{"id":55683,"date":"2003-12-25T00:01:38","date_gmt":"2003-12-24T23:01:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=55683"},"modified":"2022-09-27T17:17:10","modified_gmt":"2022-09-27T15:17:10","slug":"bilderschrift-oder-schriftbild","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/12\/25\/bilderschrift-oder-schriftbild\/","title":{"rendered":"Bilderschrift oder Schriftbild?"},"content":{"rendered":"\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>\u201eIst es Schrift und Bild? Schrift als Bild? Schriftbild? Bild(in)schrift?\u201c<\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">, lauten Fragen, die sich die K\u00fcnstler der Werkstattgalerie Der Bogen in den letzten Jahren gestellt haben. Malerb\u00fccher, illustrierte B\u00fccher oder K\u00fcnstlerb\u00fccher nennt man sie auch, jene B\u00fccher mit Originalgrafikern, welche die Edition Das Labor in kleinen Auflagen herausbrachte und die nach Text, Illustration und Aufmachung h\u00f6chsten k\u00fcnstlerischen Anspr\u00fcchen gen\u00fcgen und vor allem Grafiksammler ansprechen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">haimo hieronymus betont die unersetzlichen merkmale sinnlich fa\u00dfbarer kunst.<\/span><\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Holger Benkel<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Betrachtet man allein die K\u00fcnstlerb\u00fccher von Haimo Hieronymus, so gehen Schrift und Bild eine Synergieeffekte zeitigende Verbindung ein. Im Unterschied zu den Illustrationen, die spezifische Handlungsmomente und Motive des literarischen Textes zur sch\u00f6pferischen Inspiration nehmen, wird im K\u00fcnstlerbuch der Primatanspruch des Textes gegen\u00fcber dem Bild zugunsten einer Gleichrangigkeit beider Ausdruckssph\u00e4ren aufgegeben und das Bild somit aus seiner illustrativen Funktionsbestimmung entlassen.<\/p>\r\n<div class=\"page\" title=\"Page 9\">\r\n<div class=\"layoutArea\">\r\n<div class=\"column\">\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Im Zuge der Moderne und ihrer Ablo\u0308sung von Kunstgattungen zugunsten einer Erweiterung von Kunstformen gewinnt das Medium Buch die Qualita\u0308t eines autonomen und mobilen Kunstraums. Alle Elemente des Buches wie Papier, Buchstaben oder Bindung werden von Ku\u0308nstlern auf ihre Wirksamkeit ausgedeutet und machen es zu einer Er- fahrung zwischen Objekt, Bild, Text, Textur, Skulptur und einer Auffu\u0308hrung an der Schnittstelle zwischen Unikat und Auflage. Dabei verlangt das Buch von Seite zu Seite gebla\u0308ttert zu werden, um sich in seiner Gro\u0308\u00dfe, Schwere und Viskosita\u0308t oder Gera\u0308usch- palette ganz entfalten zu ko\u0308nnen. Die Rezeption des Buches ist an die Erfahrung mittels Handhabung, an den Prozess des ko\u0308rperlich sinnlichen Begreifens gebunden und ist daher mit der Kunstform Performance vergleichbar.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Eva Linhart, Kuratorin und Leiterin der Sammlung Buchkunst und Grafik am Museum fu\u0308r Angewandte Kunst (MAK)<\/span><\/p>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie kaum eine andere Galerie in Deutschland hat \u201aDer Bogen\u2018 in Arnsberg immer Wert auf die handwerkliche Erarbeitung von K\u00fcnstlerb\u00fcchern gelegt. Unbeirrt setzen diese Artisten den kulturbetrieblichen Trends die unleugbare, virtuell nicht reproduzierbare Sch\u00f6nheit bibliophiler Buchausgaben entgegen, verbunden mit einem entschleunigten Prozess der Entstehung des Buches und einer exklusiv begrenzten, jedoch auf Nachhaltigkeit angelegten Verbreitung. Das benjaminsche Diktum der <em>Aura<\/em> eines Kunstwerks reicht von den Materialb\u00fcchern des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35389\">J\u00fcrgen Diehl<\/a>, \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25405\"><em>Schland<\/em><\/a>-Box von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=208\">Peter Meilchen<\/a>, bis hin zu\u00a0<a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Haimo_Hieronymus\">Haimo Hieronymus<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andrascz_Weigoni\">A.J. Weigonis<\/a> Erkundungen \u00fcber die M\u00f6glichkeiten der Linie zwischen Schrift und Zeichnung findet sich eine Vielfalt des Ausdrucks, die ihresgleichen sucht.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"683\" class=\"wp-image-55687\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-2-1024x683.jpeg\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-2-1024x683.jpeg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-2-300x200.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-2-768x512.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-2-560x373.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-2-260x173.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-2-160x107.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Tradition setzt mit einer Katalogreihe fort. Die quadratische Form der Kataloge hat sich als praktische Gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Abbildungen erwiesen. Dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=21932\"><em>Alphabetikon<\/em><\/a> Katalog von Haimo Hieronymus folgte die mit dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22035\">lime_lab<\/a> ausgezeichnete <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=19038\">Wortspielhalle<\/a> von <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sophie_Reyer\">Sophie Reyer<\/a> und <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andrascz_Weigoni\">A.J. Weigoni<\/a>, das von Karl Hosse angeregte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27438\">Gezeitengespr\u00e4ch<\/a> und die von Stephanie Neuhaus initiierte\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=31389\">Super Speed Art Exhibiton Tour<\/a>.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ein Buch ohne Druckfehler ist unanst\u00e4ndig.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">V. O. Stomps<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\">\r\n<div id=\"attachment_55686\" style=\"width: 159px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-55686\" class=\"wp-image-55686\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-1.jpeg\" alt=\"\" width=\"149\" height=\"149\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-1.jpeg 596w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-1-150x150.jpeg 150w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-1-300x300.