{"id":60180,"date":"2020-02-14T00:25:09","date_gmt":"2020-02-13T23:25:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=60180"},"modified":"2020-02-17T09:02:57","modified_gmt":"2020-02-17T08:02:57","slug":"vom-geheimnis-der-selbstbewahrung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/02\/14\/vom-geheimnis-der-selbstbewahrung\/","title":{"rendered":"vom geheimnis der selbstbewahrung"},"content":{"rendered":"\n<p>das reisebuch von renate sattler\naus magdeburg \u00fcber ihre besuche bei indianern in kanada und den usa im jahr 2000\nist ein literarisches tagebuch und zugleich begegnungsbuch. sie besuchte am\nsankt lorenz strom die mohawk, eine der sechs nationen der \u00bbIrokesenliga\u00ab. im\nkulturzentrum der mohawk wurde sie, als vertreterin der\nnichtregierungsorganisation \u00bbArbeitskreis Vierte Welt\u00ab, in gegenseitigem\nrespekt in die gemeinschaft aufgenommen. und sie war zu gast bei den lenni\nlenape, deren name \u00bbwahre Menschen\u00ab bedeutet, und die, von den amerikanern\ndelaware genannt, zu den algonkin geh\u00f6ren. erg\u00e4nzt wird der haupttext, in den\nsie an einigen stellen gedichte \u00fcber momente ihrer reise eingeschoben hat,\ndurch eine erz\u00e4hlung und einen erkl\u00e4renden sachteil sowie fotografien.<\/p>\n\n\n\n<p>als einen der vorz\u00fcge dieses\nbuchs empfinde ich, da\u00df die autorin den lesern lebensorte und lebensformen indigener\nv\u00f6lker mit einem reichtum an details in einer konkreten und pr\u00e4gnanten sprache\nsinnlich vor augen stellt und dabei zugleich einen blick f\u00fcrs wesentliche hat,\nder eine m\u00f6glichste menge an informationen mit reflexionen verbinden l\u00e4\u00dft. die\nbeschreibungen sind pers\u00f6nlich, ohne ins blo\u00df private abzugleiten. das\nverh\u00e4ltnis von vielen einzelheiten und dosierten verallgemeinerungen, die zu\neiner wesensschau f\u00fchren, ist genau richtig. ich dachte beim lesen mitunter an\ndie wirklichkeitsn\u00e4he und alltagsdichte amerikanischer erz\u00e4hler oder\nunabh\u00e4ngiger amerikanischer filme. der sprachrhythmus folgt dem rhythmus des\nreisens, wahrnehmens, redens und nachdenkens. dabei nimmt sie sich selber als\nperson zur\u00fcck, r\u00fcckt ihre indianischen gastgeber, mit denen sie teils seit\nvielen jahren befreundet ist, in den mittelpunkt, und lenkt die leser mit den\nwahrnehmungen ihrer augen. wer viel sieht, mu\u00df selbst nicht auftrumpfen. <\/p>\n\n\n\n<p>man sp\u00fcrt, wie sich renate\nsattler selbstbewu\u00dft im fernen land bewegte, weil ihr die geschichte und kultur\nder indianer vertraut ist, und sie nur vor w\u00f6lfen und mehr noch b\u00e4ren etwas\nangst hatte. die algonkin kennen einen mythischen wolf als h\u00e4uptling im land\nder toten. einmal ertappte ich mich beim leser bei der erwartung, da\u00df noch, wie\nim grimmschen m\u00e4rchen, ein sprechender b\u00e4r erscheint, was aber nicht geschieht.\nich vermute, ihre fr\u00fche hinwendung zu indianischen kulturen seit ihrer kindheit\nh\u00e4ngt auch zusammen mit eigenen au\u00dfenseitererfahrungen, wie sie jeder kreativ\nund ideell veranlagte mensch erlebt. kreativit\u00e4t und ein positives interesse\nf\u00fcr andere kulturen geh\u00f6ren zusammen. renate sattler sah eine etwa 5000 jahre\nalte siedlungsst\u00e4tte der mohawk und in der vitrine eines museums ein 6000 jahre\naltes kanu der irokesen. allerdings werden die exponate dort nur franz\u00f6sisch\nausgeschildert. worte indianischer herkunft im deutschen sind, neben kanu,\nschokolade, kakao, tomate und mais.