{"id":61588,"date":"2020-02-17T00:01:00","date_gmt":"2020-02-16T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=61588"},"modified":"2020-09-19T08:51:30","modified_gmt":"2020-09-19T06:51:30","slug":"wortschau","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/02\/17\/wortschau\/","title":{"rendered":"Schreiben ist Sinnstiftung"},"content":{"rendered":"\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir stellen auf KUNO hin und wieder Literaturzeitschriften vor, zuletzt die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=24175\">Matrix<\/a>. Auf diesem Weg gilt es einen weiteren Irrtum auszur\u00e4umen, es herrscht die Annahme, das <em>Netzwerk<\/em> sei erst mit dem Internet erfunden worden, es gab jedoch eine Zusammenarbeit von Individuen bereits auf analoger Ebene. KUNO konsultiert den Wert des Analogen und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25201\">dokumentierte<\/a> den Grenzverkehr im Dreil\u00e4ndereck. Gern pr\u00e4sentieren wir in diesem Beitrag daher die WORTSCHAU, weil sie \u00fcberzeugend zwischen off und online operiert. Seit 2007 schauen die Redakteure dem Wort auf&#8217;s Maul und sondieren Tendenzen und Sentenzen, und es steht bereits die 35. Ausgabe an. Wir erkennen unter der Lekt\u00fcre, Lyrik als eine Gattung, die zwischen den Zeilen Zeit und Raum gibt, weil diese Leerstellen dann ihrerseits vom Leser Raum und Zeit einfordern. Gedichte dehnen sich aus, wenn man sie liest. Das Abtragen der Schichten, Auff\u00e4chern der Bedeutungsstr\u00e4nge, der Rhythmen und Kl\u00e4nge, der Br\u00fcche und Widerspr\u00fcche, die es, diese K\u00f6nigsdisziplin, in sich tr\u00e4gt. Bei dem multimedialen Ansatz der <em>Wortschau<\/em> entstehen neue Textformen, mit denen die Gesellschaft sich von sich selbst erz\u00e4hlt: Soziale Poetik, Sound\u2013Poetik und Social Reading.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"595\" height=\"842\" class=\"wp-image-61589\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/wortschau_sonderheft.jpg\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/wortschau_sonderheft.jpg 595w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/wortschau_sonderheft-212x300.jpg 212w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/wortschau_sonderheft-560x792.jpg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/wortschau_sonderheft-260x368.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/wortschau_sonderheft-160x226.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 595px) 100vw, 595px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Besonders angetan ist KUNO von der Sondernummer mit dem verr\u00e4tselten Titel \u201eSchreiben ist eine Art von Luftwiderstand\u201c. Es ist ein Deutsch-Amerikanischer Briefwechsel zwischen Johanna Hansen und David Gates. Im Fr\u00fchjahr 2014 lernten sich der amerikanische Autor David Oates aus Portland\/Oregon und Johanna Hansen (Malerin, Autorin und Herausgeberin der Literaturzeitschrift WORTSCHAU) w\u00e4hrend eines Aufenthaltes in der Cit\u00e9 des Arts, Paris, kennen. Sie beschlossen, sich Briefe zu schreiben, die in der WORTSCHAU ver\u00f6ffentlicht wurden. Vier Jahre dauerte der Briefwechsel, der 2019 als Sonderausgabe erschienen ist. In diesem Briefwechsel findet sich eine ausgepr\u00e4gte Ungezwungenheit des Nachdenkens die KUNO an das Projekt \u00a0<em>Kollegengespr\u00e4che<\/em> erinnert.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: justify;\"><em>Bei den Kollegengespr\u00e4chen geht es nicht um die ausgelutschte Frage: \u201eWarum Schreiben Sie?\u201c, sondern um die Frage: \u201eWie Schreiben Sie?\u201c Sie wird in fast jedem Gespr\u00e4ch, das in dieser Reihe gef\u00fchrt wird, beantwortet.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Zwischen 1995 und 1999 hat A.J. Weigoni im Rahmen seiner Arbeit f\u00fcr den VS <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25436\"><em>Kollegengespr\u00e4che<\/em><\/a> mit Schriftstellers aus Belgien, Deutschland, Rum\u00e4nien, \u00d6sterreich und der Schweiz. Sie arbeiteten am gleichen \u201eProdukt\u201c, an der deutschen Sprache. Die Publikation ist zum 30. Jahrestag des VS erschienen. Eines der wichtigsten Medien, die Aufschluss \u00fcber Intentionen, Erfahrungen und Einstellungen von Autorinnen und Autoren gibt, ist heute beinahe v\u00f6llig verschwunden. An die Stelle der Briefpost ist weitgehend die elektronische Mail getreten. Der Briefwechsel aus der Reihe <em>Kollegengespr\u00e4che <\/em>demonstriert die kommunikative Bedeutung einer untergegangenen Kulturtechnik. Analog dazu ist die Sondernummer \u201eSchreiben ist eine Art von Luftwiderstand\u201c eine lesenswerte Parallelerz\u00e4hlung zu Biografie und literarischem \u0152uvre.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesen Sie auch hier die aktuelle <a href=\"http:\/\/www.wortschau.com\/ausschreibungen\/\">Ausschreibung<\/a> der WORTSCHAU. &#8211; Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO weiterhin zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir stellen auf KUNO hin und wieder Literaturzeitschriften vor, zuletzt die Matrix. 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