{"id":6174,"date":"2012-07-20T00:01:26","date_gmt":"2012-07-19T22:01:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6174"},"modified":"2022-02-19T18:43:17","modified_gmt":"2022-02-19T17:43:17","slug":"klangkloetzchen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/07\/20\/klangkloetzchen\/","title":{"rendered":"Am Kn\u00f6pfchen drehen, Klangkl\u00f6tzchen schieben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Music comes from composers \u2013 not musicians.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Frank Zappa<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Helge.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-thumbnail wp-image-6177 alignright\" title=\"Helge\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Helge-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Helge-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Helge.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Seit 1981 ist Tom T\u00e4ger an Produktionen mit Tom G. Liwa, Die Regierung, His Girl Friday, Die Sterne, MissFits, Comalounge, Combos aus der Weltmusik, Life-Mixen f\u00fcr Musicals an der Folkwangschule Essen, u.a. beteiligt. Mit gro\u00dfer Kompetenz und menschlicher W\u00e4rme betreut Tom T\u00e4ger \u201cBehinderte und Bekloppte\u201d sowie exzentrische K\u00fcnstlerpers\u00f6nlichkeiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">1989 erscheint Helge Schneiders allererste Schallplatte &#8222;Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge&#8220;. Produziert von Helge Schneider und Tom T\u00e4ger im Tonstudio\/Ruhr.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Der Minnes\u00e4nger Ludmillus<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/lebendig-ludmillus.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-6179\" title=\"lebendig-ludmillus\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/lebendig-ludmillus-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/lebendig-ludmillus-150x150.jpg 150w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/lebendig-ludmillus.jpg 230w\" sizes=\"auto, (max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Nach der Produktion von Helge Schneiders H\u00f6rspielen folgten H\u00f6rbuchproduktionen mit dem Minnes\u00e4nger Ludmillus, der seit 1994 die Herzen seines Publikums mit mittelalterlicher Musik und galanter Unterhaltung erfreut. Der Barde pflegt die hoch ritualisierte Form der gesungenen Liebeslyrik. Die Tradition seines Liedgutes reicht zur\u00fcck in das Jahr 1150. Die im Minnesang gepflegte Version des Hochdeutschen ist der Versuch einer ersten gesamtdeutschen Literatursprache. Der neuzeitliche Barde reist mit seiner Cister \u201cNelly\u201d und drei H\u00f6rb\u00fcchern im Gep\u00e4ck durch die Lande, auf da\u00df sowohl dem einfachen Volk, als auch den Edelleuten in Nah und Fern die Augen und Ohren offen stehen bleiben. In der Tradition von Walther von der Vogelweide singt Ludmillus Lieder der gleichberechtigten Liebe oder schildert erotische Erlebnisse. Im Kreuzlied kontrastiert der S\u00e4nger einen bevorstehenden oder erlebten Kreuzzug, also seinen Dienst an Gott, mit seinem Frauendienst. Im Frauenlied wiederum wird der Minnedienst aus der Sicht der angebeteten Frau betrachtet. Sie nimmt den Minnedienst entgegen und dr\u00fcckt ihr Bedauern aus, da\u00df sie ihn &#8211; nat\u00fcrlich &#8211; zur\u00fcckweisen mu\u00df. Das &#8218;dramatisch&#8216; angelegte Tagelied schlie\u00dflich schildert das fiktive Liebespaar beim Morgengrauen vor der unvermeidlichen Trennung. Ludmillus ist Haus- und Hofbarde auf dem \u201cLager der Spiel- und Handwerksleut\u2019\u201d des renommierten Mittelalterveranstalters \u201cKramer, Zunft und Kurzweil\u201d. Er spielte auf Burg- und Schlossfesten, sowie historischen Stadtfesten im ganzen Land (Reichsburg Cochem, Burg Hohenzollern, Klostermarkt Northeim&#8230;), und seit Anno Domini 1999 geh\u00f6rt er zur erlesenen Schar jener, die j\u00e4hrlich zum Bardentreffen auf die Marksburg eingeladen werden. Diese Auftritte wurden mit dem H\u00f6rbuch \u00bbLive\u00ab eindrucksvoll dokumentiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Trivialmythen<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_6181\" style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Raumbredouille300.