<\/p>\n\n\n\n<p>man kann die besiedlung amerikas\ndurch europ\u00e4er sowie die ausrottung, vertreibung und auspl\u00fcnderung der indianer\nals ein muster der expansion westlicher zivilisationen sehen, die im gegenzug\nf\u00fcr diesen hohen preis modernisierungen lieferten, die f\u00fcr indigene v\u00f6lker\nvielfach keinen segen brachten. die folgen sind ungef\u00e4hr so, als ob deutsche\nst\u00e4mme, die nie die gelegenheit bekamen, einen staat zu gr\u00fcnden, im eignen\nland, das genau genommen zum besatzungsgebiet wurde, mi\u00dfachtet und teils in\nreservationen leben w\u00fcrden, umgeben von einer fremden erobererkultur. hier\nexistiert soetwas nur als irrationale und ausl\u00e4nderfeindliche v\u00f6lkische\nangstvision. indianerv\u00f6lker hingegen erleben solche zust\u00e4nde wirklich. <\/p>\n\n\n\n<p>w\u00e4hrend sich die besatzer als\ngottundgeldgegebene besitzer f\u00fchlen, besitz f\u00fchrt oft zur besatzung, schr\u00e4nkt\ndie begrenzung auf verstreute reservationen die lebenschancen der indianer,\nderen lebensbedingungen vielfach hart sind, bis heute ein. selbst vertraglich\nzugesichertes land wird ihnen h\u00e4ufig nicht zur\u00fcckgegeben. j\u00fcngst hob donald\ntrump den baustopp f\u00fcr indianerland nahe der standing rock reservation in north\ndakota zugunsten von erd\u00f6lbohrungen auf. die politische korrektheit wiederum f\u00fchrt\ninzwischen dazu, da\u00df man menschen real ausbeuten und dem\u00fctigen und in kriegen\nt\u00f6ten kann, dies aber nicht \u00f6ffentlich fordern darf. der schein der humanit\u00e4t\nsoll gewahrt bleiben. die moralische heuchelei erg\u00e4nzt oder ersetzt so die\nreligi\u00f6se. <\/p>\n\n\n\n<p>in nordamerika leben heute etwa\n2,4 millionen indianer in ungef\u00e4hr 500 reservationen. einige der gr\u00f6\u00dften first\nnations sind die navaho, lakota und irokesen. die sechs nationen der\n\u00bbIrokesenliga\u00ab \u00fcberleben in 17 weit verstreuten gebieten in drei staaten der\nusa und 2 kanadischen provinzen. eine der reservationen der mohawk wird durch\ndie grenze zwischen den usa und kanada geteilt, wo sich die bewohner kontrollieren\nlassen m\u00fcssen. von den lenni lenape, deren hauptteil im 19. jahrhundert\nvertrieben wurde, leben kleine gruppen in den staaten des \u00f6stlichen waldlandes\nder usa. nach dem eintreffen der europ\u00e4er in amerika starben innerhalb kurzer\nzeit gro\u00dfe teile der indianischen bev\u00f6lkerung, vermutlich 80 bis 90 prozent,\ndie karibischen fast vollst\u00e4ndig. auch im 20. jahrhundert verschwanden noch indianerv\u00f6lker.\nvon manchen indianischen gemeinschaften blieben allein geographische namen. <\/p>\n\n\n\n<p>renate sattler beschreibt\ndetailliert, wie die irokesen, die sie als stolze menschen erlebte, die ihre\nrecht verteidigen, trotz ihrer geschichte der vergangenen jahrhunderte, oder\ngerade deshalb, ihre identit\u00e4t und w\u00fcrde bewahren. dadurch konnten sie ihr\npolitisches system und ihre religion durch alle zeiten hindurch erhalten. auffallend\nist die bedeutung des gemeinschaftlichen lebens. der zusammenhalt wird umso\nwichtiger in zeiten, wo sie angegriffen werden und gemeinsam widerstand\nleisten. sie sind milit\u00e4risch nie besiegt worden und haben sich nicht\nunterworfen. die \u00bbIrokesenliga\u00ab hat ihre unabh\u00e4ngigkeit von den usa und kanada\nerkl\u00e4rt. ihre angeh\u00f6rigen besitzen eigene stammesr\u00e4te und p\u00e4sse.