{"id":59123,"date":"2020-06-12T00:01:31","date_gmt":"2020-06-11T22:01:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=59123"},"modified":"2022-02-19T10:05:32","modified_gmt":"2022-02-19T09:05:32","slug":"empfundene-erfundene-welten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/06\/12\/empfundene-erfundene-welten\/","title":{"rendered":"Empfundene\/erfundene Welten"},"content":{"rendered":"\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Und tief unten im Wasser, im Schlamm und Schlick sind die Gegenst\u00e4nde der erz\u00e4hlten Geschichten verborgen.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Norbert Scheuer<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Einwohner lieben die farbige Heiterkeit, und das vom Wasser widergespiegelte Licht verleiht ihr das Geleucht eines traumhaften S\u00fcdens<\/em>, lese ich in Eugen Gottlob Winklers Erz\u00e4hlung <em>Die Insel<\/em>, w\u00e4hrend die Gedanken, wen wundert\u2019s, weiterhin bei der vor weniger als einer Stunde beendeten Lekt\u00fcre von Norbert Scheuers \u2013 das Leporello von Angst, Betrug, Chaos, Desillusion, Gier, Intrige, Liebe, Sehnsucht, Treulosigkeit, Verlust, Verrat, Verstrickung, Zerm\u00fcrbung auffaltenden \u2013 Roman <em>Am Grund des Universums<\/em> verharren wollen: Nicht nur die d\u00fcsteren Farben des gewaltigen Bildes vom<em> See, der einer w\u00fcsten Landschaft glich<\/em>, \u00fcberschwemmen den gro\u00dfhirnrindigen Teil der Windungen bis in die entlegensten Furchen und Gr\u00e4ben.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Am schlammig-sumpfigen Ufer sehe ich, wie kann das sein?, den Dichter T. S. Eliot stehn, verwundbarfu\u00df, graue Hosenbeine hochgehempelt, Fl\u00fcstert\u00fcte in der einen, Bl\u00e4tter von <em>The Waste Land<\/em> in der andren Hand; unklar blo\u00df wahrzunehmende Wortfetzen \u2013 <em>a \/ heap \/ of \/ broken \/ images \/ where \/ the \/ sun \/ beats \/ and \/ the dead \/ tree \/ gives \/ no \/ shelter<\/em> \u2013 werden vom b\u00f6igen Wind in alle f\u00fcnf Himmelsrichtungen verweht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In diesen M\u2219i\u2219n\u2219u\u2219t\u2219e\u2219n, in denen ich mich nach nichts mehr sehne, als einfach blo\u00df innezuhalten, werden, unverlangt, aus sich heraus, einander \u00fcberlagernde Zeilen wie <em>So tritt die andere Welt in Erscheinung: in einer Nonne, die mit wei\u00dfem Gesicht unter den Uferweiden die Stundengebete liest, im Turmgel\u00e4ut oder im Chorgesang; am innigsten aber, wenn im Fr\u00fchsommer an Fronleichnam die farbenpr\u00e4chtige Prozession zu Schiff auf dem See einherzieht <\/em>als jugendlich verkl\u00e4rter Blick eines offenbar frohgemuten Erz\u00e4hlers in Winklers Geschichte und j\u00e4h erinnerte Verse wie <em>der Tod ist ein kleiner Zinnsoldat \/ den jeder von uns in der Tasche seines schwarzen Anzugs tr\u00e4gt \/ in alle Himmelsrichtungen waren Alt\u00e4re aufgebaut \/ Bl\u00fctenteppiche aus Lupinen und Ginsterbl\u00fcten \/ der Pastor durfte \u00fcber die Bl\u00fctenteppiche gehen \/ und zwei Kinder mit der Haush\u00e4lterin \/ die Musikkapelle spielte an jedem Altar \/ dasselbe traurige Lied \/ spuckte Tropfen von den R\u00e4ndern der Posaune \/ vom Wind in alle Himmelsrichtungen \u00fcber Felder getragen<\/em> von einer tr\u00fcbsinnig klingenden, \u203aErhabenes\u2039 als <em>traurig<\/em> empfindenden lyrischen Knabenstimme in Norbert Scheuers Gedicht <em>Fronleichnam<\/em> ins Bewu\u00dftsein katapultiert.<a href=\"#_ftn1\">[1]<\/a> Sekunden sp\u00e4ter sitz ich am Schreibtisch im Lyrikzimmer, fahr den Rechner hoch, beginne W\u00f6rter aufs virtuelle Papier zu schlagen, kann nicht umhin zu denken: <em>Aller Anfang ist schwer<\/em> (Ovid) \/ <em>Aller Anfang ist heiter<\/em> (Goethe) \/ <em>Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne<\/em> (Hermann Hesse).