{"id":62796,"date":"2008-11-16T00:01:00","date_gmt":"2008-11-15T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=62796"},"modified":"2022-09-27T11:58:00","modified_gmt":"2022-09-27T09:58:00","slug":"liebhaber-und-ausstellungen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/11\/16\/liebhaber-und-ausstellungen\/","title":{"rendered":"LIEBHABER UND AUSSTELLUNGEN"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist sonntagmorgens, f\u00fcnf nach zehn, und G\u00fcnther Kimmerle ist unausgeschlafen. Er betrachtet sich im Spiegel, w\u00e4hrend er sich rasiert. Er sieht schlecht aus. Die Augenr\u00e4nder sind ger\u00f6tet, die Tr\u00e4nens\u00e4cke geschwollen. Geplatzte Blutgerinnsel zersetzen die Iris. Zwischen den Augenbrauen und um den Mund herum kr\u00e4useln sich F\u00e4ltchen.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">G\u00fcnther Kimmerle hasst dieses Gesicht. Es geh\u00f6rt ihm nicht, es ist ihm fremd. Wenn er in den Spiegel sieht, erwartet er, ein ande\u00adres zu sehen. N\u00e4mlich das Gesicht des kleinen Jungen, der er war. Vielleicht dreizehn Jahre alt, vielleicht auch \u00e4lter. Dieses B\u00fcrsch\u00adchen, das d\u00fcster blickende Grimassen vor dem Spiegel schneidet und den Helden der Fernsehserie nachahmt, die es seit zwei Jah\u00adren gewissenhaft verfolgt. Ein J\u00fcngling, der ungeduldig den blondr\u00f6tlichen Schatten \u00fcber den Lippen mustert und sich \u00fcber die Pickel \u00e4rgert. Er wei\u00df, er selbst wird eines Tages verschwun\u00adden sein und an seiner Stelle wird ihm im Spiegel das Gesicht des Erwachsenen, des tapferen G\u00fcnther Kimmerle erscheinen, der zu dem Zeitpunkt in der Zukunft m\u00f6glicherweise schon viel mehr erreicht haben wird als der Held der TV-Serie. Darauf wartet er. Mit jedem Blick in den Spiegel erwartet er, das Gesicht des zu\u00adk\u00fcnftigen G\u00fcnther Kimmerle endlich zu sehen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Es er\u00fcbrigt sich zu sagen, dass die Blicke des J\u00fcnglings und die des Erwachsenen sich im Spiegel nie gekreuzt haben. Die beiden sind sich nie begegnet. Das liegt nicht allein an physikalischen Ph\u00e4nomenen wie Zeit und Raum. Es ist haupts\u00e4chlich die Folge eines Missverst\u00e4ndnisses, das die beiden auf parallel laufende Bahnen f\u00fchrt und parallel existierende Erwartungen hegen l\u00e4sst.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Was der erwachsene G\u00fcnther Kimmerle erwartet, ist, jenes Gesicht im Spiegel zu erblicken, das er an einem gewissen Abend, als er sich die Z\u00e4hne putzte und, wie \u00fcblich, Grimassen vor dem Spiegel schnitt, zum ersten Mal als sein eigenes wahrgenommen hatte. Er will jenen intensiven Augenblick bewusster Selbsterkennung wieder erleben. Die Verwunderung dar\u00fcber, dass er ist. Er will das Ur-Gesicht zur\u00fcck, das vor dem Erkranken an illusorischen Visionen und aberwitzigen Selbstprojektionen. Es ist ihm an jenem Abend kurz erschienen. Er musste innehalten und hinsehen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Gesicht im Spiegel betrachtete das Gesicht vor dem Spiegel. Es gab diesen Abstand zwischen ihnen, der Ruhe in die Betrachtung brachte. Sein Blick begegnete dem Blick im Spiegel.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dann trennten sie sich. Sein Blick glitt abw\u00e4rts \u00fcber die schm\u00e4chtige Gestalt, die vor ihm zitterte, wanderte langsam hoch und fing den Blick im Spiegel wieder auf. In jenen Augenblicken, so wundersam fl\u00fcchtig zwischen Entzweiung und Wiedererkennen, f\u00fchlten sich Stolz, Neugierde und Rebellion sanft an, beinahe zart. Sie taten nicht weh, sie dem\u00fctigten ihn nicht. Wie schl\u00e4frige, ges\u00e4ttigte Raubkatzen kuschelten sie in seiner N\u00e4he, reckten sich anmutig, streiften seine Haut mit seidigem Fell, ber\u00fchrten seine Wange mit weichen Pfoten. Er wusste, sie w\u00fcrden ihn nicht angreifen, sondern besch\u00fctzen wollen. Die Angst wogte in ihm berauschend und s\u00fc\u00df. Sie wiegelte die Sinne auf, brachte den K\u00f6rper in trunkenen, zweckfreien Aufruhr.