{"id":63406,"date":"2011-11-25T00:01:31","date_gmt":"2011-11-24T23:01:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=63406"},"modified":"2021-12-26T15:04:24","modified_gmt":"2021-12-26T14:04:24","slug":"textleben-%c2%b7-lebenstext-kein-erklaerungsversuch","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2011\/11\/25\/textleben-%c2%b7-lebenstext-kein-erklaerungsversuch\/","title":{"rendered":"Textleben \u00b7 Lebenstext. Kein Erkl\u00e4rungsversuch"},"content":{"rendered":"\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Eine \u2013 Gedanken verbindende \u2013 Ann\u00e4herung an Michael Lentz<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><br \/>Wer wird nicht einen Klopstock loben?<br \/>Doch wird ihn jeder lesen? \u2013 Nein!<br \/>Wir wollen weniger erhoben<br \/>und flei\u00dfiger gelesen sein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gotthold Ephraim Lessing <\/em><em>Sie verstehen Ihre Welt ringsum nicht? Lesen Sie Oskar Pastior. Sie verstehen sich selbst nicht? Lesen Sie Oskar Pastior. Sie verstehen Oskar Pastior nicht? Lesen Sie Oskar Pastior<\/em>, schreibt Michael Lentz.<br \/>Wenn Lesen, wie ich bei Arthur Schopenhauer lese, hei\u00dft, mit einem fremden Kopfe statt des eigenen zu denken, so denke ich \u00fcber weite Strecken des Lebens (das ich nicht nur deshalb <em>nicht<\/em> als <em>mein<\/em> Leben bezeichnen oder gar sehen kann) in erster Linie mit fremden K\u00f6pfen. <em>Kroklokwafzi? Semememi! \/ Seiokrontro \u2013 prafriplo: \/ Bifzi, bafzi; hulalemi: \/ quasti basti bo &#8230;<br \/>Die ganze Poetik Mallarm\u00e9s besteht darin, den Autor zugunsten des Schreibens auszublenden (wodurch, wie wir sehen werden, der Leser wieder seinen Platz erh\u00e4lt)<\/em> lautet ein in diesem Augenblick auf\u00adtauchender Gedanke, den Roland Barthes in <em>Das Rauschen der Sprache<\/em> formuliert.<br \/>Am 31. Mai 1933 h\u00e4lt Virginia Woolf im Tagebuch fest: <em>I thought, driving through Richmond last night, something very profound about the synthesis of my being: how only writing composes it: how nothing makes a whole unless I am writing; now I have forgotten what seemed to be so profound.<br \/><\/em> Ich schreibe diese W\u00f6rter, auf und ab, erinnere das in den vorher\u00adgegan\u00adgenen Tagen und N\u00e4chten Gelesene (von dem manches bereits vergessen ist) und lausche zum wieder\u00adholten Male in den letzten 72 Stunden Dmitri Schosta\u00adkowitschs von Yewgenij Mravinsky dirigierter 5. Sinfonie in der Moskauer Live-Aufnahme vom 18. Novem\u00adber 1982 sowie dem von Kyrill Kondraschin diri\u00adgierten Violin\u00adkonzert Nr. 1 a-moll op. 99 mit Leonid Kogan (1962 eben\u00adfalls live in Moskau aufge\u00adnommen), Musik, die seit l\u00e4ngerer Zeit schon, geschenkt von einem Menschen, der mir offen\u00adbar sehr, sehr Gutes wollte, auf CD gebrannt, uner\u00adkannt im DVD-Regal stand und beim ersten H\u00f6ren vor drei Tagen \u2013 und das gleich nach den einlei\u00adtenden Kl\u00e4ngen \u2013 sehr tief in mich hinein\u00adgeht und, ohren\u00adkundig und zum Gl\u00fcck, gar nicht mehr herauswill:<br \/>Ich lese (denke also mit fremdem Kopf), esse, trinke, erledige kleinere Haus\u00adarbeiten, streiche, einem spon\u00adtanen Ent\u00adschlu\u00df folgend, einen Fenster\u00adrahmen im Bad, nehme hier eine kleine Reparatur