<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Vor ein paar Tagen, denke ich weiter, lese ich in <em>Postcards <\/em>: <em>Life cripples us up in different ways but it gets everybody. <\/em><em>It gets everybody is how I look at it. Gets you again and again and one day it wins.<\/em><a href=\"#_ftn2\">[2]<\/a> An jenem eher k\u00fchlen, weich bem\u00f6lkten Vormittag wird w\u00e4hrend des a\u2219u\u2219s\u2219g\u2219e\u2219d\u2219e\u2219h\u2219n\u2219t\u2219e\u2219n Fr\u00fchst\u00fccks zu f\u00fcnft \u00fcber Geschichten gesprochen, die Norbert Scheuer im Lauf der Jahre erfunden, niedergeschrieben und in Romanform ver\u00f6ffentlicht hat; es ist, wie so oft, wenn wir beisammensitzen, ein flottes Hin und Her frech formulierter Reflexionen, die mich unvermittelt zum Kugelschreiber greifen lassen, um den einen oder anderen Gedankenfetzen im zuf\u00e4llig neben mir auf der Eckbank liegenden Notizbuch stichwortartig festzuhalten, bevor ich mit dem Lesen des am Abend zuvor begonnenen Romans <em>Am Grund des Universums<\/em> fortfahre.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach der rauschhaften Lekt\u00fcre der ersten siebzig Seiten \u2013 die w\u00e4sserne Klarheit der Ausdrucksweise, die mit <em>flatternden Schmetterlingen<\/em>,<em> glitzernden Wellen<\/em>, <em>fliegenden Fischen<\/em> beseelten, verdichteten S\u00e4tze, die Riesenspr\u00fcnge nach China und Griechenland b\u2219e\u2219g\u2219e\u2219i\u2219s\u2219t\u2219e\u2219r\u2219n mich, und ich denke, ja, <em>Urftland<\/em> ist nicht blo\u00df Baumland, <em>Urftland<\/em> ist auch: Traumland<a href=\"#_ftn3\">[3]<\/a> \u2013 schnellen die Gedanken, nachdem sich Winklers Zeilen und Scheuers Verse (wie die Nebelschwaden, die in den Sorgenstunden der vergangenen Tage sehstundenlang den Blick in den Garten versehrten) wohin auch immer verzogen haben, um zehn Jahre zur\u00fcck. Ich lege das Buch auf die Sessellehne, schlie\u00dfe die Augen \u2013 und:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Alles, was je gewesen ist, <\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>treibt jetzt mit uns auf dem Fluss zum Rauschen hinunter<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Beschreibt ein Beschreibender durch seine Beschreibung nicht mehr sich selbst als das, was er beschreibt?<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Thomas St\u00f6lzel<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">2009 lese ich den Roman <strong>\u00dcberm Rauschen<\/strong>. Ein d\u00fcste\u00adr-melancholisch t\u00f6nendes, in der abgr\u00fcndigen Tiefenstruktur ganz stilles, von religi\u00f6s gef\u00e4rbten, magisch vibrierenden Naturf\u00e4den durchwirktes Buch, denke ich und erinnere mich an Thomas St\u00f6lzels <em>Notizb\u00fccher eines Menschenforschers<\/em>, in denen ich auf Emil Cioran sto\u00dfe, der zu Fran\u00e7ois Bondy sagt: <em>Ich glaube, man erkennt bei jedem Schriftsteller, ob es Tag- oder Nachtgedanken sind, die sich seiner bem\u00e4chtigen<\/em>. (Ist das so?)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ich nahm mir f\u00fcr einige Tage frei und fuhr nach der Arbeit mit dem Zug in die Eifel. Seit Jahren war ich nicht mehr zu Hause gewesen, hatte nur wenig von meinem Bruder und den Schwestern geh\u00f6rt. Zuletzt war ich nicht einmal mehr zu Mutters Geburtstagen und an Weihnachten nach Hause gefahren. Alles, was ich \u00fcber meine Familie erfuhr, stammte von gelegentlichen Telefonaten mit Alma oder von den Kassetten, die Hermann mir weiterhin regelm\u00e4\u00dfig schickte, deren Inhalt aber immer verworrener wurde.