{"id":63140,"date":"2009-04-21T00:01:00","date_gmt":"2009-04-20T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=63140"},"modified":"2021-07-22T08:52:20","modified_gmt":"2021-07-22T06:52:20","slug":"sekunden-der-ohnmacht","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2009\/04\/21\/sekunden-der-ohnmacht\/","title":{"rendered":"Sekunden der Ohnmacht"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit \u00fcber vierzig Jahren ist das poetische Werk des 1937 im litauischen Klaipeda geborenen Tomas Venclova von den gesellschaftlichen und politischen Verwerfungslinien in Osteuropa gepr\u00e4gt. Dennoch geh\u00f6ren seine Gedichte nach Durs Gr\u00fcnbein \u201ezum Unzeitgem\u00e4\u00dfesten, was die zeitgen\u00f6ssische europ\u00e4ische Poesie zu bieten hat\u201c. Wenn dieser offensichtliche Widerspruch eine der Ursachen f\u00fcr die dichterische Bedeutung des \u201eOdysseus aus Vilnjus\u201c sein sollte, dann sind Topoi und Verfahrensweisen zu benennen, die dieser Dichtung durch die semantisch-syntaktischen \u00dcbersetzungskonturen hindurch eine solch nachhaltige, bewundernde Rezeption in Europa und Nordamerika verleihen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der vorliegende Band, nach Venclovas Gedichtband <em>Vor der T\u00fcr das Ende der Welt<\/em>\u00a0im Hamburger <em>Rospo-Verlag<\/em> 2000, die zweite umfangreiche Gedichtauswahl im deutschsprachigen Raum, kann in mehrerer Hinsicht eine Antwort darauf geben. Er umfasst rund ein Drittel des poetischen Werkes von Venclova; seine inhaltlichen Assoziationsfelder reichen von der tragischen Niederschlagung der ungarischen Republik im Jahr 1956 bis zu philosophischen Reflexionen \u201eim friedlichen Winkel Europas zwischen Wannsee und Potsdam\u201c im Jahr 2003. Auf diesen Feldern zeichnen sich die Ereignisse um den Einmarsch der Warschauer Paktstaaten in die Tschechoslowakei 1968 ebenso ab, wie die Werftarbeiterstreiks im Dezember 1970 in Polen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Ermordung des russischen Dissidenten Konstantin Bogatyrjow im Jahr 1976 erfasst Venclova unter Verweis auf die ber\u00fchmte erste Strophe aus Dantes <em>G\u00f6ttlicher Kom\u00f6die<\/em>; die durch Mauer und Stacheldraht geteilte Stadt Berlin im Jahr 1979, zwei Jahre nach seiner erzwungenen Emigration, ger\u00e4t in das Visier des nunmehr ruhelos reisenden Dichters und Essayisten: in zahlreichen Subtexten setzt er sich mit Anna Achmatowas und Joseph Brodskys Poemen \u00fcber Petersburg auseinander; in seinen hoch verschl\u00fcsselten Texten \u00fcber die in Graut\u00f6nen gehaltene litauische Landschaft tauchen Partisanen aus der Kriegs- und Nachkriegszeit auf, in einem Drei-Strophen-Poem wagt Venclova im Winter 1991, w\u00e4hrend der milit\u00e4rischen Auseinandersetzungen um Vilnjus, nach einem Vortrag an der Yale-University eine Prognose \u00fcber die Zukunft Litauens; in einer urbanistischen Reflexion aus dem Jahr 2000 \u00fcber eine \u201eNeue Postkarte aus der Stadt K.\u201c zeichnet er die materialen und psychischen Verw\u00fcstungen im einst ostpreu\u00dfischen K\u00f6nigsberg auf.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Worin besteht nun, angesichts der intensiven, tief greifenden Diagnosen der Zeitenl\u00e4ufe in der zweiten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts, das \u201eUnzeitgem\u00e4\u00dfe\u201c der Poetik von Venclova? Aus welchen Quellen speist sich \u201eeine Stimme von so lakonischer Schwere, so unersch\u00fctterlicher Gefasstheit\u201c (Durs Gr\u00fcnbein)? Auf welche Weise bildet sich in diesen Gedichten eine oft abgekl\u00e4rte, beinahe elegische Stimmung in enger Verbindung mit strengen metrischen Strukturen heraus? Wo sind die Urspr\u00fcnge der philosophisch und poetologisch aufgeladenen Texte zu suchen?