{"id":61758,"date":"2020-09-20T00:01:00","date_gmt":"2020-09-19T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=61758"},"modified":"2021-08-30T09:03:51","modified_gmt":"2021-08-30T07:03:51","slug":"linke-melancholie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/09\/20\/linke-melancholie\/","title":{"rendered":"Linke Melancholie"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\">Zu Erich K\u00e4stners neuem Gedichtbuch <sup>1)<\/sup><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00e4stners Gedichte liegen heute schon in drei stattlichen B\u00e4nden vor. Wer aber dem Charakter dieser Strophen nachgehen will, h\u00e4lt sich besser an ihre urspr\u00fcngliche Erscheinungsform. In B\u00fcchern stehen sie gedr\u00e4ngt und ein wenig beklemmend, durch Tageszeitungen aber flitzen sie wie ein Fisch im Wasser. Wenn dieses Wasser nicht immer das sauberste ist und mancherlei Abfall darin schwimmt, desto besser f\u00fcr den Verfasser, dessen poetische Fischlein daran dick und fett werden konnten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Beliebtheit dieser Gedichte h\u00e4ngt mit dem Aufstieg einer Schicht zusammen, die ihre wirtschaftlichen Machtpositionen unverh\u00fcllt in Besitz nahm und sich wie keine andere auf die Nacktheit, die Maskenlosigkeit ihrer \u00f6konomischen Physiognomie etwas zugute tat. Nicht etwa, da\u00df diese Schicht, die nur den Erfolg visierte, nichts als ihn anerkannte, nun die st\u00e4rksten Positionen erobert h\u00e4tte. Dazu war ihr Ideal zu asthmatisch. Es war das kinderloser, aus unbetr\u00e4chtlichen Anf\u00e4ngen emporgekommener Agenten, die nicht wie die Finanzmagnaten auf Jahrzehnte f\u00fcr die Familie, sondern nur f\u00fcr sich selbst, und das kaum \u00fcber Saisonabschl\u00fcsse hinaus, disponierten. Wer hat sie nicht vor sich: ihre vertr\u00e4umten Babyaugen hinter der Hornbrille, die breiten wei\u00dflichen Wangen, die schleppende Stimme, den Fatalismus in Geb\u00e4rde und Denkungsart. Es ist von Haus aus ganz allein diese Schicht, der der Dichter etwas zu sagen hat, der er schmeichelt, indem er ihr vom Aufstehen bis zum Zubettgehen den Spiegel weniger vorh\u00e4lt als nachtr\u00e4gt. Die Abst\u00e4nde zwischen seinen Strophen sind in ihrem Nacken die Speckfalten, seine Reime ihre Wulstlippen, seine Z\u00e4suren Gr\u00fcbchen in ihrem Fleisch, seine Pointen Pupillen in ihren Augen. Auf diese Schicht bleiben Stoffkreis und Wirkung beschr\u00e4nkt, und K\u00e4stner ist genau so au\u00dferstande mit seinen rebellischen Akzenten die Depossedierten, wie mit seiner Ironie die Industriellen zu treffen. Das ist, weil diese Lyrik, ihrem Augenschein zum Trotz, vor allem die st\u00e4ndischen Belange der Zwischenschicht \u2013 Agenten, Journalisten, Personalchefs \u2013 wahrt. Der Ha\u00df aber, den sie dabei gegen das kleine B\u00fcrgertum proklamiert, hat selbst einen kleinb\u00fcrgerlichen, allzu intimen Einschlag. Dagegen b\u00fc\u00dft sie der Gro\u00dfbourgeoisie gegen\u00fcber zusehends an Schlagkraft ein und verr\u00e4t am Ende ihre Sehnsucht nach dem M\u00e4zen in dem Sto\u00dfseufzer: \u00bbO g\u00e4be es nur ein Dutzend Weise, mit sehr viel Geld.