{"id":63483,"date":"2005-08-27T00:01:00","date_gmt":"2005-08-26T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=63483"},"modified":"2022-02-28T18:44:00","modified_gmt":"2022-02-28T17:44:00","slug":"lyrik-beim-carl-hanser-verlag","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/08\/27\/lyrik-beim-carl-hanser-verlag\/","title":{"rendered":"Lyrik beim Carl Hanser Verlag"},"content":{"rendered":"\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn meine Leseerfahrungen mich nicht ganz t\u00e4uschen, sind es von den gro\u00dfen Verlagen im deutschsprachigen Raum in der heutigen Zeit kaum mehr als drei, die zuverl\u00e4ssig Jahr um Jahr eine stattliche Anzahl von Gedichtb\u00fcchern herausbringen und nicht nur zwei oder drei. Einer dieser Verlage ist der in M\u00fcnchen niedergelassene <em>Carl Hanser Verlag<\/em>, der mit seinem Editionsprinzip, nicht in erster Linie nur zeitgen\u00f6ssische deutsche Lyrik zu ver\u00f6ffentlichen, sondern auch internationale, einen sehr guten Weg beschreitet \u2013 dabei offenbar nicht davon abzubringen, da\u00df das Beste gerade gut genug ist. Die allermeisten Namen in der Riege der bei<em> Hanser<\/em> verlegten Lyrikerinnen und Lyriker sind gro\u00dfe \u2013 und das zurecht. In den letzten Wochen habe ich in konzentrierter Form eine Reihe von nach 2000 erschienenen Lyriktiteln gelesen, die meinen seit Jahren anhaltenden Eindruck best\u00e4tigen, da\u00df ich als Leser bei <em>Hanser<\/em> gut aufgehoben bin. [Nebenbei bemerkt, wird bei <em>Hanser <\/em>auch das Werk W.G. Sebalds (1944-2001) betreut, der f\u00fcr mich einer der herausragenden deutschen Prosaschriftsteller der 1990er Jahre ist und der mit <em>Austerlitz <\/em>ein Buch geschrieben hat, das ich in eine Jahrhundertbestenliste aufnehmen w\u00fcrde.] An Hans Benders Jahrzehntanthologien der 70er und 80er Jahre \u2013\u00a0<em>In diesem Lande leben wir<\/em> und <em>Was sind das f\u00fcr Zeiten<\/em>\u00a0\u2212, die hier erschienen sind, m\u00f6chte ich als erstes erinnern, sind dies doch zwei Lyrikdokumentationen, auf die der Leser schlecht verzichten kann, der sich aus der Retrospektive einen Eindruck verschaffen will von Jahrzehnten, in denen ganz andere Gedichte geschrieben wurden als heute. Sodann m\u00f6chte ich exemplarisch noch einmal auf einige Titel hinweisen, die das ausgesuchte Lyrikprogramm im <em>Hanser Verlag<\/em> belegen: Seamus Heaneys <em>Die Hagebuttenlaterne<\/em> (1990), Johannes\u00a0K\u00fchns <em>Mit den Raben am Tisch<\/em> (2000) und Christoph Meckels <em>Hundert Gedichte<\/em> (1988). Lassen Sie mich nun in alphabetischer Reihenfolge f\u00fcr jeden Tag der Woche Lyrikb\u00e4nde vorstellen, die es auf ihre je spezifische Weise in sich haben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Montag. Mehrere Male in den Monaten vor Erscheinen des Buches machte Gerd Sonntag mich aufmerksam auf die bevorstehende Ver\u00f6ffentlichung von Lars Gustafssons <em>Auszug aus Xanadu<\/em> im Herbst 2003. Er schien den Augenblick nicht erwarten zu k\u00f6nnen, in dem er das Buch in die Hand nehmen und zum erstenmal darin lesen konnte. Ich gebe gern zu, da\u00df es mir ebenfalls immer wieder so geht. Zwar hat auch der Moment, in dem ich das Buch nach der genu\u00dfvollen Lekt\u00fcre ins Regal stelle, etwas gleichsam Sakrales, aber das erste Bl\u00e4ttern in einem Gedichtbuch und die Kenntnisnahme des ersten Gedichts steht dem kaum nach. Hans Magnus Enzensberger und Verena Reichel haben die Gedichte dieses 104seitigen Buches \u00fcbertragen, die ich \u2013 von f\u00fcnf bis