<br \/>In seinem Nachwort verweist Gr\u00fcnbein zu Recht auf die enge geistige und dichterische Verwandtschaft Venclovas mit Joseph Brodsky und Czes\u0142aw Mi\u0142osz, mit denen er \u201eein Dreieck aus russischen, polnischen und litauischen Traditionen\u201c bildet. Von den Russen, nicht nur von seinem langj\u00e4hrigen Freund Brodsky, habe er ein System verstecktester Anspielungen und eine Akrobatik der Verskunst erlernt, sei von der klassischen Poetik (Puschkin) wie auch der fr\u00fchen Moderne (Mandelstam, Blok, Achmatowa) inspiriert worden und nicht zuletzt auch vom Jazz der Leningrader Szene der fr\u00fchen 70er Jahre.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nat\u00fcrlich sei ihm auch die \u201egedankenstrichschnelle\u201c Marina Zwetajewa ebenso vertraut gewesen wie das poetologische Konzept des dichterischen Zeitgenossen, wie es Mandelstam entworfen habe. Und wo dieses dichte und zugleich zarte Geflecht nicht ausreichte, da habe er auch aus antiken und christlichen Quellen gesch\u00f6pft, um die geistige Verlorenheit der Sowjet\u00e4ra, die urbane ver\u00f6dete Landschaft im Osteuropa der 50er bis 70er Jahre mit einem neuen, geheimen Kanon aufzuladen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Daraus habe sich eine doppelte Belichtung von Vergangenheit und Gegenwart entwickelt, die Venclova in eine Gegenposition zum Zeitgeist treten lassen, die ihn gleichsam zu einer Gegenkraft seiner Epoche machen. Die sich dabei herausbildende Z\u00e4higkeit im Umgang mit den gigantischen Torheiten des kommunistischen Systems und der vielstimmigen zeitgen\u00f6ssischen Alogik der liberaldemokratischen und starrsinnigen republikanisch-nationalen Ordnungen, so k\u00f6nnte man hinzuf\u00fcgen, bilden weitere Quellen der Poetik Venclovas.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer sich aufmerksam in die Tiefendimensionen der vorliegenden, von Claudia Sinnig (Interlinear- und literarische \u00dcbertragungen aus dem Litauischen) und von Durs Gr\u00fcnbein \u00fcbersetzten Poeme einliest, der wird vor allem in den Abschnitten I und II einpr\u00e4gsame, wenn auch manchmal schwer zu entschl\u00fcsselnde Bild- und Gedankenmuster von politischen, geologischen und geisteswissenschaftlichen ost- und ostmitteleurop\u00e4ischen Landschaften erhalten. Mit dem Blick auf den durch die Rote Armee blutig niedergeschlagenen Budapester Aufstand im Sp\u00e4therbst 1956 notiert das lyrische Ich eine Geschichte \u00fcberschreitende Agonie:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: center;\"><em>Nur eine Sekunde der Ohnmacht.<br \/>Nun kommen wir nie mehr dorthin,<br \/>o blutrot im Wasser der Donau<br \/>Das Bild des Novembers verschwindet.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im September 1968 widmet Venclova in \u201eGedicht \u00fcber die Freunde\u201c der auf dem Roten Platz mit einigen Freunden gegen die Niederschlagung des Prager Fr\u00fchlings protestierenden russischen Dichterin Natalja Gorbanewskaja eine fast gnostische Hymne:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: center;\"><em>Und wieder, mit r\u00fchrender Gro\u00dfmut, Herbst,<br \/>\u00dcber H\u00e4usern und Gleisen der fremden,<br \/>Von ein paar Seelen erretteten Stadt<br \/>Beginnt in dieser Stunde der September.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im \u201eGespr\u00e4ch im Winter\u201c gedenkt er von Litauen aus der Opfer der Werftarbeiterstreiks in Stettin und Danzig, wobei er aus gro\u00dfer zeitlicher Distanz von einer \u201eGravitation des Todes\u201c spricht, die \u201ean den Pflanzen, Menschen \/ Und Dingen\u201c zerrt. 