\u00ab Kein Wunder, da\u00df K\u00e4stner, wenn er mit den Bankiers in einer \u00bbHymne\u00ab abrechnet, auf so schiefe Art famili\u00e4r wie auf schiefe Art \u00f6konomisch ist, wenn er unter dem Titel \u00bbEine Mutter zieht Bilanz\u00ab die n\u00e4chtlichen Gedanken einer Proletarierfrau darstellt. Zuletzt bleiben Heim und Rente die Laufb\u00e4nder, an denen eine bessergestellte Klasse den knautschenden Dichter g\u00e4ngelt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Dichter ist unzufrieden, ja schwerm\u00fctig. Seine Schwermut kommt aber aus Routine. Denn Routiniertsein hei\u00dft, seine Idiosynkrasien geopfert, die Gabe, sich zu ekeln, preisgegeben haben. Und das macht schwerm\u00fctig. Dies ist der Umstand, der diesem Fall einige \u00c4hnlichkeit mit dem Fall Heine gibt. Routiniert sind die Anmerkungen, mit denen K\u00e4stner seine Gedichte einbeult, um diesen lackierten Kinderb\u00e4llchen das Ansehen von Rugbyb\u00e4llen zu geben. Und nichts ist routinierter als die Ironie, die den ger\u00fchrten Teig der Privatmeinung aufgehen l\u00e4\u00dft wie ein Backmittel. Bedauerlich nur, da\u00df seine Impertinenz so au\u00dfer allem Verh\u00e4ltnis ebensowohl zu den ideologischen wie zu den politischen Kr\u00e4ften steht, \u00fcber die er verf\u00fcgt. Nicht zum wenigsten an der grotesken Untersch\u00e4tzung des Gegners, die ihren Provokationen zugrunde liegt, verr\u00e4t sich, wie sehr der Posten dieser linksradikalen Intelligenz ein verlorener ist. Mit der Arbeiterbewegung hat sie wenig zu tun. Vielmehr ist sie als b\u00fcrgerliche Zersetzungserscheinung das Gegenst\u00fcck zu der feudalistischen Mimikry, die das Kaiserreich im Reserveleutnant bewundert hat. Die linksradikalen Publizisten vom Schlage der K\u00e4stner, Mehring oder Tucholsky sind die proletarische Mimikry des zerfallenen B\u00fcrgertums. Ihre Funktion ist, politisch betrachtet, nicht Parteien sondern Cliquen, literarisch betrachtet, nicht Schulen sondern Moden, \u00f6konomisch betrachtet, nicht Produzenten sondern Agenten hervorzubringen. Und zwar ist diese linke Intelligenz seit f\u00fcnfzehn Jahren ununterbrochen Agent aller geistigen Konjunkturen, vom Aktivismus \u00fcber den Expressionismus bis zu der Neuen Sachlichkeit gewesen. Ihre politische Bedeutung aber ersch\u00f6pfte sich mit der Umsetzung revolution\u00e4rer Reflexe, soweit sie am B\u00fcrgertum auftraten, in Gegenst\u00e4nde der Zerstreuung, des Am\u00fcsements, die sich dem Konsum zuf\u00fchren lie\u00dfen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Derart verstand der Aktivismus, der revolution\u00e4ren Dialektik das klassen\u00adm\u00e4\u00dfig unbestimmte Gesicht des gesunden Menschenverstands aufzusetzen. Er war gewisserma\u00dfen die Wei\u00dfe Woche dieses Intelligenzmagazins. Der Expressionismus stellte die revolution\u00e4re Geste, den gestellten Arm, die geballte Faust in Papiermach\u00e9 aus. Nach diesem Werbefeldzug schritt sodann die Neue Sachlichkeit, aus der die K\u00e4stnerschen Gedichte stammen, zur Inventur. Was findet \u00bbdie geistige Elite\u00ab, die an die Bestandaufnahme ihrer Gef\u00fchle herantritt, denn vor? Diese selbst etwa? Sie sind l\u00e4ngst verramscht worden. Was blieb, sind die leeren Stellen, wo in verstaubten Sammetherzen die Gef\u00fchle \u2013 Natur und Liebe, Enthusiasmus und Menschlichkeit \u2013 einmal gelegen haben. Nun liebkost man geistesabwesend die Hohlform. An diesen angeblichen Schablonen glaubt eine neunmalweise Ironie viel mehr als an den Dingen selbst zu haben, treibt gro\u00dfen Aufwand mit ihrer Armut und macht sich aus der g\u00e4hnenden Leere ein Fest. Denn das ist das Neue an dieser Sachlichkeit, da\u00df sie auf die Spuren einstiger Geistesg\u00fcter sich soviel zugute tut wie der B\u00fcrger auf die seiner materiellen. Nie hat man in einer ungem\u00fctlichen Situation sich&#8217;s gem\u00fctlicher eingerichtet.