{"id":63733,"date":"2023-05-16T00:01:44","date_gmt":"2023-05-15T22:01:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=63733"},"modified":"2023-12-28T11:50:50","modified_gmt":"2023-12-28T10:50:50","slug":"versnetze-ueber-den-sprachraum-legen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/05\/16\/versnetze-ueber-den-sprachraum-legen\/","title":{"rendered":"Versnetze \u00fcber den Sprachraum legen"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Eine zeitgen\u00f6ssische Erinnerung von Theo Breuer<br \/><\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Wieder einmal stocherte Axel Kutsch im September 2009 aus dem Bergheimer Tief- ins Sistiger Hochland, was er seit langer Zeit etwa drei- bis f\u00fcnfmal j\u00e4hrlich tut \u2013 Wildschweinen, Nebel, Gewitter, Sturm und weiteren nat\u00fcrlichen Unwegsamkeiten zum Trotz. Er brachte die in jener Woche fertig gewordene Lyrikanthologie <em>Versnetze_zwei<\/em> mit, ich gab ihm Exemplare der Literaturzeitschriften <em>orte<\/em> und <em>Zeichen &amp; Wunder<\/em>, wir h\u00f6rten Schuberts erste und zweite, sp\u00e4ter die f\u00fcnfte, siebte und achte Sinfonie, rauchten Zigarillos auf der Terrasse, gingen durch den Garten, den Norbert Scheuer drei Wochen zuvor in Anlehnung an japanische Steing\u00e4rten zum Eifeler Stein\u00adgarten geadelt hatte, Kutsch staunte \u00fcber die beiden Hexenringe in der Wiese und die Menge kleiner und gro\u00dfer, runder und eckiger Steine, die ich auch in den vergangenen Monate bei G\u00e4ngen durch die Felder, Wiesen und W\u00e4lder gesammelt und zu gebirgs\u00adbach\u00ad\u00e4hn\u00adlichen Gestalten gef\u00fcgt hatte, wir liefen bis zum Waldrand, holten uns im gras\u00ad\u00fcber\u00adwachsenen Graben nasse F\u00fc\u00dfe, genossen anschlie\u00dfend selbstgebackenen Pflaumen\u00adkuchen und sprachen wie immer blo\u00df, Wort\u00adspuren sichernd, \u00fcber DAS EINE (das die Gesamt\u00adheit der Lite\u00adratur umfa\u00dft \u2013 mit Lyrik als <em>prima inter pares<\/em> \u2013, so da\u00df wir auch \u00fcber j\u00fcngst gelesene Romane von Anna Katharina Hahn, Ter\u00e9zia Mora, Norbert Scheuer, Kathrin Schmidt u.a. sprachen), das uns verbindet.<br \/><br \/><strong>Zehn \u2022 Zacken \u2022 im \u2022 Gem\u00fct <\/strong><br \/><br \/>Ein gemein\u00adsamer Bekannter machte mich 1989 auf den Heraus\u00adgeber Axel Kutsch aufmerksam, von dem ich bis dahin noch nichts geh\u00f6rt hatte. Wie auch? Ich hatte im Herbst 1983 mit Schreiben begonnen \u2013 es wundert viel\u00adleicht manchen Leser, da\u00df ich in den Jahren 1983 bis 1987 f\u00fcnf Romane f\u00fcr die Schub\u00adlade schrieb \u2013 und 1988 auf Dr\u00e4ngen des in Blan\u00adken\u00adheimer\u00addorf lebenden K\u00fcnstler\u00adfreunds Gunter Lorenz den ersten Lyrik\u00adband \u2013 <em>Eifeleien<\/em> \u2013 herausgebracht (im Selbst\u00adverlag, da ich keinerlei Kontakte zur Welt der Literatur hatte und auf keinen Fall unverlangt ein Manuskript an einen Verlag geschickt h\u00e4tte, diese Vor\u00adstellung kam mir immer schon absurd vor). <br \/>\u00a0Die eine Anthologie, von der ich damals wu\u00dfte, die ich seit 1977 besa\u00df und in der ich nat\u00fcr-lich immer wieder mit Begeisterung las, war <em>Das gro\u00dfe deutsche Gedichtbuch<\/em>, das 2008 als <em>Der Gro\u00dfe Conrady<\/em> zum vierten Mal neu heraus\u00adgegeben wurde. Da\u00df in diesem Standard\u00adwerk nun Gedichte von mir zu lesen sind, wundert mich, vor allem aus der Perspektive fr\u00fcherer Lebens\u00adphasen betrachtet, genauso wie die Tatsache, in mittlerweile siebzehn von Axel Kutsch herausgegebenen Lyrik\u00adanthologien vertreten zu sein. Denn, wie gesagt, am Anfang, 1989, holperte es: Ich schickte Kutsch auf Anraten des Bekannten einige Gedichte f\u00fcr den geplanten Sammelband <em>Wortnetze I<\/em> \u2013 mein erster Versuch \u00fcberhaupt, in einer Anthologie zu landen\u00a0\u2013 und wartete danach genauso zuver\u00adsicht\u00adlich wie vergeblich auf positive Antwort in Form eines Belege\u00adxemplars, das ich dem Post\u00adboten hoch\u00aderfreut aus der Hand rei\u00dfen wollte. <br \/>\u00a0 