{"id":61146,"date":"2022-05-30T00:01:00","date_gmt":"2022-05-29T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=61146"},"modified":"2022-04-18T14:13:07","modified_gmt":"2022-04-18T12:13:07","slug":"mein-jahrtausend","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2022\/05\/30\/mein-jahrtausend\/","title":{"rendered":"Mein Jahrtausend"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color wp-block-paragraph\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Vor 20 Jahren starb Heiner Link. KUNO erinnert an den viel zu fr\u00fch verstorbenen Schriftsteller:<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Ja, Damen und Herren, so ein Jahrtausend, das ist schon ganz sch\u00f6n viel. Mehr zumindest als ein Jahrhundert und auf jeden Fall mehr als ein Nachmittag. Eines Schriftstellers.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Aber ein Dichter hat eben auch ganz sch\u00f6n viel zu erz\u00e4hlen und am meisten \u00fcber sich. \u00bbAlbum\u00ab hei\u00dft der erste Teil dieses Buches, das als Internet-Seite entstand, schr\u00e4ge Bilder, schr\u00e4ge Texte, sehr pers\u00f6nlich und doch welthaltig, ja: WELTHALTIG. Goethe kommt vor und Freddy Quinn, und Siemens nat\u00fcrlich, und die gute alte Bravo. Ein Sittenbild, k\u00f6nnte man sagen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Der zweite Teil, betitelt \u00bbDie Banalit\u00e4t des Prolligen\u00ab, umfa\u00dft eine Internet-Korrespondenz mit den Kollegen Georg M. Oswald, Norbert Niemann und Helmut Krausser, eine \u00bbArt Begleiterscheinung\u00ab (des Dichtens), die man nat\u00fcrlich auch ein \u00bbmehrstimmiges Journal\u00ab nennen k\u00f6nnte. Wenn man wollte. Es bringt die lang erhoffte Antwort auf die ewigen Fragen, was Autoren tun, wenn sie gerade nicht schreiben (k\u00f6nnen), was sie besch\u00e4ftigt, was sie bewegt. Sie nehmen mitunter einen guten Schluck, vertiefen sich in das Werk der Kollegen von einst und jetzt und kommen zu lapidaren Einsichten: \u00bbExperimente mit Robert Walser und Kr\u00e4uterlik\u00f6r. Fehlgeschlagen. Handke und Birnenschnaps funktioniert.\u00ab<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">Diese Website geh\u00f6rte zu den spannendsten Ereignissen der Internet-Literatur, sie hatte in ihrer Entstehungszeit in den letzten Jahren monatlich 8000 Zugriffe aus aller Herren L\u00e4nder. Was da r\u00e4soniert und diskutiert wurde \u00fcber die Dichtung, die Liebe, das Leben und den gesunden Durst, gibt es nun verewigt als Buch, also, Damen und Herren, greifen Sie zu!<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center wp-block-paragraph\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\"><strong>Mein Jahrtausend <\/strong>von Heiner Link, Residenz Verlag, Salzburg\/Wien 2002<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"150\" height=\"226\" class=\"wp-image-61148\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2020\/01\/jahrtsd.jpg\" alt=\"\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-table alignright\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<table>\r\n<tbody>\r\n<tr>\r\n<td>\u00a0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<tr>\r\n<td>\u00a0<\/td>\r\n<\/tr>\r\n<\/tbody>\r\n<\/table>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> \u2192<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\r\n\r\n<\/p>\r\n<p class=\"wp-block-paragraph\" style=\"text-align: justify;\">KUNO hat seit jeher ein Faible f\u00fcr Trash. Dem Begriff <em>Trash<\/em> haftet der Hauch der Verruchtheit und des Nonkonformismus an. In Musik, Kunst oder Film gilt Trash als Bewegung, die im Klandestinen stattfindet und an der nur ein exklusiver Kreis nonkonformistischer Aussenseiter partizipiert. Dieser angeschmutzte Realismus entzieht sich der Rezeption in einer \u00f6ffentlichen Institution. In der Reihe Gossenhefte zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen. Der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Daher sei sei Enno Stahls fulminantes Zeitdokument\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26047\">Deutscher Trash<\/a> ebenso eindr\u00fccklich empfohlen wie Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Ebenso verwiesen sei auf <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=44449\">Trash-Lyrik<\/a>.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor 20 Jahren starb Heiner Link. KUNO erinnert an den viel zu fr\u00fch verstorbenen Schriftsteller: Ja, Damen und Herren, so ein Jahrtausend, das ist schon ganz sch\u00f6n viel. 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