{"id":63431,"date":"2011-05-27T00:01:58","date_gmt":"2011-05-26T22:01:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=63431"},"modified":"2021-12-26T15:06:56","modified_gmt":"2021-12-26T14:06:56","slug":"in-der-nussschale","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2011\/05\/27\/in-der-nussschale\/","title":{"rendered":"In der Nu\u00dfschale"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Kollektor<\/em> <\/span><br \/><br \/><span style=\"color: #999999;\">Frucht um Frucht erntete der Herbst <\/span><br \/><span style=\"color: #999999;\">kletterte in den Baum und legte sich dort <\/span><br \/><span style=\"color: #999999;\">ruhig zum Trocknen hin um dann gemeinsam <\/span><br \/><span style=\"color: #999999;\">mit den toten Fr\u00fcchten abzufallen <\/span><br \/><br \/><span style=\"color: #999999;\"><em>Gellu Naum<\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><br \/>Ich esse f\u00fcr mein Leben gern N\u00fcsse. Zum Gl\u00fcck tr\u00e4gt der 1984 gepflanzte Nu\u00dfbaum seit langer Zeit Jahr f\u00fcr Jahr reichlich Fr\u00fcchte, an denen sich naturgem\u00e4\u00df auch Eichh\u00f6rnchen und Eichelh\u00e4her g\u00fctlich tun. (<em>N\u00fcsse fallen ins Ungewisse<\/em> lese ich in Arnold Leiferts <em>Die Gewi\u00dfheit der Waln\u00fcsse.<\/em>) Dennoch bleiben so viele f\u00fcr uns Menschenkinder \u00fcbrig, da\u00df wir im Oktober stets ein paar Eimer Waln\u00fcsse auf\u00adsammeln k\u00f6nnen, von denen ich jeden Abend eine gute Handvoll knacke und kimmle. Am 18. Dezember 2010 sind gegen 17 Uhr 45 die letzten N\u00fcsse dran. <em>Schade<\/em>, h\u00f6re ich Walter Kempowski aus dem Off fl\u00fcstern. Am Morgen desselben (erneut sehr schnee\u00adreichen) Tages \u00fcberreicht der Postbote Zsuzsanna Gahses neues Buch: <em>Donauw\u00fcrfel<\/em>. <br \/>Die Autorin hat eine liebe\u00advolle Widmung hinein\u00adgeschrieben (nachdem wir einander am 24. November im Planetarium Kreuzlingen im Rahmen des Konstanzer Poesie\u00adfestivals kennen und umgehend sch\u00e4tzen lernten). <em>Donau\u00adw\u00fcrfel<\/em> ist ein fein gestaltetes Buch, gr\u00fcn gebunden, mit schwarzem Vorsatz\u00adpapier, Lese\u00adb\u00e4ndchen und Faden\u00adheftung versehen, der sch\u00f6ne Schutz\u00adumschlag unter Verwen\u00addung einer Handschrift der Autorin gestaltet. Sollte einmal jemand auf die gute Idee kommen, ausgew\u00e4hlte Gedichte von mir heraus\u00adzugeben, diese Buch\u00adgestal\u00adtung w\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen. &#8218;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die letzte Nu\u00df \u00f6ffne ich nicht mit dem Knacker, sondern, ganz vorsichtig, mit einem Messer, um diesmal die Schale nicht zu zerbr\u00f6ckeln. Es gelingt mit der besseren H\u00e4lfte. Gegen 18 Uhr verziehe ich mich ins Lyrik\u00adkabinett, \u00f6ffne Zsuzsanna Gahses gut 130 Seiten langes, aus 27 <em>W\u00fcrfeln<\/em> mit jeweils 10 Strophen aus je 10 zehnsilbigen Versen gestaltetes Erz\u00e4hl\u00adgedicht, setze die Nu\u00df\u00adschale aufs Donau\u00adwasser, schwinge mich hinterher, schon geht die Fahrt in der Schale los (<em>das Lachen schl\u00e4gt Wellen<\/em>), und w\u00e4hrend ich aufmerk\u00adbedachtsam die asso\u00adziations- und bilder\u00adreichen, herrlich trans\u00adparenten W\u00fcrfel f\u00fcr W\u00fcrfel (selbst dort, wo es hei\u00dft: <em>schlammig treibt sie voran auf der weiten \/ Strecke<\/em>) durchblicke, taucht <em>dann und wann<\/em> Ulf Stolterfohts <em>Holzrauch \u00fcber Heslach<\/em> in der Erin\u00adnerung auf: <em>NIRGENDWO sonst<\/em>. Wo also bin ich? frage ich in die von Johannes Brahms&#8216; <em>Fantasien<\/em> beschallte Runde: <em>Spazieren mit dem