Monate vergingen, bis ich dem gemeinsamen Bekannten den Kummer \u00fcber den nie erf\u00fcllten Wunschtraum mitteilte. Er fragte kurzerhand und ohne mein Wissen bei Kutsch nach, der meine Gedichte wohl eher zuf\u00e4llig noch nicht weggeworfen hatte \u2013 die Anthologie war ja l\u00e4ngst erschienen \u2013 und mir freundlich mitteilen lie\u00df, er h\u00e4tte mich schon ber\u00fccksichtigen k\u00f6nnen, aber es gebe immer zu viele Einsendungen, ich solle mich nicht entmutigen lassen und es im n\u00e4chsten Jahr wieder versuchen. Im nachhinein bin ich naturgem\u00e4\u00df sehr froh \u00fcber die Verz\u00f6gerung gewesen, gab mir diese doch die Gelegenheit, den Blick auf Wort und Vers weiter zu sch\u00e4rfen und unverdrossen an dem zu arbeiten, was lebenslang Obsession des Dichters ist. <br \/><br \/><br \/><strong>Wortnetze \u2022 Lebenszeichen <\/strong><br \/><br \/><em>Wortnetze II<\/em> hei\u00dft die 1990 erschienene, Hans Bender und Rolf Dieter Brinkmann gewidmete Anthologie, die die erste Anthologie ist, in der Lyrik von mir erschien: Auf Seite 111 stehen die beiden Gedichte, gleichsam poten\u00adzierte Schnaps\u00adzahl, der Frohsinn konnte also auf den frostigen H\u00f6hen\u00adz\u00fcgen des Rheinlands seinen Lauf nehmen. Auch heute freue ich mich, wenn ich in einem interes\u00adsanten Sammelband vertreten bin, aber was war das f\u00fcr ein Jubel damals: Ich konnte es kaum fassen, hier neben Gr\u00f6\u00dfen wie Hans Bender und Erich Fried zu stehen. Die meisten anderen Autoren kannte ich nicht, und die Mehrzahl von ihnen treffe ich seit Jahren nicht mehr in Lyrik\u00adantho\u00adlogien an. Es ist ein Kommen und Gehen in den Antho\u00adlogien \u2013 ganz wie im richtigen Leben. <br \/>\u00a0 Etwas differenzierter betrachtet, denke ich, da\u00df die sp\u00e4ten achtziger und die fr\u00fchen neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts auch in der Lyrikwelt echte Wendezeiten waren: Nach Jahren der eher laueren Winde begannen die Gedichte wieder h\u00f6here Wellen zu schlagen, und viele Stimmen, deren Originalit\u00e4t und Qualit\u00e4t den nun deutlich ansteigenden Erwartungen, von Vork\u00e4mpfern wie Thomas Kling, Bert Papenfu\u00df, Durs Gr\u00fcnbein unmi\u00df\u00adver\u00adst\u00e4nd\u00adlich manifestiert, nicht stand\u00adhielten, verschwanden auf Nimmer\u00adwiedersehen im Orkus der Lyrikgeschichte. <br \/>\u00a0 Seit 1990 nun hat der Herausgeber Axel Kutsch regelm\u00e4\u00dfig von mir verfa\u00dfte Gedichte ver\u00ad\u00f6ffent\u00adlicht und geh\u00f6rt damit zu den entschei\u00addenden F\u00f6rderern meiner Lyrik. Von Jahr zu Jahr wurde unsere Beziehung inten\u00adsiver, wir begannen, einander unver\u00ad\u00f6ffent\u00adlichte Gedichte zu zeigen, ant\u00adworteten mit Gedichten auf Gedichte, schrieben einander in den neunziger Jahren zahllose Briefe, die nach und nach von der E-Mail abgel\u00f6st wurden, seine Besuche wurden von Jahr zu Jahr regel\u00adm\u00e4\u00dfiger, so da\u00df Axel seit Jahren nun gleichsam zur Familie geh\u00f6rt. <br \/><br \/><br \/><strong>Zeit. Wort \u2022 Orte. Ansichten<\/strong><br \/><br \/>Jeder Autor wei\u00df, wie wesent\u00adlich es (nicht nur) f\u00fcr lite\u00adrarische Laufbahnen ist, auf Menschen zu sto\u00dfen, die es zum einen gut mit einem meinen, die aber gleichzeitig die zwingende professionelle Distanz wahren, wenn es um Probleme der Lyrik geht. Die Lite\u00adratur\u00adgeschich\u00adte ist durch\u00adzogen von be\u00adredten Bei\u00adspielen solcher frucht\u00adbaren Freund\u00adschaften unter Literaten, die einander auf Augen\u00adh\u00f6he begegnen und guten Einflu\u00df auf das Werk des anderen genommen haben. Das Grund\u00adgesetz vom einsam vor sich hin Dichtenden wird auf diese Weise regelm\u00e4\u00dfig au\u00dfer Kraft gesetzt. <br \/>Als Kutsch 2002 mein Manuskript <em>Land Stadt Flucht<\/em> lektorierte, herrschte diese Grund\u00adstimmung genauso vor wie im umgekehrten Fall, als ich seinen in der Lyrikreihe der Silver Horse Edition erschienenen Gedichtband <em>Stille Nacht nur bis acht<\/em> durchsah. Da treffen sich allerdings auch zwei