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6181\" class=\" wp-image-6181 \" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Raumbredouille300.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"252\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Raumbredouille300.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Raumbredouille300-214x300.jpg 214w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6181\" class=\"wp-caption-text\">&#8222;Was heute noch wie ein M\u00e4rchen klingt&#8230;&#8220;<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">1995 begann die Zusammenarbeit mit A.J. Weigoni, der sich seit langem mit Trivialmythen besch\u00e4ftigt, die sich in Groschenheften, in der Schlagermusik, im Kino und in Fernsehserien manifestierten. Als Medienautor ist A. J. Weigoni ein Spieler, den die technischen Entwicklungen der Medien faszinieren, weil sie schier unendliche M\u00f6glichkeiten der Neuordnung von Formen und Zeichen er\u00f6ffnen. Tom T\u00e4ger hat gleichfalls ein Faible f\u00fcr Trivialmythen. Seine vielgestaltige Arbeit als Musiker und Produzent im Tonstudio an der Ruhr l\u00e4\u00dft sich exemplarisch an der Produktion <em>RaumbredouilleReplica<\/em> darstellen. \u201eWas heute noch wie ein M\u00e4rchen klingt&#8230;&#8220; &#8211; so haben sich die Deutschen in den 60\u2013er Jahren des 20. Jahrhunderts die Zukunft vorgestellt, als milit\u00e4rischen Staat, in dem die Akteure in einem Rhythmus reden, der sich als Vorl\u00e4ufer des Raps h\u00f6ren l\u00e4\u00dft. &#8222;Es gibt keine Nationalstaaten mehr, es gibt nur noch die Menschheit und ihre Kolonien.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/RaumbredouilleReplica.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6276 alignright\" title=\"RaumbredouilleReplica\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/RaumbredouilleReplica.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"149\" \/><\/a>Die RaumbredouilleReplica ber\u00fccksichtigt die Anforderung des klassischen Sience-Fictions (Bedrohung der Erde, Rettung derselbigen) und erg\u00e4nzt sie um Chiffren der Popkultur. Was f\u00fcr &#8222;Raumschiff Enterprise&#8220; die Klingonen, waren die Frogs f\u00fcr &#8222;Raumpatrouille Orion&#8220;, der deutschen Science-Fiction-Serie mit Kultstatus und Heimwerkerappeal: B\u00fcgeleisen dienten dem hochtechnisierten Raumschiff als Schaltger\u00e4te, und brennende Tennisb\u00e4lle flogen durch die wolkenlose Weite des Himmels. Legend\u00e4r auch das Raumfahrerkasino, in dem nach gegl\u00fcckter Mission zukunftsweisend R\u00fccken an R\u00fccken getanzt wurde. Die neu aufbereitete Tonspur dieses Stra\u00dfenfegers h\u00e4lt ein weiteres ungeahntes Abenteuer mit Wolfgang V\u00f6lz, Claus Holm, Charlotte Kerr u.v.a. bereit. Wie meinte Dietmar Sch\u00f6nherr nach bestandenem Abenteuer: &#8222;R\u00fccksturz zur Erde&#8220;. Bei der H\u00f6rspielcollage RaumbredouilleReplica geht es in einer Invasion der Geistesgegenwart um alles: Die Bedrohung der Erde. Einen gesteuerten Schnelll\u00e4ufer. Eine Invasion und nat\u00fcrlich: Die Rettung der Erde. Selbstverst\u00e4ndlich mit einem Humor, der Lichtjahre von der Spa\u00df- und Eventkultur dieser Tage entfernt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">stream\u2013of\u2013consciousness<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_6191\" style=\"width: 160px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/linz03-petermeilchen.