vor, verlege dort einen Berber von einem B\u00fccherraum in den andern, damit ein neuer Nepalteppich, <em>maschen\u00adtausend\u00adaber\u00adtausendweit<\/em>, zu ge\u00adw\u00fcnschter Geltung gelangen kann, und immer ist diese Musik da, ich lege mich, weit nach Mitter\u00adnacht, zur Ruhe (darf ich das noch so formulieren heute, am 26. Oktober 2011?), erlebe die Ruhe unmit\u00adtelbar, von einer Sekunde auf die andere, weiterhin die Musik in den Ohren, <em>it&#8217;s like the bee \/ a dateless melody<\/em>, schlafe ein, tr\u00e4ume Tr\u00e4ume, von denen ich nur die \u00f6de Ver\u00adhand\u00adlung in der Bank erinnere, wache am Morgen munter auf und dr\u00fccke beherzt auf Play. Gestern habe ich die Musik zus\u00e4tz\u00adlich auf die Festplatte kopiert, so da\u00df ich die Schosta\u00adkowitsch-Sinfonie nun auf beiden Etagen h\u00f6ren kann, ohne die CD umst\u00e4nd\u00adlich aus dem einen Ger\u00e4t heraus\u00adnehmen, um sie sodann in ein anderes Ger\u00e4t einlegen zu m\u00fcssen.<br \/><br \/>Am Samstag, dem 22. Oktober, als der 1. FC K\u00f6ln am Nach\u00admittag bei der Dort\u00admun\u00adder Borussia so \u00fcbel mit 0 zu 5 Toren unter die R\u00e4der kommt, \u00fcberreicht der Postbote morgens eine B\u00fccher\u00adsen\u00addung; ich sch\u00e4le <em>Textleben<\/em> vor\u00adsichtig aus der Verpackung, entferne den Schutz\u00adumschlag, und da liegt es in der Hand, das blau gebun\u00addene, mit Lese\u00adb\u00e4nd\u00adchen versehene, 576 Seiten um\u00adfas\u00adsende Buch, mit des\u00adsen Lekt\u00fcre ich Knall auf Fall beginne und das ich in der Nacht von Dienstag auf Mitt\u00adwoch (nachdem die K\u00f6lner bei der TSG Hoffen\u00adheim, diesmal knapp und offen\u00adbar unn\u00f6tig, mit 1 zu 2 Toren unterliegen \u2013 h\u00e4tte der junge Christian Clemens die Chance zum 0 zu 2 nutzen k\u00f6nnen, der FC war ja schon fr\u00fch durch das, sch\u00f6n herausgespielte, Tor von Mato Jajalo in F\u00fchrung gegangen, w\u00e4re jener Ball also statt an den Pfosten ins Tor hinein\u00adgeflogen, ich bin sicher, die Mannen um Lukas Podolski w\u00e4ren als Sieger vom Platz gegangen) zu Ende lese.<br \/><em>Lesen, bis man keinen Satz mehr versteht, das erst ist Lesen<\/em>, behauptet Elias Canetti, und es ist nicht etwa die um mitter\u00adn\u00e4chtliche Zeit ohne weiteres zu akzep\u00adtierende Abge\u00adspannt\u00adheit (allein durch die mich manisch machende Musik bin ich auch in jener ja eigentlich dunkelm\u00fcden Stunde noch ziemlich hellwach) oder die zwischen\u00adzeitliche Konzen\u00adtration auf Thomas Pynchons <em>Inherent Vice<\/em> (<em>Out of the permanent smog alert he liked to think of as his memory, something began to emerge<\/em> \u2013), die mich gegen 1 Uhr etliche S\u00e4tze des Nachworts von Hubert Winkels mehrfach lesen l\u00e4\u00dft, nicht sicher (bin es auch weiterhin nicht), ob ich begreife, was der in D\u00fcsseldorf lebende Herausgeber \u00fcber den in D\u00fcren geborenen Michael Lentz und dessen Werk <em>Textleben<\/em> (ist es ein \u203aWerk\u2039?) \u00e4u\u00dfert.