<\/p>\n\n\n\n<p>vollst\u00e4ndig offenbaren sie die\ngeheimnisse ihrer selbstbewahrung nat\u00fcrlich nicht, auch weil das eine\nentweihung w\u00e4re. ihre mythen und br\u00e4uche enthalten geheimnisse, wie gute\nliteratur und kunst. der konflikt zwischen tradition und moderne, und\numgekehrt, den viele v\u00f6lker und bev\u00f6lkerungsgruppen der welt bis hin zu\nvern\u00fcnftigen transformationen austragen m\u00fcssen, ist einer der gro\u00dfen konflikte\ndieser epoche, der alles \u00fcberlagernde hauptkonflikt jedoch der neokolonialismus\neiner ungerechten weltwirtschaftsordnung, die den interessen der st\u00e4rkeren\ndient und der auch eurozentristische denkweisen entsprechen.<\/p>\n\n\n\n<p>renate sattler berichtet, wie\nauthentische indianische traditionen, trotz aller verluste, das leben in den\nsiedlungen strukturiert und stabilisiert. der rat der friedensh\u00e4uptlinge der\nirokesen mu\u00df die auswirkungen seiner entscheidungen auf die angeh\u00f6rigen von\nsieben generationen bedenken. dies geht weit \u00fcber die wirksamkeit der\norakelspr\u00fcche von delphi hinaus, die man weise nannte. auch schildert sie das\nmatrilineare stammesundclansystem der mohawk und seneca. \u00bbDas Clansystem ist\nmit den Frauen verbunden. Sie haben die gleichen Rechte in der Gesellschaft wie\ndie M\u00e4nner. Eine Frau, die eine Familie gegr\u00fcndet hat, f\u00fcr ihre Weisheit&nbsp; und Geduld geachtet wird, kann zur Clanmutter\nauserw\u00e4hlt werden.\u00ab die clanm\u00fctter w\u00e4hlen die h\u00e4uptlinge und k\u00f6nnen sie auch\nwieder abw\u00e4hlen. ein mann zieht nach der heirat ins haus seiner frau. die\nindianischen frauen, die oft zu gro\u00dfen autorit\u00e4ten innerhalb ihrer\ngemeinschaften werden, haben meist fr\u00fch kinder. in alternden gesellschaften\nsind auch die eltern \u00e4lter. <\/p>\n\n\n\n<p>die irokesen nennen sich selbst\nhaudenosaunee, leute des langhauses. und das langhaus ist symbol der \u00bbIrokesenliga\u00ab,\nihrer regierung. arch\u00e4ologische funde von langh\u00e4usern haben ein alter von fast\n1000 jahren. in langh\u00e4usern, die \u00fcber 200 meter lang sein konnten, wohnten\nfr\u00fcher bis zu 100 personen. heute sind neu gebaute langh\u00e4user vor allem\nzeremonialbauten und treffpunkte f\u00fcr traditionelle t\u00e4nze und ges\u00e4nge. vielfach\nleben die mohawk, die teils auch wohlstand erreicht haben, von\nkunsthandwerklichen arbeiten. sie verkaufen in holz und geweih geschnitzte figuren,\ngeflochtene k\u00f6rbe, stickereien, silberschmuck, perlenketten, maisstrohpuppen,\nschildkr\u00f6tenrasseln, rindenkanus. die arbeit f\u00fcr die erhaltung und vermittlung\nder indianischen kultur wird \u00fcberwiegend ehrenamtlich geleistet. <\/p>\n\n\n\n<p>die autorin berichtet aber auch vom\neinsatz der kanadischen armee und polizei mit panzern, kampfhubschraubern, schnellbooten\nund tr\u00e4nengas im jahr 1990, als ein golfplatz auf einem alten friedhof der\nmohawk erweitert werden sollte und die betroffenen dagegen protestierten, was\ndie erz\u00e4hlung am schlu\u00df des buches nochmal aufgreift. f\u00fcr v\u00f6lker mit ausgepr\u00e4gter\ntradition sind friedh\u00f6fe besonders heilig, weil die ahnen die kollektive\nidentit\u00e4t und zugeh\u00f6rigkeit sowie das soziale gewissen der gemeinschaft\nrepr\u00e4sentieren. golf ist herrschaftssymbol. wer die golfplatzerweiterung\nblockiert, gilt als gef\u00e4hrder der herrschaft. <\/p>\n\n\n\n<p>dem herk\u00f6mmlichen westlichen\nblick auf indigene v\u00f6lker mi\u00dftraut renate sattler. mehrheitskulturen, und zumal\nsiegreiche, verlangen von minderheiten und verlierern anpassung. nur der integrierte\ngilt als redlich. lateinisch integr\u0101re bedeutet auch einrenken. die am\nperfektesten unterworfenen sind meist die privilegierten und die treuesten die\n\u00fcberl\u00e4ufer. wenn es bei friedrich d\u00fcrrenmatt hei\u00dft: \u00bbder wahre Sieg kommt nur\nden Besiegten zu.