{"id":49055,"date":"1999-01-30T00:01:30","date_gmt":"1999-01-29T23:01:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=49055"},"modified":"2022-03-21T11:30:50","modified_gmt":"2022-03-21T10:30:50","slug":"warum-schreibt-einer-der-gedichte-schreibt-gedichte","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1999\/01\/30\/warum-schreibt-einer-der-gedichte-schreibt-gedichte\/","title":{"rendered":"Warum schreibt einer der Gedichte schreibt Gedichte?"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Weil die Gesellschaft seine Gedichte nicht braucht? Weil er nichts oder wenig daf\u00fcr bekommt? Ein wirklich \u00fcberzeugendes Argument f\u00fcr sein Gedichteschreiben hat er nicht. Ein wirklich \u00fcberzeugendes Argument daf\u00fcr, dass er lebt, hat er nicht.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Nicolas Born<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur\u00fcck zu den Quellen. Die Unterscheidung der literarischen Gattungen Lyrik, Epik und Dramatik geht auf die griechische Antike, insbesondere auf die Poetik des Aristoteles zur\u00fcck. Der Ordnungsbegriff <em>Lyrik<\/em> (in der Form <em>lyrische Poesie<\/em>) wird seit dem 18.\u00a0Jahrhundert als Gattungsbezeichnung verwendet, seit dem 19.\u00a0Jahrhundert wird er zudem oft synonym mit Poesie, Gedicht und (seltener) Dichtung gebraucht. Der Verfasser poetischer Texte formuliert Gef\u00fchle und Gedanken eines lyrischen Subjekts, das der Perspektive des Autors entsprechen kann, aber nicht muss. Beziehungen zwischen Subjekt und der es umgebenden Welt werden dabei oft in hohem Ma\u00dfe reflektiert und abstrahiert. Lyrische Texte sind in der Regel reich an rhetorischen Stilmitteln (Tropen und Figuren), rhythmisiert, manchmal gereimt und gelegentlich auch mit Musik verbunden, was auf ihren Ursprung verweist: Im antiken Griechenland wurde der Vortrag von Dichtung in der Regel von einer Lyra oder Kithara begleitet.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Nicht nur Gott, auch die Lyrik ist oft f\u00fcr tot erkl\u00e4rt worden. Von der Sporaden-Insel Lesbos, dem kulturellen Zentrum des 7. vorchristlichen Jahrhunderts bishin in die pannonische Landschaft des 21. Jahrhunderts hat die Lyrik diverse \u00dcberformungen erhalten.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Mit dem Begriff \u201eGedicht\u201c wurde urspr\u00fcnglich alles schriftlich Abgefasste bezeichnet; in dem Wort \u201eDichtung\u201c hat sich noch etwas von dieser Bedeutung erhalten. Seit etwa dem 17.\u00a0Jahrhundert wird der Begriff im heutigen Sinn nur noch f\u00fcr poetische Texte verwendet, die zur Gattung der Lyrik geh\u00f6ren. Erstmals wurde der etymologisch verwandte Begriff \u201egeticht(e)\u201c von Martin Opitz in dessen 1624 ver\u00f6ffentlichten <em>Buch von der Deutschen Poeterey<\/em> als Texte, die durch eine Versdichtung gekennzeichnet sind, verwendet.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ein umfangreiches (oft auch mehrteiliges) lyrisches Werk mit unter Umst\u00e4nden auch epischen Elementen wird als Langgedicht bezeichnet, ein zyklisch angelegtes als Gedichtzyklus. Eine historische Sonderform des Langgedichts ist das Poem.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Wer ein langes Gedicht schreibt, schafft sich die Perspektive, die Welt freiz\u00fcgiger zu sehen, opponiert gegen vorhandene Festgelegtheit und Kurzatmigkeit.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Walter H\u00f6llerer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Lyrische Texte unterscheiden sich sprachlich-formal von epischen und dramatischen vor allem durch ihre K\u00fcrze, ihre strengere sprachliche Form, ihre semantische Dichte (Ausdruckskraft) und sprachliche \u00d6konomie (Pr\u00e4gnanz), ihre Subjektivit\u00e4t und ihren Bezug auf ein lyrisches Subjekt (z.\u00a0B. ein lyrisches Ich, Du oder Wir). Dazu werden in erh\u00f6htem Ma\u00dfe und auf verschiedenen Ebenen rhetorische und formale Ausdrucksmittel verwendet (siehe beispielsweise Reim, rhetorische Figur, Metapher), was nicht selten zu einer vom Gewohnten abweichenden Anordnung von W\u00f6rtern, Wortgruppen und S\u00e4tzen f\u00fchrt. Eine besondere Rolle spielen zudem die lautlichen Qualit\u00e4ten des verwendeten Sprachmaterials, von einfachen Assonanzen bis hin zu Formen der Onomatopoesie; im 20.\u00a0Jahrhundert entwickelten sich zahlreiche Formen der Lautpoesie, die diesen Aspekt in den Mittelpunkt stellen. Bei einzelnen Autoren der antiken und mittelalterlichen Lyrik, vor allem jedoch in der Lyrik des Barock und sp\u00e4ter in literarischen Avantgarden des 20.