{"id":62603,"date":"2021-07-30T00:01:00","date_gmt":"2021-07-29T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=62603"},"modified":"2024-08-06T06:08:24","modified_gmt":"2024-08-06T04:08:24","slug":"gedichte-fuers-gedaechtnis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/07\/30\/gedichte-fuers-gedaechtnis\/","title":{"rendered":"Gedichte f\u00fcrs Ged\u00e4chtnis"},"content":{"rendered":"\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">An der Wasserscheide zwischen Vergessen und Erinnern<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Sonette von Walther Stonet meint man f\u00f6rmlich zu h\u00f6ren. Sie erinnern an jene kleinen Tonst\u00fccke, die man im deutschen Barok als <em>Klinggedicht<\/em> bezeichnete. Auch Stonets Gedichte bestehen aus aus 14 metrisch gegliederten Verszeilen, die in der italienischen Originalform in vier kurze Strophen eingeteilt sind: zwei Quartette und zwei sich daran anschliessende Terzette. Dies scheint altmodisch. Verdichtete Rede, die Musikalit\u00e4t des Textes und seine Formgebundenheit scheinen Neuerungen auf den ersten Blick zu widersprechen. Auf den zweiten Blick ist man doch erstaunt, wie frisch eine alte Form nach der Revitalisierung wirken kann, welche Funken dieser Lyriker aus dem alten Material schl\u00e4gt. Es ist trotz dieser gebundenen Form, ein im besten Sinne spielerischer, freier Umgang mit Sprache bestimmt die Gedichte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ein Jahr hat vierzehn Monate<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Sonette von Gl\u00fcck und von Pech, getragen von einer erhabenen Sprache, von einer lockeren Sprache, von einer trauernden Sprache. Sonette verlangen eine genaue Sprache, Walther Stonet hat sie geliefert. Er liebt Ausfallschritte und Seitw\u00e4rtsbewegungen, und er sch\u00e4tzt die verwinkelten R\u00e4ume der Sprache. Es ist gleichsam ein Bet\u00f6ren und Verst\u00f6ren. Wir lesen von einer Gesellschaft, in der sich Verunsicherung, Bedr\u00fcckung und menschliche K\u00e4lte breit machen. Der Autor versucht dem in aufkl\u00e4rerischer Absicht entgegenzuhalten. Das Hauptcharakteristikum seiner Arbeit ist eine einfache, ungeschraubte und gar allt\u00e4gliche Sprache, so ist das Doppelgl\u00fcck des Lesens und Verstehens ist unter der Lekt\u00fcre oft gegeben. Das alte Motto vom \u201eInwendig-Lernen und Auswendig-Sagen\u201c kann man sich mit diesen Gedichten zu eigen machen und sich als Leser die Sinn- und Klangstrukturen gleichermassen einspeichern. Poesie ist f\u00fcr Stonet ein menschliches Grundbed\u00fcrfnis.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>So nett gelebt<\/strong> &#8211; Das Dasein geteilt durch vierzehn, Sonette von Walther Stonet. Rabenpresse 2021. Das Taschenbuch ist ab sofort im <a href=\"https:\/\/vss-bookstore.buchhandlung.de\/shop\/article\/45433232\/walther_stonet_so_nett_gelebt.html\">vss-bookstore<\/a> mit der ISBN 9789403631158 \u00fcberall im station\u00e4ren und Online-Buchhandel erh\u00e4ltlich.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/So-nett-gelebt-Das-Dasein-geteilt-durch-vierzehn-Walther.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-89483 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/So-nett-gelebt-Das-Dasein-geteilt-durch-vierzehn-Walther-198x300.jpeg\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/So-nett-gelebt-Das-Dasein-geteilt-durch-vierzehn-Walther-198x300.jpeg 198w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/So-nett-gelebt-Das-Dasein-geteilt-durch-vierzehn-Walther-260x395.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/So-nett-gelebt-Das-Dasein-geteilt-durch-vierzehn-Walther-160x243.jpeg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/So-nett-gelebt-Das-Dasein-geteilt-durch-vierzehn-Walther.jpeg 427w\" sizes=\"auto, (max-width: 198px) 100vw, 198px\" \/><\/a>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Redaktion verlieh Walther Stonet den KUNO-Essaypreis 2017 f\u00fcr den Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=41120\">Robokratie \u2013 Wie Social Bots die Demokratie manipulieren<\/a>. Lesen Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=41499\">hier<\/a> die Begr\u00fcndung.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Poesie ist das identit\u00e4tsstiftende Element der Kultur, KUNOs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologische Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der Wasserscheide zwischen Vergessen und Erinnern Die Sonette von Walther Stonet meint man f\u00f6rmlich zu h\u00f6ren. Sie erinnern an jene kleinen Tonst\u00fccke, die man im deutschen Barok als Klinggedicht bezeichnete. 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