\u00a0 \u00a0\u00a0\u00a0\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr G\u00fcnther Kimmerle \u2013 Augenblicke ohne Wiederkehr.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Er steht in Unterhose vor dem Spiegel und mustert verst\u00e4ndnislos den Fleck, der sich vor seinen Augen \u00fcber die undurchdringliche Oberfl\u00e4che ausbreitet. Der Fleck hat die Z\u00fcge seines Gesichts, diese sind ihm aber unbekannt. Die Vermisstenanzeige eines Fremden, das ist es, was er heute im Spiegel sieht. Heute und gestern und vorgestern und seit vielen Jahren. Die Sinnesorgane sind taub und stumm, sie verraten ihm nichts, weihen ihn nicht ein. Sie kehren ihm den R\u00fccken. Scher dich zum Teufel!<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Haut sieht nach dem Rasieren wie bei einem gerupften Huhn aus, die Poren k\u00f6rnig und ger\u00f6tet. Er tupft sie mit After Shave. Er mag den Duft. Ger\u00fcche kann er noch gut leiden. Nicht alle. Die eigenen nur selten und schon gar nicht, wenn sie sich unter die anderer mischen, wenn die Anderen ihn \u00fcberrumpeln. Er kann in solchen Augenblicken die Impulse der Sinne nicht zuordnen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Er macht das Licht aus und verl\u00e4sst das Badezimmer.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Er ist m\u00fcde, obwohl er einige Stunden trotz des fremden Bettes und des anderen K\u00f6rpers, der neben ihm lag, geschlafen hat. Er hat schlecht getr\u00e4umt, ist ersch\u00f6pft aufgewacht, hat sich aus dem Bett geschlichen und ist gegangen, ohne die Frau zu wecken.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zu Hause hat er ausgiebig gefr\u00fchst\u00fcckt, Zeitungen gelesen, Radio geh\u00f6rt. Ablenkung oder T\u00e4tigung, egal: Was immer er sich von diesem morgendlichen Ritual erhofft hat, es ist nicht eingetroffen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Bet\u00e4ubt vor M\u00fcdigkeit, musste er den Gedanken ertragen, es w\u00e4re ihm wieder einmal misslungen, ganz in sich zu wohnen, im eigenen K\u00f6rper aufgehoben. In der Dusche verharrte er unter dem eiskalten Wasserstrom, um die sich seiner bem\u00e4chtigende, alles beherrschende Taubheit zu vertreiben. Sie lie\u00df sich nicht vertreiben. Sie war, ist und wird da sein und ihm alles versauen. Wie in der vergangenen Nacht auch, die Begegnung mit Karin oder Katharina oder wie sie hei\u00dft, er kennt sie ja kaum. Sie hat sch\u00f6ne Br\u00fcste, an deren Duft kann er sich erinnern.\u00a0 \u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">G\u00fcnther kriecht ins Bett und schlie\u00dft die Augen. Er hat keine Lust zu wissen, wer diese Frau ist. Er hat keine Lust, dass sie wei\u00df, wer er ist. Er wei\u00df es selber nicht. Sein eigener K\u00f6rper ist ihm zum l\u00e4stigen Anh\u00e4ngsel geworden. Ein sch\u00e4biger, knurrender Hund, den er regelm\u00e4\u00dfig mit Schlaf, Fra\u00df und Leibesfreuden f\u00fcttert, in der Hoffnung, er w\u00fcrde sich dankbar erweisen.