{"id":63687,"date":"2009-09-18T00:01:00","date_gmt":"2009-09-17T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=63687"},"modified":"2021-10-17T16:27:53","modified_gmt":"2021-10-17T14:27:53","slug":"selbsttor-eines-dorfkickers","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/09\/18\/selbsttor-eines-dorfkickers\/","title":{"rendered":"Selbsttor eines Dorfkickers"},"content":{"rendered":"\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Kommentar zum <em>Zeit<\/em>-Artikel von Stefan Mesch: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2009-09\/lyrik-im-netz\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Wo Poeten laut werden<\/em><\/a><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Stefan Mesch: Vom po\u00adeten\u00adladen ab\u00adge\u00adlehnt. In der <em>Zeit<\/em> als \u201eLyrik\u00adexper\u00adte\u201c und po\u00adeten\u00adla\u00adden-Pol\u00adterer will\u00adkom\u00admen. Wir \u00c4lteren erinnern uns noch gerne an die Selbst\u00adtore von Franz Becken\u00adbauer. So ele\u00adgant hat vor und nach ihm kein anderer Fu\u00df\u00adball\u00adspieler den eigenen Keeper \u00fcber\u00adlistet. F\u00fcr uns Zuschauer war es die reine Augen\u00adweide, ein \u00e4sthe\u00adtisches Ver\u00adgn\u00fcgen, ein Fest der Sinne. <br \/><br \/>Beim gro\u00dfen Franz hatte das Selbsttor Kultur. Bei Stefan Mesch, einem Mann der Kultur, der nun auch in der ZEIT ein Spielfeld gefunden hat, verkommt es zur blo\u00dfen Lachnummer \u2013 wie bei kuriosen Eigentoren auf holprigen d\u00f6rflichen Sportpl\u00e4tzen. <br \/><br \/>In einem oberfl\u00e4chlichen Ergu\u00df \u00fcber Lyrik im Netz (und anderswo), den er unter dem Titel \u201eWo Poeten laut werden\u201c in jener nicht vor Poesie\u00adkennt\u00adnissen strotzenden Wochen\u00adzeitung absondern durfte, holt er an einer Stelle kr\u00e4ftig zum Tritt gegen den Poetenladen aus, dessen professionelle Website vor allem in der Lyrikszene hohen Stellenwert genie\u00dft. Der \u201eun\u00fcbersichtliche und egalit\u00e4re Poetenladen\u201c verstecke Perlen bl\u00f6d zwischen krauser Literatur\u00adkritik und Amateurtexten, konstatiert unser Dorfkicker voller Elan.* <br \/><br \/>Allerdings geht dieser Tritt nach hinten los, hatte er sich doch vor vier Jahren vergeblich um eine Aufnahme in diesen nun von ihm geschm\u00e4hten Poetenladen bem\u00fcht, die damals von der Redaktion aus qualitativen Gr\u00fcnden abgelehnt wurde. <br \/><br \/>War es Frust? War&#8217;s gekr\u00e4nkte Eitelkeit? Jedenfalls ist selten ein plumperes Selbsttor geschossen worden \u2013 nicht einmal auf holprigen Dorfpl\u00e4tzen, aber daf\u00fcr in einer Zeitung, deren Ansehen trotz gewisser Defizite im Bereich der Poesie nach wie vor betr\u00e4chtlich ist. <br \/><br \/>Was Franz Beckenbauer wohl dazu sagen w\u00fcrde? Aber fragen wir ihn lieber nicht.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-admin\/media-upload.php?post_id=28105&amp;type=image&amp;TB_iframe=1\"><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/12\/Axel-Kutsch.jpeg\" alt=\"\" \/><\/a><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine \u00a0W\u00fcrdigung des Herausgebers und Lyrikers Axel Kutsch im Kreise von Autoren aus Metropole und Hinterland <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12833\">hier<\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">* Der ursp\u00fcngliche Zeit-Text von Stefan Mesch wurde aufgrund der Kritik ge\u00e4ndert: Die Wendung \u201ebl\u00f6d versteckt\u201c musste Stefan Mesch streichen.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Kommentar zum Zeit-Artikel von Stefan Mesch: Wo Poeten laut werden Stefan Mesch: Vom po\u00adeten\u00adladen ab\u00adge\u00adlehnt. 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