{"id":496,"date":"2010-08-19T00:01:11","date_gmt":"2010-08-18T22:01:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=496"},"modified":"2021-10-25T13:48:18","modified_gmt":"2021-10-25T11:48:18","slug":"sophisticated","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/08\/19\/sophisticated\/","title":{"rendered":"Sophisticated"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Sexo-Cover.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-497 alignleft\" title=\"Sexo-Cover\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Sexo-Cover.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Sexo-Cover.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Sexo-Cover-150x150.jpg 150w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Manchmal erscheinen B\u00fccher mit einem Titel, bei denen man sich wundert, da\u00df es sie noch nicht gibt. Mit ihren \u00bbSexophismen\u00ab meldet sich eine k\u00fchne Stimme in der deutschsprachigen Lyrik zu Wort. Swantje Lichtensteins Verse sind ausdrucksstark; sie zeichnet mit Metaphern Sprachbilder in die Vorstellungen der Leser. Diese Lyrikerin ist eine gro\u00dfe Wortverdreherin, eine Sprachspielerin am Abgrund des Unaussprechlichen, die das Gesagte und das Ungesagte, das Sagbare wie das Unsagbare jederzeit zu einem Wortwitz machen kann. Ein lyrisches Ich, das alles aufs Spiel setzt, welches vom Weltgef\u00fchl der Verlorenheit umzingelt ist und dennoch am Rande des Schweigens die Sprache zu Wort kommen l\u00e4\u00dft. F\u00fcr diese existenzielle Zerrei\u00dfprobe noch W\u00f6rter zu finden \u2013 das ist Poesie. Diese Gedichte machen Spa\u00df, soviel Spa\u00df, da\u00df stummes Grinsen bei der Lekt\u00fcre nicht reichen wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">&#8222;Entlang der lebendigen Linie\u201c tastet sich diese Lyrikerin sophistisch zu ihren \u00bbSexophismen\u00ab, welche mit sogenannten \u201ePortalen\u201c den Lesern Zugang zum Schreiben der Dichterin und Wissenschaftlerin verschaffen. Lichtenstein l\u00e4\u00dft die deutsche Sprache in der Schwebe, geht ihrem Klang nach, ihrem Rhythmus, bis sich Assoziationsr\u00e4ume \u00f6ffnen. Dieses Buch ist sperrig, kaum da\u00df man glaubt, den Zyklus im Griff zu haben, verrutschen die Zeilen, man bl\u00e4ttert zur\u00fcck und will es genauer wissen. Die M\u00fche wird durch das Dechiffriersyndikat belohnt. Jede Zeile erzeugt einen neuen Text aus einer alten Leserin, dergestalt bewegt sich Swantje Lichtenstein augenzwinkernd zwischen Archaik und Moderne.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Entlang der lebendigen Linie. Sexophismen. Ein lyrischer Zyklus<\/strong> von Swantje Lichtenstein, Passagen-Verlag 2010<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong>\u00a0Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO weiterhin zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Manchmal erscheinen B\u00fccher mit einem Titel, bei denen man sich wundert, da\u00df es sie noch nicht gibt. 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