sieben weniger starken Ausnahmen abgesehen \u2013 mit Anteilnahme und Begeisterung lese. Wunderbar diese Verschmelzungen der verschiedensten Lebensschichten, Gedichte wie B\u00e4ume, deren nat\u00fcrliche Strukturen mich immer wieder in ihren Bann ziehen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Sie g\u00f6nnen sich einen blauen Montag? Dann ist ja noch ein zweiter Lyrikband drin. Ich empfehle: Harald Hartungs <em>Langsame Tr\u00e4ume<\/em> (2002). Da\u00df Harald Hartung, Herausgeber der wunderbaren Anthologie <em>Luftfracht<\/em> und des wichtigen Sammelbands <em>Jahrhundertged\u00e4chtnis<\/em>, auch selber Dichter ist, ger\u00e4t bisweilen in Vergessenheit. Schicksal der Herausgeber? Zeit also, den Dichter Harald Hartung in besondere Erinnerung zu rufen, was dem <em>Hanser Verlag<\/em> mit dem Band <em>Langsame Tr\u00e4ume<\/em> (Gedichte aus den Jahren\u00a01995-2001) in feiner Weise gelingt. \u201eDie Lust, Gedichte zu lesen, ist uns einfach abhanden gekommen. Vielleicht haben wir sie satt mit ihren Tiraden, ihrem Grimm, ihrem Ekel, ihrer Emphase, ihrem ewigen Narzi\u00dfmus\u201c, schreibt Andreas Thalmayr (alias Hans Magnus Enzensberger) 1985 in <em>Das Wasserzeichen der Poesie<\/em>. Nichts davon in Harald Hartungs langsamen Tr\u00e4umen, Gedichten, die mit ihren eindr\u00fccklichen, pers\u00f6nlichen (auch auf die Kindheit gerichteten) lyrischen Besinnungen wieder einmal richtig Breitenwirkung erzielen k\u00f6nnten, wenn die Kritiker, die Verlagsvertreter, die Buchh\u00e4ndler, die Professoren und Deutschlehrer, wenn \u2026 Na ja, Sie wissen schon.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dienstag. <em>Ungef\u00e4hr ohne Tod im Schatten der B\u00e4ume<\/em> (2003) hei\u00dft ein Band mit von Lutz Seiler ausgew\u00e4hlten Gedichten Christoph Meckels, einem Dichter, den ich seit Jahrzehnten auf den vorderen R\u00e4ngen der Lyrikbundesliga erlebe. Welche poetische Kraft aus diesen Gedichten strahlt! Die Magie dieser Verse! Der Mensch, der in dieser Lyrik sichtbar wird! Christoph Meckel ist ein herausragendes Beispiel eines vitalen Dichters, der \u00fcber Jahrzehnte unbeirrbar seinen Weg gegangen ist. Die Verse der <em>Rede vom Gedicht<\/em> werden auch in hundert Jahren noch mit Begeisterung gelesen werden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Mittwoch. Endlich lerne ich australische Lyrik kennen \u2013 wenn auch in \u00dcbersetzung. Wen habe ich schon alles \u00fcber Les Murray schw\u00e4rmen h\u00f6ren? <em>Ein ganz gew\u00f6hnlicher Regenbogen<\/em> (1996) versammelt Gedichte aus den seit 1965 bis 1993 erschienenen Gedichtb\u00e4nden, von denen ich mir demn\u00e4chst unbedingt den einen oder anderen besorgen will. Eigentlich lese ich englische oder amerikanische Lyrik vorzugsweise im Original, aber es darf auch einmal \u2013 als Appetitanreger gleichsam \u2013 eine \u00dcbersetzung sein, die mich an einen Autor heranf\u00fchrt. Gleich das erste Gedicht, \u201eHolzf\u00e4ller am Mittag\u201c, nimmt mich gefangen. Sicherlich ist Les Murray auch ein Kandidat f\u00fcr den Nobelpreis, wesentlicher aber ist, da\u00df ich hier Gedichte lese von einem, der mit seinen Versen tief in sein Herkommen, seine Existenz, seine Heimat, seine Mitmenschen eintaucht und diese auch f\u00fcr Leser verlebendigt, die seine Gedichte viele <strong>t<\/strong>ausend Kilometer entfernt lesen m\u00fcssen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Donnerstag. Der Schweizer Armin Senser legt nach <em>Gro\u00dfes Erwache<\/em> von 1999 (von dem ich, was ich vergessen hatte, sogar