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-1-560x560.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-1-260x260.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-1-160x160.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 149px) 100vw, 149px\" \/><p id=\"caption-attachment-55686\" class=\"wp-caption-text\">Fr\u00fchlingel-Cover: Peter Meilchen<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In einer Situation, wo Preisrekorde auf Auktionen regelm\u00e4\u00dfig mit k\u00fcnstlerischer Bedeutung verwechselt werden, bietet sich die Arbeit an K\u00fcnstlerb\u00fcchern als Korrektiv an. Nach den K\u00fcnstlerb\u00fcchern <em>Unbehaust<\/em> und <em>Faszikel<\/em> beschlie\u00dfen der bildende K\u00fcnstler Haimo Hieronymus und der Lyriker A.J. Weigoni mit dem K\u00fcnstlerbuch <em>Idole<\/em> ihre Trilogie. Ihr bisher gezeigter Aus\u2013Drucks\u2013Wille erinnert im Zeitalter der totalen Kommunikation vor allem daran, da\u00df k\u00fcnstlerischen \u00c4u\u00dferungen eine handwerkliche Bef\u00e4higung zugrunde liegt. Diese Pr\u00e4gespuren sind sicht\u2013 und f\u00fchlbar. Die Malerei sei \u201estumme Poesie\u201c, die Poesie hingegen \u201eberedte Malerei\u201c, hie\u00df es in der Antike, als man \u00fcber den Wettbewerb der als verwandt betrachteten K\u00fcnste nachdachte.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>O ihr lieben B\u00fccher, ihr allein seid freigiebig und freim\u00fctig, ihr gebt jedem Bittenden und la\u00dft jeden, der euch treu gedient hat, in die Freiheit ziehen.<\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">schreibt im 14. Jahrhundert Richard de Bury in seinem in lateinischer Sprache verfassten \u201eLob der B\u00fccher\u201c, dem \u00bbPhilobiblon\u00ab. Rar und kostbar, wie die noch von Hand geschriebenen B\u00fccher zu dieser Zeit waren, verteidigt sie Bury gegen \u00dcbersetzer, die ihr Handwerk nicht ausreichend beherrschen:<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Wie gut w\u00e4ren die B\u00fccher dran, w\u00e4re nicht das verh\u00e4ngnisvolle Wagnis des Turmbaus zu Babel gewesen und h\u00e4tte sich nur eine einzige Sprache \u00fcber das ganze Menschengeschlecht verbreitet.<\/em><\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Und auch \u00fcber die Maler gibt es zu klagen, die nicht des Lesens m\u00e4chtig seien \u2013 und doch B\u00fccher illustrierten. In der Hand des K\u00fcnstlers Haimo Hieronymus wird das Buch zu einem Reflexionsinstrument, mit dem sich die Grenzen der Akkumulation des Wissens ergr\u00fcnden lassen. Sei es die Assoziation von W\u00e4rme, der Geruch oder die Sch\u00f6nheit des Papiers schlechthin: Mitunter holt Hieronymus seine Botschaften sogar mit der Kettens\u00e4ge aus dem Material. Sei es die Zersprengung und semantische Neudeklination der Sprache in den Gedichten von Weigoni. Doch immer sind sowohl Hieronymus Kerben, als auch Weigonis Wortgef\u00fcge gleichzeitig auch Spuren in dem oder gegen das Alltagserleben. Seit f\u00fcnf Jahren entwickeln und gestalten die Artisten gemeinsam K\u00fcnstlerb\u00fccher und \u00fcbersetzen Wort\u2013Botschaften in eine sinnenhafte Bildsprache, die vor allem die kulturellen Funktionen des Buches bezeugen, seine Funktionalit\u00e4t hingegen befragen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<div id=\"attachment_55689\" style=\"width: 836px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-55689\" class=\"wp-image-55689\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-4-826x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"826\" height=\"1024\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-4-826x1024.jpeg 826w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-4-242x300.jpeg 242w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-4-768x952.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-4-560x694.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-4-260x322.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-4-160x198.jpeg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-4.jpeg 1887w\" sizes=\"auto, (max-width: 826px) 100vw, 826px\" \/><p id=\"caption-attachment-55689\" class=\"wp-caption-text\">aus: Herbstbuch, von Haimo Hieronymus, 1991<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Bei den Preisen fragt man sich, ob der Titel des Buches nicht ein Orakel f\u00fcr die Macher darstellt\u2026 Wenn diese Qualit\u00e4t k\u00fcnstlerischen Anspruch aufweist, berichten wir gern dar\u00fcber, und sch\u00f6ne, aufwendig hergestellte B\u00fccher, die den Inhalt gestalterisch auf hohem Niveau umsetzt wer liebt es nicht, dieses Rauschefest der Sinne?<\/em> (www.zugetextet.com)<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Kabinett der menschlichen Leidenschaften ist alles m\u00f6glich, aber nur die Kunst schafft jene Distanz, aus welcher wir uns pl\u00f6tzlich wiedererkennen. Hier, im Medium von literarischer oder bildnerischer Darstellung, tritt uns der homo sapiens gel\u00e4utert entgegen. Und das ganze Repertoire \u2013 vom Heroischen \u00fcber das Leidende und das Gew\u00f6hnliche bis zum Erb\u00e4rmlichen und Grotesken \u2013 besitzt nun die Fassung, die dem Studium zug\u00e4nglich ist. Selbst Realisten wie Balzac und Zola waren Meister der Verwandlung. Was sie gesehen und aus der Banalit\u00e4t des Allt\u00e4glichen herausgegriffen hatten, erschien alsbald im Spiegel eines Texts, der seine Geschichten zu Exempla erhob \u2013 zu Lehrst\u00fccken, deren Moral auch Einspruch duldete, deren \u00e4sthetische Geb\u00e4rde jedoch \u00fcber die Zeiten hinausweisen wollte. Hieronymus und Weigoni erkunden die M\u00f6glichkeiten der Linie zwischen Schrift und Zeichnung, der Schnittstelle zwischen Kunst und Sprache. In mehreren Ausstellungen haben sie die Verwendung von malerischen und sprachlichen Zeichen als Elementen der Bildkomposition oder die Vereinnahmung der Sprachzeichen durch die Malerei vorgef\u00fchrt. Ein Bild beschreiben hei\u00dft f\u00fcr diese Artisten auch, es mit Schrift \u00fcbermalen. Die Beschreibung \u00fcbersetzt es in ein anderes Medium. Ein Bild stellt das andere in Frage. Eine Schicht l\u00f6scht jeweils die vorige aus oder ab, und die Optiken \/ Perspektiven wechseln. Die Grenzen zwischen