<br \/><br \/>Ich unterbreche den Schreib\u00advorgang, lausche den fidel sich freifliegenden, in h\u00f6chste H\u00f6hen empor\u00adklimmenden Geigen\u00adt\u00f6nen, die j\u00e4h abbrechen \u2013 und obwohl ich die Stelle sicherlich zum zehnten Mal in kurzen Abst\u00e4nden h\u00f6re, gelingt der Musik die \u00dcber\u00adraschung erneut: Wieder h\u00f6re ich vollkommen verbl\u00fcfft und schier erschrocken jenen Moment total t\u00f6nender Stille, Leere \u2013, schon setzen Blas\u00adinstru\u00admente ein, ist die Geige wieder da, und ich sehe durchs Fenster eine blauwei\u00df gekleidete Gestalt die Au\u00dfentreppe empor\u00adhuschen, ich springe, jeweils zwei Stufen nehmend, hoch an die Haust\u00fcr, nehme, Sekunden sp\u00e4ter, ein B\u00fccherp\u00e4ckchen in Empfang, in dem ich zwei Belege der 24. Ausgabe der Literatur\u00adzeit\u00adschrift <em>Matrix<\/em> (in der die <a href=\"http:\/\/www.poetenladen.de\/theo-breuer-friederike-mayroecker.htm\"><em>Notizen zu Friederike Mayr\u00f6ckers Werk nach 2000<\/em><\/a> abgedruckt sind) sowie den 789 Seiten umfassenden Roman <em>Dorfchronik<\/em> von Johann Lippet vorfinde.<br \/>Jetzt mach aber mal nen Punkt, schilt mich der mir stets \u00fcber die Schulter schauende Kraus, den ich zun\u00e4chst beschwich\u00adtigen kann: Ist ja gut, ist ja gut \u2013 ist es gut?<br \/><em>Textleben<\/em> ist gut.<br \/><em>Du sollst deinem Neben\u00admen\u00adschen keine Langeweile machen<\/em>, fl\u00fcstert mir Ludwig B\u00f6rne ins \u00d6hrchen. Sehr gut. G\u00fcter als gut also.<br \/>Ich seh, zuf\u00e4llig, jenen vielleicht acht Jahre j\u00fcngeren, schmalen, f\u00fcr sein Alter recht gro\u00dfen Jungen, der mich nicht sieht, <em>ich seh etwas, was du nicht siehst<\/em>, an der Hand der Mutter auf der Roll\u00adtreppe gegen\u00fcber, ich fahr rauf, er f\u00e4hrt runter, drei Minuten sp\u00e4ter ist es umgekehrt, und schon endet der Clip im D\u00fcrener Kaufhof (<em>dreizehn, bitte sieben, dreizehn, bitte sieben<\/em>) des Jahres 1968, als ich zw\u00f6lf Jahre alt bin (kriege bis heute die Tages\u00adschau-Bilder jener Zeit nicht aus dem Kopf), und der mir warum blo\u00df so bekannt vorkom\u00admende fremde Junge wohl vier. Bin ich hier und jetzt auf der Holzstra\u00dfe?<br \/>In diesem Moment kommt eine Umfrage des Amazon Verk\u00e4ufer\u00adservice, die ich umgehend l\u00f6sche: \u203al\u00f6schen\u2039, was wird nicht alles und umgehend gel\u00f6scht beim Lesen. (Zum Gl\u00fcck, zum Ungl\u00fcck.)<br \/>Hans Bender, Friederike Mayr\u00f6cker und Andreas Noga habe ich mit der best\u00e4ndigen Klage im Ohr, man habe so manches gelesene Buch umgehend vergessen. Wem geht es nicht so?<br \/>Ich habe vor wenigen Jahren den Lentz-Roman <em>Mutter\u00adsterben<\/em> gelesen und, bis auf eine vage Vorstel\u00adlung von der Sprache, vergessen, und das Buch <em>Liebeserkl\u00e4rung<\/em>, \u00fcber das es in Wikipedia hei\u00dft: <em>Susanne Messmer von der taz sprach von einer \u201ebewun\u00adderns\u00adwerten Ein\u00addring\u00adlichkeit\u201c des Textes. Das Problem, dem Liebes\u00adthema immer noch etwas Neues abzuringen, sei der Motor, der diesen \u201efuriosen Text so beweglich\u201c mache. Nicole Henne\u00adberg von der Frank\u00adfurter Rund\u00adschau verglich den Roman mit Thomas Bernhards Schimpftiraden. Sie konstatiert trotz einiger \u201ePlatti\u00adt\u00fcden\u201c, die sie auszu\u00admachen meint, eine insge\u00adsamt erotische Sprach\u00adkraft, die den Text bis zum Ende trage. Die Neue Z\u00fcrcher Zeitung nannte das Werk \u201etriumphal\u201c und \u201egro\u00dfe Literatur\u201c. F\u00fcr Friedhelm Rathjen von der Zeit kam bei der Lekt\u00fcre da\u00adgegen \u201egro\u00dfes G\u00e4hnen\u201c auf, nachdem ihn der Anfang des Buches noch relativ begeistert hatte<\/em>, habe ich ebenfalls gelesen und weit\u00adgehend ver\u00adgessen. Mu\u00df ich mein Lesen \u00e4ndern? (<em>Ulysses<\/em> erinnere ich ganz und gar.)