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Kurz, dieser linke Radikalismus ist genau diejenige Haltung, der \u00fcberhaupt keine politische Aktion mehr entspricht. Er steht links nicht von dieser oder jener Richtung, sondern ganz einfach links vom M\u00f6glichen \u00fcberhaupt. Denn er hat ja von vornherein nichts anderes im Auge als in negativistischer Ruhe sich selbst zu genie\u00dfen. Die Verwandlung des politischen Kampfes aus einem Zwang zur Entscheidung in einen Gegenstand des Vergn\u00fcgens, aus einem Produktionsmittel in einen Konsumartikel \u2013 das ist der letzte Schlager dieser Literatur. K\u00e4stner, der eine gro\u00dfe Begabung ist, beherrscht ihre s\u00e4mtlichen Mittel mit Meisterschaft. Weitaus an erster Stelle steht hier eine Haltung, wie sie schon im Titel vieler Gedichte sich auspr\u00e4gt. Da gibt es eine \u00bbElegie mit Ei\u00ab, ein \u00bbWeihnachtslied chemisch gereinigt\u00ab, den \u00bbSelbstmord im Familienbad\u00ab, das \u00bbSchicksal eines stilisierten Negers\u00ab usw. Warum diese Gliederverrenkungen? Weil Kritik und Erkenntnis zum Greifen naheliegen; aber die w\u00e4ren Spielverderber und sollen unter keiner Bedingung zu Worte kommen. Da mu\u00df denn der Dichter sie knebeln, und nun wirken ihre verzweifelten Zuckungen wie die Kunstst\u00fccke eines Kontorsionisten, n\u00e4mlich belustigend auf ein gro\u00dfes und in seinem Geschmack unsicheres Publikum. Bei Morgenstern war der Bl\u00f6dsinn nur die Kehrseite einer Flucht in die Theosophie. K\u00e4stners Nihilismus aber verbirgt nichts, sowenig wie ein Rachen, der sich vor G\u00e4hnen nicht schlie\u00dfen kann.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Fr\u00fch begannen die Dichter Bekanntschaft mit dieser sonderbaren Spielart der Verzweiflung zu machen: der gequ\u00e4lten Stupidit\u00e4t. Denn meist ist die wahrhaft politische Dichtung der letzten Jahrzehnte heroldhaft den Dingen vorangeeilt. Es war im Jahre 1912 und 1913, als Georg Heyms Gedichte die damals unvorstellbare Verfassung der Massen, die im August 1914 zutage trat, in befremdlichen Schilderungen niemals gesichteter Kollektiva: der Selbstm\u00f6rder, der Gefangenen, der Kranken, der Seefahrer oder der Irren, vorwegnahmen. In seinen Versen r\u00fcstete sich die Erde, von der roten Sintflut bedeckt zu werden. Und lange ehe der Ararat der Goldmark als einziger Gipfel aus der Flut ragte, bis auf den letzten Platz von Fre\u00dfsack, G\u00fcrtelpelz und Naschkatz besetzt, hatte Alfred Lichtenstein, der in den ersten Tagen des Krieges gefallen war, jene tristen und aufgeschwemmten Figuren ins Blickfeld ger\u00fcckt, f\u00fcr die K\u00e4stner die Schablone gefunden hat. Was nun den B\u00fcrger in dieser fr\u00fchen, noch vorexpressionistischen Fassung von dem sp\u00e4teren und nachexpressionistischen unterscheidet, ist seine Exzentrizit\u00e4t. Lichtenstein hat nicht umsonst eines seiner Gedichte einem Clown zugeeignet. Seinen B\u00fcrgern steckt die Clownerie der Verzweiflung noch in den Knochen. Sie haben noch nicht den Exzentrik als Gegenstand des gro\u00dfst\u00e4dtischen Am\u00fcsements aus sich herausgesetzt. Sie sind noch nicht so g\u00e4nzlich saturiert, noch nicht so ganz Agenten, da\u00df sie nicht ihre dunkle Solidarit\u00e4t mit einer Ware, f\u00fcr die die Absatzkrise schon am Horizont heraufzieht, f\u00fchlten. Der Friede kam dann \u2013 jene Absatzstockung der Menschenware, die wir als Arbeitslosigkeit kennenlernen. Und Selbstmord, wie ihn Lichtensteins Gedichte propagieren, ist Dumping, Absatz dieser Ware zu Schleuderpreisen. Von alledem wissen K\u00e4stners Strophen nichts mehr. Ihr Takt folgt ganz genau den Noten, nach denen die armen reichen Leute Tr\u00fcbsal blasen; sie sprechen zu der Traurigkeit des Saturierten, der sein Geld nicht restlos seinem Magen zuwenden kann. Gequ\u00e4lte Stupidit\u00e4t: das ist von den