Grund\u00adeinstellungen, die einander sehr \u00e4hnlich sind: Wir lassen Gedichte, die nicht vollkommen die Erwartungen erf\u00fcllen, lieber au\u00dfen vor, als unbedingt einen umfang\u00adreichen Band zu f\u00fcllen. Und wenn es nur ein Wort ist, das nicht stimmt: Dieses Gedichte mu\u00df warten, bis das Wort gefunden ist. (Bisweilen dauert es Monate, ja, Jahre, und oft wird es nie gefunden: Gedichte schreiben hei\u00dft eben auch, sie nicht zu schreiben.) <br \/>\u00a0 Immer wieder ist Axel Kutsch erster Adressat meiner Gedichte und Aufs\u00e4tze, immer wieder vermittelt er wertvolle Hinweise. Da\u00df Ein\u00adsch\u00e4t\u00adzungen dabei auch auseinandergehen, ist genauso selbst\u00adverst\u00e4nd\u00adlich wie die Tatsache, da\u00df meine Zusammen\u00adstellung von Antho\u00adlogien natur\u00adgem\u00e4\u00df anders auss\u00e4he und ich nicht alle Autoren bzw. Gedichte ausw\u00e4hlen w\u00fcrde, die Kutsch in seine Sammel\u00adb\u00e4nde aufnimmt, und da\u00df ich Autorinnen und Autoren vermisse, von denen ich denke, da\u00df ihre Gedichte der Anthologie noch gutgetan h\u00e4tten. <br \/><br \/>Beim Lesen rei\u00dfe ich pl\u00f6tzlich die Augen unter\u00adtassengro\u00df auf, bade in W\u00f6rtern, es sind die W\u00f6rter, denen ich lesend oder schreibend auf der Spur bin, die W\u00f6rter, der Sound, die Schwingungen, ziehe Sekunden sp\u00e4ter die Stirn kraus, jubiliere, um mir kurze Zeit sp\u00e4ter lauthals Luft zu machen. ABER: Es ist Axel Kutschs Auswahl, nicht meine, nicht Hans Benders, nicht Michael Brauns, nicht Christoph Buchwalds, nicht Karl Otto Conradys, nicht Harald Hartungs, nicht die von Shafiq Naz oder Tom Schulz, nicht Hans Thills, nicht Jan Wagners, nicht Bj\u00f6rn Kuhligks, nicht Ron Winklers, nein, es ist seine, Axel Kutschs ureigene Auswahl, die Ent\u00addeckungen und L\u00fccken zeitigt wie jede leben\u00addige und kennt\u00adnisreich edierte Antho\u00adlogie \u2013 die immer auch Appetitanreger f\u00fcr die andere Anthologie (in der ich prompt auf die Dichter\u00adnamen sto\u00dfe, die ich eben noch vermi\u00dft habe) und vor allem nat\u00fcrlich die Gedicht\u00adb\u00fccher der frisch entdeckten Autoren sein will. Lyrik\u00adsammelb\u00e4nde, gerade von heute, in diesen Zeiten der krassen Un\u00ad\u00fcbersicht\u00adlichkeit, k\u00f6nnen nur exemplarisch sein &#8211; bei aller selbst\u00adverst\u00e4nd\u00adlichen Offen\u00adheit, die im Falle Axel Kutsch nicht gen\u00fcgend betont werden kann. <br \/><br \/><br \/><strong> Ortsangaben \u2022 St\u00e4dte. Verse \u2022 Unterwegs ins Offene<\/strong><br \/><br \/>Die 27 bislang von Axel Kutsch heraus\u00adgegebenen, im Lauf der Jahre immer viel\u00adgestal\u00adtiger edierten, mehr und mehr unter\u00adschiedlichste Stimmen aus den ver\u00adschiedensten Lagern und Regionen pr\u00e4sentierenden Anthologienwirken wie Assemblagen, die ich als lyrische Einheiten mit vielf\u00e4ltigen Topographien rezipiere. Nat\u00fcrlich kann ich mir das einzelne Gedicht, um das es mir immer in erster Linie geht, wie die eine tiefschwarze Kirsche aus dem \u00fcbervollen Baum heraus\u00adpfl\u00fccken, aber die Gesamt\u00adrezeption w\u00e4hrend der jeweils ein\u00adt\u00e4gigen Lese\u00adsession, wirkt derma\u00dfen drogen\u00adhaft berauschend und bewu\u00dft\u00adseins\u00aderweiternd, da\u00df es eine Sucht geworden ist, immer weiter und weiter zu lesen, so lange, bis die Buch\u00adstaben beginnen, vor meinen Augen zu verschwimmen. <br \/><br \/>In den ausgew\u00e4hlten Gedichten, die <em>augenbet\u00e4ubend<\/em>, <em>bitter<\/em>, <em>chiffriert<\/em>, <em>dunkel<\/em>, <em>entr\u00fcckt<\/em>, <em>flirrend<\/em>, <em>glei\u00dfend<\/em>, <em>h\u00f6lzern<\/em>, <em>intensiv<\/em>, <em>jovial<\/em>, <em>kr\u00fcppelig<\/em>, <em>lau\u00adblau<\/em>, <em>mehrsprachig<\/em>, <em>nackt<\/em>, <em>offen<\/em>, <em>pastell\u00adgelb<\/em>, <em>quer<\/em>, <em>ratternd<\/em>, <em>straf\u00adzettel\u00adblau<\/em>, <em>tot<\/em>, <em>ungeladen<\/em>, <em>violett<\/em>, <em>welk<\/em>, <em>x-beinig<\/em>, <em>ybel<\/em>, <em>zaunbraun<\/em> aussehen, daher\u00adkommen, klingen, riechen, schmecken, sprechen