Plastik, Malerei und Wort sind flie\u00dfend. Manchmal geht Schrift dynamisch in Grafik \u00fcber. Das Gedicht selbst gerinnt zur Collage, zu einer Mischung aus Beschreibung, Grafik und Episode. Der Text flie\u00dft, h\u00e4lt an, rollt und wird in schier endlosen Bilderketten mit Genitivkonstruktionen aneinander gereiht. Haimo Hieronymus glaubt, da\u00df gro\u00dfer Kunst eine tiefe Ordnung zugrunde liegt, da\u00df sie das Faktische \u00fcbersetzt und neu strukturiert, sie wieder auf gewaltt\u00e4tige oder untergr\u00fcndige Art und Weise auf an\u00a0das Nervensystem losl\u00e4sst. Jedes Bild ist ein ironisches Such\u2013 und R\u00e4tselbild, jedes handelt von der Aufl\u00f6sung und Zerlegung des Bildes, jedes dekonstruiert sein Motiv und feiert, verschmitzt grinsend, doch nur eines: den Triumph der Malerei. Bei Hieronymus durchlebt die Malerei ihre Auferstehung aus dem Geist der Reproduzierbarkeit. In der Verbindung aus Zeichnung und Malerei findet er das Potenzial, akkumuliert sich die ben\u00f6tigte Kraft, das Plus an empfundener Intensit\u00e4t aufzunehmen und in Bildsprache umzuwandeln, das sein leidenschaftliches Verh\u00e4ltnis zur Vorlage und seiner Umwelt bestimmt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<div id=\"attachment_55694\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-55694\" class=\"wp-image-55694\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-9-1024x683.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"683\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-9-1024x683.jpeg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-9-300x200.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-9-768x512.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-9-560x373.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-9-260x173.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-9-160x107.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-55694\" class=\"wp-caption-text\">aus: Vom K\u00f6nig, von Haimo Hieronymus, 1995.<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Auf B\u00fcttenpapier sind abstrakte, im Einzelfall thematisch angedeutete Radierungen gedruckt. <\/em>(Westf\u00e4lische Rundschau)<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Fast alle hergestellten Bilder sind heutigentags errechnete Bilder. So ist es vollkommen gleichg\u00fcltig, ob ein Mensch oder eine Maschine rechnet. Der nicht errechnete Teil ist nicht errechenbar, es ist Spiel, kann so zur Kunst werden. Von Bedeutung ist nur, da\u00df dabei die Verbindung von Schrift und Zahl zugrunde liegt und nicht mehr die von Schrift und Bild. Eine Bedeutung kann sich so erst im Prozess entwickeln, sie bleibt allerdings immer valent und vom Betrachter abh\u00e4ngig. Zwischen Text und Bild, sei es Holzschnitt, Radierung, Leimhochdruck, Zeichnung oder Gem\u00e4lde, entstehen Welten der gegenseitigen Vereinnahmung, jenseits gegenseitiger oder angestrebter\u00a0Illustration.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<div id=\"attachment_55691\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-55691\" class=\"wp-image-55691\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-6-1024x450.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"450\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-6-1024x450.jpeg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-6-300x132.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-6-768x338.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-6-560x246.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-6-260x114.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-6-160x70.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-55691\" class=\"wp-caption-text\">aus: insich, von Haimo Hieronymus, 1997<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>In der Menschheitsgeschichte ging die Entwicklung der Technik bislang mit der des Geistes einher.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Dr. Enrik Lauer<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kann nur erahnen, welch gro\u00dfe Auswirkung die neue Technik im Buchdruck auf die Gesamtkultur gehabt hat, insbesondere aber auf Literatur und bildende Kunst. Mit dem Buchdruck ergibt sich \u00fcber die Einzelsprachen hinaus ein interessantes Muster, ein System an Ver\u00e4nderungen, und zwar vom Latein zu den Volkssprachen zur Vermischung und schlie\u00dflich zur Reinigung. Die Reinigung w\u00e4re sinnlos ohne die Vermischung, die Vermischung h\u00e4ngt zusammen mit der Verschiebung hin zum Schreiben in der Volkssprache anstatt in Latein. Die Menschen im Mittelalter haben sich dar\u00fcber keine Gedanken gemacht. Da gibt es Latein f\u00fcr die Kommunikation der Eliten und die Volkssprache f\u00fcr alles andere. Aber sobald man zu schreiben und zu drucken beginnt, stellt man sich Fragen wie: Ist das elegant oder die hohe Form der Sprache?<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<div id=\"attachment_55690\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-55690\" class=\"wp-image-55690\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-5-1024x475.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"475\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-5-1024x475.jpeg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-5-300x139.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-5-768x356.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-5-560x260.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-5-260x121.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-5-160x74.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-55690\" class=\"wp-caption-text\">Steinlupe, von Haimo Hieronymus, 1998<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"page\" title=\"Page 20\">\r\n<div class=\"layoutArea\">\r\n<div class=\"column\">\r\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Eine bibliothekarische Besonnenheits-Formel findet Ausdruck in mit Stirnfalte artikulierter Empo\u0308rung, dass man im Normal-, Freihand-, Leihbestand immer wieder Ku\u0308nstlerbu\u0308cher finde, die es schnellstmo\u0308glich dem normalen Zugang zu entziehen und konservatorisch angemessen aufzubewahren gelte. Hier kollidiert die vermeintliche Ignoranz unserer Vorga\u0308nger mit unserer fetischisierten Haltung zum Ku\u0308nstlerbuch, die letztlich die Unsicherheit spiegelt, wie mit diesen Objekten zu verfahren sei. Der Akt unserer Vorga\u0308nger, diese Bu\u0308cher in demokratischem bibliothekarischem Impetus unter das Joch von Klebeetikette, Strichcode und Farbstempel zu zwingen, scheint bei Licht betrachtet gar nicht abwegig: Immerhin la\u0308sst diese Behandlung auf ihre Wahrnehmung als Bu\u0308cher schlie\u00dfen, wie es auch von den Urhebern intendiert war.