\u00ab, so meint er die aufgewachten besiegten, w\u00e4hrend die meisten\nmenschengruppen bis zu ihrem ende schlafkollektive bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p>verweigerung ist eine legitime\nreaktion auf herrschaft. wenn mehrheiten auf nichtanpassung mit ausgrenzung reagieren,\nbeweisen sie ihre unfreiheit. kulturen k\u00f6nnen sich einzig auf ihren eigenen\ngrundlagen entwickeln, indem sie transformatorisch elemente anderer kulturen\naufnehmen. sobald dies schlagartig und durch fremdbestimmung geschieht,\nentstehen&nbsp; verwerfungen und gibt es\nverletzungen. freilich sollten sich auch mehrheitsverweigerer, individuell wie\nkollektiv, weiterentwickeln oder neu kreieren, damit sie nicht in stagnation\nund regression verfallen, die zu selbstbeengungen f\u00fchren, wie man sie teils bei\northodoxen gemeinschaften findet. <\/p>\n\n\n\n<p>in pennsylvania stie\u00df die autorin auf orte deutscher besiedlung. manche religionsgemeinschaften wie herrnhuter oder qu\u00e4ker lebten fr\u00fch vergleichsweise friedlich neben und mit ihren indianischen nachbarn. james fenimore cooper hat dies literarisch popul\u00e4r gemacht, doch auch verkl\u00e4rt. zugleich wurden irokesen und lenni lenape von den englischen und franz\u00f6sischen kolonialm\u00e4chten in kriegen benutzt. renate sattler erw\u00e4hnt, da\u00df indianer in der amerikanischen armee dienen und sogar im vietnamkrieg k\u00e4mpften, obwohl das schicksal der vietnamesen dem ihrem \u00e4hnelte. <\/p>\n\n\n\n<p>in einer sage der\nsusqueehenna-indianer aus dem nordosten der usa erz\u00e4hlt ein christlicher\nmissionar einem indianer biblische geschichten, die letzterer mit seinen mythen\nbeantwortet. der missionar entgegnet: \u00bbwie k\u00f6nnt ihr doch an solch dumme Fabeln\nglauben, die irgendein m\u00fc\u00dfiger Kopf von euch ausgeheckt hat? Was ich euch aber\nerz\u00e4hlt habe, ist die reinste Wahrheit und stammt aus dem Mund des Allm\u00e4chtigen\nselbst!\u00ab und der indianer erwidert: \u00bbes scheint, dass man bei deiner Erziehung\ndoch die Hauptsache vergessen hat. Du sahst, dass wir so h\u00f6flich waren, deine\nfabelhafte Geschichte zu glauben: warum glaubst du nun die unsrige nicht\nebenfalls?\u00ab<\/p>\n\n\n\n<p>ursch\u00f6pfer darf genannt werden,\nwer etwas aus dem nichts erschafft. renate sattler zitiert den sch\u00f6pfungsmythos\nder mohawk, der sich \u00e4hnlich bei anderen first nations findet und die matrilineare\ngesellschaft begr\u00fcndet. die himmelsfrau f\u00e4llt aus einer friedlichen und\nharmonischen himmelswelt, wie ein kind aus dem k\u00f6rper der mutter, wird von den\ntieren unten, die alle wasserbewohner sind, aufgefangen und schl\u00e4ft auf dem\nr\u00fccken der gro\u00dfen meeresschildkr\u00f6te ein, die als urmutter und sch\u00f6pferin gilt.\ndie tiere schaufeln vom meeresgrund erde herauf, woraus die schildkr\u00f6te die\nurinsel formt. \u00bbAls die Frau erwachte, fand sie Nahrung neben sich. Sie blickte\num sich und nahm Ver\u00e4nderungen wahr, die mit der Landschaft vor sich gegangen\nwaren. Dann wanderte sie entgegen dem Uhrzeigersinn \u00fcber die Oberfl\u00e4che. Durch\nihr Laufen beschleunigte sie die Ver\u00e4nderungen der Umwelt. Der Panzer der\nSchildkr\u00f6te wuchs und formte die Schildkr\u00f6teninsel.