<br \/>Oder hei\u00dft lesen, <strong>grund<\/strong>S\u00c4TZLICH, auch vergessen? (Leben hei\u00dft ja auch ver\u00adges\u00adsen.) Rettet Verges\u00adsen Leser, bewahrt sie so davor, da\u00df der Kopf platzt, geistig gek\u00f6pft zu werden, wie es in Gottfried Kellers Roman <em>Der Gr\u00fcne Heinrich<\/em> (in anderem Zusammen\u00adhang) hei\u00dft? Wie viele kleine Tode erlebe ich, bevor ich dem gro\u00dfen Tod begegne? Und \u2013 was mach ich hier eigentlich: Drei Tage Leben \u2013 mit <em>Textleben<\/em> \u2013 texten? Cui bono? (Mihi.) <em>Ich schreibe im Moment nicht. Es ist einfach voll\u00adkommen unm\u00f6glich, denn Schreiben treibt mich immer ins Sterben hinein, in diesen perma\u00adnenten Schmerz<\/em>, schreibt mir eben jemand in einem ausf\u00fchrlichen, auf diffe\u00adrenzierte Weise in die Tiefe gehenden, bildhaft fein formu\u00adlierten elek\u00adtro\u00adnischen Brief \u2026<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Schlu\u00dfst\u00fcck<\/em><br \/><br \/>Der Tod ist gro\u00df.<br \/>Wir sind die Seinen<br \/>lachenden Munds.<br \/>Wenn wir uns mitten im Leben meinen,<br \/>wagt er zu weinen<br \/>mitten in uns.<br \/><br \/><em>Rainer Maria Rilke<br \/><\/em> Ich erinnere allerdings \u2013 das Ged\u00e4chtnis ist ein romantisch verkl\u00e4\u00adrender Optimist \u2013 <strong>ganz klar<\/strong> (klar!) die Aus\u00adeinander\u00adsetzung mit den beiden B\u00fcchern <em>Mutter\u00adsterben<\/em> und <em>Liebes\u00aderkl\u00e4\u00adrung<\/em>, genauso wie ich die Konfron\u00adtation mit den Gedichten in <em>Aller Ding<\/em> und <em>Offene Unruh<\/em> vergegen\u00adw\u00e4rtige: Ich erlebte die vier B\u00fccher als Tours de Force mit kitzliger Unruhe, gereizter Ungeduld, einerseits beja\u00adhend, andererseits vernei\u00adnend, hier zustimmend, dort abwinkend, einmal vor mich hin schimpfend, dann wieder, besonders auf\u00admerkend, l\u00e4chelnd (\u201eusw.\u201c).<br \/><br \/>Zwischendurch lese ich die Mail meines Sohnes Andreas: <em>Die G\u00e4ste des \u201eHeimspiels\u201c auf der Z\u00fclpi\u00adcher Stra\u00dfe inklusive Bernd und mir waren mal wieder fassungslos ob dieser unn\u00f6ti\u00adgen Nieder\u00adlage. Die ersten 35\/40 Minuten eine richtig starke Leistung, der Ball lief sicher durch die eigenen Reihen \u2013 Hoffen\u00adheim v\u00f6llig ideenlos. Also macht man vor und nach der Pause einfach wieder zwei Geschenke. Wieder eine Ein\u00adnahme\u00adquelle futsch. Bitter!!!<\/em> \u2013 und denke an S\u00e1ndor M\u00e1rai: <em>Denn nicht nur du schreibst das Buch; gleich\u00adzeitig schreibt das Buch auch dich. Es ist ein ewiger Leihproze\u00df, vergi\u00df das nicht<\/em>, und freue mich, da\u00df mir das n\u00e4chtliche Fu\u00df\u00adball\u00adspiel in diesem Augen\u00adblick, zum Gl\u00fcck, zum Gl\u00fcck, schon wieder ziemlich einerlei ist, ich kann eh nichts machen, seit Jahren kann ich eh nichts machen gegen diese beinahe immer\u00adw\u00e4hrende Talfahrt eines Fu\u00dfball\u00adklubs, von dem Toni Schu\u00admachers Mutter einst meinte, das sei ein feiner Club.