ein signiertes Exemplar habe) 2003 einen weiteren Gedichtband vor: <em>Jahrhundert der Ruhe <\/em>\u2013 ein weiterer bedeutsam klingender (verf\u00fchrerischer) Titel, der auf subtile Weise ja bereits die Unruhe andeutet, die Senser durch seine Gedichte w\u00e4hrend der Lekt\u00fcre und danach ausl\u00f6st, was bei mir auch mit dem Unverst\u00e4ndnis f\u00fcr Sensers (zu?) lange Verse mit immer wieder kuriosen Reimversuchen (\u201ePublikum \u2013 Panoptikum\u201c oder \u201eSprache \u2013 Sache\u201c) zu tun hat. Senser kann sich gl\u00fccklich sch\u00e4tzen, unter all diesen gro\u00dfen Dichtern im <em>Hanser<\/em>-Programm Unterschlupf gefunden zu haben. Ich kann mich auch nach der Lekt\u00fcre des zweiten Buches nicht f\u00fcr die forcierten Gedichte Sensers erw\u00e4rmen \u2013 auch wenn einige der Gedichte Titel tragen, die mich f\u00fcr ihn einnehmen sollten: \u201eRobert Frost\u201c oder \u201eGottfried Benn\u201c. Die beiden Gedichte \u201eWortlaut\u201c und \u201eDie Themse in Bermondsey\u201c finde ich allerdings musterg\u00fcltig \u2013 sie geh\u00f6ren \u00fcbrigens zu den wenigen kurzen Gedichten in <em>Jahrhundert der Ruhe<\/em>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Freitag. Charles Simic ist noch so einer von den \u201eGro\u00dfen\u201c und \u201eWichtigen\u201c, von dem ich bislang immer nur Gedichte in Zeitschriften und Anthologien gelesen habe. Phantastisch, welche verr\u00fcckten Geschichten Simic in <em>Gr\u00fcbelei im Rinnstein<\/em> (2000) bereith\u00e4lt. Diese Gedichte \u00a0b-e-g-e-i-s-t-e-r-n. Nun ja, Sie werden jetzt wahrscheinlich nur mal mitleidig l\u00e4cheln, Ihr zerlesenes Exemplar von <em>Gr\u00fcbelei im Rinnstein<\/em> in H\u00e4nden haltend. Sorry.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer freitags nachmittags noch arbeitet, dem ist nicht zu helfen: Ab 14 Uhr ist Lyriktime angesagt, und zwar nonstop ins Wochenende hinein. Da kriege ich den Hals nicht voll und ziehe mir nach dem Hochkar\u00e4ter Simic bis sp\u00e4t in die Nacht noch Ashbery rein. Wann beginnen Menschen, die sich doch seit Jahrzehnten bereits mit Lyrik \u2013 meistens erfolgreich \u2013 auseinandersetzen, wie etwa Joachim Sartorius, Herausgeber des 2002 erschienenen zweisprachigen Bandes <em>M\u00e4dchen auf der Flucht<\/em> von John Ashbery mit ausgew\u00e4hlten Gedichten aus allen Schaffensperioden dieses nach 2000 wohl gr\u00f6\u00dften amerikanischen Dichters, zu begreifen, da\u00df die K\u00fcnste \u2013 Musik, bildende Kunst, Literatur \u2013 universalen und auch zeitlosen Charakter haben, da\u00df es v\u00f6llig gleichg\u00fcltig ist, aus welchem Land ein Dichter kommt, in welchem Jahrzehnt seine Werke entstanden sind? Nein, in einer Nachricht \u00fcber Poesie in der <em>S\u00fcddeutschen Zeitung<\/em> vom November 2002 schreibt Sartorius bei der Vorstellung eines Gedichts von Ulrich Johannes Beil: \u201eBeil erregte Aufsehen, weil er eine l\u00e4ssige, an nordamerikanischen Dichtern wie John Ashbery geschulte Diktion mit hoher Reflexivit\u00e4t verband und damit v\u00f6llig neue stilistische Tendenzen in die etwas matte deutschsprachige Lyrik einf\u00fchrte.