\u00ab die natur birgt die frau\nund die tiere, die sie aufnehmen, helfen ihr. das laufen gegen den urzeigersinn\nbedeutet die richtung zur krankheit sowie zu ungl\u00fcck und tod, also der\ngegenseite des lebens, die hier ebenfalls mitgedacht wird. <\/p>\n\n\n\n<p>schlie\u00dflich gebiert die frau, die\nauf geheimnisvolle weise schwanger wurde, eine tochter, die auf der\nschildkr\u00f6teninsel heranw\u00e4chst und m\u00e4nnlichen zwillingen das leben schenkt, die\nin mythen meist der gute und der b\u00f6se geist sind. einer der s\u00f6hne verl\u00e4\u00dft die\nmutter, die dadurch stirbt, durch die achselh\u00f6hle. die gro\u00dfmutter begr\u00e4bt ihre\ntochter, aus deren k\u00f6rper mais, bohnen und k\u00fcrbis wachsen, hauptnahrungsmittel\nder irokesen, die sie die drei heiligen schwestern nennen. der konstruktive der\nzwillinge formt danach die ersten menschen und deren lebensraum. zahlreiche\nunserer lebensmittel stammen urspr\u00fcnglich aus amerika, etwa mais, kartoffeln,\nk\u00fcrbisse, tomaten, paprika, erdn\u00fcsse, sonnenblumenkerne, und wurden zuerst von\nindianern angebaut, mais seit ann\u00e4hernd 10000 jahren. die irokesen sind f\u00fcr\nihre entwickelte landwirtschaft bekannt. eine fotografie von der reise zeigt\nwildmaispflanzen.<\/p>\n\n\n\n<p>bei den lenni lenape gibt es neben dem schildkr\u00f6tenclan truthahnclan und wolfsclan. weil schildkr\u00f6ten sehr alt werden, bedeuten sie f\u00fcr mitglieder eines schildkr\u00f6tenclans ein ewiges leben. der truthahn w\u00e4re fast zum wappentier der usa geworden. dann h\u00e4tte neil armstrong nach seiner mondlandung \u00bbDer Truthahn ist gelandet.\u00ab sagen m\u00fcssen. unter anderem wollte benjamin franklin, schriftsteller, verleger, naturwissenschaftler, einer der gr\u00fcnderv\u00e4ter der usa, mitunterzeichner der amerikanischen unabh\u00e4ngigkeitserkl\u00e4rung, mitautor der us-amerikanischen verfassung und erfinder des blitzableiters, den wehrhaften truthahn im wappen des unabh\u00e4ngigen amerika haben. dann machte aber der seeadler das rennen. der adler der irokesen erscheint als bote des sch\u00f6pfers und besch\u00fctzer der menschen. den adlertanz, der flugbewegungen der adler nachahmt, hat renate sattler selbst mitgetanzt. im museum von kahnawake, in einer kanadischen reservation der mohawk, wird der adlertanz f\u00fcr touristen aufgef\u00fchrt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center\">***<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/12\/Sattler_Sommer-651x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-60184\" width=\"326\" height=\"512\"\/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Kanadischer Sommer <\/strong>\/ Zu Gast bei Irokesen und Delaware, von Renate Sattler. Verlag Edition AV, Bodenburg, 2018 <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>das reisebuch von renate sattler aus magdeburg \u00fcber ihre besuche bei indianern in kanada und den usa im jahr 2000 ist ein literarisches tagebuch und zugleich begegnungsbuch. sie besuchte am sankt lorenz strom die mohawk, eine der sechs nationen der&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/02\/14\/vom-geheimnis-der-selbstbewahrung\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":36,"featured_media":60184,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[94,2419],"class_list":["post-60180","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-holger-benkel","tag-renate-sattler"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60180","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/36"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=60180"}],"version-history":[{"count":0,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/60180\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=60180"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=60180"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=60180"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}