\u00a0Jahrhunderts, etwa der konkreten Poesie, wird die graphische Gestalt des Textes zu einem eigenst\u00e4ndigen, teilweise dominanten Formelement erhoben.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">In der Regel unterscheiden sich lyrische Texte von solchen der Prosa auch durch ihre \u00e4u\u00dfere Form (Vers, Versma\u00df, Strophenbau).<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Im Lauf der Gattungsgeschichte verlor dieses Kriterium allerdings an Bedeutung; so finden sich bereits in Goethes Dichtung Gedichte ohne Reim und mit freien Rhythmen, die dann im 19.\u00a0Jahrhundert in Frankreich als <em>vers libre<\/em> kultiviert wurden. Mit dem weitgehenden Verzicht auf die Regeln der Metrik und der Orientierung an der lebendigen Rede n\u00e4hert sich der <em>freie Vers<\/em> der Prosa an. Zentrales Distinktionsmerkmal und Formelement lyrischer Texte bleibt letztlich der Vers selbst, der durch absichtsvollen, sinnstiftenden Zeilenumbruch (u.\u00a0a. in Form des Enjambements) entsteht\u00a0\u2013 im Unterschied dazu sind die Zeilenumbr\u00fcche in Prosatexten rein technisch erzeugt, folgen keiner textimmanenten Logik und sind f\u00fcr die Konstitution der Textbedeutung irrelevant.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aus der Sicht eher linguistisch orientierter Lyriktheorien wird ein lyrischer Text als \u00fcberstrukturierter Text aufgefasst. Diese \u00dcberstrukturierung bezieht sich auf die in der Sprachwissenschaft angesetzten Ebenen jeder sprachlichen \u00c4u\u00dferung wie Phonologie, Semantik oder Syntax. So werden Reime als phonologische \u00dcberstrukturierung aufgefasst, Metaphern als semantische usw.<\/p>\n<p align=\"right\"><span style=\"color: #999999;\"><i>Als Angelika Janz im Rheinland in den 70er Jahren erste Schritte in die Literatur- und Kunstszene unternahm, lehrte in D\u00fcsseldorf Joseph Beuys, in der Kunst wurden nicht die Schlachten des 19. Jahrhunderts geschlagen, sondern zwischen Pop Art und Fluxus wurde im Zukunftslabor gearbeitet.<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"right\"><span style=\"color: #999999;\">Michael Gratz<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_98669\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98669\" class=\"wp-image-98669 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/12\/Janz_KommaStrich-e1645595426769.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"225\" \/><p id=\"caption-attachment-98669\" class=\"wp-caption-text\">Angelika Janz hat keinen Gund einen Punkt zu setzen<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Poetische Texte treten in zahlreichen sprachlichen Formen auf. Auf verschiedenen Ebenen der sprachlichen Gestaltung unterscheidet man Versfu\u00df (Anap\u00e4st, Daktylus, Jambus, Troch\u00e4us u.\u00a0a.), Versma\u00df (Alexandriner, Blankvers, Hexameter, Pentameter u.\u00a0a.), Strophenform (Odenstrophen wie Alk\u00e4ische Strophe, Asklepiadeische Strophe und Sapphische Strophe, Chevy-Chase-Strophe, Distichon, Sestine, Stanze (mit Sonderformen wie Siziliane, Nonarime, Huitain, Spenserstrophe), Terzine u.\u00a0a.) und \u2013 formal verschieden streng definierte \u2013 Gedichtformen (Ballade, Elegie, Epigramm, Ghasel, Haiku und Senry\u016b, Hymne, Lied, Ode, Ritornell, Sonett, Villanelle u.\u00a0a.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hinzu kommen poetische Texte, die sich aus dem Umgang mit Sprache als Material ergeben, etwa der sprachlichen Collage und Montage, Formen des Listengedichts und Flarf, sowie Formen, die sich aus einer bestimmten Organisation des Textes ergeben, etwa Anagramm, Lipogramm und Palindrom, Akrostichon, Bildreihengedicht, Rollengedicht und Formen des Prosagedichts.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u00dcber den einzelnen Text hinaus geht etwa die 14\u00a0Sonette und ein \u201eMeistersonett\u201c umfassende Form des Sonettenkranzes, \u00fcber den einzelnen Autor z.\u00a0B. das japanische Kettengedicht. Gedichte, die sich diesen und \u00e4hnlichen Bestimmungen entziehen, haben nicht selten eine explizit <em>offene Form<\/em>.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Historische, heute kaum noch verwendete Gedichtformen sind u.\u00a0a. Dithyrambos, Kanzone, Madrigal und Rondeau.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Thematisch und\/oder stilistisch bestimmte Genres und Subgenres von Lyrik sind u.