerpunktm\u00e4\u00dfig dem Lyriker und Herausgeber Axel Kutsch widmet; nach der <strong><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5440\">W\u00fcrdigung<\/a><\/strong> Friederike Mayr\u00f6ckers (<em>Matrix 28<\/em>) und dem <strong><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=7367\">Sonderband<\/a><\/strong> zu Hans Bender (<em>Matrix 29<\/em>) ist <em>Matrix 36<\/em> die dritte von Theo Breuer edierte <em>Matrix<\/em>-Ausgabe.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large is-resized\"><a href=\"http:\/\/www.bookrix.de\/_title-de-matthias-hagedorn-lyrik-als-zusammenfuehrungskunst\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-64390\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/image-5-707x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"177\" height=\"256\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/image-5-707x1024.jpeg 707w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/image-5-207x300.jpeg 207w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/image-5-768x1113.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/image-5-560x812.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/image-5-260x377.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/image-5-160x232.jpeg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/05\/image-5.jpeg 1035w\" sizes=\"auto, (max-width: 177px) 100vw, 177px\" \/><\/a><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur, dies bezeugt der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> dieses\u00a0 post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>. Warum<\/span> Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Lesen Sie auch Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik<\/em><\/a>, sowie einen Essay \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/\">Lyrikvermittler<\/a> Theo Breuer. KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>. Lesen Sie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber die interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit von Angelika Janz, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin.<\/em> Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">hier<\/a>, ein Essay fasst das transmediale Projekt<em> \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\">Wortspielhalle<\/a>\u201c <\/em>zusammen<em>. <\/em>Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/06\/17\/beschwoerungszauber\/\">Holger Benkel<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/09\/17\/rettungsversuche-der-literatur-im-digitalen-raum\/\">A.J. Weigoni<\/a>. Lesenswert auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Gratulation<\/a> von Axel Kutsch durch Markus Peters zum 75. Geburtstag. Nicht zu vergessen eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> &#8222;Biby&#8220; Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv. Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Auch der thematische Schwerpunkt einer Zeitschrift f\u00fcr Literatur und Kunst kann durchaus dazu dienen, den Finger in eine brennende Wunde zu legen. Wenn aber das Thema die Grenzen der Berichterstattung sprengt und auf die Stra\u00dfe in die Mitte der&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/05\/16\/versnetze-uebers-wortland\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":187,"featured_media":101074,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[104,301],"class_list":["post-64387","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-axel-kutsch","tag-traian-pop"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64387","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/187"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=64387"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64387\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101083,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/64387\/revisions\/101083"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/101074"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=64387"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=64387"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=64387"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}