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6191\" class=\"wp-image-6191 size-thumbnail\" title=\"linz03-petermeilchen\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/linz03-petermeilchen-150x150.jpg\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"150\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6191\" class=\"wp-caption-text\">Aus der Reihe: UnderCover<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Produktion \u201cSe\u00f1ora Nada\u201d (auf dem H\u00f6rbuch \u00bb1\/4 Fund\u00ab) provoziert mit einem stream\u2013of\u2013consciousness durch Inhalte und nicht durch Dolby\u2013Surround. Darin begleitet Tom T\u00e4ger die Schauspielerin Marina Rother mit einer Musik der befreiten Melodien. Seine Komposition zu \u201cSe\u00f1ora Nada\u201d ist durchsetzt von minimalistischen und improvisatorischen Erfahrungen, das Klangbild wird von experimentellen Kl\u00e4ngen zu Trivialkl\u00e4ngen in Bezug gesetzt. Die Vertonung ist rasch im Grundtempo. Crescendo\u2013 und Decrescendo\u2013Verl\u00e4ufe schaffen fiebrig\u2013erregte Ausdruckszonen wie die buchst\u00e4blich hervorbrechenden Forte\u2013 und Fortissimo\u2013Attacken. T\u00e4gers Klanglichkeit bleibt Weigonis Exaltiertheit nichts schuldig. Es gibt Momente, da ber\u00fchren sich Musik und Sprache, wie eine Fingerkuppe vorsichtig in eine gespannte Wasseroberfl\u00e4che eintaucht, ohne sie zerst\u00f6ren zu wollen. Diese behutsamen Momente sind die Augenblicke, in denen f\u00fcr ein paar Takte kaum etwas zu h\u00f6ren ist. Es sind Sekunden von viel gr\u00f6\u00dferer Kraft als jedes Crescendo. Das Angebot, das in dieser Musik liegt, ist eine Herausforderung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Ta\u0308ger.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-6198 alignright\" title=\"Ta\u0308ger\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Ta\u0308ger.jpg\" alt=\"\" width=\"156\" height=\"80\" \/><\/a>Wenn sich gegen Ende von \u00bbSe\u00f1ora Nada\u00ab, die Komposition zu einem leeren Quintklang zusammenzieht in der Pianissimo\u2013Dynamik, haben die Takte dieses H\u00f6rst\u00fccks Welten an Ausdruck, Dynamik, Ambitus durchschritten. Man wei\u00df es nicht so genau, ob die Ruhe nach dem Sturm nachklingt oder eine im statischen Quintklang erstarrte Ersch\u00f6pfung. Die Vertonung Tom T\u00e4gers f\u00fcgt sie \u2013 mit allen Kontrasten von Tempoverl\u00e4ufen, Klangdichten, dynamischen Abstufungen \u2013 \u00fcber die Wortbedeutungen hinweg zu einer einleuchtenden Zyklik. Die Kl\u00e4nge und Strukturen sind eigenartig: \u00e4hnlich und doch immer wieder neu, streng und doch offen. Das Zuh\u00f6ren f\u00fchrte an ein Zeitempfinden heran, wie es in dieser Weise selten zu erleben ist. Jedes Kunstwerk erinnert an den Geist und die Erweiterbarkeit des menschlichen Horizonts. Jedes bedeutende Werk hat das Bewu\u00dftsein ge\u00f6ffnet und nicht einfach nur die \u00f6ffentliche Nachfrage nach Sch\u00f6nheit bedient.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">T\u00e4gers unerm\u00fcdlicher Forschergeist<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_6183\" style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/kuenstlerbuch_unbehaust.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-6183\" class=\"wp-image-6183 size-full\" title=\"kuenstlerbuch_unbehaust\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/kuenstlerbuch_unbehaust.