{"id":63489,"date":"2003-03-25T00:01:45","date_gmt":"2003-03-24T23:01:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=63489"},"modified":"2021-12-26T18:02:01","modified_gmt":"2021-12-26T17:02:01","slug":"lyrik-dumont","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/03\/25\/lyrik-dumont\/","title":{"rendered":"Lyrik DuMont"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Neben mir liegt ein Stapel B\u00fccher \u2013 gelesen und gesammelt seit 1998 \u2013 mit au\u00dfergew\u00f6hnlicher Ausstrahlung. Es sind B\u00fccher, die bereits durch ihre ausgesuchte Aufmachung \u2013 mit wei\u00dfem, blauem, rotem, gelbem und gr\u00fcnem Leineneinband, Leseb\u00e4ndchen, im Schuber \u2013 erstklassige lyrische Qualit\u00e4t suggerieren. Diese hochwertigen Buchobjekte sind offenbarer Ausdruck eines verlegerischen Selbstbewu\u00dftseins, das fest \u00fcberzeugt zu sein scheint, eine in jeder Hinsicht anspruchsvolle lyrische Idee auf dem Buchmarkt durchsetzen zu k\u00f6nnen, das im Prospekt n\u00fcchtern von \u201emoderner Lyrik internationaler Autoren\u201c verspricht. Einen Teil dieser <em>DuMont<\/em>-Lyrikb\u00fccher stelle ich auf den folgenden Seiten vor, w\u00e4hrend weitere im Kapitel \u201eAmeisenjagd\u201c u.a. auftauchen. Ein Autor aus der <em>DuMont<\/em>-Riege steht als Monolith f\u00fcr sich: Thomas Kling. Mit dieser Dichterikone und seinen B\u00fcchern setze ich mich in \u201eSistiger Favoriten\u201c auseinander.<br \/>Eine neue Lyrikreihe mit einer jungen, aber bereits recht popul\u00e4ren englischen Dichterin \u2013 Lavinia Greenlaw \u2013 zu beginnen macht von Beginn an unmi\u00dfverst\u00e4ndlich deutlich, da\u00df der verantwortliche Herausgeber Lyrik als Weltsprache ohne Grenzen definiert: Es spielt keine Rolle, woher die Gedichte kommen, blo\u00df beeindruckend und interessant, blo\u00df eigenartig und originell, blo\u00df sch\u00f6n und gut m\u00fcssen sie sein. Und wom\u00f6glich auch preisgekr\u00f6nt? Das sind n\u00e4mlich bislang nahezu alle ausgew\u00e4hlten Autoren, und wir d\u00fcrfen gespannt sein, wer weiterhin in diesen vorl\u00e4ufig illustren Kreis aufgenommen wird. <em>Nachtaufnahmen<\/em> (1998) bringt die Gedichte Lavinia Greenlaws auf 150 Seiten in zwei Sprachen (in der \u00dcbertragung von Gerhard Falkner\u00a0und Nora Matocza). Es sind durchweg alltagsabenteuerliche, geschichte(n)erz\u00e4hlende, portr\u00e4tierende, sinnlich orientierte ph\u00e4nomenale Gedichte, die Mensch und Welt in immer wieder \u00fcberraschender Weise zusammenbringen und historische Ber\u00fchmtheiten von der ganz anderen Seite zeigen. Locker zu lesen, gut nachzuempfinden, Wohlgef\u00fchl beim Lesen verbreitend. Rund ein Dutzend Setzfehler in den Originaltexten und eine Reihe \u201ekrumm\u201c \u00fcbersetzter W\u00f6rter und Wendungen schm\u00e4lern den sehr guten Gesamteindruck nicht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>N\u00c4HER<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Deine Ber\u00fchrung \u00fcberrascht mich<br \/>Wie eine Brise Meeresluft in der Stadt,<br \/>ich wei\u00df nicht, wohin<br \/>in den entgegengesetzten Landschaften meiner Sinne.