<\/span><\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Mario Lu\u0308scher<\/span><\/p>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Buchdruck wurde um vom Mainzer Johannes Gensfleisch, genannt Gutenberg erfunden. Grundgedanke der Erfindung Gutenbergs war die Zerlegung des Textes in alle Einzelelemente wie Klein- und Gro\u00dfbuchstaben, Satzzeichen, Ligaturen und Abk\u00fcrzungen, wie sie aus der Tradition der mittelalterlichen Schreiber allgemein \u00fcblich waren. Diese Einzelelemente wurden als seitenverkehrte Lettern in beliebiger Anzahl gegossen, schlie\u00dflich zu W\u00f6rtern, Zeilen und Seiten zusammengef\u00fcgt. Urform oder Prototyp f\u00fcr jeden Buchstaben war der Stempel. In die Stirnseite eines Stahlstifts wurde das Zeichen geschnitten, so da\u00df sich ein seitenverkehrtes pr\u00e4zises Relief ergab. Nun wurde der jeweilige Stempel, die Patrize, in einen rechteckigen Block aus weicherem Metall, in der Regel wohl Kupfer, \u201eabgeschlagen\u201c, d. h. senkrecht mit dem Schlag eines Hammers eingetieft. Die so erzeugte Matrize mu\u00dfte nachbearbeitet und begradigt werden, so da\u00df eine rechtwinkliger Kubus mit geraden Seiten entstand. Das seitenrichtige Bild sollte eine einheitliche Tiefe haben, weshalb die Oberfl\u00e4che mit einer Feile bearbeitet wurde. Um den Gu\u00df einer Letter zu bewerkstelligen, entwickelte Gutenberg das Handgie\u00dfinstrument. Zwei Teile umschlie\u00dfen einen rechteckigen Gie\u00dfkanal, dessen eines Ende durch Einsetzen der Matrize verschlossen wurde. Nach dem Gu\u00df der Lettern im Handgie\u00dfinstrument mu\u00dfte der Angu\u00dfzapfen entfernt werden. Jede Letter hatte eine \u201eSollbruchstelle\u201c, so da\u00df alle Lettern automatisch die gleiche H\u00f6he erhielten. Das Handgie\u00dfinstrument, der bedeutendste Teil der Erfindung, erm\u00f6glichte es, im schnellen Wechsel die jeweils ben\u00f6tigten Mengen an unterschiedlichsten Lettern zu gie\u00dfen. Das Gu\u00dfmetall war eine Legierung aus Blei, Zinn und weiteren Beimischungen, die ein schnelles Erkalten und eine ausreichende Dauerhaftigkeit unter dem hohen Druck der Presse gew\u00e4hrleistete.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"443\" class=\"wp-image-55693\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-8-1024x443.jpeg\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-8-1024x443.jpeg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-8-300x130.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-8-768x332.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-8-560x242.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-8-260x112.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-8-160x69.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Pr\u00e4gen ist mit brechen verwandt. Mittelhochdeutsch: Gespr\u00e6che \u2013 war die Gravier oder Ziselierarbeit. Man k\u00f6nnte Haimo Hieronymus als einen poetischen Kupferstecher nennen, siehe franz\u00f6sisch graver = einschneiden, einritzen, gravieren. Cisoria hie\u00df auf Sp\u00e4tlateinisch Schneideinstrument, altfranz\u00f6sisch Cisel. Und etwas sprachgraphisch Einpr\u00e4gendes haben diese \u00bbPr\u00e6gnarien\u00ab gewi\u00df.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p><span style=\"color: #999999;\">\r\n\r\n<\/span><\/p>\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Holger Benkel<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Von der Kostbarkeit des geschriebenen Wortes und der B\u00fccher haben die Menschen stets gewusst. F\u00fcr die Buchtradition bedeutete das letzte Jahrhundert allerdings eine einschneidende Z\u00e4sur. K\u00fcnstler\u2013 Maler\u2013 oder eben K\u00fcnstlerb\u00fccher findet man nicht in einem Supermarkt f\u00fcr B\u00fccher. K\u00fcnstler sind individualistische Zeitgenossen, die ihre Arbeiten meist nicht professionell vermarkten, sonst hie\u00dfen sie H\u00e4ndler. Weil die B\u00fccher so selten sind und meist auch nur in kleinen Auflagen oder als Unikate erscheinen, werden diese limitierten Auflagen auch als \u2018rare books\u2019 bezeichnet. Das K\u00fcnstlerbuch hat es beim Betrachter schwerer als das Bild. Was nicht zuletzt daran liegt, da\u00df man es aufschlagen mu\u00df und nicht an die Wand nageln kann. K\u00fcnstlerb\u00fccher sind so vielsprachig und vielschichtig wie die Sprache der modernen Kunst und wie die der menschlichen Kommunikation \u00fcberhaupt. Wenn diese ausgestellt werden, so handelt es sich immer um einen Kompromiss, denn das Buch will gelesen, ber\u00fchrt werden, hier mu\u00df man es allerdings schonen. K\u00fcnstlerb\u00fccher sind ein eigenst\u00e4ndiges Genre der bildenden Kunst. Sie k\u00f6nnen als wertvolle Luxusausgaben mit Originalgraphik, Multiples oder unlimitierte Auflagen auf fotokopiertem Papier konzipiert sein.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<div id=\"attachment_55692\" style=\"width: 1034px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-55692\" class=\"wp-image-55692\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-7-1024x702.jpeg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"702\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-7-1024x702.jpeg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-7-300x206.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-7-768x527.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-7-560x384.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-7-260x178.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-7-160x110.