<\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In <em>\u00dcberm Rauschen<\/em> erz\u00e4hlt Leo Geschichten von zumeist traurig gestimmten, schwerbl\u00fctig wirkenden (und einem dem \u203aWahn\u2039 verfallenen) Men\u00adschen, die, beispielsweise, beim Fischen in der <em>glitschigen<\/em>, <em>glitzernden<\/em> Wasserwelt das zu vergessen, verlernen, verdr\u00e4n\u00adgen suchen, was diejenigen, die die Sch\u00e4flein bereits im trocknen zu haben glauben (man versteht, was ich meine), beispielsweise \u203aRealit\u00e4t\u2039 nennen:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>W\u00e4hrend ich meinen K\u00f6der wieder und wieder auswerfe, vergesse ich alles um mich herum; alles, was je gewesen ist, vergesse ich, und es gibt nur noch den Fisch. Manchmal glaube ich, ihn zu sehen, Wallungen des Wassers, die scharfe Kante einer dunklen R\u00fcckenflosse, die sich kurz herausschiebt und wieder abtaucht. Vielleicht ist alles nur ein Hirngespinst, denke ich. <\/em><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wie wirklich ist die Wirklichkeit?<\/em>, fragt Paul Watzlawick im gleichnamigen Buch \u2013 wei\u00df man\u2019s? \u2013, while Karen Joy Fowler reminds me in her novel <em>We Are All Completely Beside Ourselves<\/em> that <em>according to solipsism, reality exists only inside your own mind.<\/em><\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Winterbienen im Urftland<\/strong> \u2219 Empfundene \/ erfundene Welten in Norbert Scheuers Gedichten und Geschichten &#8211; Pop Verlag, Reihe LESEZEICHEN Band 5 \u2219 128 Seiten \u2219 Broschur \u2219 2019<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"wp-image-56375\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/Winterbienen_Cover-743x1024.jpg\" alt=\"\" width=\"186\" height=\"256\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Man sollte Werke nicht zwingend an autobiographisches Material r\u00fcckkoppeln. &#8222;Von daheraus&#8220; (Hub Stevens), goutiert KUNO diese buch\u00fcbergreifende Korrespondenz als Dokument eines gegl\u00fcckten kritischen Regionalismus. Diese Werke vergleichend zu untersuchen, ist aus zahlreichen Gr\u00fcnden sehr naheliegend, da\u00df es nicht weiter gerechtfertigt werden muss. Breuers Studie konzentriert sich weitestgehend auf Scheuers Werk. Im Fokus stehen Fragen, wie Scheuer als Repr\u00e4sentant des poetischen Realismus wirkt und worin die jeweilige Modernit\u00e4t beim Umgang mit dem traditionsreichen Sujet der Imkerarbeit liegt. Es ergeben sich bei der Lekt\u00fcre spannende Mesalliancen in Werken von Norbert Scheuer und Theo Breuer. F\u00fcr den Leser ist leicht nachvollziehbar, da\u00df Breuer seine eigenen Vorgaben und seinen Anspruch bei der Textherstellung auch tats\u00e4chlich eingel\u00f6st hat. Ein interessantes Variantenverzeichnis aus dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/02\/12\/aus-dem-hinterland-der-lyrikrezeption\/\">Hinterland,<\/a> und wahrscheinlich die gelungenste seit dem unvergessenen Aufenthalt von Caroline Peters in dieser <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=9-2DUeDhv9Y\">Region<\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n<hr class=\"wp-block-separator\" \/>\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Auf dem Gang von Raum zu Raum f\u00e4llt mir Hartmut Wewetzers Zeitungsartikel ein (oder stelle ich mir das blo\u00df vor?), in dem es unter anderem hei\u00dft, der amerikanische Philosoph Daniel Dennett halte das Bewu\u00dftsein f\u00fcr eine <em>Illusion<\/em>. Das menschliche Gehirn habe es erzeugt, um eine <em>nutzerfreundliche Bedieneroberfl\u00e4che<\/em> zu haben. Das Bewu\u00dftsein sei aus seiner Sicht eine Trugwahrnehmung, entfernt vergleichbar einer optischen T\u00e4uschung \u2013 oder der Bildschirmoberfl\u00e4che des PCs oder iPads: <em>Wenn du wirklich wissen willst, was los ist, musst du hinter die Kulissen blicken<\/em>. (\u00bbAber\u00ab, frage ich die in B\u00fcchern von Benn und Krier bl\u00e4tternden Bensch und Kraus, mich im Lyrikzimmer umschauend: \u00bbWo fangen die Kulissen an \u2013 und wo h\u00f6ren sie auf?