<br \/><br \/>Im ersten <em>Textleben<\/em>-Kapitel <em>Vom Ich und zur\u00fcck. Poetologien<\/em> lese ich, beispiels\u00adweise, tempe\u00adramentvolle Selbst-\/Ausk\u00fcnfte eines wissen\u00adschaft\u00adlich-lyrisch bzw. poetisch-analy\u00adtisch sowie kri\u00adtisch-selbst\u00adkritisch den\u00adkenden, (gern salopp) formu\u00adlierenden, schrei\u00adbenden, sich auf hoch\u00adartifi\u00adzielle <em>und<\/em> emotions\u00adgela\u00addene Art und Weise er\/finden\u00adden Autors, der fortlaufend, tempo\u00adreich Kreuz- und Quer\u00adverbin\u00addungen erzeugt, Begriffe hinter\u00adfragt, Alphabet \u00b7 Avantgarde \u00b7 Barock \u00b7 Experiment \u00b7 Expres\u00adsionismus \u00b7 konkrete Poesie \u00b7 Laut\u00adpoesie \u00b7 Moderne \u00b7 Romantik \u00b7 Tradition \u00b7 Wort \u201eusw.\u201c im Zusammen\u00adhang mit gegen\u00adw\u00e4rtiger Gedicht\u00adproduktion ins Spiel bringt u.a.m.<br \/>Wiederholt in den Textflu\u00df eingestreut: Lentz-Schlenzer, die, kurz und herzlos, sitzen\u00a0\u2013 zack: <em>Nennen wir noch, jenseits der Ismen, Rolf Dieter Brinkmann.<\/em> Kaum ist der Satz gelesen, lodert hinter dem Namen die blaue Flamme auf, die Geist und Seele seit Jahrzehnten befeuert. Und drum sehe ich es, in diesem Augenblick des Lesens, wie jedes Mal, wieder: Das \u00b7 ist \u00b7 <em>ein anderes Blau<\/em>.<br \/>Lentzscher Imperativ: Wer <em>Dichter<\/em> sein <strong>will<\/strong> (und nicht etwa Spitzen\u00adkl\u00f6ppler, denke ich hinzu) und sich nicht mit Gedichten von Charles Baudelaire \u00b7 Gunnar Ekel\u00f6f \u00b7 Stefan George \u00b7 Robinson Jeffers \u00b7 Sergej Jessenin \u00b7 Philip Larkin \u00b7 Wladimir Majakowski \u00b7 Cesare Pavese \u00b7 Sylvia Plath \u00b7 Ezra Pound \u00b7 Reinhard Priessnitz \u00b7 Arthur Rimbaud befa\u00dft hat (die Auf\u00adz\u00e4hlung suggeriert, natur\u00adgem\u00e4\u00df, das Mayr\u00f6cker\u00adsche \u201eusw.\u201c), der kriegt vom Spielleiter, nein, da kennt der Wilde keine Milde, nicht die gelbe, nein, \u2026 (<em>ohne Gnade. Schade!)<\/em> die rote Karte vor staunende Augen gehalten: <em>Der Dichter muss sich ganz auskennen,<\/em> [\u2026] <em>wer bei August Stramm glaubt, sich verh\u00f6rt zu haben, ist f\u00fcr die Poesie verloren<\/em> [\u2026] <em>und wer nie seinen Jesse Thoor mit Tr\u00e4nen las,<\/em> [\u2026] <em>hat keine Ahnung, wie schwer das auf\u00adscheinend Einfache ist \u2026<\/em><br \/>Lentz, dynamisch-sanguini\u00adscher poeta doctus, homo ludens et musicus, l\u00e4\u00dft mich im Anschlu\u00df an ins Detail von Rhetorik, Linguistik, Inter\u00adtextua\u00adlit\u00e4t \u201eusw.\u201c gehenden <em>Werk\u00adbesich\u00adti\u00adgungen<\/em> teilhaben, die mir die beWUNDErte Wortkunst von Carlfriedrich Claus \u00b7 Uwe Dick \u00b7 Bodo Hell \u00b7 Friederike Mayr\u00f6cker \u00b7 Oskar Pastior (inkl. Herta M\u00fcllers <em>Atem\u00adschaukel<\/em>) \u00b7 Josef Anton Riedl \u00b7 Gerhard R\u00fchm \u00b7 Valerie Scherstjanoi fabel- und wesen\u00adhaft vor meine nach immer mehr gierenden Augen f\u00fchren, w\u00e4hrend im nachfolgenden Kapitel <em>Andere: Reverenzen<\/em> erwiesen werden \u2013 und wieder flackern Fl\u00e4mmchen beim Lesen allein schon von Namen: Hartmut Geerken (in Michael Lentz&#8216; ureigener \u2013 faksimi\u00adlierter \u2013 