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"275\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-6183\" class=\"wp-caption-text\">Original-Holzschntt von Haimo Hieronymus<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Papier-Komposition zum Monodram <em>Unbehaust<\/em> handelt vom unerm\u00fcdlichen T\u00e4gerschen Forschergeist, von der ewigen Suche nach unverbrauchten Ausdrucksformen. Tom T\u00e4ger hat versucht, die Form des Monodrams, die Gedanken der Hauptfigur auf musikalische Verh\u00e4ltnisse zu \u00fcbertragen und generiert mit seiner Komposition zu \u00bbUnbehaust\u00ab eine subtile Kongruenz von Wort\u2013Ton\u2013Bez\u00fcgen. Die Anlage der Papier\u2013Collage ist schlicht und raffiniert zugleich. Tempom\u00e4\u00dfig und im Grundcharakter stiftet sie eine Bogenform. In den Zeitdauern ist sie ansteigend, die dynamisch intensivste Stelle steht etwa in der Mitte. Die Komposition ist durchgeformt. Das Tonmaterial kombiniert mit Papierger\u00e4uschen und Komplement\u00e4rakkorden, wird stringend ausgef\u00fchrt. Ein Zug des Schweifenden, des locker Gel\u00f6sten ist diesem H\u00f6rst\u00fcck eigen, das von Bibiana Heimes als Sprecherin gestaltet wird. Ihre gezackte Rezitation ist rasch als Parodie auf Rene Polesch Vokalstil zu verstehen. Sie gilt als Verr\u00fcckte \u2013 oder mimt zumindest eine exaltiert Abgehobene. In ihren poetopathologischen Aufzeichnungen k\u00e4mpft Bibiana Heimes als Patientin Jo Chang gegen das Vergessen, das Verlassenwerden, die Gesellschaft, Gott, und den Tod. Die seelischen Grenz\u00fcberschreitungen, die das lyrisches Monodram thematisiert, vollzieht es formal in der Aufhebung der Gattungsgrenzen nach. Es wird ganz ohne Psychologie erz\u00e4hlt, eher als Status quo eines Experiments. Sie ist auf der Suche nach ihrem Ursprung und findet Einzelteile einer versprengten Existenz. Das Langgedicht handelt nicht nur von gro\u00dfer Not, es ist auch selbst in Not. Mit schlankem Federstrich zeigt die asiatische Emigrantin die Neurosen und die Zerst\u00f6rtheit der westlichen Warenwelt auf. Sie scheint mit den Worten zu schweben: eine Sprechmusikerin.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Tom T\u00e4ger gilt zu Recht als H\u00f6rspielkomponist. Aufnehmen, Mixen, die technischen Apparaturen bedienen und den Klang formen sowie gestalten durch T\u00e4ger wirde dies zum eigenen k\u00fcnstlerischen Akt. Er braucht zur Darstellung seiner Klang-Farben-Vorstellungen die Vielfalt der Instrumentalpalette. Seine Kompositionen sind nicht blo\u00dfe <em>Begleitung<\/em>, sondern strukturell und diskpositiv ebenso gewichtig wie die Sprecherstimmen. Der M\u00fclheimer hat im Terrain der Musik stets die schwierigen, scheinbar unbegehbaren Routen oberhalb der Baumgrenze gew\u00e4hlt. Man glaubt beim H\u00f6ren schrundiges Felsgestein unter den F\u00fc\u00dfen zu sp\u00fcren. Erkaltete Lavaboasen und schwarzes Ger\u00f6ll, scharfkantige Krater und g\u00e4hnende Erdspalten; er assoziiert Reliefstrukturen mit dem Rumoren des Papiers, fauchende Fumarolen mit tonlosen Anblasger\u00e4uschen. T\u00e4gers Musik hat keinen illustrativen Charakter. Seine Klanglandschaften in <em>Unbehaust<\/em> sind abstrakt und trotzdem von eindringlicher Bildhaftigkeit.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Zu Wort kommen lassen<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/zsb.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6187 alignright\" title=\"zsb\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/zsb.jpg\" alt=\"\" width=\"240\" height=\"336\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/zsb.