\u201c Eine gef\u00e4hrliche Aussage, die nach nirgendwohin abgesichert ist und recht plakativ eine hochkomplexe und spritzlebendige deutschsprachige Lyriklandschaft abkanzelt, zu der Sartorius als Lyriker, Essayist und Herausgeber selbst geh\u00f6rt. Der Amerikaner John Ashbery ist weltweit vielleicht der vitalste lebende Lyriker mit den intensivsten Versen. Der Nobelpreis wartet auf ihn. In den n\u00e4chsten Jahren wird er ihn erhalten, das werden wir sehen. Freuen wir uns also mit dem amerikanischen Dichter und lassen wir die deutschsprachige Lyrik als Gesamtgestalt aus dem Spiel. Warum mu\u00df im Feuilleton vieles oft so undifferenziert dargestellt werden \u2013 selbst wenn es um eine so empfindsame Gestalt wie die Poesie geht? [Selbst so kluge K\u00f6pfe wie Joachim Sartorius, dem wir neben seinen Einzeltiteln weitere wunderbare Lyrikb\u00fccher zu verdanken haben, so den <em>Atlas der neuen Poesie<\/em> (1996) oder die von ihm herausgegebenen <em>Gedichte<\/em> von William Carlos Williams (2002), lassen sich dazu hinrei\u00dfen, ungute Gedanken dieser Art unter die im Hinblick auf Lyrik mehr oder weniger unbeleckten Leserinnen und Leser zu bringen.] Ist es eine typisch deutsche Eigenschaft, immer wieder die eigenen Errungenschaften mit F\u00fc\u00dfen zu treten, sich selber zu degradieren? Der deutsche Lyriker Joseph Buhl geht seit einigen Jahren der Frage der Interdependenzen internationaler Lyrik nach, ob sie nun in Europa, S\u00fcdamerika, Nordamerika oder wo auch immer entstanden ist. Das ist ein interessanter Ansatz, den das Feuilleton aufgreifen sollte. Wenden wir uns dem Buch zu. Hier beweist Joachim Sartorius einmal mehr seine \u00fcberragenden F\u00e4higkeiten im Hinblick auf die Herausgabe internationaler und vor allen Dingen nordamerikanischer Lyrik. Ihm ist mit <em>M\u00e4dchen auf der Flucht<\/em> ein Band gelungen, der einschlie\u00dflich des rasanten Nachworts einen brillanten Einblick in die Lyrik John Ashberys vermittelt. Immer wieder werde ich gefragt, was ich von John Ashbery halte. Ich wei\u00df nicht, wie ich angemessen antworten k\u00f6nnte, zitiere statt dessen die Titel der beiden Ashbery-B\u00e4nde <em>Selected Poems<\/em> (<em>Penguins<\/em>, London\u00a01994) und <em>The Morning of Starting Out. The First Five Books of Poetry <\/em>(<em>Ecco<\/em>, Hopewell, New Jersey 1998), in denen ich mich seit Jahren immer wieder voller Bewunderung und Staunen festlese. Ashbery ist eine lebenslange Herausforderung, der ich mich immer wieder gern stelle. Oft ist es ein einziges Gedicht, das ich wom\u00f6glich gar im Stehen lese und das so den Tag rettet. Wer in der Lyrik mitreden will, der mu\u00df Ashbery kennen. Ohne Wenn und Aber. \u00dcbrigens: So sehr ich als Lyriker die Resonanz deutscher Sprache zu sch\u00e4tzen wei\u00df \u2013 Klang und Musikalit\u00e4t der englischen Sprache sind einfach unschlagbar. Mir kommen Original und \u00dcbersetzung fast wie einander fremde Texte vor. \u201eTranslation is what gets lost in poetry\u201c, meinte einst Robert Frost, und so sehr ich ihm widersprechen m\u00f6chte, er hat im Kern recht mit seiner \u00fcberspitzten Aussage. Vergleichen Sie selbst:<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>THIS ROOM<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>The room I entered was a dream of this room.<br \/>Surely all those feet on the sofa were mine.<br \/>The oval portrait<br \/>of a dog was me at an early age.<br \/>Something shimmers, something is hushed up.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>We had macaroni for lunch every day<br \/>except Sunday, when a small quail was induced<br \/>to be served to us. Why do I tell you these things?<br \/>You are not even here.<\/em><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>DIESES ZIMMER<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das Zimmer, in das ich trat, war ein Traum von diesem Zimmer.<br \/>Gewi\u00df waren all die F\u00fc\u00dfe auf dem Sofa meine.