<br \/>Als bek\u00e4me man pl\u00f6tzlich einen salzigen Geschmack in den Mund<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Beim \u00dcberqueren einer Stra\u00dfe, in der man seit Jahren schon lebt,<br \/>und verl\u00f6re pl\u00f6tzlich aus den Augen, worauf man zul\u00e4uft:<br \/>ein Fenster, das alles was einem vertraut ist, eingefangen hat<br \/>und widerspiegelt; oder den Rand dieser Insel,<br \/>von dem man endlich einen Ausblick hat<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ulrich Johannes Beil l\u00e4\u00dft mit <em>Aufgelassene Archive<\/em> (1998) aufhorchen. Der Autor l\u00e4\u00dft uns beim Lesen der Gedichte teilhaben am proze\u00dfhaften Charakter des Schreibichs, das sich \u2013 wie der moderne Mensch an sich (dessen Urvater wohl Odysseus respektive Ulysses ist) \u2013 best\u00e4ndig selber spiegelt und auch metasprachlich reflektiert und in seinen gleichsam verordneten Gegens\u00e4tzen und Widerspr\u00fcchen zumindest bruchst\u00fcckhaft erkennt. Best\u00e4ndig zwischen verschiedenen Bewu\u00dftseins-, Bild- und Zeitebenen lavierend, mu\u00df ich auf der Hut sein, die lose ineinander geflochtenen F\u00e4den in der Hand zu halten, um mich nicht in dieser poetischen Provinz, in der ich gezwungenerma\u00dfen dauernd auf Reisen bin und selten wahrhaftig bei mir selbst, in Luft aufzul\u00f6sen. Formal wird die Durchdringung des Grundthemas der generell in sich gebrochenen sp\u00e4tmodernen, oft virtuellen Existenz auch durch die zwischen Prosa und Poesie schwankende Sprache erreicht, die das zwiesp\u00e4ltige Verh\u00e4ltnis des Verfassers gegen\u00fcber dem Wort, gegen\u00fcber dem Gedicht wiederholt ausdr\u00fcckt: \u201eJetzt? Zu sp\u00e4t f\u00fcr Gedichte:\u201c, \u201edieser versteinerte Konjunktiv\u201c, \u201eohne ein Sterbenswort\u201c, \u201eohne ein weiteres Wort\u201c, \u201eEs wird Zeit f\u00fcr dieses Gedicht, \/ sich zu verabschieden\u201c \u2013 oder in der ersten Strophe von \u201eUtopie\u201c:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Sich aufhalten in dem weiten Raum<br \/>Der noch nicht geschriebenen W\u00f6rter,<br \/>in ihrem ungeheueren Himmel,<br \/>unterzeichnet von nichts als den Zacken der Berge,<br \/>vor denen kein Wort, keine Wolke Bestand hat<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit <em>Sch\u00f6nes Babylon<\/em> (1999) begeben sich die Leser, gef\u00fchrt von Herausgeber Gregor Laschen, auf eine europ\u00e4ische Begegnungsreise. Das Buch mit Gedichten in zw\u00f6lf Sprachen reiht sich ein in die Phalanx repr\u00e4sentativer internationaler Lyrikanthologien. Der Band bringt eine Auswahl aus den ersten zehn in der edition <em>die horen<\/em> erschienenen B\u00e4nden <em>Poesie unserer Nachbarn<\/em>. Da\u00df viel Spitzenlyrik dabei ist, ergibt sich automatisch: immer wieder \u00fcbrigens in verschiedenen \u00dcbertragungen, was das Lesevergn\u00fcgen noch einmal steigert. Die wunderbare Inger Christensen f\u00fchrt die d\u00e4nische Riege an, gefolgt von der ungarischen, spanischen, isl\u00e4ndischen, niederl\u00e4ndischen, bulgarischen, italienischen, franz\u00f6sischen, norwegischen und irischen. Ich finde es immer wieder bereichernd, mich in bislang unbekannten lyrischen Gefilden ergehen zu d\u00fcrfen, denn was wissen wir schon, um nur ein Beispiel zu nennen, von der Lyrik unserer niederl\u00e4ndischen Nachbarn? Ein sch\u00f6nes, in rostrotes Leinen geh\u00fclltes Buch mit einer F\u00fclle gro\u00dfartiger Gedichte \u2013 ein wertvoller Baustein f\u00fcr die lyrische Bibliothek.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">IWAN MALINOWSKI<br \/><em>KRITIK DES SCHMERZES<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>La\u00df den Schnaps stehen, er brennt kurz<br \/>Und bet\u00e4ubt. Meide den Apotheker!<br \/>Mi\u00dftraue den Verbesserungen, die das Unertr\u00e4gliche<br \/>Mildern! Dein wirklicher Freund<br \/>Ist der Schmerz, Alarmglocke,<br \/>Lebensn\u00f6tig.