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/zsb-214x300.jpg 214w\" sizes=\"auto, (max-width: 240px) 100vw, 240px\" \/><\/a>Bei dem O-Ton-H\u00f6rspiel <em>Zur Sprache bringen&#8230;<\/em> machen &#8222;Menschen mit M\u00f6glichkeiten&#8220; Sprache als Geschichte sichtbar, als ihre Geschichte. Sie verf\u00fcgen \u00fcber ein individuelles Repertoire, das einer besonderen, einf\u00fchlsamen Begleitung und F\u00f6rderung bedarf. Diese Kreativen verfeinern \u00fcbend, erforschend ihren Umgang mit den Mitteln Artikulation und Musik. T\u00e4ger und Weigoni haben einen eigenen Stil der literarischen Collage entwickelt. Sie zeichnet die die Lebenswelten dieser Menschen und in Demut und Grossz\u00fcgigkeit nach und verleihen deren Leid und deren Leidenschaften Ausdruck. In ihrer \u00fcberw\u00e4ltigenden Mehrheit strahlen die Bewohner des Benninghofs eine lebensbejahende spielerische Fr\u00f6hlichkeit aus, eine enorme Vielfalt, Erfindungsreichtum und erfrischende Unbek\u00fcmmertheit.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Collage ist ein Platz f\u00fcr Geschichten au\u00dferhalb normierter Sprachregularien, ein Oszillieren zwischen Eigenart und Eigensinn. Man mu\u00df diese Menschen lieben, um in das eigent\u00fcmliche Wesen jedes Einzelnen einzudringen, es darf einem keiner zu gering, keiner zu h\u00e4\u00dflich sein, erst dann kann man sie verstehen. Es geht nicht darum, auf der Armseligkeit der Menschen herumzutrampeln und sich \u00fcber sie lustig zu machen. Sondern eher darum, das wahre Leben abzubilden und zu zeigen, welche liebensw\u00fcrdigen, tragikomischen Seiten das so genannte einfache Leben haben kann. Die Bewohner des Benninghofs sind interessant, weil sie anders sind als man selbst oder die Menschen, mit denen man zu tun hat. Und in ihrer Andersheit sind sie den &#8222;Normalen&#8220; in manchem doch gleich. Das verbindet. Die O-Ton-Collage mit Bewohnern des Benninghofs zeigt einen Einblick in den Alltag behinderter Menschen. Diese &#8222;Menschen mit M\u00f6glichkeiten&#8220; versuchen den schweren Dingen Leichtigkeit zu geben und die Wortfolge: Selbstbestimmung, Assistenz und Integration mit Inhalt zu f\u00fcllen, ohne da\u00df der Zuh\u00f6rer auf den Spa\u00df verzichten mu\u00df. Und dieser Spa\u00df geht nicht etwa auf Kosten der behinderten Menschen, sondern transportiert sich mit ihrer Hilfe.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Zur\u00fcckhaltung von Tom T\u00e4ger bei dieser H\u00f6r-Collage \u00bbZur Sprache bringen&#8230;\u00ab weist ihn als Produzenten aus, der eine avancierte digitale Tontechnik nicht als Selbstzweck vorf\u00fchrt, sondern sich in vornehmer Zur\u00fcckhaltung ganz in den Dienst einer Arbeit stellt, ohne ganz dahinter verschwinden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/StudioLogo.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6185\" title=\"StudioLogo\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/StudioLogo.gif\" alt=\"\" width=\"558\" height=\"68\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/StudioLogo.gif 558w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/StudioLogo-300x36.gif 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 558px) 100vw, 558px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">F\u00fcr Tom T\u00e4ger ist das Tonstudio an der Ruhr eine Maschine ohne Erinnerung, ein Archiv reiner Jetztzeit, das dazu benutzt wird, den einzelnen Momenten ihr jeweiliges Eigengewicht zu belassen. In der Welt der Kratz\u2013 und Fauchger\u00e4usche kennt sich er besser aus als andere. Weil Tom T\u00e4ger sich als Produzent, Lehrer und Musiker nie zufrieden gibt mit dem, was er kann, entdeckt man in seinen j\u00fcngeren Werken einen verwandelten Ton, wie in der Komposition zu \u00bbBlutrausch\u00ab. Darin finden sich die bew\u00e4hrten kompositorischen Strategien: Es gibt raffiniert ert\u00fcftelte Resonanzwege der Kl\u00e4nge vom elektronischen Klangerzeuger in den offenen Fl\u00fcgel, ein Scharrkonzert der subtilen Ger\u00e4usche mit St\u00f6ckchen, die \u00fcber die Kante einer Holzkiste gestrichen werden, und Riffelst\u00e4ben, die Marimbazungen tremolieren lassen. Ein