oder wirken, zerrt der Antho\u00adlogist mich durch wort\u00fcbers\u00e4te Boulevards und silbengespickte Feldwege, hypoparataktisch angelegte Verbal\u00adstra\u00dfen und tiefgehende Sinn\u00adsch\u00e4chte, durch Sprachschluchten, in denen ich durch Vokabelger\u00f6ll und W\u00f6rterschnee wate, der <em>f\u00e4llt in gro\u00dfen flocken in mein innenohr<\/em> \u2013 <em>durch die l\u00fcfte energie sparen<\/em> lese ich \u00fcbergangslos und denke unvermittelt: Von wegen! In zwei Gedichten mu\u00df ich dem <em>Welt\u00adraum\u00adschrott<\/em> ausweichen, will ich nicht von den W\u00f6rtern vernichtet, vom <em>Schmutzengel<\/em> in das grenzenlose All des Uni\u00adversums gerissen werden. Hinter den biegsamen Deckeln dieser unschein\u00adbaren Buchobjekte, die doch lediglich Sammlungen deutsch\u00adsprachiger Lyrik der Gegenwart beinhalten, verbirgt sich eine enorme, spektakul\u00e4re, unge\u00adheure Ver\u00addichtung an Energie, die von mir als Leser letztlich in ihrer Gesamtheit kaum zu fassen ist. <br \/><br \/><em>Lies halt weiter<\/em>, fl\u00fcstert mir mein \u00f6ster\u00adreichischer Freund Karl Natiesta ins \u00d6hrchen, genauso wie er damals am Attersee lauthals <em>Spring halt rein<\/em> posaunte, als ich meinte, das Wasser sei aber doch sehr kalt. So lese ich halt weiter und sto\u00dfe am Ende auf Gedichte von Hans Eichhorn, der, dem <em>K\u00e4lterwerden<\/em> und den <em>leeren Parkb\u00e4nken<\/em> trotzend, am Attersee lebt und schreibt: <em>Kartei\u00adleichen und Aluminium\u00adsessel, \/ das f\u00fcgt sich zu keinem Kurz\u00adschlu\u00df.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Das Spektrum der einsilbig oder kakophon, fest- oder frei\u00admetrisch, klar oder geheimnis\u00advoll, gereimt oder ungereimt, \u00fcberhitzt oder unterk\u00fchlt, ernst oder ironisch, herb oder sanft, l\u00e4ssig oder forciert formulierten Gedichte in diesen Zeiten der nur noch <em>kleinen Ver\u00adschiebungen<\/em>,in denen es eher selten humorvoll zugeht, nein, zu lachen gibt&#8217;s wenig, reicht vom Konservativen zum Experimentellen, vom Kreuzgereimten zum Alltagsparlando, vom Haiku \u00fcbers Akrostichon zum Sonett, vom Epigramm zum Sprichwort, vom Vierzeiler zum Erz\u00e4hlgedicht, vom lyrischen Stimmungs\u00adbild zum anti\u00adlyrischen Wortschwall, von politisch grundierten, mit sug\u00adgestiven Bot\u00adschaften garnierten Versen zur privaten Poesie f\u00fcr \u00f6ffent\u00adliche Ohren, vom hermetischen zum offenen Gedicht, vom Block- zum Flattersatz, von der assoziativ verketteten, \u00fcber\u00adbordernden paradox-skurillen Phantas\u00admagorie zur (Realit\u00e4t ver\u00adfremdenden) lakonischen Inventur, vom Popgedicht zum \u00e4therischen, vom ungelegenen Vers zum Gelegenheitsgedicht, von der notgeborenen Attacke zur m\u00fc\u00dfigen Besinnung, von Allegorie \u00fcber Metonymie, Metapher und Emblem zum Symbol \u2013 oder bewu\u00dft davon befreiter Lyrik, vom Nonsens zum Tiefsinn, von reiner Lyrik \u00fcber Metalyrik (Gedicht\u00adgedichte) zum didaktischen Lehrgedicht, vom stillen und kurzen, um eine einzige Metapher rankenden Gedicht zur hektischen, \u00fcbers ganze Blatt ver\u00adlaufenden Montage, vom Stakkato zum Geschmeidigen, vom sur\u00adrealis\u00adtischen Purzelbaum \u00fcbers Dissonante zum Volkslied\u00adhaften, von der urbanen H\u00e4user\u00adzeile zur rustikalen Sumpf\u00addotter\u00adblume. <br \/><br \/>Manches erscheint mir, in Augenblicken der Ungeduld?, geschw\u00e4tzig, macht sich breit auf der Seite, labert und wabert sich schier endlos fort, ich breche ab oder lese es, jetzt erst recht!, ein zweites Mal, anderes kommt einfach, schlicht und karg daher, vereinzelt finde ich fl\u00fcchtige, fragmentarische, unfertige VERSuche. <br \/>\u00a0 Nicht jeder Autor vertritt die Auf\u00adfassung, nur das f\u00fcr ihn Perfekte zu publizieren, und Kutsch tr\u00e4gt dem naturgem\u00e4\u00df Rechnung: Antho\u00adlogien d\u00fcrfen, k\u00f6nnen, sollen auch Versuchs\u00adlabors sein \u2013 mit der einen Bedingung: Die aus\u00adgereiften, gelungenen, ori\u00adginellen Gedichte (Verse, bei deren