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der eigentliche lyrische Fund in der <em>DuMont<\/em>-Reihe ist Raphael Urweider. Von diesem Schweizer Dichter des Jahrgangs 1974 hatte ich vor 2000 noch keinen Vers gelesen. <em>Lichter im Menlo Park<\/em> (2000) ist der erste Gedichtband Urweiders, der 1999 den <em>Leonce-und-Lena-Preis<\/em> gewann. Aber was hei\u00dft das schon? Wer hat nicht schon alles Preise f\u00fcr Gedichte gewonnen, die letztlich die Auszeichnung nicht rechtfertigten. Das ist bei Urweider \u00fcberhaupt keine Frage. Wie der Mann den Zeilensprung einsetzt, um Ausdrucksvielfalt zu potenzieren, ist herausragend. Das Buch <em>Lichter im Menlo Park<\/em> ist ein Wurf. Bildstark Kleinbauern in Szene setzend, unmi\u00dfverst\u00e4ndlich Absurdit\u00e4ten des Alltags, der Kultur, der Wissenschaft entlarvend, ironisch historische Figuren belebend. <em>Lichter im Menlo Park<\/em> geh\u00f6rt zu den Lyrikb\u00e4nden nach 2000, die ich f\u00fcr besonders gelungen halte. Der schalkhafte anthropomorphe Blick evoziert eine wunderbare Leichtigkeit des Seins:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>die gebogenen h\u00fcften der kirchen<br \/>der busen gealterter prunkbauten<br \/>die muskeln beider br\u00fcckenenden<br \/>der sperrige hintern der kutschen<br \/>die lockerheit gespreizter avenuen<br \/>der straffe nacken der arkaden<br \/>die metallgitter der wimpern<br \/>der schalkmund von balkonen<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">2001 erhielt Marcel Beyer den <em>Heinrich-B\u00f6ll-Preis<\/em> der Stadt K\u00f6ln. Aus diesem Anla\u00df druckte eine k\u00f6lnische Zeitung das lange Titelgedicht des Gedichtbandes <em>Erdkunde<\/em> ab, der im Februar 2002 erschien. Ein Verwandter, Abonnent der Zeitung, rief mich an und machte mich auf das Gedicht aufmerksam, da er zum einen wei\u00df, da\u00df ich mich mit Lyrik befasse, zum anderen, da\u00df ich selten Zeitungen lese. Er schimpfte wie ein Rohrspatz \u00fcber <em>Erdkunde<\/em>: Was denn so ein Schwachsinn mit einem Gedicht zu tun habe? Das reime sich ja noch nicht mal! [Womit er nicht recht hat, denn der Reim spielt \u2013 versteckt, unauff\u00e4llig, meistens als Binnenreim auftauchend \u2013 im Grunde eine bedeutende Rolle in vielen Gedichten des Buches. Gleichzeitig wird hier wieder die gleichsam allm\u00e4chtige Stellung des Reims f\u00fcr die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der nicht unmittelbar mit Gedichten befa\u00dften Menschen deutlich. Man denkt, ohne Reim sei ein Gedicht kein Gedicht. Basta. Dagegen ist schwer anzukommen.] Nun hatte ich das Gedicht deshalb schon zur Kenntnis genommen, weil ein aufmerksamer Freund es mir bereits hatte zukommen lassen, und so konnte ich zumindest den Versuch unternehmen, den Lyrikmissionar zu spielen, den Schwager auf ein paar typisch lyrische Ingredienzien aufmerksam zu machen, was selbstredend mi\u00dflang. Ja, zeitgen\u00f6ssische Lyrik hat es schwer unter den Leuten, denn der Anrufer steht stellvertretend f\u00fcr die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrheit der Zeitungsleser, die mit Lyrik von heute nichts, aber auch gar nichts anfangen kann. Na ja, ich fand das Gespr\u00e4ch dennoch belustigend \u2013 und das Gedicht gelungen, gut. \u201eMir tr\u00e4umte\u2026\u201c, hebt es an (und l\u00e4\u00dft mich spontan an G\u00fcnter Grass und <em>Die R\u00e4ttin<\/em> denken), und ich lasse mich von Marcel Beyer gleich hineinziehen in eine offenbar ostw\u00e4rts gelegene Landschaft und frage mich wie das (lyrische?) Ich: \u201eBin ich nun in Teplitz, in Teplice oder \/ in Tepl\u201c? Ich habe Marcel Beyer von seinem ersten, 1991 erschienenen Prosaband \u201e<em>Menschenfleisch<\/em>\u201c an (der mich nicht \u00fcberzeugt