\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Er dreht sich auf die Seite, zieht die Knie zum Mund. Er sp\u00fcrt keine Erleichterung. Warum auch, er versteht es sowieso nicht. Er versteht nicht, was ihm geschieht, wenn er in einer Frau ist. Was geschieht, wenn er sich entzweit, mit den Reflektionen seines Wesens, diesen Zwillingserscheinungen, die sich voneinander entfernen, als st\u00fcnde er zwischen zwei Spiegeln, die seine Duplikate ins Unendliche projizieren. Jedes unter den Ebenbildern seines Wesens w\u00fcrde am liebsten wissen, was die anderen von seinesgleichen sp\u00fcren, und vergessen, was es selbst sp\u00fcrt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In dieser Nacht war es nicht anders. Dem Geschmack des Sp\u00fc\u00adrens konnte er nicht bis zu Ende folgen. Der Verstand hat ihn eine Weile begleitet und mit Informationen gef\u00fcttert. In dem Augen\u00adblick aber, in dem er sich allein auf seine Sinne h\u00e4tte verlassen und diese ihm selbstst\u00e4ndig h\u00e4tten etwas senden m\u00fcssen, sind sie in der Unendlichkeit der Selbstwiederholungen zerlaufen, haben sich in deren Leiber zerstreut und ihn allein gelassen. Allein mit dem Hund, der knurrte, keuchte und rammelte und nichts von dem, was er tat, mit ihm teilte. G\u00fcnther hatte keine Ahnung, wo der hin eilte, wovon er fliehen wollte, ob er gl\u00fccklich war.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Er ging von sich selbst und dem Hund weg, beobachtete stattdessen die Frau, die so weit entfernt unter seinem K\u00f6rper st\u00f6hnte. Diese Entfernung hat ihm eine eisige Angst eingejagt, die Angst vor dem Nichtsein und dem L\u00e4cherlichen dieses Tuns in Abwesenheit seiner selbst.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Angst vor der Unermesslichkeit des Verrats.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Verrat kommt unwiderruflich, was immer er auch tut. Wie innig er ihn auch anfleht, dieser Hund von einem K\u00f6rper verr\u00e4t ihn immer. Der Hund, der in seinem fremden, erwachsenen Leib die Z\u00e4hne fletscht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Man schuldet allein dem Kind Rechenschaft, dem Kind, das man einmal war, denkt G\u00fcnther Kimmerle und schl\u00e4ft ein.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">\u00a0* * *<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine Leseprobe aus: <strong>Abhauen<\/strong>, Roman von Ioona Rauschan, 336 Seiten, Pop Verlag, Ludwigsburg 2008.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"300\" height=\"300\" class=\"wp-image-8403\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/IoonaCover.jpg\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/IoonaCover.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/11\/IoonaCover-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Auf der Schwelle<\/strong>. Ein Filmessay \u00fcber Heinrich Heine von Ioona Rauschan. Edition Biograph, 1997<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Die sch\u00f6ne Strickerin<\/strong>, Novelle von Ioona Rauschan, Edition Biograph, D\u00fcsseldorf 1995. (Antiquarisch erh\u00e4ltlich).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/06\/09\/die-liaison-zwischen-text-und-publikum\/\">Kollegengespr\u00e4ch<\/a> mit Ioona Rauschan findet sich hier<em>. <\/em>Das Live-H\u00f6rspiel <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1993\/05\/10\/5-oder-die-elemente\/\"><em>5 oder die Elemente <\/em><\/a>wurde in der Regie von Ioona Rauschan mit Marion Haberstroh und Kai M\u00f6nnich im Gutenberg-Museum zu Mainz uraufgef\u00fchrt. <em>Se\u00f1ora Nada<\/em>, in der Regie von Ioona Rauschan, ist auf H\u00f6rbuch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=28660\"><em>Gedichte<\/em> <\/a>erh\u00e4ltlich. Probeh\u00f6ren kann man das Monodram <em><a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/taeger\/senora_nada.htm\">Se\u00f1ora Nada<\/a><\/em> in der Reihe MetaPhon.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Es ist sonntagmorgens, f\u00fcnf nach zehn, und G\u00fcnther Kimmerle ist unausgeschlafen. Er betrachtet sich im Spiegel, w\u00e4hrend er sich rasiert. Er sieht schlecht aus. Die Augenr\u00e4nder sind ger\u00f6tet, die Tr\u00e4nens\u00e4cke geschwollen. Geplatzte Blutgerinnsel zersetzen die Iris. 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