<br \/>Das ovale Portr\u00e4t<br \/>eines Hundes war ich, als ich noch klein war.<br \/>Etwas schimmert. Etwas wird vertuscht.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Jeden Mittag a\u00dfen wir Makkaroni<br \/>au\u00dfer am Sonntag, wenn eine kleine Wachtel \u00fcberredet wurde,<br \/>uns aufgetragen zu werden. Warum erz\u00e4hl ich dir das alles?<br \/>Du bist nicht einmal da.<\/em><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Von Wolf Wondratschek habe ich vor einigen Jahren die Originalausgaben der B\u00e4nde gelesen, aus denen nun <em>Orpheus in der Sonne<\/em> (2003) kompiliert wurde. Gut, da\u00df junge Lyrikleser mit diesem Sammelband einen Dichter kennenlernen k\u00f6nnen, der einst mit seiner kernigen, nat\u00fcrlichen Lyrikstimme f\u00fcr Furore und Riesenauflagen in der deutschen Lyrik sorgte. Was waren das f\u00fcr Zeiten. Warum geht das heute nicht mehr? Da ich die meisten Gedichte aus diesem Band schon kenne, darf ich mich noch einem weiteren Lyrikband zuwenden, der \u2013 Herr Wondratschek m\u00f6ge mir verzeihen\u00a0 \u00a0von noch etwas gr\u00f6\u00dferem Kaliber ist.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>I\u2019m going to try speaking some reckless words,<br \/>and I want you to try to listen recklessly.<br \/><\/em>ALLEN GINSBERG (1926-1997)<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Es kommt gar nicht so selten vor, da\u00df in deutschen Landen von Gedichtb\u00e4nden auch relativ bekannter Autoren nur wenige hundert Exemplare verkauft werden. Ich vernehme diesen Jammergesang seit Jahren und kann ihn nicht mehr h\u00f6ren. 1956 erschien in den USA Allen Ginsbergs erster Gedichtband mit dem zornigen, verzweifelten, in einer ekstatischen Fu\u00dfnote ausklingenden Titelgedicht \u201eHowl\u201c. 1996 ging dieses Buch in die 52. Auflage: insgesamt 785.000 Exemplare in 40 Jahren. Und das ohne die in zahlreichen L\u00e4ndern publizierten \u00dcbersetzungen! Ob Sie nun wissen oder nicht, da\u00df Allen Ginsberg zusammen mit Jack Kerouac und William S. Burroughs (um nur die bekanntesten zu nennen) mittels ihrer gewaltigen, vollkommen unorthodoxen, so noch nicht geh\u00f6rten literarischen Stimmen die amerikanische Szene aufmischten und l\u00e4ngst schon als Beat Generation unsterblich geworden sind (ob Hip-Hop, Rap oder Social Beat, sie alle beziehen sich bis heute auf die Beatniks), spielt \u00fcberhaupt keine Rolle. Wichtig ist, zu erfahren, da\u00df der\u00a0<em>Hanser Verlag<\/em>, der 1961 die legend\u00e4re Anthologie <em>Lyrik der Beat Generation<\/em> herausbrachte, 1999 gleichsam als Hommage ein Gedichtbuch mit dem schlichten Titel <em>Gedichte<\/em> dieses hartn\u00e4ckigen Individualisten Allen Ginsberg, der u.a. gegen Vietnamkrieg und Establishment protestierte, herausgebracht hat, \u00fcber das seine Fans und solche, die es werden wollen, Freude on the rocks empfinden werden. Ich jedenfalls empfinde so, obwohl ich die Mehrzahl der Gedichte bereits aus den amerikanischen Ausgaben kenne. \u201eWir sind blind und leben unser blindes Leben in Blindheit zu Ende. Dichter sind verdammt, aber sie sind nicht blind \u2013 sie sehen mit den Augen der Engel. Dieser Dichter sieht durch all das Grauenhafte, das er durchmacht, und er betrachtet es von allen Seiten in den sehr intimen Mitteilungen seines Gedichts. Er geht keiner Erfahrung aus dem Weg, sondern durchlebt sie bis zum \u00c4u\u00dfersten (\u2026) Nehmen Sie die S\u00e4ume Ihrer Gew\u00e4nder hoch, meine Damen, wir gehen durch die H\u00f6lle.