pr\u00e4gnanter Lakonismus des Ausdrucks kennzeichnet dieses Klangfarbenst\u00fcck. Der letzte Ton, so scheint es, ist noch nicht gesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Der Sound der C<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Massaker2.jpeg\"><span style=\"color: #888888;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-6280 alignright\" title=\"Massaker\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Massaker2-206x300.jpg\" alt=\"\" width=\"206\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Massaker2-206x300.jpg 206w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Massaker2-705x1024.jpg 705w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Massaker2.jpeg 1702w\" sizes=\"auto, (max-width: 206px) 100vw, 206px\" \/><\/span><\/a>ranger Cirmes<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00bbBlutrausch\u00ab, das die im Ruhrgebiet &#8222;weltber\u00fchmte&#8220; Cranger-Kirmes als Handlungsort w\u00e4hlt. Jacqueline, die Hauptfigur ist die Manifestation eines &#8218;Verbrechertypus&#8216;, der erst durch die Globalisierung entstehen konnte: ein sich selbst entfremdeter Mensch, der in der Anonymit\u00e4t der Gro\u00dfstadt seine Psychopathien ausleben kann. Verstrickt in scheinbar durchschaubare Konflikte betritt sie die B\u00fchne Cranger-Kirmes. Diese Figur, quasi als Untote, durchschaut die Zukunft der Menschen, die mit ihr, fast zuf\u00e4llig, \u00fcber die Tatorte schlendern. Sie wei\u00df um die Schicksale, die sie ihren Opfern beschert. Es gibt bei der Komposition zu \u00bbBlutrausch\u00ab un\u00fcberh\u00f6rbare Verfl\u00fcssigung des Klanggeschehens im Vergleich zu fr\u00fcheren St\u00fccken, einen Schwung mit eloquent sprudelnden Tonfolgen, einen mitunter fast ins Linksh\u00e4ndige gewendeten Elan. Etwas Entfesseltes wirkt in diesem rasant dahingehenden neuen St\u00fcck.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Schwelgerische Melancholie<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Akustische Maske&#8220; nannte Elias Canetti das Prinzip, Figuren durch ihre Sprache plastisch werden zu lassen. A.J. Weigoni und Tom T\u00e4ger p\u00fcren der Sprache in den \u00bbVignetten\u00ab vor allem als akustischem Ph\u00e4nomen nach. Aus einem musikalischen Einfall heraus entwickelt T\u00e4ger ein 24teiliges St\u00fcck. Der H\u00f6rspielkomponist verarbeitet das Thema dabei unterschiedlich, in Sequenzen, Transpositionen und Diminutionen kommen seine Inventionen zu den Vignetten daher. Kontraste sind f\u00fcr Tom T\u00e4ger selbstverst\u00e4ndlich, die schwelgerische Melancholie gedeiht direkt neben krassen Dissonanzen, und die Intensit\u00e4t des Schrillen verst\u00e4rkt diejenige des Stillen. Seine Komposition lebt von Polymetriken und Polyphonien. Die Vertonung T\u00e4gers f\u00fcgt sie \u2013 mit allen Kontrasten von Tempoverl\u00e4ufen, Klangdichten, dynamischen Abstufungen \u2013 \u00fcber die Wortbedeutungen hinweg zu einer einleuchtenden Zyklik. Die Kl\u00e4nge und Strukturen sind eigenartig: \u00e4hnlich und doch immer wieder neu, streng und doch offen. Das Zuh\u00f6ren f\u00fchrte an ein Zeitempfinden heran, wie es in dieser Weise selten zu erleben ist. Oft gibt es das Missverst\u00e4ndnis, Energie gleich Lautst\u00e4rke. Intensit\u00e4t steckt auch in extrem ruhiger und gleichf\u00f6rmig flie\u00dfender Energie, quasi im Nichts. In der H\u00f6rspielmusik dieses Soundt\u00fcftlers gibt es extrem leise Stellen. Und trotzdem ist da unentwegt ein Energiefluss sp\u00fcrbar, es brodelt etwas.