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><p id=\"caption-attachment-55692\" class=\"wp-caption-text\">aus: ein kleines spiel, Katalog von Haimo Hieronymus, 2008<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Manche K\u00fcnstlerb\u00fccher tarnen sich so u\u0308berzeugend als \u201eherk\u00f6mmliches\u201c Buch, dass sie fast unerkannt bleiben; andere K\u00fcnstlerb\u00fccher u\u0308berspannen die g\u00e4ngige Konzeption und Technologie des Mediums Buch; wieder andere Ku\u0308nstlerb\u00fccher negieren, verkehren oder f\u00e4lschen Autorschaft; es gibt K\u00fcnstlerb\u00fccher, die Einzelst\u00fccke sind, andere erscheinen in Kleinstauflagen und wieder andere in Massenmarktauflagen; manche K\u00fcnstlerb\u00fccher zelebrieren die handwerkliche Ausf\u00fchrung und geben dem Verh\u00e4ltnis von Inhalt und Form eine neue Bedeutung; manche K\u00fcnstlerb\u00fccher enthalten nur Bilder und kommen g\u00e4nzlich ohne Text aus, manche bestehen nur aus Text oder nur aus leeren Seiten; manche K\u00fcnstlerb\u00fccher sind erschwinglich, w\u00e4hrend andere so teuer sind, dass ihr Preis mit einem \u00fcblichen Bibliotheksetat nicht vereinbar ist; es gibt K\u00fcnstlerb\u00fccher, die nicht mehr aus Pergament, Leder und Papier sind, sondern aus Glas, Metall und Beton; manche K\u00fcnstlerb\u00fccher sind klein und rund, fragil und empfindlich, gro\u00df und sperrig, haben weder Anfang noch Ende. K\u00fcnstlerb\u00fccher haben vor allem eine Gemeinsamkeit: Sie k\u00f6nnen sehr unterschiedlich ausfallen.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Lydia <em>Koglin<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das K\u00fcnstlerbuch gibt es seit dem ausgehenden 19. Jahrhundert. Es ist eines der Ausdrucksmittel der Avantgarden der Moderne. Wo Komponisten Polystilistik, Polyrhythmik und Polymelodik erkundeten und Maler Perspektiven st\u00fcrzten, experimentierten Dichter und Typographen, Visionisten und Philosophen an neuen Formen des Lesens. St\u00e9phane Mallarm\u00e9s \u00bbLe coup des d\u00e9s\u2026\u00ab, die typographischen Arbeiten von Marinetti oder Schwitters einerseits, Dubuffet und Matisse andererseits sind Grund\u2013 und Meilensteine dieser Kunst. Frankreichs gro\u00dfe Meister der Malerei schufen die ersten gro\u00dfen K\u00fcnstlerb\u00fccher in der Sprache der Maler, wie \u00bbJazz\u00ab von Matisse gedruckt, oder das Unikat\u2013Buch gemalt, beide zun\u00e4chst angelehnt an die Tradition der illustrierten B\u00fccher. Vor allem aber die Konzeptkunst gab dem K\u00fcnstlerbuch einen Schub und sicherte ihm mit \u00bbKonkreter Poesie\u00ab, tautologischen und linguistischen Experimenten einen Platz in der Kunstgeschichte. \u201eEs handelt sich um eine Reminiszenz an das Kalte und Philosophische, im Gegensatz zu den Werken, die vorrangig nach dem traditionellen Input \u00fcber die Wahrnehmung des sichtbar\u2013f\u00fchlbaren arbeiten\u201c, schrieb Germano Celant. K\u00fcnstlerb\u00fccher werden seit 1960 als eigene Kunstgattung betrachtet. K\u00fcnstler wie Dieter Roth, Daniel Spoerri oder Anselm Kiefer arbeiten auf unterschiedlichste Weise experimentell mit B\u00fcchern neben anderen Kunstgattungen wie Malerei oder Bildhauerei. Warja Lavater oder Barbara Fahrner gestalten ihre k\u00fcnstlerischen Aussagen ausschlie\u00dflich in Buchform. Das Buch kann eigene Wege gehen, die Abseitigkeiten ausloten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ihre Verwandtschaft beziehen die K\u00fcnstler aus ihrem Arbeitsmaterial \u2013 dem Papier. Eindrucksvoll klingt so auch das H\u00f6rbuch auf CD. Getragen wird die Lesung des<\/em> <a style=\"color: #999999;\" href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/taeger\/unbehaust01.htm\">Unbehaust\u00a0 <\/a><em>von einer sanften Melodie aus st\u00e4ndigem Papierknirschen und Papierkn\u00fcllen<\/em>. (Westfalenpost)<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"aligncenter\">\r\n<div id=\"attachment_55688\" style=\"width: 463px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-55688\" class=\"wp-image-55688\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-3-453x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"453\" height=\"1024\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-3-453x1024.jpeg 453w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-3-133x300.jpeg 133w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-3-442x999.jpeg 442w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-3-260x588.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-3-160x362.jpeg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-3.jpeg 672w\" sizes=\"auto, (max-width: 453px) 100vw, 453px\" \/><p id=\"caption-attachment-55688\" class=\"wp-caption-text\">Idol-Titelblatt, von Haimo Hieronymus<\/p><\/div>\r\n\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Deck\u2013Schutzbl\u00e4tter der K\u00fcnstlerb\u00fccher von Haimo Hieronymus spiegeln den Inhalt wider. Der Leser, Betrachter kann so erahnen, was zu erwarten ist. Ein Bild ist ein eigenst\u00e4ndiger Informationstr\u00e4ger. Text und Bild ergeben ein sich gegenseitig unterst\u00fctzendes Gef\u00fcge, sie k\u00f6nnen die jeweils andere Bedeutung beeinflussen und bleiben trotzdem eigenst\u00e4ndig verst\u00e4ndlich. Genauso wenig, wie alle Schriftteile sofort ersichtlich sind, erscheinen die diffizilen Strukturen der Grafik auf den ersten Blick lesbar, erst das n\u00e4here Betrachten, je eingehender, desto besser \u2013 legt geradezu schichtweise die Bild\u2013 und Textinformationen frei. Die Sehgewohnheiten verstellen hier oft den Blick f\u00fcr die eigentlichen Informationen. Grafiken entwickeln ihre eigenen Spielregeln des Sehens. Jedes K\u00fcnstlerbuch verlangt in seiner M\u00f6glichkeit des \u00dcbersetzenden als Verst\u00e4ndnis eine eigene Metasprache.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Betrachter mu\u00df sich den Sinn entschl\u00fcsseln, erschlie\u00dfen. Eine Allgemeing\u00fcltigkeit ist immer fraglich, da alle Bilder zwar im selben Kontext stehen, jedes f\u00fcr sich jedoch seine Eigenst\u00e4ndigkeit bewahrt, eine Abgrenzung aber ist nicht unbedingt von vorne herein gegeben, Verzahnungen sind vorhanden.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Jedes Thema ben\u00f6tigt sein individuelles Vorgehen. Alle Platten werden mit verschiedenen Werkzeugen behandelt, die thematischen Unterschiede werden dem Betrachter durch das verschiedenartige Behauen und Kratzen deutlich. Mal wird mit heftigen gestischen Schmissen gearbeitet, mal verweilt der Beitel feinf\u00fchlig in kleinsten Strukturen. Mal tanzt die Kaltnadel gerade beim Zeichnen von gr\u00f6\u00dferen Zusammenh\u00e4ngen gro\u00dfz\u00fcgig \u00fcber die Druckplatte, mal bewegt sie sich, bei den Untersuchungen zu K\u00f6rperteilen beispielsweise, eher zaghaft \u00fcber das Metall, sp\u00fcrt das Ungesagte auf. Es wird deutlich, da\u00df Haimo Hieronymus das Zeichnen als eine Art Daseinsform versteht, einen Proze\u00df, in dem das Leitmotiv seiner Arbeit physisch wie psychisch reflektiert wird: die Erweiterung des K\u00f6rpers in den Raum.