{"id":59857,"date":"2006-05-29T00:01:22","date_gmt":"2006-05-28T22:01:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=59857"},"modified":"2022-02-23T13:34:21","modified_gmt":"2022-02-23T12:34:21","slug":"59857","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2006\/05\/29\/59857\/","title":{"rendered":"Wolfszeit"},"content":{"rendered":"\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Terres \u2026 ist hart und grenzg\u00e4ngerisch, aber das ist die Eiszeit (oder, ins Heute gedreht: die Wolfszeit) auch. Im Angesicht des Neoliberalismus wird man als Schamane nur eine extreme Position beziehen k\u00f6nnen, alles andere geht wahrscheinlich unter im Brei. Freundlichkeit gegen\u00fcber den Verh\u00e4ltnissen ist nicht angebracht, das darf man sich f\u00fcrs Zwischenmenschliche aufheben und froh sein, wenn ein solches stattfindet. Ich stelle mich da voll hinter die Geschichte, sie erinnert mich an ein Musikst\u00fcck von THE CURE: <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=ZcAEIUQmQgI\">WATCHING ME FALL<\/a> (das Album hei\u00dft bezeichnenderweise BLOODFLOWERS), 12 Minuten virtuoses Lauern, das einem wie eine Gletscherzunge das Gebirge nach und nach die Ohren abschmirgelt\u2026<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Kritische K\u00f6rper<\/strong> von Ulrich Bergmann,\u00a0Pop Verlag Ludwigsburg, 2006<\/p>\r\n<p class=\"hide-if-no-js\" style=\"text-align: justify;\"><a id=\"set-post-thumbnail\" class=\"thickbox\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-admin\/media-upload.php?post_id=45119&amp;type=image&amp;TB_iframe=1\" aria-describedby=\"set-post-thumbnail-desc\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-266x266 size-266x266 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/KoerperCover-e1512293256786.jpg\" alt=\"\" width=\"185\" height=\"266\" \/><\/a>Ulrich Bergmann bezeichnet den Zyklus <em>Kritische K\u00f6rper<\/em> als \u201aCriminal Phantasy\u2019. Der Leser findet in diesen Kurzgeschichten eine f\u00fcr diesen Autor typische Montagetechnik, unterst\u00fctzt durch einen imagistischen Bildgebrauch und die Verwendung extremer Bilder. Von der Figurenzeichnung bis zum Handlungsablauf ist jederzeit klar, wie in diesem Zyklus die moralischen Grenzen verlaufen. Bergmann schreibt gegen den dr\u00f6gen Realismus der modernen Literatur an, und in der Tat besteht das Realistische seiner Literatur darin, das Grausame in seine Texte einflie\u00dfen zu lassen, wobei sie plausible Beschreibungen des Innen und des Au\u00dfen seiner Figuren auch ins Fantastische verl\u00e4ngern. Er erkl\u00e4rt uns eine Welt, in der sich die Bedeutung der Wirklichkeit nicht an der Oberfl\u00e4che erschlie\u00dft. Der Leser muss sich selber von der Abgr\u00fcndigkeit \u00fcberzeugen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong>Lesen Sie auch zum Zyklus <em>Kritische K\u00f6rper<\/em> den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15183\">Essay<\/a> von Holger Benkel.<\/p>\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Terres \u2026 ist hart und grenzg\u00e4ngerisch, aber das ist die Eiszeit (oder, ins Heute gedreht: die Wolfszeit) auch. 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