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei der Umsetzung der \u00bbVignetten\u00ab m\u00f6chte man jedem einzelnen Wort hinterher lauschen. Hier entsteht etwas, das am ehesten als eine Art assoziativer Klangraum bezeichnet werden k\u00f6nnte, ein schwer zu fassendes Ph\u00e4nomen, das eng mit der offensten aller K\u00fcnste, der Musik, verwandt ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zentral f\u00fcr T\u00e4ger sind Stimme und Sprache, es geht dem H\u00f6rspielkomponisten nicht um ein Abbildungsverh\u00e4ltnis, sondern eher um einen strukturellen Ausgangspunkt, um ein Material, mit dem er experimentiert. Dann entstehen oft kleinere St\u00fccke, die sich zu einem gr\u00f6\u00dferen St\u00fcck zusammensetzten, wie etwa beim Kompositionszyklus \u00bbVignetten\u00ab. T\u00e4ger setzt sich nicht mit Papier und Bleistift vor ein Blatt Notenpapier, schreibt Musik und denkt dar\u00fcber nach; er ist ein Praktiker, der Instrumente spielt und in seinem Tonstudio an der Ruhr einen Klang erzeugt und Tonfolgen erfindet. Die Musik ist in einem H\u00f6rspiel Dienerin und Herrin zugleich.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">G\u00f6tter in Wei\u00df &#8211; kohlrabeschwarzer Humor<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/zombies-audio.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-6195 alignright\" title=\"zombies-audio\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/zombies-audio.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"286\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/zombies-audio.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/zombies-audio-188x300.jpg 188w\" sizes=\"auto, (max-width: 180px) 100vw, 180px\" \/><\/a>Wie es den Glimmer-Twins der H\u00f6rspielszene bei ihrem r\u00e4udigen Werk gelungen ist, die vom Volker F\u00f6rster verantwortete Trilogie \u201eG\u00f6tter in Wei\u00df\u201c ist zudem h\u00f6renswert. Diese Kompositionen sind nicht blo\u00dfe \u201eBegleitung\u201c, sondern strukturell und diskpositiv ebenso gewichtig wie die Sprecherstimmen. F\u00f6rsters Klanglandschaften sind von eindringlicher Bildhaftigkeit. Seine H\u00f6rst\u00fccke sind ein Gegenentwurf zu den Prolo\u2013Kom\u00f6dien, die als ungesch\u00f6nte Milieubilder\u00a0daherkommen, letztlich aber nur\u00a0Freakshows sind, die statt Menschen Witzfiguren zeigen. Diese \u00bbZombies\u00ab\u00a0dagegen wissen durch alle Skurrilit\u00e4ten und Absurdit\u00e4ten die W\u00fcrde ihrer Protagonisten zu verteidigen. Sie suchen Wahrhaftigkeit, Menschlichkeit und finden einen Spiegel f\u00fcr ihre Gef\u00fchle. Das\u00a0L\u00e4cheln \u00fcber sie ist immer empathisch, nie abf\u00e4llig.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Das Hungertuch<\/span><\/p>\n<div style=\"width: 276px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a id=\"set-post-thumbnail\" class=\"thickbox\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-admin\/media-upload.php?post_id=6174&amp;type=image&amp;TB_iframe=1\" aria-describedby=\"set-post-thumbnail-desc\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-266x266\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Tom_Taeger.jpeg\" sizes=\"auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Tom_Taeger.jpeg 800w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Tom_Taeger-300x205.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2015\/01\/Tom_Taeger-768x525.jpeg 768w\" alt=\"\" width=\"266\" height=\"182\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Tonstudio an der Ruhr, historische Aufnahme \u2013 Das Urheberrecht f\u00fcr dieses Photo liegt bei Andreas Mangen.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">T\u00e4ger ist es gelungen, dem Genre Schundliteratur eine \u00e4sthetische Dimension abzugewinnen, er gibt so der Sprache der Stra\u00dfe im 21. Jahrhundert eine k\u00fcnstlerische Form. Daf\u00fcr wurde er unl\u00e4ngst mit dem K\u00fcnstlerpreis <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/hungertuch\/index.html\">Das Hungertuch<\/a> ausgezeichnet. Diese Auszeichnung wird an K\u00fcnstler verliehen, die mit experimentellem Pioniergeist im 21. Jahrhundert neues k\u00fcnstlerisches Terrain betreten. Besonderes Interesse gilt bei diesem K\u00fcnstlerpreis der Verschmelzung unterschiedlicher Genres wie Sprache, Sound, Installation, bewegten und eingefrorenen Bilder.