\u201c Soweit William Carlos Williams, Ginsbergs gro\u00dfes dichterisches Vorbild (neben Walt Whitman, Arthur Rimbaud, Guillaume Apollinaire), in seinem Vorwort, das eine Gedichtsammlung einleitet, die Herausgeber Uwe Wittstock \u201eaus allen Schaffensperioden des riesigen Gesamtwerks\u201c zusammengestellt hat. Es ist ein Buch geworden, dem die Verehrung und Wertsch\u00e4tzung eines geliebten Dichters in jeder Beziehung anzusehen und abzulesen ist. Auf dem Buchdeckel sehen Sie den rauchenden Allen Ginsberg auf dem \u00f6lbefleckten B\u00fcrgersteig einer Seitenstra\u00dfe von Berkeley im Jahre 1956. Gleich im ersten Gedicht geht es scharf zur Sache, und die Leser werden in eine Traumwelt entf\u00fchrt, in der der rauhe Ton Ginsbergs deutlich macht, wo es langgeht:<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich kam in das Cocktailparty<br \/>Zimmer und stie\u00df auf drei oder vier Schwule<br \/>Die sich auf Schwulenart unterhielten.<br \/>(\u2026)<br \/>Ich a\u00df ein reines Fleischsandwich, ein<br \/>Riesiges Sandwich aus Menschenfleisch,<br \/>das, wie ich beim Kauen bemerkte,<br \/>auch ein schmutziges Arschloch enthielt. (\u2026)<\/em><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Da\u00df der Antib\u00fcrger Ginsberg sich mit solchen Versen nicht nur Freunde gemacht hat, leuchtet ein, aber die extrem hohen Auflagen seiner B\u00fccher beweisen, wie dankbar ihm viele, viele Leser stets f\u00fcr seine harten, aber wahrhaftigen (und, ob Sie es glauben oder nicht: liebevollen) Gedichte gewesen sind. Es sind immer aufsehenerregende, fulminante, jazzige, wilde Gedichte, die die extreme Power eines Dichters dokumentieren, dem es ein Leben lang darum ging, all das in Lyrik zu verwandeln, was er an groteskem, unglaublichem, wahnsinnigem Leben erlebte. Und das Feuer jedes einzelnen (sich oft \u00fcber viele Seiten hinziehenden, in langen Versen geschriebenen) Gedichts lodert derart heftig, da\u00df dieser 107 Seiten starke Band eine Ausstrahlung hat, die Sie wahrscheinlich nicht mehr vergessen werden. Hier begegnen Sie Allen Ginsberg, \u201edem Buddhisten und dem Juden, dem Vision\u00e4r und dem Zeitkritiker, dem Patrioten und dem B\u00fcrgerschreck, dem Prediger und dem Propagandisten der freien Liebe, dem enfant terrible und dem Umweltsch\u00fctzer, dem Drogenesser und dem gay activist, dem Pazifisten und dem PR-Manager seiner selbst\u201c (aus dem Nachwort von Uwe Wittstock). Hervorzuheben ist abschlie\u00dfend die Qualit\u00e4t der \u00dcbersetzung \u2013 die ja grunds\u00e4tzlich problematisch ist, da die Welt der einen Sprache nie die der anderen sein kann: Die Gedichte sind von Profis wie Heiner Bastian, Michael Kellner, Bernd Samland, J\u00fcrgen Schmidt, Peter Waterhouse und Carl Weissner kongenial nachempfunden worden, also in der herben Ginsbergschen Tonart belassen und nicht in irgendeiner, den deutschen Leser m\u00f6glicherweise schonen wollenden Lesart verf\u00e4lscht (wie es beispielsweise leider mit Shakespeare und Salinger geschehen ist). Prinzipiell w\u00e4re eine zweisprachige Edition\u00a0nat\u00fcrlich die noch bessere Alternative gewesen. Sei\u2019s drum: Der leidenschaftlichen Auseinandersetzung mit diesen erstmals in dieser Auswahl in Deutschland erschienenen Gedichten Allen Ginsbergs steht zun\u00e4chst nichts mehr im Wege.