{"id":6295,"date":"2012-08-08T00:53:57","date_gmt":"2012-08-07T22:53:57","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6295"},"modified":"2019-06-27T16:06:51","modified_gmt":"2019-06-27T14:06:51","slug":"moglichkeiten-der-vermarktung-iv-werkstattgalerie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/08\/08\/moglichkeiten-der-vermarktung-iv-werkstattgalerie\/","title":{"rendered":"M\u00f6glichkeiten der Vermarktung IV &#8211; Werkstattgalerie"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/IMG_0037.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-6297\" title=\"Nudeln machen billig satt.\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/IMG_0037-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"456\" height=\"303\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/IMG_0037-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/IMG_0037-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/a>Neben den sonst in jeder mittleren Kleinstadt \u00fcblichen Ateliergemeinschaften, oft nicht aus Zuneigung zu einander entstanden, sondern aus der Notwendigkeit, gibt es auch weitergehende M\u00f6glichkeiten der Zusammenarbeit. Allein ein Atelier zu mieten \u00fcbersteigt meist oder zumindest oft die finanziellen wie organisatorischen M\u00f6glichkeiten des oder der Einzelnen. Also schlie\u00dft man sich notgedrungen zu einer K\u00fcnstlergruppe oder Ateliergemeinschaft zusammen. Da gibt es meist auch keine gemeinsamen Manifeste oder Vorstellungen, ja sogar die Schnittmengen der k\u00fcnstlerischen Interessen gestalten sich oft als eher inhaltsleer oder nicht vorhanden. Aber wen interessiert schon Mengenlehre, wenn es um das k\u00fcnstlerische Existieren geht! Oft sind es vier bis sieben Leute, die gemeinsam verlassene R\u00e4ume in abgeranzten Firmengeb\u00e4uden anmieten, oft noch zu viel zu hohen Geb\u00fchren. (Jeder wei\u00df, mit Kunst l\u00e4sst sich Geld verdienen. Entweder man vermietet renovierungsbed\u00fcrftige R\u00e4ume als Ateliers, verkauft K\u00fcnstlermaterialien in gro\u00dfem Stil oder man wird Kunstdezernent ,vielleicht auch Kunstspekulant.) Wenn man Gl\u00fcck hat, dann findet sich auch ein echter M\u00e4zen, der \u00fcber Jahre hinweg gute R\u00e4ume zur freien Nutzung zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Stellen wir uns vor, einer Kleinstadtk\u00fcnstlergruppe sei dieses Gl\u00fcck widerfahren, nachdem jemand gefordert hatte: \u201eGebt uns W\u00e4nde!\u201c Stellen wir uns weiter vor, dass diese R\u00e4ume unter der Pr\u00e4misse vergeben wurden, dass dort regelm\u00e4\u00dfig Ausstellungen stattfinden, dann kann tats\u00e4chlich etwas wie eine Werkstattgalerie entstehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grundlage einer solchen Einrichtung sollte folgendes sein:<\/p>\n<ol style=\"text-align: justify;\" start=\"1\">\n<li>Jedes Jahr werden verschiedene ortsfremde K\u00fcnstler ausgestellt, so kann es auch zu K\u00fcnstleraustauschen kommen.<\/li>\n<li>Die Mitglieder der Ateliergemeinschaft k\u00fcmmern sich um die Werbung und Unterbringung der anderen K\u00fcnstler, suchen au\u00dferdem Sponsoren, damit alles realisiert werden kann.<\/li>\n<li>Die Werkstattgalerie nimmt bei Verk\u00e4ufen keine Beteiligung. Jeder Verkauf kommt zu hundert Prozent dem ausstellenden K\u00fcnstler zugute.<\/li>\n<li>Jedes Jahr zum Jahresende (Totensonntag ist ein sehr guter Termin) wird eine Jahresausstellung mit allen K\u00fcnstlern der gemeinschaft veranstaltet, dann kommen auch viele Besucher.<\/li>\n<li>Weiterhin werden in unregelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden Konzerte oder Theaterabende geboten, Vorlesungen oder Performances, Poetryslams und Tanztheater. Auch Filme und weitere Ideen sind nat\u00fcrlich gefragt. Und sei es eine Origamivorf\u00fchrung.<\/li>\n<li>Eine gut funktionierende Werkstattgalerie kann auch auf Augenh\u00f6he mit anderen Galerien zusammen arbeiten, ohne sich deren Forderungen v\u00f6llig zu unterwerfen.<\/li>\n<li>Eine sehr gut agierende Gemeinschaft sollte weiterhin auch regelm\u00e4\u00dfig Kurse und eine j\u00e4hrliche Kulturwoche mit vielen Aktionen anbieten.<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ja, auch dies ist eine Form der K\u00fcnstlerselbstvermarktung, denn auch wenn hier viel Eigenengagement gefragt ist, auch wenn der einzelne K\u00fcnstler nicht seine ganze Aufmerksamkeit der eigenen Kunst widmen kann, so wird er letztlich doch profitieren, denn zun\u00e4chst erwirbt er damit einen l\u00e4ngerfristigen Anspruch auf ein eigenes Atelier. Weiterhin kann er davon ausgehen, dass sein Name zumindest lokal durch solche Aktivit\u00e4ten bekannter wird und daraus folgt dann oft ein gewisses Ma\u00df an stetigen Auftr\u00e4gen oder kleineren Ank\u00e4ufen, denn auch die anderen wissen, dass man vom Applaus allein nicht leben kann.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Zum Thema K\u00fcnstlerb\u00fccher finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=23600\">Essay<\/a> \u00fcber den Wandel des Museums.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Neben den sonst in jeder mittleren Kleinstadt \u00fcblichen Ateliergemeinschaften, oft nicht aus Zuneigung zu einander entstanden, sondern aus der Notwendigkeit, gibt es auch weitergehende M\u00f6glichkeiten der Zusammenarbeit. 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