{"id":50833,"date":"2018-06-08T12:01:21","date_gmt":"2018-06-08T10:01:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=50833"},"modified":"2019-10-02T20:49:10","modified_gmt":"2019-10-02T18:49:10","slug":"geschlechtervielfaltsgesetz","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/06\/08\/geschlechtervielfaltsgesetz\/","title":{"rendered":"Geschlechtervielfaltsgesetz"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Als das Binnen I in die Spache kam, fiel den aufmerksamen LeserInnen schnell auf, da\u00df FaschistInnen und RassistInnen nicht vorkommen. Inzwischen ist gendergerecht ein * dazugekommen. Diese gendergerechte Didaktik, oft auch gendersensible Didaktik genannt, soll darauf abzielen, dass sie Frauen und M\u00e4nner gleicherma\u00dfen anspricht und auf unterschiedliche Lernstile eingeht. Sie betont das Geschlecht als relevante soziale Kategorie in der Entstehung von Wissenschaft und Technik, aber auch an Bildungseinrichtungen, wie etwa Schulen und Universit\u00e4ten. Gendergerechte Didaktik ist partizipativ, d.&nbsp;h., sie bezieht die Lernenden aktiv in den Lernprozess mit ein. In Naturwissenschaften und Technik sollen nicht nur wissenschaftliche und technische, sondern auch Genderkompetenzen vermittelt werden. Braucht die deutsche Sprache ein zeitgem\u00e4\u00dfes Geschlechtervielfaltsgesetz?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dieser Typographensalat ist etwas f\u00fcr Veganer. Peter Eisenberg, emeritierter Professor f\u00fcr Deutsche Sprache der Gegenwart, fordert in der FAZ, die Berliner Politik m\u00f6ge sich aus der Orthografie heraushalten und das Trommeln f\u00fcr den Gender-Stern einstellen, denn der habe &#8222;nicht eine sprachliche Bedeutung, sondern er steht f\u00fcr eine Geste: Man erkl\u00e4rt seine Anerkennung aller m\u00f6glichen einschlie\u00dflich aller noch kommenden Geschlechter. Eine solche Geste der Unterwerfung unter eine ideologisch begr\u00fcndete Konzeption von Geschlecht gibt es in keiner Sprache der Erde. Wir sollten alles daf\u00fcr tun, sie auch dem Deutschen zu ersparen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die <em>taz<\/em> hat <a href=\"https:\/\/www.taz.de\/!5509032\/\">zehn Gr\u00fcnde zusammengestellt<\/a>, warum gendergerechte Sprache &#8222;Quatsch&#8220; sei: &#8222;Mal ehrlich: es sieht einfach schei\u00dfe aus. Mit diesen ganzen Strichen und Sternchen &#8211; wer hat da noch Lust, weiterzulesen? Eben.&#8220;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\">In der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\">Gossenhefte<\/a> zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen. Dem Begriff <em>Trash<\/em> haftet der Hauch der Verruchtheit und des Nonkonformismus an. In Musik, Kunst oder Film gilt Trash als Bewegung, die im Klandestinen stattfindet und an der nur ein exklusiver Kreis nonkonformistischer Aussenseiter partizipiert. Dieser angeschmutzte Realismus entzieht sich der Rezeption in einer \u00f6ffentlichen Institution. Constanze Schmidt beschreibt den Weg von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26080\">Proust zu Pulp<\/a>. Es sei Enno Stahls fulminantes Zeitdokument&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26047\">Deutscher Trash<\/a> ebenso eindr\u00fccklich empfohlen wie Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als das Binnen I in die Spache kam, fiel den aufmerksamen LeserInnen schnell auf, da\u00df FaschistInnen und RassistInnen nicht vorkommen. Inzwischen ist gendergerecht ein * dazugekommen. 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