Lekt\u00fcre mir der Atme stockt &#8211; wie Paul Celans <em>Du liegst im gro\u00dfen Gelausche<\/em> &#8211; finde ich nicht vor), in denen ich auf gute, nach\u00adhallende oder phantasie\u00advolle W\u00f6rtern wie <em>Arbeits\u00adschuhe<\/em>, <em>Brombeere<\/em>, <em>Chim\u00e4re<\/em>, <em>Dachpfanne<\/em>, <em>Erinnerung<\/em>, <em>Flu\u00dfpferd<\/em>, <em>Gras<\/em>, <em>Haselstrauch<\/em>, <em>Igelball<\/em>, <em>Jahresring<\/em>, <em>Kaffeedampf<\/em>, <em>Lippen\u00adpelz<\/em>, <em>Mundh\u00f6hle<\/em>, <em>Nebel<\/em>, <em>Ozeanflor<\/em>, <em>Paranu\u00df<\/em>, <em>Qualm<\/em>, <em>Regen<\/em>, <em>Spargel<\/em>, <em>Teepolster<\/em>, <em>Unterkiefer<\/em>, <em>Verschweigen<\/em>, <em>Wind<\/em>, <em>Xylophon<\/em>, <em>Ypsilon<\/em> und <em>Zwi\u00adschen\u00adraum<\/em> treffe, stellen die deutliche Mehrheit. <br \/>\u00a0 Auch das grandiose Scheitern geh\u00f6rt dazu (das ich der routi\u00adnierten Langeweile vorziehe), geh\u00f6rt es doch zu den wesens\u00adgem\u00e4\u00dfen Aufgaben lyrischer Sammelb\u00e4nde, Dichtung im Werden zu zeigen, die Ent&amp;wicklung von Autorinnen und Autoren zu pro\u00adtokol\u00adlieren, die grund&amp;s\u00e4tzliche Wesens\u00adform der Lyrik als <em>work in progress<\/em> augenf\u00e4llig zu machen. Endg\u00fcltig fertig wird das Gedicht \u2013 von wenigen W\u00fcrfen abgesehen \u2013 im \u00fcbrigen nie, ob wir es nun in Einzel&amp;titeln oder Sammel\u00adb\u00e4nden lesen. <br \/><br \/><br \/><strong>Zwei Versnetze &amp; An Deutschland gedacht<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\"><em>Unter Kollegen<\/em><br \/><br \/>Immer wenn&#8217;s regnet,<br \/>schreibe er ein Gedicht.<br \/>Bei Sonnenschein,<br \/>sagt er, schreibe er nicht.<br \/><br \/>Ich m\u00f6chte ja<br \/>nicht geh\u00e4ssig sein.<br \/>Ich w\u00fcnsche ihm<br \/>immer Sonnenschein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\"><br \/><br \/><em>Axel Kutsch <\/em> 2008\/2009 hat Axel Kutsch, Autor von herrlich humor\u00advollen, doppel\u00adb\u00f6digen, in elf schlag\u00adkr\u00e4f\u00adtigen Lyrik\u00adb\u00e4nden ver\u00ad\u00f6ffent\u00adlichten Gedichten, gleich dreimal zuge\u00adschlagen: <strong>An Deutschland gedacht<\/strong><em>. Lyrik zur Lage des Landes<\/em>, <strong>Versnetze<\/strong>. <em>Das gro\u00dfe Buch der neuen deutschen Lyrik <\/em>und <strong>Vers\u00adnetze_zwei<\/strong>. <em>Deutsch\u00adsprachige Lyrik der Gegen\u00adwart <\/em>stellen \u2013 exem\u00adpla\u00adrisch\u00a0\u2013 die farben\u00adreiche Palette deutsch\u00adsprachigen Lyrik\u00adschaffens mit bekannten und weniger bekannter Auto\u00adrin\u00adnen und Autoren aus Augsburg, Berlin, Castrop-Rauxel, Dortmund, Essen, Frankfurt und vielen, vielen, vielen anderen gro\u00dfen und kleinen Orten im deutschen Sprachraum dar (der j\u00fcngste, Leander Beil, ist Jahr\u00adgang 1990, der \u00e4lteste, Hans Bender, Jahrgang 1919) \u2013 so, wie wir es von Axel Kutsch, dem vielleicht kennt\u00adnis\u00adreichsten Herausgeber deutscher Lyrik, seit 1983 kennen: In 27 Antho\u00adlogien lese ich die rasante Ent\u00adwicklung und Lage der Lyrik in den letzten Jahrzehnten nach (zwischen Gedichten der 1980er Jahre und solchen von heute liegen \u2013 \u2013 \u2013 Welten) \u2013 darunter, nicht zu vergessen, die drei brillan\u00adten Anthologien <em>Blitz\u00adlicht. Kurzlyrik aus 1100 Jahren<\/em>, <em>Rei\u00dft die Kreuze aus der Erden!<\/em> sowie <em>Der Mond ist auf\u00adgegangen<\/em>, in denen sich auch Gedichte aus alten Zeiten finden. <br \/><br \/><em>im vorderhaus ficken die pfirsiche<\/em> legt Konstantin Ames im fulmi\u00adnanten Auftakt\u00adgedicht zu <em>Versnetze_zwei<\/em> gleich vehement los (es kommt noch toller), doch gleich auf der n\u00e4chsten Seite schaltet Ulrike Almut Sandig in ihren sehr sch\u00f6nen Gedichten mehr als einen Gang zur\u00fcck: <em>eben noch radio geh\u00f6rt. du schaust geradeaus. der Motor macht leise ger\u00e4usche<\/em>. W\u00e4hrend die Mehrzahl der Menschheit die Stuben\u00adfliege achtlos totschl\u00e4gt, erweckt Rolly Brings sie in <em>Musca domestica<\/em> erst richtig zum Leben: ein dolles Ding. Bei Marianne Gla\u00dfer ist <em>die Stille befahrbar<\/em>. Franz Hodjak blendet mich mit <em>grellem Neonlicht<\/em>, jagt mir den dumpfen L\u00e4rm der <em>Abri\u00dfbirne<\/em> in die Ohren, bei Kathrin Schmidt <em>lief eine zweifach gebeutelte asyl\u00adw\u00f6lfin durch die bild\u00adlichtung<\/em>, bei Armin Steigenberger stehe ich <em>im widerschein dahin\u00adbrausender end\u00adsilben<\/em>. <br \/><br \/>Es ist also auch bei der Lekt\u00fcre von <em>Versnetze_zwei<\/em> wie immer: Ich will eigent\u00adlich blo\u00df ein paar Seiten anlesen und stelle Stunden sp\u00e4ter fest, da\u00df ich noch nicht gefr\u00fchst\u00fcckt habe. Kutsch h\u00e4lt, was er im Vorwort verspricht: <em>Auch diese Anthologie bietet eine spannende \u00dcbersicht \u00fcber Inhalte, Formen und Schreibweisen der facetten\u00adreichen aktuellen deutsch\u00adsprachi\u00adgen Dichtung quer durch die Generationen und Regionen. \u201eGedichte, die dem Bed\u00fcrfnis nach Schluss\u00adzeilen bzw. Gedich\u00adtenden wider\u00adstanden\u201c (Uljana Wolf, Jahrbuch der Lyrik 2009) haben darin ebenso ihren Platz wie Texte, die in eine Pointe m\u00fcnden, das \u201eklare\u201c Gedicht steht gleich\u00adberechtigt neben Poesie, die sich dem raschen Verstehen entzieht oder das eine oder andere Geheimnis nicht preisgibt.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">NACH DEN WOLKEN: Die gl\u00e4nzenden <br \/>Maisfelder. Pf\u00fctzen, Superm\u00e4rkte.<br \/>Und das L\u00e4cheln der Poetin: <em>Es ist<br \/>nicht normal, Gedichte zu lesen,<br \/>die man nicht versteht.<\/em> Die Wolken<br \/>\u00fcberholen die berge. Ein Parkhaus,<br \/>das Wort.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\"><br \/><br \/><em>Peter Kapp <\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Ich habe die von Kutsch besorgten Sammelb\u00e4nde stets gern neben den von Christoph Buchwald ebenfalls seit Mitte der 1980er Jahre edierten Lyrik\u00adjahr\u00adb\u00fcchern gelesen. (Siehe hierzu auch das Kapitel <em>Wir sammeln, bis uns der Tod abholt<\/em> in <em>Aus dem Hinterland. Lyrik nach 2000.<\/em>) Die beiden Antho\u00adlogisten unter\u00adscheidet u.a., da\u00df Buchwald, bei aller Ent\u00addecker\u00adfreude, insgesamt mehr auf die bereits bekannten, so\u00adgenann\u00adten arri\u00advierten, in den Feuil\u00adletons gepriesenen und mit Preisen bedachten Autoren setzt, w\u00e4hrend Kutsch stets gro\u00dfen Wert darauf legt, in den abseits gelegenen D\u00f6rfern und St\u00e4dtchen, T\u00e4lern und Hochlagen zu forschen, um auch den zur\u00fcck\u00adgezogen lebenden ori\u00adginellen Autoren aus dem Hinter\u00adland eine Chance zu geben: Ich kann ein artig Lied davon singen &#8230; <br \/><br \/><strong>Keine Zeit f\u00fcr Lyrik? <br \/>1983 \u2013 2009 von Axel Kutsch edierte Sammelb\u00e4nde<\/strong><br \/><br \/><strong>Versnetze_zwei.<\/strong><em>Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart<\/em> von 197 Autorinnen und Autoren, darunter Konstantin Ames, Joseph Buhl, Manfred Chobot, Richard Dove, Peter Ettl, Karin Fellner, Claudia Gabler, Simone Heembrock, J\u00fcrgen Israel, Angelika Janz, Matthias Kehle, Swantje Lichtenstein, Marie T. Martin, Gisela Noy, Irmhild Oberth\u00fcr, Rolf Persch, Lothar Quinkenstein, Lars Reyer, Peter Salomon, Thien Tran, Beate \u00dcnver, G\u00fcnter Vallaster, Michael Wildenhain und Barbara Zeizinger, 318 Seiten, Broschur; Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2009.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\"><em>Zu sp\u00e4t <br \/><\/em><br \/>Ach, w\u00e4re ich doch<br \/>gestern schon gestorben.<br \/>Heute hat ein Rezensent<br \/>mein Comeback verdorben.<br \/><br \/><em>Hans Bender <\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\"><br \/><strong>An Deutschland gedacht.<\/strong><em> Lyrik zur Lage des Landes<\/em> von 106 Autorinnen und Autoren, darunter Michael Arenz, J\u00fcrgen Br\u00f4can, Uwe Claus, Hugo Dittberner, Manfred Enzensperger, Tobias Falberg, Dieter M. Gr\u00e4f, Manfred Peter Hein, J\u00fcrgen Israel, Angelika Janz, Christian Kreis, Stan Lafleur, Dieter P. Meier-Lenz, Andreas Noga, Lothar Quinkenstein, Arne Rautenberg, Walle Sayer, Marianne Ullmann, Olaf Velte, Norbert Wei\u00df und Annemarie Zornack, 192 Seiten, Broschur, Edition Landpresse im Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2009.