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Sonntag. Mit Adam Zagajewskis <em>Die Wiesen von Burgund<\/em> (2003), von Karl Dedecius \u00fcbersetzten und ausgew\u00e4hlten Gedichten, betrete ich ebenfalls lyrisches Neuland. Wie viele \u00dcberraschungen h\u00e4lt der polnische Dichter f\u00fcr mich deutschen Leser parat! Immer wieder denke ich: diese F\u00fclle, diese Ideen, diese Vielfalt! Pl\u00f6tzlich sto\u00dfe ich auf ein W.G. Sebald gewidmetes Gedicht. Wer h\u00e4tte das gedacht? Damit schlie\u00dft sich f\u00fcr mich ein Kreis auf wunderbare Weise.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>DAS<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Das, was so lastet<br \/>und abw\u00e4rts treibt,<br \/>das, was weh tut wie Schmerz<br \/>und brennt wie die Wange,<br \/>das kann ein Stein sein<br \/>oder ein Anker.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Ein Essay \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/\">Lyrikvermittler<\/a> Theo Breuer.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_44595\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-image-44595 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-caption-text\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugt der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> dieses\u00a0 post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>. Warum<\/span> Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Lesen Sie auch Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik<\/em><\/a>. KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>. Lesen Sie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber die interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit von Angelika Janz, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin.<\/em> Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">hier<\/a>, ein Essay fasst das transmediale Projekt<em> &#8222;<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\">Wortspielhalle<\/a>&#8220; <\/em>zusammen<em>. <\/em>Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/06\/17\/beschwoerungszauber\/\">Holger Benkel<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/09\/17\/rettungsversuche-der-literatur-im-digitalen-raum\/\">A.J. Weigoni<\/a>. Lesenswert auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Gratulation<\/a> von Axel Kutsch durch Markus Peters zum 75. Geburtstag. Nicht zu vergessen eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> &#8222;Biby&#8220; Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv. Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Wenn meine Leseerfahrungen mich nicht ganz t\u00e4uschen, sind es von den gro\u00dfen Verlagen im deutschsprachigen Raum in der heutigen Zeit kaum mehr als drei, die zuverl\u00e4ssig Jahr um Jahr eine stattliche Anzahl von Gedichtb\u00fcchern herausbringen und nicht nur zwei&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/08\/27\/lyrik-beim-carl-hanser-verlag\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":98207,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[84],"class_list":["post-63483","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-theo-breuer"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63483","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63483"}],"version-history":[{"count":1,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63483\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":101310,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63483\/revisions\/101310"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98207"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63483"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63483"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63483"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}