Hand\u00adschrift \u2013 \u203aHand\u00adschrift\u2039: ein Stichwort, mit dem ich das n\u00e4chste Fa\u00df aufmache, ohne nun weiter daraus zu zapfen) \u00b7 Thomas Kling (<em>who the fuck is eigent\u00adlich dieser kling<\/em>, fragt ein Leser am 15. Oktober 2011 in der <em>Lyrikzeitung<\/em>, in <em>Textleben<\/em> gibt Lentz vielseitig Antwort \u2013 u.a. mit dem Gedichtzitat <em>\u00dcber das Bildfinden II: aber die sprache, \/ aber die sprache, \/ aber die sprache: \/ dies st\u00e4ndige, st\u00e4ndige, \/ vollst\u00e4ndige fragment<\/em>) \u00b7 Thomas Mann \u00b7 Helga M. Novak \u00b7 Joachim Ringelnatz \u00b7 Robert Walser. Im Kapitel <em>Alte: Gr\u00f6\u00dfe<\/em> trifft der Leser auf umf\u00e4ngliche Essays zu Gottfried Benn (<em>ein irdisches Vergn\u00fcgen in B.<\/em>) sowie Rainer Maria Rilke und hier auf die <em>hohlen N\u00fcsse<\/em>, notabene weit weg von den knackigen Aus\u00adsagen \u00fcber zeitgen\u00f6ssische Lyriker (wohin sie der FAZ-Mitarbeiter in der <em>Textleben<\/em>-Besprechung verlegt), von denen mir <em>Ich finde Stolter\u00adfoht ganz ausge\u00adzeichnet<\/em> besonders im Ged\u00e4chtnis haften bleibt:<br \/><br \/><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Es geh\u00f6rt unter anderem zum guten Ton \u2013 der nicht immer der beste sein muss \u2013, Rilkes Texten Kitsch vorzuwerfen. Aber abge\u00adsehen davon, da\u00df der Ruf, \u203akitschig\u2039 zu sein\u2039, nicht der schlech\u00adteste sein mu\u00df und manche Autoren im Unter\u00adschied zu Rilke so ent\u00adt\u00e4u\u00adschend hohle N\u00fcsse sind, dass sie keinerlei Vorw\u00fcrfe produ\u00adzieren, kontert Rilke den Vorwurf selbst: indem er gelesen wird. Lesend lernt man einen Dichter kennen, der wie kein anderer unter\u00adschiedliche stilis\u00adtische und rheto\u00adrische Register zu ziehen wusste, dabei mit seiner Dich\u00adtung immer erst unter\u00adwegs war zu einer \u203aanderen\u2039 Sprache, zu einer utopi\u00adschen Auf\u00adhabung der Differenz von Ding und Wort.<br \/>Die zwischen 2001 und 2011 an verschie\u00addenen Orten publi\u00adzierten Texte hat Hubert Winkels als in sich geschlos\u00adsen wir\u00adkendes, offenes, lebendiges Buch (in dem der Tod permanent anklopft) zu einer geballten Textladung kombiniert, die f\u00fcr den aufblickenden Leser zum Feuerwerk wird \u2013 <em>Textleben<\/em> entflammt, begeistert, ist berauschendes, launiges Lese\u00adabenteuer, bei dem ich den technisch ver\u00adsierten, Doppel\u00adp\u00e4sse mit sich selbst spielenden Teufels\u00adkerl Lentz \u2013 nach der Mittel-Zweck-Devise <em>wat mutt, dat mutt<\/em> \u2013 auch als K\u00e4mpfertyp erlebe, der auf gut deutsch klarlegt, wo Barde Bartholom\u00e4us den musischen Most holt.<br \/>Mit den Essays <em>Intermedialit\u00e4ten<\/em> \u2013 <em>Samuel Becketts Fern\u00adseh\u00adspiele<\/em> und <em>Experi\u00admentelle Schriftfilme<\/em> \u2013 wird etwas abge\u00adschlossen, das nicht abzu\u00adschlie\u00dfen ist, ist doch der schrei\u00adbende Mensch, in diesem Falle: M. Lentz (<em>so lang ein Mensch ein Buch schreibt, kann er nicht ungl\u00fccklich sein<\/em>, schreibt Jean Paul), immer unterwegs, immer unterwegs, immer <em>unterwegs ins<\/em> \u2013<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-table\">\r\n<table>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td style=\"text-align: justify;\">o<\/td>\r\n<td style=\"text-align: justify;\">\u00a0\u00a0\u00a0<\/td>\r\n<td style=\"text-align: justify;\"><strong>Textleben.