{"id":57103,"date":"2019-08-18T13:01:58","date_gmt":"2019-08-18T11:01:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=57103"},"modified":"2019-10-02T19:05:20","modified_gmt":"2019-10-02T17:05:20","slug":"cyanotypie","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/18\/cyanotypie\/","title":{"rendered":"Kind of Copy &#8211; Cyanotypie"},"content":{"rendered":"\n<p>Kopieren fand lange Zeit nicht durch einen einfachen Knopfdruck statt: Eine Kopie, die Wiedergabe von etwas schon Vorhandenem, l\u00e4sst sich auf sehr&nbsp;unterschiedliche Arten erzeugen. Es gab und gibt nicht nur eine Kopiertechnik, sondern eine Vielzahl davon. Um diese verschiedenartigen Kopierverfahren erneut ins Bewusstsein zu holen, dort zu platzieren und zu verankern, auch im Bezug auf die Entwicklung der Fotokopie, setzt sich die neue Ausstellungsreihe \u00abKind of Copy\u00bb des Museums f\u00fcr Fotokopie mit dem weit gefassten Begriff des Kopierens auseinander.<br \/> <br \/> Die zweite Ausstellung der Reihe \u00abKind of Copy\u00bb widmet sich der \u00abCyanotypie\u00bb \u2013 dem ersten, in gro\u00dfem Ma\u00dfstab eingesetzten, fotografischen Lichtpaus-Verfahren, hierzulande auch bekannt als Blaupause. Die Cyanotypie war nach Daguerreotypie und Kalotypie das dritte fotografische Verfahren und nutzt die Lichtempfindlichkeit von Eisensalzen. Erfunden hat es 1842 der Astronom John Herschel. Bei der Belichtung (meist im Kontakt mit einer transparenten Vorlage) bewirkt die im Tageslicht enthaltene UV-Strahlung eine Ver\u00e4nderung der lichtempfindlichen Substanz, diese wird unl\u00f6slich und durch Entwickeln in Wasser zu Berliner Blau, einem sehr lichtbest\u00e4ndigen tiefblauen Farbstoff. In den Schattenpartien der Vorlage l\u00f6st sich die Schicht im Wasser auf, so entsteht ein negatives Abbild. Die Cyanotypie gilt als fotografisches Edeldruckverfahren. Sie ist seit vielen Jahrzehnten und noch heute bei K\u00fcnstlern* beliebt, weil sie zum einen recht preiswert und vielseitig ist, zum anderen keine chemischen Entwickler oder eine Dunkelkammer braucht und nicht zuletzt, weil die Cyanotypien lichtbest\u00e4ndig sind, was f\u00fcr den Verkauf wichtig ist.&nbsp;<br \/> <br \/> Im Rahmen der Ausstellung werden wir uns internationalen K\u00fcnstlern* ann\u00e4hern, die sich dieses und verwandte Lichtpaus-Verfahren auf unterschiedliche Weisen angeeignet haben und diese f\u00fcr ihre k\u00fcnstlerischen Prozesse nutzen und weiter denken.<\/p>\n\n\n\n<p style=\"text-align:center\">***<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-image\"><figure class=\"alignleft is-resized\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/KindOfCopy_Cyanotypie-1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-57106\" width=\"219\" height=\"303\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/KindOfCopy_Cyanotypie-1.jpg 437w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/KindOfCopy_Cyanotypie-1-216x300.jpg 216w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/KindOfCopy_Cyanotypie-1-260x361.jpg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/08\/KindOfCopy_Cyanotypie-1-160x222.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 219px) 100vw, 219px\" \/><\/figure><\/div>\n\n\n\n<p><strong>Kind of Copy, Cyanotypie<\/strong> &#8211; Ausstellungser\u00f6ffnung am 22. August 2019, ab 19 Uhr im Museum f\u00fcr Fotokopie, M\u00fclheim an der Ruhr. Mit Arbeiten von Tom Carpenter (Rochester\/USA), Sara F\u00f6rster (Bremen), Gabriele Klages (M\u00fclheim), Sandra Krause Gom\u00e9z (Berlin), Ute Lindner (Berlin) und Klara Meinhardt (Berlin)&nbsp;<br \/> <br \/>Die Ausstellung ist &nbsp;jeweils Donnerstags von 16 bis 19 Uhr sowie nach Absprache ge\u00f6ffnet und l\u00e4uft bis zum 13. Oktober 2019.<\/p>\n\n\n\n<p>Ebenso weisen die Veranstalter auf den offenen Cyanotypie-Workshop hin, der im Rahmen der Ausstellung stattfinden wird: am Samstag, 14. September von 15 bis 19 Uhr im Museum f\u00fcr Fotokopie. <\/p>\n\n\n\n<p>Museum f\u00fcr Fotokopie \/ Makroscope \/ Friedrich-Ebert-Str. 48, 45468 M\u00fclheim an der Ruhr-  weitere Infos: www.makroscope.eu <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Blitzkopie: Ausz\u00fcge aus einem <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_QgH653mvQY\">Interview<\/a> mit Dr. Edith Weyde 1988<br \/>Das kleine Helferlein \u2013 <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/helferlein.htm\">H\u00f6rfilm<\/a> auf MetaPhon<br \/>Xerografie: Erstes <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=GeKf2L6jK4c\">Remake<\/a> des Astoria-Experiments zum 70j\u00e4hrigen Xerografie-Jubil\u00e4um 2008<\/p>\n\n\n\n<p><br \/> <br \/> <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kopieren fand lange Zeit nicht durch einen einfachen Knopfdruck statt: Eine Kopie, die Wiedergabe von etwas schon Vorhandenem, l\u00e4sst sich auf sehr&nbsp;unterschiedliche Arten erzeugen. 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