1979 markiert ein kollektives Ich den politisch-geographischen Standort Berlin:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: center;\"><em>Wir sehn den umgest\u00fclpten Himmel, Soldaten patrouillieren.<br \/>Blaulicht, das peitscht. Ein Fleck prangt herrisch an der Mauer.<br \/>Die Leere, richtungslos.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Venclova, in den 80er und 90er Jahren nicht nur in Europa unterwegs, reflektiert 1996 bei einem Besuch in Peking den Zustand der chinesischen Gesellschaft nach der Niederschlagung der Studentenrevolte auf dem \u201ePlatz des Friedens\u201c:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: center;\"><em>Hundert oder f\u00fcnfzig Meter von hier<br \/>stand der unbewaffnete Mann, der einen der nahenden Panzer<br \/>f\u00fcr kurze Zeit z\u00e4hmte. Irgendwo ist er noch, nicht gefangen,<br \/>und wei\u00df nicht, dass seine unfassbare Geste der Welt den Atem raubte.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass Venclova den Status eines Dichters aufweist, der historische Zusammenh\u00e4nge \u00fcber gro\u00dfe geographische Distanzen hinweg erfassen kann, ohne freilich eine \u00fcberzeugende sachlogische Erkl\u00e4rung f\u00fcr die nachhaltige Wirkung von welthistorischen Ereignissen liefern zu k\u00f6nnen, verdeutlicht das Poem \u201eDie D\u00fcnen in Watemill\u201c. Es setzt ein mit einer einfachen Naturbeschreibung (\u201eLong Island\u201c) und beschreibt dann die in der Tat bedeutende Rettungsaktion des japanischen Konsuls Chiune Sugihara in Vilnjus des Jahres 1941. Er versorgte \u2013 gegen die konsularischen Vorschriften \u2013 Tausende litauischer Juden mit Transitvisa f\u00fcr Japan und rettete ihnen damit das Leben, wie in den Kommentaren zu diesem Band von Claudia Sinnig zu lesen ist.<br \/>Einen besonderen Aspekt bilden in den Poemen Venclovas die zahlreichen zoomorphen Wesen, die als Metaphern die psychischen Befindlichkeiten der Protagenisten markieren. Einige Beispiele m\u00f6gen solche Verfahren verdeutlichen. In \u201eEmigrantin\u201c aus dem Jahre 2000 setzt er sich mit dem schweren Los einer m\u00f6glicherweise aus Litauen ausgewiesenen Frau auseinander, die in dem US-amerikanischen Exil in wachsende Isolation ger\u00e4t. Die dort auftauchenden Tiere (Waschb\u00e4r, Eichh\u00f6rnchen, Ameisen) versinnbildchen deren Ann\u00e4herung an die Gro\u00dfstadtwelt der Menschen, die in einer offensichtlich immer gr\u00f6\u00dferen Entfremdung voneinander leben:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: center;\"><em>All diese Str\u00f6me ins Nichts. Ein Waschb\u00e4r schleicht um die Garage,<br \/>Klopft mit der Schnauze ans Tor. Eichh\u00f6rnchen lodern im Nadelgestr\u00fcpp.<br \/>\u2026 Unter Bl\u00e4ttern erschauert der Zweig.<br \/>Ameisen schuften.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ebenso bildm\u00e4chtig beschreibt ein kollektives lyrisches Ich \u2013 auf der visuellen Wahrnehmungsebene \u2013 in dem Gedicht \u201eAn den Seen\u201c, das Claudia Sinnig gewidmet ist, die Seenlandschaft um Potsdam. Doch in den Tiefenschichten von Natur- und Kulturraum lauert auch dort die totalit\u00e4re Vergangenheit:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: center;\"><em>Die Ebene ist angef\u00fcllt mit dem Wasser<br \/>des Todes des Lebens,<br \/>\u2026<br \/>ein Schatten liegt auf<br \/>der Vergangenheit (wie auf der Gegenwart),<br \/>im Licht der ersten heiteren Wochen.