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend man Zeichnungen vor allem mit dem Strich assoziiert, h\u00f6rt man hier, bei seinen sehr k\u00f6rperlichen Holzschnitten, fast die Ger\u00e4usche der S\u00e4gen und der Beitel, h\u00f6rt das Kratzen und Splittern und Ritzen w\u00e4hrend ihrer Herstellung. Das Gewachsene des Holzes wurde zerst\u00f6rt, dem Material brachial Gewalt angetan. Und dachte man bei Haimo Hieronymus Malerei, nur mit allergr\u00f6\u00dfter Anstrengung sei zu verhindern, da\u00df der Blick abperlt, hat man nun den Eindruck, man bleibt h\u00e4ngen in den vehementen Schnitten, den rissigen R\u00e4ndern und den Spalten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Manche Platten werden verworfen, andere werden hingeworfen und bleiben liegen, zeigen ihre Kraft und werden zu einer Auflage gedruckt. Nach der Bearbeitung bleibt der Betrachter auf sich zur\u00fcckgeworfen als Gast im Bild und mu\u00df zusehen, ob er etwas damit anfangen kann.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die fragilste der literarischen Formen gilt gemeinhin als deren teuerste, und dies im zwiefachen Sinn: Die Randst\u00e4ndigkeit der Lyrik abseits des \u00f6konomischen Gewinns steht in direkter Proportion zu der hohen symbolischen Wertsch\u00e4tzung, mit welcher man sie bedenkt. Lyrik scheint ein Gut zu sein, das zugleich sein eigener Marktpromoter ist. Wenn es gut geht, schafft sich Lyrik eine Gesellschaft, die bereit ist, sie am Leben zu erhalten.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Auf der Kenntnis einer weitgehend zivilisierten und untergebrachten Welt einen Begriff wie Unbehaust aufzubauen, erz\u00e4hlt einmal mehr von der Skepsis der K\u00fcnstler, mit der sie den so genannten Tatsachen des Lebens begegnen. Und die Frage nach dem Sinn des Lebens begleiten sie oftmals mit der M\u00f6glichkeit seiner Sinnlosigkeit. Dem entgegenhalten kann man zumindest eine erz\u00e4hlerische Ordnung.<\/em> (Die kritische Ausgabe, Bonn)<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<div id=\"attachment_55695\" style=\"width: 754px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-55695\" class=\"wp-image-55695\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-10-744x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"744\" height=\"1024\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-10-744x1024.jpeg 744w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-10-218x300.jpeg 218w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-10-768x1058.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-10-560x771.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-10-260x358.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-10-160x220.jpeg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-10.jpeg 1268w\" sizes=\"auto, (max-width: 744px) 100vw, 744px\" \/><p id=\"caption-attachment-55695\" class=\"wp-caption-text\">Unbehaust, Holzschnitt von Haimo Hieronymus<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das K\u00fcnstlerbuch <em>Unbehaust<\/em> tariert den Widerspruch zwischen epischem Anspruch und lyrischer Subjektivit\u00e4t, zwischen dem Ehrgeiz, die Virtuosen einzuholen, und der Sehnsucht nach einer ganz anderen, nicht verdinglichten, weltvers\u00f6hnenden Poesie aus. Die von\u00a0 Hieronymus gesetzte expressive Farbigkeit korrespondiert mit dem Stachel der Analyse in Weigonis Texten wie umgekehrt die relativierende Denkhaltung derselben mit den ambivalenten Bedeutungen der Farben Schwarz, Rot und Wei\u00df, die zusammenwirken, w\u00e4hrend sie Kontraste bilden. Im Wechselspiel der Elementarkr\u00e4fte ist der Mensch eine vernachl\u00e4ssigbare Gr\u00f6\u00dfe, er ist ihr Spielball. Seine Existenz ist endlich, die der Elementarkr\u00e4fte hingegen unersch\u00f6pflich. Der Mensch als Fu\u00dfnote der Sch\u00f6pfung: Das Skandalon dieser Erkenntnis besteht in der Einfachheit, mit der sie die gro\u00dfen Fragen der Existenz weniger verhandelt als ergreifend zur Darstellung bringt. Die Menschen sind nirgendwo zu Hause, sie haben keine soziale Heimat, kein Milieu, keine Codes. Sie haben kein genaues Woher und Wohin, ihre Menschengewissheit liegt au\u00dferhalb der Handlung, au\u00dferhalb jenes Raumes, den eine Perspektive vielleicht suchen, aber auf keinen Fall mehr \u201efesthalten\u201c kann. In diesem K\u00fcnstlerbuch wird die chaotische Vielfalt der Wirklichkeit streng literarisiert und dabei eine eigene poetische Wirklichkeit hergestellt, verbunden mit einem unbedingten Willen zur k\u00fcnstlerischen Form.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Faszikel enth\u00e4lt Kaltnadelradierungen, die mit Pflanzenextrakten und Schellack bearbeitet wurden. Dazu Texte auf Pergamentpapier, die aus dem Ganzen einen Dialog machen. Einen Dialog, zwischen zwei K\u00fcnstlern, die mit verschiedenem Material die Welt beschreiben.<\/em> (Westfalenpost)<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"305\" height=\"222\" class=\"wp-image-55696\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-11.jpeg\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-11.jpeg 305w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-11-300x218.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-11-260x189.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-11-160x116.