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\"><em>Bew\u00e4ltigung <br \/><\/em><br \/>entschuldigens<br \/>wou is denn bidde<br \/>d\u00e4 Adolf-D\u00fcrer-Platz?<br \/><br \/><em>Fitzgerald Kusz (N\u00fcrnberg) <\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\"><br \/><strong>Versnetze. <\/strong><em>Das gro\u00dfe Buch der neuen deutschen Lyrik<\/em> von 200 Autorinnen und Autoren, darunter Andreas Altmann, Horst Bingel, Crauss, Ulrike Draesner, Hans Eichhorn, Gerhard Falkner, Harald Gr\u00f6hler, Franz Hodjak, Felix Philipp Ingold, Gerhard Jaschke, Thomas Kunst, Christoph Leisten, Frank Milautzcki, J\u00fcrgen Nendza, Irmhild Oberth\u00fcr, Markus Peters, Hendrik Rost, Vera Schindler, Gabriele Trinckler, G\u00fcnter Ullmann, J\u00fcrgen V\u00f6lkert-Marten, A. J. Weigoni und Maximilian Zander; 328 Seiten, Broschur; Verlag Ralf Liebe, Weilerswist 2008.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-right wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\"><em>park <br \/><\/em><br \/>der wollige schatten des pferds<br \/>auf dem fries<br \/><br \/>im kniehohen gras drunter<br \/>birnig gedanken<br \/><br \/><em>Heike Smets <\/em><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">\r\n\r\n<\/p>\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: center;\">\r\n\r\n<\/p>\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend <\/strong><strong>\u2192 <\/strong>Lesen Sie auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=30278\">Gratulation<\/a> von Markus Peters zum 70. Geburtstag auf KUNO. Eine \u00a0W\u00fcrdigung des Herausgebers und Lyrikers Axel Kutsch findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/05\/16\/bluetenlese\/\">hier.<\/a><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-98207 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/der-lyrik-eine-bresche-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/>\u2192<\/strong> Die Redaktion blieb seit 1989 zum lyrischen Mainstream stets in <em><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/01\/05\/lyrik-als-seismograph-an-der-epochenschwelle\/\">\u00c4quidistanz<\/a><\/em>.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> 1995 betrachteten wir die Lyrik vor dem Hintergrund der Mediengeschichte als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/01\/02\/laboratorium-der-poesie\/\"><em>Laboratorium der Poesie<\/em><\/a><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2005 vertieften wir die Medienbetrachtung mit dem Schwerpunkt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/01\/02\/transmediale-poesie\/\"><em>Transmediale Poesie<\/em><\/a><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2015 fragen wir uns in der <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/01\/02\/poetologische-positionsbestimmung\/\"><em>Minima poetica<\/em><\/a> wie man mit Elementarteilchen die Gattung Lyrik neu zusammensetzt.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 2023 finden Sie \u00fcber dieses Online-Magazin eine Betrachtung als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=78067\">eine Anthologie im Ganzen<\/a>.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u2192 Ein R\u00fcckblick: Die<span id=\"Die_Editionen_von_1983_bis_2022\" class=\"mw-headline\"> Editionen von 1983 bis 2022<\/span><\/p>\r\n<ul>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Versnetze_eins \u2013 Versnetze_15. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart \u00b7 2008 \u2013 2022.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">F\u00e4hrten des Grauens. Deutschsprachige Grusel- und Horrorgedichte . 2021.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">An Deutschland gedacht. Lyrik zur Lage des Landes \u00b7 2009.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">47 &amp; 11. Echt k\u00f6lnisch Lyrik \u00b7 2006.