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Und nur wenig sp\u00e4ter erweist sich das nachdenkende Ich als hilflos bei der Bewertung der Vergangenheit, aus der die Ph\u00e4nomene Riefenstahl, H\u00e4ftling, schwarze Namensz\u00fcge oder Fl\u00fcchtling auftauchen:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: center;\"><em>Die Vergangenheit bringt keine Erleuchtung, doch versucht sie,<br \/>etwas zu sagen. Vielleicht begreift ja die Kr\u00e4he uns<br \/>und den Schmutz der Geschichte besser als wir.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Es zeichnet sich also, je mehr wir in die Tiefenstrukturen dieser so sinnm\u00e4chtigen Poesie vorsto\u00dfen, eine eigenwillige, \u201eunzeitgem\u00e4\u00dfe\u201c Beleuchtung eines Jahrhunderts der Kriege, Massenerschie\u00dfungen, Vertreibungen und eines nicht auslotbaren psychischen Leids ab. Sie wird von einem Scheinwerfer ausgel\u00f6st, der gleichsam tastend die sichtbare Wirklichkeit erfasst, um deren R\u00e4tselhaftigkeit mit gnostischen Erl\u00e4uterungen zu versehen. Dieser \u201eMangel\u201c an Effekthascherei, wie sie vor allem die postmoderne Poesie pflegt, erweist sich als die Wirkm\u00e4chtigkeit von \u201eBildern\u201c, die sich auch nach einer Schichten-Analyse nicht in ph\u00e4nomenologisch verdichteten Aussagen aufl\u00f6sen, sondern als gleichsam menetekelhafte Schlaglichter unser Unterbewusstsein aufscheuchen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dass in der vorliegenden Ausgabe zahlreiche, f\u00fcr den einf\u00fchlsamen, aber ahnungslosen Leser \u201edunkle\u201c Felder beleuchtet werden, ist einer vorbildlichen editorischen Arbeit zu danken. Zahlreiche Gedichte sind mit Erl\u00e4uterungen versehen, die den biographischen und geschichtlichen Hintergrund mancher lyrischen Protagonisten aufhellen. Das Nachwort von Durs Gr\u00fcnbein zeugt von einer fundierten Kenntnis einer eigenwilligen Poetik, die durch die sprachliche Vermittlung von Claudia Sinnig und manches Gespr\u00e4ch mit dem Autor eine deutende Vertiefung erfahren hat.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist deshalb zu w\u00fcnschen, dass die Botschaften einer bedeutenden europ\u00e4ischen Dichterpers\u00f6nlichkeit aus dem amerikanischen Exil von einer gr\u00f6\u00dferen deutschsprachigen literarischen \u00d6ffentlichkeit aufgenommen werden. Vielleicht war die Lesereise von Tomas Venclova durch Deutschland im November 2008 ein anregender Auftakt zu einer eingehenden Begegnung mit seiner Poesie.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<div id=\"attachment_89239\" style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/Tomas_Venclova.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-89239\" class=\"wp-image-89239 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/Tomas_Venclova-225x300.jpg\" alt=\"\" width=\"225\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/Tomas_Venclova-225x300.jpg 225w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/Tomas_Venclova-260x347.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/Tomas_Venclova-160x213.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2009\/04\/Tomas_Venclova.jpg 360w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-89239\" class=\"wp-caption-text\">Tomas Venclova. Photo: Mariusz Kubik<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span id=\"productTitle\" class=\"a-size-extra-large\"><strong>Vor der T\u00fcr das Ende der Welt<\/strong>: Gedichte von Tomas Venclova, Rospo-Verlag, Hamburg<br \/><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong>\u00a0Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO weiterhin zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Seit \u00fcber vierzig Jahren ist das poetische Werk des 1937 im litauischen Klaipeda geborenen Tomas Venclova von den gesellschaftlichen und politischen Verwerfungslinien in Osteuropa gepr\u00e4gt. 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