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 305px) 100vw, 305px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Haimo Hieronymus variiert, er wiederholt auch, teilweise bis zur Ersch\u00f6pfung, er holt wider sich. Sich, sein Thema, seinen Kunstgestus, seine Typen. Beim K\u00fcnstlerbuch <em>Faszikel<\/em> versuchen seine Blicke oft Geringf\u00fcgigkeiten und Nebens\u00e4chliches zu erfassen, zu durchschauen. So wie auch die gesehenen Strukturen ihre Widerst\u00e4nde bieten, mu\u00df f\u00fcr ihn durch die Stahlnadel, die sich direkt in das Metall frisst, ein k\u00f6rperlicher Widerstand entstehen. Wichtig ist, da\u00df das Beobachtete im Verh\u00e4ltnis zu dem, was an Gedanken, an Klischees und Vorwissen im Kopf ist, immer wieder in Konkurrenz und Widerstreit tritt. Die in der Natur entstandenen Zeichnungen wurden im Atelier nicht weiter \u00fcberarbeitet. Zwar wurden auf der Platte weitere \u00c4tzungen durchgef\u00fchrt, aber die Kaltnadel blieb, wie sie am Objekt entstanden war. Seine \u201aMental Maps\u2018 sind keine funktionalen Karten, die von A nach B f\u00fchren, sondern eine Art zeichnerisches Reisetagebuch. Mit Bleistift und grellen Aquarellfarben mischte er abstrakte Elemente mit nahezu realistischen Architekturansichten und organischen Formen wie Baumwurzeln, Adern, Nervenbahnen. Ein Teil der Kaltnadelzeichnungen entstand nicht direkt am Objekt. Haimo Hieronymus hat korrodierte Zinkplatten aus flach geklopften Dachrinnen verwendet, die ihre eigenen Strukturen, ihren warmen Plattenton mit einbringen konnten. Teilweise waren die Oxidationssch\u00e4den f\u00fcr die direkte \u00dcberarbeitung zu stark und wurden durch Schleifpasten und Dreikantschaber nivelliert. Die Platten wurden daraufhin zum Teil mehrmals ge\u00e4tzt. Zu entscheiden, wann eine Platte f\u00fcr seine Zwecke zufriedenstellend erschien, hat er seinem Vertrauen in die Platte \u00fcberlassen. Danach wurde gedruckt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Nicht nur in dem Handpressendruck gehen beide K\u00fcnste eine Symbiose ein, auch in den Objekten der Ausstellung durchdringen sich Grafiken und Texte gegenseitig.<\/em> (Westf\u00e4lische Rundschau)<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<figure class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<div id=\"attachment_55697\" style=\"width: 777px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-55697\" class=\"wp-image-55697\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-12.jpeg\" alt=\"\" width=\"767\" height=\"540\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-12.jpeg 767w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-12-300x211.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-12-560x394.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-12-260x183.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-12-160x113.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 767px) 100vw, 767px\" \/><p id=\"caption-attachment-55697\" class=\"wp-caption-text\">Faszikel, von Haimo Hieronymus<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Buch wurde einfarbig, meist neutralschwarz mit Kupfertiefdruckfarbe auf Kupfertiefdruckb\u00fctten von Hahnem\u00fchle gedruckt. Die Farbe wurde mit etwas Lein\u00f6l geschmeidiger gemacht und zum Teil mit weiteren Pigmenten versetzt. Nach Druck der Seiten im Verbund zu einem Buchblock, wurden die Seiten zun\u00e4chst mit Tusche und Feder nachbearbeitet, um bestimmte Kontrasteffekte zu erzielen. Weitere Arbeitsschritte ergaben sich durch den erg\u00e4nzenden Einsatz von Holzextrakten und Schellack, welcher in je vier hauchd\u00fcnnen Schichten, um die Flexibilit\u00e4t der Einzelseiten zu gew\u00e4hrleisten, aufgetragen wurde. So ergab sich letztlich ein Farbspiel im Orangebereich, kontrastiv zu den satten T\u00f6nen der Radierung und Tusche gesetzt. Die Farbe gibt diesen Bildern nichts und nimmt ihnen nichts; ein Plus oder Minus an dem, was man \u2039Sch\u00f6nheit\u203a nennen k\u00f6nnte, ist von keinem Belang f\u00fcr diese Bilder; sie wirken durch ihren Witz, ihre Einf\u00e4lle, ihren Sarkasmus und vor allem durch ihren Ernst. Die B\u00fccher sind vern\u00e4ht und gebunden worden. Die Umschlagarbeit ist ebenfalls eine nachtr\u00e4glich mit Holzextrakt und Schellack \u00fcberarbeitete Radierung, diese mu\u00dfte zum Binden weich gehalten werden, damit sie an den Kanten und Ecken umgeschlagen werden konnte.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Mehr als das Gold hat das Blei die Welt ver\u00e4ndert und mehr als das Blei in der Flinte das Blei im Setzkasten.<\/span><\/em><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Georg Christoph Lichtenberg<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Haimo Hieronymus begreift das Papier als Spannungsfeld polarer Gegens\u00e4tze, die er souver\u00e4n \u00fcberblickt. Diese klare Sicht verdankt sich in hohem Masse seinen umfangreichen Kenntnissen der Kunst- und Literaturgeschichte. Seine Meisterschaft beruht auf seinen Kompositionen mit der einzigartigen Verbindung von Form und Farbe, bei der aber die Freiheit des Pinselstrichs, die Spontaneit\u00e4t des Eindruckes, kurz: die Impression, eine ungleich nachrangige Bedeutung hat. Er verzichtet auf Interpretationen von einzelnen Figuren, beruft sich vielmehr auf die Logik der Komposition und die innere visuelle Freiheit des K\u00fcnstlers. Gerade in der Lebendigkeit des Farbauftrags, der zunehmenden Verselbstst\u00e4ndigung des malerischen Pinselstrichs von seiner gegenstandsbezeichnenden Funktion erkennt man seine Handschrift. Haimo Hieronymus erreicht mit seiner Arbeitsweise, da\u00df auf zahlreichen Zeichnungen nicht nur der visuelle Sinn des Betrachters angesprochen wird, sondern die Gesamtheit aller Sinneswahrnehmungen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">\u00a0<em>Jeder f\u00fcr sich ist Profi auf seinem Gebiet.<\/em> (WAZ)<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der allseits flexibele Mensch des 21. Jahrhunderts in seiner Geworfenheit ist das Thema des bildenden K\u00fcnstlers Haimo Hieronymus und des Schriftstellers A.J. Weigoni. Das Wort als Bildst\u00f6rung, Eindringling, Mittler zwischen W\u00f6rtlichkeit und Wortw\u00f6rtlichkeit hat Hieronymus immer wieder eingesetzt. Nicht als Schrift gewordenen Strich Cy Twomblys und auch nicht als naive Signatur Anselm Kiefers, sondern nach Art kodierter Typografien. Das transitorische Element, das ihre Arbeit an dem Projekt <em>Idole<\/em> durchzieht, macht sich schon bemerkbar bei der Pr\u00e4sentation. Etwas Improvisiertes lebt in der Syntax dieser Druckgraphik, wir sehen das nicht, weil es sichtbar ist, es ist sichtbar, weil wir es sehen.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"aligncenter\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"539\" height=\"527\" class=\"wp-image-55698 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-13.jpeg\" alt=\"\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-13.jpeg 539w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-13-300x293.