gelbgr\u00fcnen Puma<\/em>, fl\u00fcstert verschmitzt Werner Bucher, doch kurzweg hallt es von Paulus B\u00f6hmer her\u00fcber: <em>Am Meer. An Land. Bei mir<\/em>, worauf Gellu Naum mit trockener <em>Pohesie<\/em> entgegnet: <em>Wir sind an diesen Nachmit\u00adtagen an der Donau \/ deine Beine im Morast versunken<\/em>, und Lutz Seiler lockt mit felder\u00adlateini\u00adschem Zwischenruf: <em>komm in den tot\u00adgesagten technikpark<\/em>, w\u00e4hrend ich pl\u00f6tzlich mit Michael Arenz die <em>Die Vulgarit\u00e4t der davonge\u00adschwom\u00admenen Felle<\/em> begr\u00fcble. Oswald Eggers W\u00f6rter spielen, wabbelnd und wirbelnd, das schwung\u00advolle Wellen\u00adspiel mit: <em>Die ganze Zeit<\/em>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Amazon-Kunden\u00adrezen\u00adsion lese ich \u00fcber die Jahrzwanzig-Anthologie <em>In diesem Land<\/em>: <em>Die meisten Gedichte erschlie\u00dfen sich einem nur schwer<\/em>. Wie jenem Leser geht es vermut\u00adlich sehr vielen Lesern, die sich im Prinzip gern auf zeitge\u00adn\u00f6ssische Lyrik einlassen wollen, die aber h\u00e4ufig \u2013 ratlos die Stirn runzelnd und gleichsam von drau\u00dfen \u2013 blo\u00df zuschau\u00aden k\u00f6nnen, wenn die soge\u00adnannten (selbsternannten?) \u203aInsider\u2039 sich in den Gedicht\u00adh\u00f6hlen mit den chiffrier\u00adten Wort\u00adlabyrinthen und unter\u00adirdischen Versg\u00e4ngen vollauf entspannt und locker zurecht\u00adzu\u00adfinden scheinen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Da ich beim Lesen, beim Leben weniger auf \u203aerschlie\u00dfen\u2039 aus bin als auf lesen und leben und die Welt \u00e4hnlich auslege wie Joseph Strom in <em>Richard Powers&#8216;<\/em> Roman <em>The Time of Our Singing \u2013 The world has never made much sense to me, much less my life<\/em> \u2013, erlebe ich Gedichte naturgem\u00e4\u00df als Anver\u00adwand\u00adlung, respek\u00adtiere sie einfach als das, was sie sind, immer wieder ist es ein einziges Ineinandergreifen, kreisendes Rauschen, nehme dabei (auf der Suche nach dem einen) Wort f\u00fcr Wort wahr und bin so, wer wei\u00df es, dem Gedichtkern m\u00f6glicher\u00adweise unabl\u00e4ssig auf den Versen. <br \/>\u00a0 Bei Zsuzsanna Gahse darf sich wohl jeder Leser, der gern auf dem Weg <em>ins Offene<\/em> ist, vom ersten Vers an eingeladen f\u00fchlen, gleichsam ins Gedicht hinein\u00adzugehen, ohne die beklem\u00admende Bef\u00fcrchtung, man k\u00f6nnte sich prompt verirren oder im Finstern tappen: <em>Silbern ist sie manchmal, die Donau<\/em>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zsuzsanna Gahse ist Grenzg\u00e4n\u00adgerin zwischen Prosa und Lyrik, Lyrik und Prosa. Aber was sagen schon diese Begriffe? Sie sind nichts als \u2013 <em>Schall und Rauch<\/em>? Vor einigen Tagen schrieb ich in einer Mail an Vera Schindler-Wunder\u00adlich, deren originelle Gedichte ich so gern lese: \u201eIm \u00fcbrigen halte ich von dem Begriff \u203apolitische Lyrik\u2039 nichts. Genauso\u00adwenig wie von \u203aNaturlyrik\u2039, \u203aLiebeslyrik\u2039 (usw.). Was soll das alles sein? Ich kenne nur Gedichte, habe etliche Gedichte geschrieben, die man vielleicht beispiel\u00adhaft als \u203apolitische Lyrik\u2039 bezeichnen mag, was ich jedoch nicht will. Ich halte es eher mit Gertrude Stein und ihrem Bonmot, das nicht kleinzukriegen ist. Oder besser gesagt: Gut ist ein \u203apolitisches\u2039 Gedicht dann, wenn niemand auf die Idee kommt, es als solches zu bezeichnen.