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Spurensicherung. Justiz- und Kriminalgedichte \u00b7 mit Amir Shaheen \u00b7 2005.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Lunas kleine Weltrunde. Das Mondkarussell der Poesie \u00b7 2003.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Zeit. Wort. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart \u00b7 2003.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">St\u00e4dte. Verse. Deutschsprachige Gro\u00dfstadtlyrik der Gegenwart \u00b7 2002.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Blitzlicht. Deutschsprachige Kurzlyrik aus 1100 Jahren \u00b7 2001.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Unterwegs ins Offene. Erste Gedichte aus einem neuen Jahrtausend mit deren Entstehungsgeschichten \u00b7 mit Anton G. Leitner \u00b7 2000.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Der parodierte Goethe. Neue Texte zu alten Gedichten \u00b7 1999.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Rei\u00dft die Kreuze aus der Erden! Lyrik in den Zeiten der Revolution von 1848 \u00b7 1998.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Das gro\u00dfe Buch der kleinen Gedichte. Deutschsprachige Kurzlyrik der Gegenwart \u00b7 1998.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Orte. Ansichten. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart \u00b7 1997.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Jahrhundertwende. Deutschsprachige Lyrik der Gegenwart \u00b7 1996.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Der Mond ist aufgegangen. Deutschsprachige Mondlyrik vom Barock bis zur Gegenwart \u00b7 1995.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Zacken im Gem\u00fct. Deutschsprachige Lyrik der 90er Jahre \u00b7 1994.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Zehn. Neue Gedichte deutschsprachiger Autor(inn)en \u00b7 1993.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Wortnetze III. Neue deutschsprachige Lyrik \u00b7 1991.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Wortnetze II. Neue deutschsprachige Lyrik \u00b7 1990.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Wortnetze I. Neue deutschsprachige Lyrik \u00b7 mit Michael Rupprecht \u00b7 1988.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Lyrik 87 \u00b7 1987.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Ortsangaben. Lyrik \u00b7 1987.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Gegenwind. Neue Gedichte deutschsprachiger Autoren \u00b7 1985.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Lebenszeichen 84. Lyrik \u00b7 1984.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Keine Zeit f\u00fcr Lyrik? \u00b7 1984.<\/li>\r\n<li style=\"text-align: justify;\">Die fr\u00fchen 80er. Lyrik und Prosa \u00b7 1983.<\/li>\r\n<\/ul>\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine zeitgen\u00f6ssische Erinnerung von Theo Breuer Wieder einmal stocherte Axel Kutsch im September 2009 aus dem Bergheimer Tief- ins Sistiger Hochland, was er seit langer Zeit etwa drei- bis f\u00fcnfmal j\u00e4hrlich tut \u2013 Wildschweinen, Nebel, Gewitter, Sturm und weiteren nat\u00fcrlichen&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/05\/16\/versnetze-ueber-den-sprachraum-legen\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":98207,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[104,84],"class_list":["post-63733","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-axel-kutsch","tag-theo-breuer"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63733","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63733"}],"version-history":[{"count":3,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63733\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105178,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63733\/revisions\/105178"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98207"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63733"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63733"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63733"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}