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>630<\/strong>, Buch \/ Katalog-Projekt\u00a0 von Peter Meilchen, Tom T\u00e4ger und A.J. Weigoni. Edition Das Labor, Bad M\u00fclheim 2018.<\/p>\n<div style=\"width: 276px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a id=\"set-post-thumbnail\" class=\"thickbox\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-admin\/media-upload.php?post_id=46549&amp;type=image&amp;TB_iframe=1\" aria-describedby=\"set-post-thumbnail-desc\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-266x266\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Covermotiv.jpg\" sizes=\"auto, (max-width: 266px) 100vw, 266px\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Covermotiv.jpg 2481w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Covermotiv-300x140.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Covermotiv-768x358.jpg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/Covermotiv-1024x478.jpg 1024w\" alt=\"\" width=\"266\" height=\"124\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Covermotiv von Krumscheid \/ Meilchen<\/p><\/div>\n<p class=\"hide-if-no-js\" style=\"text-align: justify;\">Bisher sind in der Edition Das Labor DVDs, ein H\u00f6rbuch und ein Roman von Peter Meilchen erschienen. In 2014 erinnerte der Kunstverein in Linz mit einer Ausstellung an den K\u00fcnstler, in der erstmals die Reihe <em>Fr\u00fchlingel<\/em> vorgestellt wurde. Zu diesem Anlass erschien mit der Wortspielhalle eine Publikation, die als Role Model f\u00fcr dieses Buch \/ Katalog-Projekt dient, das zum 10. Todestag erscheint. Das Buch \/ Katalog\u2013Projekt <em>630<\/em> gibt einen konzisen \u00dcberblick \u00fcber die k\u00fcnstlerische Arbeit von Peter Meilchen in Linz und in der Werkstattgalerie Der Bogen.<\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Weiterf\u00fchrend \u2192<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Einen Essay zur Ausstellung <em>50 Jahre Krumscheid \/ Meilchen<\/em> lesen Sie <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21518\">hier<\/a>. Zur Ausstellung <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=591\">erschien <\/a>das Buch \/ Katalog-Projekt <em>Wortspielhalle<\/em> mit der Reihe <em>Fr\u00fchlingel<\/em> von Peter Meilchen und einem\u00a0Vorwort von Klaus Krumscheid.\u00a0Die Sprechpartitur wurde mit dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22035\">lime_lab<\/a> ausgezeichnet.\u00a0Mit einer <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/hungertuch\/taeger2001.htm\">Laudatio<\/a> wurde der Hungertuch-Preistr\u00e4ger Tom T\u00e4ger und seine Arbeit im Tonstudio an der Ruhr gew\u00fcrdigt. Eine W\u00fcrdigung des Lebenswerks von Peter Meilchen findet sich <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12763\">hier<\/a>. Mit den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12899\"><em>Vignetten<\/em><\/a> definiert A.J. <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Weigoni\">Weigoni<\/a> die Literaturgattung der Novelle neu.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die erw\u00e4hnten Produktionen sind in HiFi-Stereo-Qualit\u00e4t erh\u00e4ltlich \u00fcber: <a href=\"mailto:info@tonstudio-an-der-ruhr.de\">info@tonstudio-an-der-ruhr.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Music comes from composers \u2013 not musicians. Frank Zappa Seit 1981 ist Tom T\u00e4ger an Produktionen mit Tom G. 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