\u201c<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie etwa auch die Ballade alle drei Grundformen litera\u00adrischen Gestaltens umschlie\u00dft, lyrische, epische und dramatische Elemente umfa\u00dft, flie\u00dft das zu W\u00fcrfeln formatierte Wasser (wie das gehen kann, wird man sich vielleicht fragen, aber es geht, wie ich beim Lesen erkenne, sehr gut sogar, die warm t\u00f6nende Stimme der Erz\u00e4h\u00adlerin sorgt f\u00fcr den flotten Flu\u00df; und wieso sollte es auch nicht gehen: Im Gedicht geht schlie\u00dflich alles \u2013 und mehr) mal beschwingt bzw. beschaulich beschreibend: <em>Und bemer\u00adkens\u00adwert ist, dass die Donau \/ mit ihren Seitenarmen deutlich die \/ Gestalt eines Fischskeletts hat<\/em>, mal den AugenBlick mit sinnlich aufge\u00adladenen, ganz einfachen (hier dunkel\u00advoka\u00adlischen) W\u00f6rtern lyrisch weitend: <em>Aber tief unten \/ im Flussgrund liegt das Donaugold<\/em>, mal den Moment dramatisch, ja, drastisch darstellend: <em>die bleiche Agnes mit Algen in den \/ Haaren, mit Muscheln<\/em> \u2013 \u00fcber Stein und Stock dahin.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Donauw\u00fcrfel<\/em>, denke ich, w\u00e4hrend ich in diesem Sch\u00e4lchen einmal gem\u00e4chlich dahingleite, sodann in einen Strudel gerate, schlie\u00dflich in einer Untiefe h\u00e4ngen bleibe (<em>an den Ufern \/ sind alle Gestalten nur undeut\u00adlich \/ sichtbar<\/em>), um gl\u00fccklich von einer frischen Welle weitergesp\u00fclt zu werden, ist ein sehr sch\u00f6nes Buch, die W\u00f6rter <em>sehr<\/em> und <em>Schmerz<\/em>, denke ich weiter, haben denselben althoch\u00addeutschen Ursprung, und so tut dieses Buch auch weh \u2013 wie jedes sehr sch\u00f6ne Buch schmerzt. <em>Donauw\u00fcrfel<\/em> erz\u00e4hlt dem im Minib\u00f6tchen mehr oder minder heftig Geschau\u00adkelten ein Leben in H\u00f6hen und Tiefen, was mu\u00df ich mehr dazu sagen. Gegen 20 Uhr lese ich die letzten W\u00f6rter: <em>es ist f\u00fcnf Uhr am Nachmittag<\/em>. Ich steige aus der Nu\u00dfschale, schlie\u00dfe das Buch und stelle es ins Regal zwischen Harald Gr\u00f6hlers <em>Das verdoppelte Diesseits<\/em> und Mara Genschels <em>Tonbrand Schlaf<\/em>.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Donauw\u00fcrfel<\/strong> von Zsuzsanna Gahse. Edition Korrespondenzen 2010<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"250\" height=\"188\" class=\"wp-image-139\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/theo-breuer1.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00f6nnen Gedichtb\u00e4nde Piratenschiffe, k\u00f6nnen Dichter Piraten sein? (Eben noch war es doch blo\u00df eine Nu\u00dfschale.) Jedenfalls will ich <em>Donauw\u00fcrfel<\/em> in diesem Augenblick einer wilden Dreizehn von Gedicht\u00adb\u00fcchern beigesellen, die \u2013 exemplarisch \u2013 die Bandbreite lyrischer Eigen\u00adarten und Stile, die Qualit\u00e4t, die Verlagsvielfalt und andere interessante Faktoren (deren Ber\u00fcck\u00adsichtigung die Auswahl zu einer kniffligen Aufgabe macht) spiegeln, Lyrikb\u00e4nde, die ich in <em>Marginalie zum Gedicht in drei Schritten.Zeitge\u00adn\u00f6ssische Lyrik im deutschen Sprachraum 2010<\/em> sowie <em>Im Jahr des Buches 2010 \u00b7 kribbelt und wibbelt es weiter<\/em> unter der Vielzahl der gelesenen bzw. empfehlens\u00adwerten Titel des Jahrgangs 2010 auf die eine oder andere Art hervor\u00adhebe: <br \/><br \/><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<ul class=\"wp-block-list\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<li>Andreas Altmann, <strong>Das zweite Meer<\/strong>, 96 Seiten, Hardcover mit Schutz\u00adumschlag, Poetenladen, Leipzig 2010.<\/li>\r\n<li>Elke Erb, <strong>Meins<\/strong>, 142 Seiten, Broschur, Roughbooks, Wuischke \u00b7 Berlin \u00b7 Holderbank SO 2010.