\u00ab Auf eine Antwort kann ich lange warten. (Bei Truman Burbank waren\u2019s \u2013 frage und schreibe: mehr als neunundzwanzig Jahre.)<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref2\">[2]<\/a> Postcards ist ein 1993 erschienener us-amerikanischer Roman von Annie Proulx. Darin werden ebenso Postkarten geschrieben (u.\u00a0a. von einem f\u00fcr immer aus der Heimat geflohenen \u203averlorenen Sohn\u2039) wie von Paul Arimonds \u203averlorener\u2039 Mutter Lydia, die auf Nimmerwiedersehn aus <em>Kall, Eifel<\/em> verschwindet, in <em>Am Grund des Universums<\/em>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#_ftnref3\">[3]<\/a> <em>Urftland<\/em> \u2013 schlicht und ergreifend: eine wunderbare Wortsch\u00f6pfung; zudem mehrgr\u00fcndig m\u00e4andernde Erinnerungen an die Lekt\u00fcre von Christian Krachts knorrigem <em>Faserland<\/em>, John Ronald ReuelTolkiens unter anderem im trauml\u00e4ndischen <em>Shire<\/em> \u2013 Auenland \u2013 angesiedelten <em>The Lord of the Rings<\/em> (der nach 1069 Seiten mit einem locker-flockigen <em>Well, I\u2019m back<\/em> zu Ende geht) sowie Thomas Pynchons virtuellrealistischem <em>Vineland<\/em> wachrufend. Und mit dem Namen des Flusses Urft flie\u00dfen die Flu\u00dfnamen in die Zeile wie einst die Tinte aus dem F\u00fcllhalter: Ahr, Brohlbach, Erft, Inde, Kyll, Olef, Our, Rur, Sauer, Wurm (und wie sie nicht alle hei\u00dfen) \u2013 von Rhein und Mosel ganz zu schweigen \u2026<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00a0<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Ein Essay \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/\">Lyrikvermittler<\/a> Theo Breuer.<\/p>\r\n<div id=\"attachment_44595\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-image-44595 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-caption-text\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur<\/p><\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugt der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> dieses\u00a0 post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>. Warum<\/span> Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Lesen Sie auch Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik<\/em><\/a>. KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>. Lesen Sie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber die interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit von Angelika Janz, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin.<\/em> Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">hier<\/a>, ein Essay fasst das transmediale Projekt<em> &#8222;<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\">Wortspielhalle<\/a>&#8220; <\/em>zusammen<em>. <\/em>Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/06\/17\/beschwoerungszauber\/\">Holger Benkel<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/09\/17\/rettungsversuche-der-literatur-im-digitalen-raum\/\">A.J. Weigoni<\/a>. Lesenswert auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Gratulation<\/a> von Axel Kutsch durch Markus Peters zum 75. Geburtstag. Nicht zu vergessen eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> &#8222;Biby&#8220; Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv. Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\r\n\r\n\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Und tief unten im Wasser, im Schlamm und Schlick sind die Gegenst\u00e4nde der erz\u00e4hlten Geschichten verborgen. 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