hat, dem aber 1995 der exquisite Roman <em>Flughunde<\/em>, 1997 mit <em>Falsches Futter<\/em> einer der besten Gedichtb\u00e4nde der 1990er Jahre und 2000 der sch\u00f6ne Roman <em>Spione<\/em> folgten) als einen Schriftsteller kennengelernt, dem es in hohem Ma\u00dfe um die Erkundung und Wirkung der Sprache und der W\u00f6rter geht. Kurz nachdem ich <em>Erdkunde<\/em> zu Ende gelesen hatte, rief Frank Milautzcki an und fragte, warum so viele Dichter so orientierungslos durch die Landschaft liefen und die guten resonanten W\u00f6rter nicht s\u00e4hen und das, was sie versprachlichen wollten, nicht einfach so in Sprache verwandelten, wie es sei: \u201eAtem\u201c beispielsweise, fiel ihm spontan ein, sei ein solches, gleichsam atemberaubendes, deutsches Wort. Nun, Marcel Beyer geh\u00f6rt zu denen, die genau das tun, was Milautzcki bei so vielen vermi\u00dft, und so begegne ich diesen guten W\u00f6rtern, Versen, Gedichten in <em>Erdkunde<\/em> am laufenden Band. Dabei verst\u00e4rken und verklammern Alliteration, Assonanz und Reim die Wirkung der W\u00f6rter derma\u00dfen zu lyrischen Einheiten, da\u00df es immer wieder beim Lesen kribbelt, und zwar horizontal und vertikal, wenn Sie verstehen, was ich meine. Im Gegensatz zu <em>Falsches Futter<\/em>, dessen Gedichte meistens aus einem Block von einer halben bis dreiviertel Seite bestehen, sind die Gedichte nun zu mehrseitigen Sequenzen bzw. Zyklen angewachsen, deren kurze und lange Verse meistens in drei- bis vierzeiligen Strophen angeordnet sind. Ein epischer Grundton wechselt mit auf Momentaufnahme bzw. Simultaneit\u00e4t disparatester Elemente abzielender Montage. \u201eA heap of broken images\u201c, denke ich wiederholt beim Lesen vieler Gedichte und denke gleichzeitig an Ezra Pound: \u201eNothing coheres.\u201c \u201eA heap of broken images\u201c hei\u00dft es in einem der ber\u00fchmtesten Gedichte des 20. Jahrhunderts, T.S. Eliots <em>The Waste Land<\/em>, aus dem Beyer spielsicher ein Zitat \u2013 nat\u00fcrlich verfremdet \u2013 in \u201eOstpreu\u00dfenmuster\u201c einbaut, n\u00e4mlich dort, wo es wieder einmal besonders sprachkritisch wird: \u201eGestammel, bin gar keiner, aus Litauen, echt.\u201c<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>SCHNEE<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Meinst du am Ende die M\u00f6wen, die Stiefel nachts<br \/>auf der Mole, nachts in den Schnee? Triest oder<br \/>Turku, Turku, Triest \u2013 wo sind die Flocken, wo<br \/>die Figuren, unsere Sohlen, was treten sie fest?<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Meinst du den Lichtschein am Rand, die Tiefe,<br \/>meinst du den Schnee, Kot, Kaugummi, Eis und<br \/>kein Schnee . Schneefall ist alles, was ich noch<br \/>wei\u00df, blau sind die H\u00e4nde, blau ist der Rest.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In konzentrischen Kreisen \u2013 \u201eIch schaute auf meine H\u00e4nde\u201c, hei\u00dft es beispielsweise auf der ersten, \u201eblau sind die H\u00e4nde\u201c auf der letzten Seite \u2013 bewegt sich das in verschiedene Rollen schl\u00fcpfende, immer wieder ein Du ansprechende lyrische Ich um Fragen der Existenz innerhalb \u00e4u\u00dferer, innerer, gedachter, konstruierter, hinf\u00e4lliger Realit\u00e4ten. Es h\u00f6rt, riecht, schaut, schmeckt und tastet und setzt die vielschichtigen sinnlichen Erfahrungen in vielen F\u00e4llen in farbige faszinierende Verse um \u2013 kurz: \u201eerdkundet\u201c \u201ein seinen neuen Gedichten, ausgehend von Dresden, dem Ort seines Lebens und Schreibens, den europ\u00e4ischen Osten: Polen, Estland, Tschechien und Kaliningrad. Seine Gedichte werden zur Erdkunde an den Grenzen zwischen Geschichte, Sprachen und Kulturen\u201c, wie es auf dem Schuber hei\u00dft, in dem sich auch dieser neunte, 115seitige, fest eingebundene und mit Leseb\u00e4ndchen versehene Band der Reihe befindet.