<\/strong> <em>(\u00dcber Literatur, woraus sie gemacht ist, was ihr vorausgeht und was aus ihr folgt)<\/em><\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/figure>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Ein Essay \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/\">Lyrikvermittler<\/a> Theo Breuer.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_44595\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-image-44595 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-caption-text\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugt der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> dieses\u00a0 post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>. Warum<\/span> Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Lesen Sie auch Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik<\/em><\/a>. KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>. Lesen Sie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber die interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit von Angelika Janz, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin.<\/em> Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">hier<\/a>, ein Essay fasst das transmediale Projekt<em> &#8222;<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\">Wortspielhalle<\/a>&#8220; <\/em>zusammen<em>. <\/em>Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/06\/17\/beschwoerungszauber\/\">Holger Benkel<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/09\/17\/rettungsversuche-der-literatur-im-digitalen-raum\/\">A.J. Weigoni<\/a>. Lesenswert auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Gratulation<\/a> von Axel Kutsch durch Markus Peters zum 75. Geburtstag. Nicht zu vergessen eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> &#8222;Biby&#8220; Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv. Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\r\n<p><span data-outline-text=\"true\">\u00a0<\/span><\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine \u2013 Gedanken verbindende \u2013 Ann\u00e4herung an Michael Lentz Wer wird nicht einen Klopstock loben?Doch wird ihn jeder lesen? \u2013 Nein!Wir wollen weniger erhobenund flei\u00dfiger gelesen sein. Gotthold Ephraim Lessing Sie verstehen Ihre Welt ringsum nicht? Lesen Sie Oskar Pastior.&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2011\/11\/25\/textleben-%c2%b7-lebenstext-kein-erklaerungsversuch\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":9,"featured_media":19900,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[128,84],"class_list":["post-63406","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-michael-lentz","tag-theo-breuer"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63406","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/9"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=63406"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/63406\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=63406"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=63406"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=63406"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}