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-13-260x254.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/05\/image-13-160x156.jpeg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 539px) 100vw, 539px\" \/><\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Im Kontext der Trilogie mit A.J. Weigoni steht das K\u00fcnstlerbuch \u201eIdole\u201c als logischer und befriedigender Abschluss: Vom Kampf des K\u00fcnstlers mit sich und dem Material wie in den brutal-kathartischen Holzschnitten \u201eUnbehaust\u201c \u00fcber das feinnervige Vortasten in halbfigurative Welten in \u201eFaszikel\u201c ist es ein spannender und mutiger Weg bis zum optimistischen, stets hintergr\u00fcndigen Spiel mit dem Material und der Form, zur Huldigung der Figuration als Verk\u00f6rperung des Lebens, der Freude am Empfinden und Erleben, am Schmecken und Riechen, Atmen, F\u00fchlen, Tasten, des Genie\u00dfens ohne Reue.<\/em> (Dichtungsring #35)<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Begann die Trilogie von A.J. Weigoni und Haimo Hieronymus mit einer Kombination aus Texten und Holzschnitten, einer der bekanntesten und \u00e4ltesten Hochdrucktechniken, wurde diese Vermengung von Gedicht und Bildgewebe bei <em>Faszikel<\/em> mit der Tiefdrucktechnik der Radierung fortgesetzt, hier in Kombination aus durchscheinenden Papieren und Texten, auf Lasuren mit Schellack und warm leuchtenden Holzextrakten, so bildet <em>Idole<\/em> mit seinen speziellen Leimformdrucken eine technische Neuerung und gleichzeitig Klammer, denn hier werden Elemente des Hoch\u2013 und des Tiefdrucks kombiniert. Als Ergebnis zeigt sich ein fast gezeichnet wirkendes Bild. Die acht Grafiken besch\u00e4ftigen sich mit der m\u00f6glichsten Reduktion von K\u00f6rpern, von Torsi, auf ein Spiel von Formideen mit den scheinbaren Ungleichgewichten zwischen Linie und Fl\u00e4che, Proportion, den Illusionen von Unzul\u00e4nglichkeit menschlicher Erscheinung. Trotzdem f\u00fchlt man sehend einen sehns\u00fcchtigen Drang zur Harmonie, ja zum Sch\u00f6nen im klassischen Sinn. Einmal angeschaut, wirkt ein Bild von ihm wie ein Angelhaken im seelischen Bildarchiv. Diese Grafiken zeigen sich so letztlich als fast hymnische Liebeserkl\u00e4rung an die vor allem weibliche Sch\u00f6nheit jenseits der einzelnen Frau.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-color has-text-align-right has-cyan-bluish-gray-color\" style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Zu der Vielschichtigkeit (durchaus auch konkret) der Arbeiten passte wunderbar die Lese-Performance von A.J. Weigoni, der aus der gemeinsamen Arbeit \u00bbIdole\u00ab mit Hieronymus vortrug und die W\u00f6rter als Ton durch den Raum laufen lie\u00df, wie Hieronymus die Farbe in seinen Bildern, um ihnen dann Einhalt zu gebieten und wieder auf den Punkt zu bringen.<\/em> (Siegener Zeitung)<\/span><\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Puristen nehmen Weigoni und Hieronymus diese Grenz\u00fcberschreitungen \u00fcbel, weil diese Form von \u201eInterdisziplinarit\u00e4t\u201c nicht der Theoriebefriedigung, sondern der lustvollen Verbl\u00fcffung dient. Wirtschaftlich gesehen ist Lyrik Unsinn, aber Betriebswirtschaft ist im Leben eben nicht alles. Lyrik w\u00e4re nach allen \u00f6konomischen Gesichtspunkten schon immer zum Aussterben verurteilt gewesen, und trotzdem h\u00e4lt sie sich nach wie vor, notfalls eben in der Form der Samisdat. Hieronymus und Weigoni gehen bei dieser Trilogie vom Virtuellen ins Materielle und zielen auf ein \u00e4lteres Speichermedium, das mittels neuer Medien hergestellt wird und mit analogen Medien zu gebundener Form findet. Sie schlagen mit dem Projekt <em>Idole<\/em> einen Steg zwischen den K\u00fcnsten (Druckgrafik \/ Poesie). Die Entstehung einer Einheit von Schrift und Bild untersuchen Hieronymus und Weigoni im Medium des Computers und setzen sie im Neheimer Atelier um. Die digitale Manufaktur produziert in diesem Fall ein Idol.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die K\u00fcnstlerb\u00fccher von Haimo Hieronymus sind erh\u00e4ltlich \u00fcber die \u201aWerkstattgalerie Der Bogen\u2018, Tel. 02932 203130<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-98688 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/12\/Faszikel_Kuenstlerbuch-300x211.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"211\" \/><\/p>\r\n<figure class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\"><\/figure>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192 <\/strong>Mehr zur <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/schuber.html\">handwerklichen Verfertigung <\/a>auf <em>vordenker<\/em>. Eine W\u00fcrdigung des Lyrik-Schubers von A.J. Weigoni durch Jo Wei\u00df findet sich auf <a href=\"http:\/\/www.kultura-extra.de\/literatur\/spezial\/essay_weigoni_lyrik.php\">kultura-extra<\/a>. Lesen Sie auch Jens Pacholskys Interview: <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16348\">H\u00f6rb\u00fccher sind die herausgestreckte Zunge des Medienzeitalters<\/a>. Einen Artikel \u00fcber das akutische\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=28660\">\u0152uvre<\/a>,\u00a0 mit den H\u00f6rspielbearbeitungen der Monodramen durch den Komponisten Tom T\u00e4ger \u2013 last but not least: <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25524\"><em>VerDichtung \u2013 \u00dcber das Verfertigen von Poesie<\/em><\/a>, ein Essay von A.J. Weigoni in dem er dichtungstheoretisch die poetologischen Grunds\u00e4tze seines Schaffens beschreibt.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>H\u00f6rbproben \u2192 <\/strong>Probeh\u00f6ren kann man Ausz\u00fcge der <a href=\"http:\/\/vordenker.de\/weigoni\/schmauchspuren.html\">Schmauchspuren<\/a>, von <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/neige.html\">An der Neige<\/a> und des Monodrams <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/taeger\/senora_nada.htm\">Se\u00f1ora Nada<\/a> in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=17799\">MetaPhon<\/a>. Zuletzt bei KUNO, eine Polemik von A.J. Weigoni \u00fcber den Sinn einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/02\/07\/bartleby\/\">Lesung<\/a>.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eIst es Schrift und Bild? Schrift als Bild? Schriftbild? 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