<br \/>Die Lyrikb\u00fccher von Frieda Hughes\u2019 Eltern Sylvia Plath und Ted Hughes geh\u00f6ren seit Jahren zu meiner bevorzugten Lekt\u00fcre. Zu meiner vollkommenen \u00dcberraschung f\u00e4llt mir auf dem K\u00f6lner B\u00fccherherbst eine frische Lyrikfrucht in die Augen, von der ich bis dahin nichts ahnte. Die Originalausgabe von <em>Wooroloo<\/em> erschien 1998, nun bringt <em>DuMont<\/em> 2001 in seiner mittlerweile erlesen zu nennenden Lyrikreihe den Band von Frieda Hughes zweisprachig im \u00fcblichen feinen Gewand (Hardcover, Schuber, Leseb\u00e4ndchen) heraus.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>TIGER<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Tiger is born of tiger.<br \/>Looks like tiger.<br \/>Eats the same meat,<br \/>Does not complain<br \/>About its stripes.<br \/>The black slices on<br \/>Auburn red flashes<br \/>Like sun splitting thin<br \/>Black slate.<br \/>Does not complain<br \/>It looks the same.<br \/>It eats to become<br \/>Its father, to become<br \/>Its mother.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Autorin, die einen Gedanken wie \u201eIch w\u00fc\u00dfte nichts, das leidenschaftlicher und klarer spricht als Gedichte\u201c derart unmi\u00dfverst\u00e4ndlich ausspricht, hat bei jedem Liebhaber von Lyrik \u2013 naturgem\u00e4\u00df \u2013 gute Karten, zumal ich es sch\u00e4tze, wenn Dichterinnen und Dichter sich poetologisch \u00e4u\u00dfern. Dies tut Brigitte Oleschinski in <em>Reizstrom in Aspik. Wie Gedichte denken<\/em> (2002) in\u00a0genau der eigenwilligen Art, wie es der Titel des Buches bereits vermuten l\u00e4\u00dft. Es gibt kein Inhaltsverzeichnis, und der im Prinzip aus zu verschiedenen Zeiten entstandenen Aufs\u00e4tzen zusammengesetzte, enorm dichte, bewegliche, vielf\u00e4ltige Eindr\u00fccke, Empfindungen, Gedanken formulierende Text von 128 Seiten wird zu einer auf ein crescendoartiges Ende hin komponierten Einheit montiert, die einen enormen Lesesog bewirkt (den ich w\u00e4hrend des in die Mitte des Buches eingef\u00fcgten ersten Teils des Gespr\u00e4chs zwischen den Berliner Dichterkolleginnen Elke Erb und Brigitte Oleschinski bei allem Interesse nicht so intensiv empfinde), zumal das, was Frau Oleschinski zu sagen hat, mich au\u00dferordentlich in den Bann zieht \u2013 vor allem eben auch durch die Art und Weise, wie sie es tut. Ich kannte bislang ausschlie\u00dflich Gedichte dieser Autorin, und in diese Gedichte mit ihren simultanen, sinnlichen, syn\u00e4sthetischen und synchronen Systemen vertiefe ich mich wie selbstverst\u00e4ndlich, lasse mich hineinziehen in die Kraftfelder sich mir dort offenbaren. \u201eGute Gedichte haben immer sowohl eine Sprache vorangetrieben als auch vergangenes, vom Untergang bedrohtes Sprachmaterial aufbewahrt\u201c, hat Ursula Krechel einmal gesagt. Derart gute Gedichte schreibt Brigitte Oleschinski. In den beiden Gedichtb\u00e4nden <em>Mental Heat Control<\/em> (<em>Rowohlt<\/em>, Reinbek bei Hamburg 1990) und <em>Your Passport is Not Guilty<\/em> (<em>Rowohlt<\/em>, 1997) pr\u00e4sentiert die Autorin eine starke, eigenstimmige, gegenw\u00e4rtige Lyrik. Lesen Sie den folgenden Extrakt aus <em>Reizstrom in Aspik<\/em>, um einen kleinen authentischen Eindruck dessen zu bekommen, was Sie erwartet. Auf den Seiten 38\/39 liest sich das zum Beispiel so:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wollen, sollen, m\u00fcssen Gedichte sich \u00fcberhaupt auf \u201eihre Zeit\u201c einlassen, in irgendeinem Kulturbetrieb mitmischen, die M\u00e4rkte f\u00fcr Resonanz und Rezeption bedienen? Vom Schreiben her ist der Impuls zu Gedichten eine Art zu atmen, eine Art zu gehen, eine Art, sich auszusetzen. Er wendet sich allein den Dingen zu, Materialien und Prozessen, die durch die oszillierenden K\u00f6rpergrenzen in mich einzutreten scheinen, manche durch offene T\u00fcren wie h\u00f6fliche G\u00e4ste, die ihren Namen sagen und Geschenke mitbringen, andere wie ungebetene Eindringlinge, als schrille Bilder und Silben, die roh die Fenster einschlagen, verletzliche H\u00e4ute zerrei\u00dfen, alle Nerven blo\u00dflegen. Der Umgang mit solchen Wahrnehmungen bildet seine eigenen Gewohnheiten aus, ein (un-)duldsames Bed\u00fcrfnis nach Ruhe, nach leeren R\u00e4umen im R\u00fccken, repetitiver Musik, einsamen Wanderungen. Das Haus hier, freistehend, zweist\u00f6ckig, das ich f\u00fcr eine Weile bewohnen kann, pa\u00dft dazu: ein halbes Dutzend Zimmer, oben gibt es noch Vorkriegstapeten, abbl\u00e4tternden Putz, den Staub von Jahrzehnten, unten schon wei\u00dfe W\u00e4nde, helle B\u00f6den, neue Steckdosen, hier wache ich allein auf, in einer geliehenen Stille, geliehener Zeit. Aber das ist nicht mein t\u00e4gliches Leben. Es ist nur ein<\/em> <em>Wunschbild, gesponsert f\u00fcr ein paar Monate, und ich glaube, wenn es l\u00e4nger anhielte, w\u00fcrde ich den Gedichten daraus mi\u00dftrauen. Sobald ich morgens an diesem Text zu schreiben beginne, den geliehenen Vorgarten im Blick, der sich drei Erkerfenster aussuchen kann, als s\u00e4\u00dfe ich in einer gl\u00e4sernen Kanzel, das Glas altmodisch gewellt, das sich darin die geliehenen Obstb\u00e4ume sacht verzerren, der geliehene Zaun, das geliehene Kopfsteinpflaster, wei\u00df ich schon nicht mehr, wohin ich spreche. Nicht ins Leere, dessen bin ich mir gewi\u00df, aber wohin?<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir begleiten Brigitte Oleschinski in ihren Schilderungen auf dem m\u00e4andernden Weg zu W\u00f6rtern und Versen, die am Ende das Gedicht ausmachen. Wir k\u00f6nnen uns in ihre f\u00fcnf Sinne versetzen und erleben mit, wie sich bei G\u00e4ngen durch Stadt und Land Gedichte \u2013 nicht selten \u00fcber Zeitr\u00e4ume von Wochen, Monaten, Jahren \u2013 zu entwickeln beginnen. Einer der Hauptunterschiede zwischen dichtenden und nicht dichtenden Menschen ist die Eigenart des Lyrikers, unvermittelt auf alles aufmerksam zu werden, was ihm begegnet, vor allem dem Banalen, dem Unscheinbaren und Versteckten, das im Gedicht zur\u00fcckverwandelt wird in eine Urspr\u00fcnglichkeit und Echtheit, die man den Dingen in der Welt der Achtlosigkeit, Gleichg\u00fcltigkeit und des Leichtsinns gestohlen hat. Mancher Leser, der selbst nicht schreiben kann, ist unendlich dankbar f\u00fcr das, was er dann im vorgefundenen Gedicht nachempfinden kann, was seine Sinne sch\u00e4rft und ihm Zug\u00e4nge zu Regionen verschafft, die er ohne die gelesenen Gedichte nicht ausfindig machen w\u00fcrde. Wer dar\u00fcber hinaus begreifen will, wie Gedichte denken \u2013 Brigitte Oleschinski sieht das Gedicht durchaus als Wesen: als Kind, als Frau, als Pflanze \u2013 und dar\u00fcber hinaus noch so manches Vorurteil \u00fcber Gedichte wieder vergessen m\u00f6chte, liegt mit der Lekt\u00fcre von <em>Reizstrom in Aspik<\/em> richtig.