zweitausendj\u00e4hrigen Metamorphosen der Melancholie die letzte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">K\u00e4stners Gedichte sind Sachen f\u00fcr Gro\u00dfverdiener, jene traurigen schwerf\u00e4lligen Puppen, deren Weg \u00fcber Leichen geht. Mit der Festigkeit ihrer Panzerung, der Langsamkeit ihrer Fortbewegung, der Blindheit ihres Wirkens, sind sie das Stelldichein, das Tank und Wanze sich im Menschen gegeben haben. Diese Gedichte wimmeln von ihnen wie ein Citycaf\u00e9 nach B\u00f6rsenschlu\u00df. Was Wunder, da sie ihre Funktion darin haben, diesen Typ mit sich selbst zu vers\u00f6hnen und jene Identit\u00e4t zwischen Berufs- und Privatleben herzustellen, die von diesen Leuten unter dem Namen \u00bbMenschlichkeit\u00ab verstanden wird, in Wahrheit aber das eigentlich Bestialische ist, weil alle echte Menschlichkeit \u2013 unter den heutigen Verh\u00e4ltnissen \u2013 nur aus der Spannung zwischen jenen beiden Polen hervorgehen kann. In ihr bilden sich Besinnung und Tat, sie zu schaffen ist die Aufgabe jeder politischen Lyrik, und erf\u00fcllt wird sie heute am strengsten in den Gedichten von Brecht. Bei K\u00e4stner mu\u00df sie der S\u00fcffisanz und dem Fatalismus Platz machen. Es ist der Fatalismus derer, die dem Produktionsproze\u00df am fernsten stehen, und deren dunkles Werben um die Konjunkturen der Haltung eines Mannes vergleichbar ist, der sich ganz den unerforschlichen Gl\u00fccksf\u00e4llen seiner Verdauung anheimgibt. Sicher hat das Kollern in diesen Versen mehr von Bl\u00e4hungen als vom Umsturz. Von jeher gingen Hartleibigkeit und Schwermut zusammen. Seit aber im sozialen K\u00f6rper die S\u00e4fte stocken, schl\u00e4gt Dumpfheit uns auf Schritt und Tritt entgegen. K\u00e4stners Gedichte machen die Luft nicht besser.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><sup>1) <\/sup><strong>Ein Mann gibt Auskunft<\/strong>. Gedichte von Erich K\u00e4stner. Stuttgart, Berlin: Deutsche Verlags-Anstalt (1930). 112 S.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-87150 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin-248x300.jpg\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin-248x300.jpg 248w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin-560x677.jpg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin-260x314.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin-160x193.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/10\/Walter_Benjamin.jpg 750w\" sizes=\"auto, (max-width: 248px) 100vw, 248px\" \/><\/a>Die in diesem Buch versammelten 48 Gedichte zeigen, da\u00df Erich K\u00e4stner ein Meister der sozialkritischen Lyrik ist. Ebenso wie Bertolt Brecht und Kurt Tucholsky bek\u00e4mpft K\u00e4stner in vielen Gedichten mit Verachtung und Zynismus Militarismus und Krieg. Der Lyriker K\u00e4stner artikuliert die Sorgen und N\u00f6te von Gruppen und Individuen, ohne sich auf bestimmte Perspektiven festzulegen &#8211; das pr\u00e4gt den Gebrauchswert der Gedichte. K\u00e4stners Gedichte k\u00f6nnten den Ansto\u00df geben, der politischen Lyrik wieder ihren Platz zu geben. \u201eEs ist ein Wunder eigener Art, dass K\u00e4stners Verse so anhaltend haften und sitzen.\u201c, schreibt Peter R\u00fchmkorf.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO weiterhin zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zu Erich K\u00e4stners neuem Gedichtbuch 1) &nbsp; K\u00e4stners Gedichte liegen heute schon in drei stattlichen B\u00e4nden vor. Wer aber dem Charakter dieser Strophen nachgehen will, h\u00e4lt sich besser an ihre urspr\u00fcngliche Erscheinungsform. 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