<\/li>\r\n<li>Gerhard Falkner, <strong>Kanne Blumma<\/strong>, fr\u00e4nkisch \u2013 deutsch, 200 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, ars vivendi verlag, Cadolzburg 2010.<\/li>\r\n<li>Karin Fellner, <strong>hangab zur kehle<\/strong>, 98 Seiten, Broschur, yedermann, Riemerling bei M\u00fcnchen 2010.<\/li>\r\n<li>Zsuzsanna Gahse, <strong>Donauw\u00fcrfel<\/strong>, 141 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Leseb\u00e4ndchen, Edition Korrespondenzen, Wien 2010.<\/li>\r\n<li>Michael Kr\u00fcger, <strong>Ins Reine<\/strong>, 120 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Suhrkamp, Berlin 2010.<\/li>\r\n<li>Christoph Leisten, <strong>bis zur schwerelosigkeit<\/strong>, 64 Seiten, Broschur, Rimbaud, Aachen 2010.<\/li>\r\n<li>Marion Poschmann, <strong>Geistersehen<\/strong>, 126 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Suhrkamp Verlag, Berlin 2010.<\/li>\r\n<li>Hendrik Rost, <strong>Der Pilot in der Libelle<\/strong>, 112 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Wallstein Verlag, G\u00f6ttingen 2010.<\/li>\r\n<li>Kathrin Schmidt, <strong>Blinde Bienen<\/strong>, 90 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Verlag Kiepenheuer &amp; Witsch, K\u00f6ln 2010.<\/li>\r\n<li>Hans Thill, <strong>Museum der Ungeduld<\/strong>, 94 Seiten, Broschur, Verlag Das Wunderhorn, Heidelberg 2010.<\/li>\r\n<li>Ron Winkler, <strong>Frenetische Stille<\/strong>, 95 Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag, Berlin Verlag, Berlin 2010.<\/li>\r\n<li>Maximilian Zander, <strong>Brief von Carl<\/strong>, 35 Seiten, geheftete Broschur, Silver Horse Edition, Marklkofen 2010.\r\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Ein Essay \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/\">Lyrikvermittler<\/a> Theo Breuer.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_44595\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-image-44595 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-caption-text\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugt der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> dieses\u00a0 post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>. Warum<\/span> Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Lesen Sie auch Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik<\/em><\/a>. KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>. Lesen Sie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber die interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit von Angelika Janz, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin.<\/em> Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">hier<\/a>, ein Essay fasst das transmediale Projekt<em> &#8222;<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\">Wortspielhalle<\/a>&#8220; <\/em>zusammen<em>. <\/em>Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/06\/17\/beschwoerungszauber\/\">Holger Benkel<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/09\/17\/rettungsversuche-der-literatur-im-digitalen-raum\/\">A.J. Weigoni<\/a>. Lesenswert auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Gratulation<\/a> von Axel Kutsch durch Markus Peters zum 75. Geburtstag. Nicht zu vergessen eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> &#8222;Biby&#8220; Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv. Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\r\n<\/li>\r\n<\/ul>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kollektor Frucht um Frucht erntete der Herbst kletterte in den Baum und legte sich dort ruhig zum Trocknen hin um dann gemeinsam mit den toten Fr\u00fcchten abzufallen Gellu Naum Ich esse f\u00fcr mein Leben gern N\u00fcsse. 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