<br \/>Neben den drei rein poetologisch orientierten B\u00fcchern von Manfred Enzensberger, <em>Die H\u00f6lderlin Ameisen<\/em>, Thomas Kling, <em>Botenstoffe<\/em> und Brigitte Oleschinski, <em>Reizstrom in Aspik<\/em> gibt es in gleicher Aufmachung Marcel Beyers umfangreichen Band <em>Nonfiction<\/em> von 2003, in dem ich auch eine Reihe poetologischer Essays finde. Der 28seitige Aufsatz \u201eLandkarten, Sprachigkeit, Paul Celan\u201c vermittelt hervorragende Anregungen f\u00fcr Ihre eigene Celan-Rezeption und zeigt zugleich, wie subtil, aus- und tiefgreifend Lyrik, Lyrikhandwerk und lyrischer Umgang mit Sprache eigentlich sein m\u00fcssen, um diesen Namen zu verdienen. Auch dieses Buch veranla\u00dft mich zu der Feststellung: Der von Christian D\u00f6ring edierten Lyrik bei <em>DuMont<\/em>, der in \u201eAmeisenjagd\u201c, \u201eReden wir vom Gedicht\u201c und \u201eSistiger Favoriten\u201c weiter auf den Grund gegangen wird, geb\u00fchrt das Pr\u00e4dikat besonders wertvoll.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Ein Essay \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/\">Lyrikvermittler<\/a> Theo Breuer.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_44595\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-image-44595 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-caption-text\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugt der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> dieses\u00a0 post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>. Warum<\/span> Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Lesen Sie auch Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik<\/em><\/a>. KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>. Lesen Sie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber die interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit von Angelika Janz, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin.<\/em> Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">hier<\/a>, ein Essay fasst das transmediale Projekt<em> &#8222;<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\">Wortspielhalle<\/a>&#8220; <\/em>zusammen<em>. <\/em>Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/06\/17\/beschwoerungszauber\/\">Holger Benkel<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/09\/17\/rettungsversuche-der-literatur-im-digitalen-raum\/\">A.J. Weigoni<\/a>. Lesenswert auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Gratulation<\/a> von Axel Kutsch durch Markus Peters zum 75. Geburtstag. Nicht zu vergessen eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> &#8222;Biby&#8220; Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv. Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Neben mir liegt ein Stapel B\u00fccher \u2013 gelesen und gesammelt seit 1998 \u2013 mit au\u00dfergew\u00f6hnlicher Ausstrahlung. Es sind B\u00fccher, die bereits durch ihre ausgesuchte Aufmachung \u2013 mit wei\u00dfem, blauem, rotem, gelbem und gr\u00fcnem Leineneinband, Leseb\u00e4ndchen, im Schuber \u2013 erstklassige&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/03\/25\/lyrik-dumont\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":19900,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[84],"class_list":["post-63489","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-theo-breuer"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63489","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63489"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63489\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63489"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63489"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63489"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}