\u00a0a. Confessional Poetry, Dinggedicht, Kinderlyrik, Liebeslyrik, Naturlyrik und politische Lyrik. Hinzu kommen zahlreiche, meist auch formal bestimmte Spielarten der sog. Unsinnspoesie (z.\u00a0B. Clerihew, Klapphornvers, Leberreim, Limerick, Wirtinnenvers) und der Gelegenheitsdichtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Schreiben ist Schreien. Klingen. Sprache muss singen<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Sophie Reyer<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Historische lyrische Genres sind u.\u00a0a. Trobadordichtung, Minnesang, Sangspruchdichtung, Bukolik bzw. Sch\u00e4ferdichtung und Meistersang, sowie zahlreiche zeitgebundene Subgenres, etwa die Makkaronische Dichtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Genre\u00fcbergreifende Formen gebundener Rede sind beispielsweise Ballade, Romanze und Haibun. Zeitgen\u00f6ssische Mischformen finden sich u.\u00a0a. im Spoken Word. Auch Liedtexte (aller Genres) sowie Hip-Hop und Rap haben Gemeinsamkeiten mit poetischen Texten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Mit den <em>LiteraturClips<\/em> erweiterte Weigoni nicht nur die Grenzen der Sprache, er brachte auch neue Arten der Weltbeschreibung und der Wahrnehmung hervor.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit 1989 interessieren sich die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/09\/07\/frank-michaelis-hungertuch\/\">Frank Michaelis<\/a> und Weigoni unter dem Projektitel <em>Das Labor<\/em> f\u00fcr eine Audio-Art, die bislang nach den herk\u00f6mmlichen Marktgesetzen unerschlossen bleibt. Die Menschheit steht zu Beginn der 1990er Jahre vor einer Transformation der Sprache ins Medium der technischen Kommunikation. Die Konfrontation der \u00c4sthetiken der digitalen Medien mit dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=40989\">Kassettenuntergrund<\/a> erweist zweierlei: Zum einen, da\u00df das Pensum, das eine digitale \u00c4sthetik f\u00fcr sich reklamiert, bereits von den avancierten Werken der Analog\u00adepoche \u00fcberboten wurde, zum andern, da\u00df die Theoretiker einer digitalen \u00c4sthetik die Entwicklung der Technologie notorisch einem \u00e4sthetischen Fortschritt gutschreiben. Die Stichworte dieser Fortschrittsvorstellung sind auf KUNO diskutiert worden: Interaktivit\u00e4t, Synergie von Mensch und Maschine, und das Ende der Gutenberg-Galaxis.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Tom T\u00e4ger und A.J. Weigoni kommt das Verdienst zu, die Lyrik nach 400 Jahren babylonischer Gefangenschaft aus dem Buch befreit zu haben.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">lyrikwelt.de<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_98422\" style=\"width: 197px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98422\" class=\"wp-image-98422 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Gedichte_Cover-e1645596086940.jpeg\" alt=\"\" width=\"187\" height=\"300\" \/><p id=\"caption-attachment-98422\" class=\"wp-caption-text\">Coverphoto: Leonard Billeke<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Als Tom T\u00e4ger 1989 im <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26948\"><em>Tonstudio an der Ruhr<\/em><\/a> Helge Schneiders erste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\">Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/a> produzierte, hat man ihn f\u00fcr verr\u00fcckt gehalten. Als <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andrascz_Weigoni\">A.J. Weigoni<\/a> 1991 mit Frank Michaelis die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25399\">LiteraturClips<\/a> auf CD (der Claim f\u00fcr <em>Klangb\u00fccher<\/em> war noch nicht abgesteckt) realisierte, hat man ihn f\u00fcr verr\u00fcckt gehalten. Diese Titelgebung ist selbstverst\u00e4ndlich reinste Camouflage, gleichzeitig markieren die zwischen 1991 entstandenen <a href=\"http:\/\/www.buecher-wiki.de\/index.php\/BuecherWiki\/MetaPhone\"><em>LiteraturClips<\/em><\/a> und den bis 1995 entstandenen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25417\"><em>Top 100<\/em><\/a> den H\u00f6hepunkt und die wahre Sprengung der Pop-Literatur. Manche K\u00fcnstler sind ihrer Zeit voraus. Besonders dann, wenn sie Dinge sichtbar machen, die die meisten Menschen nicht wahrnehmen oder ignorieren. 1995 begann die Zusammenarbeit A. J. Weigoni und Tom T\u00e4ger, die mit dem H\u00f6rbuch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/01\/18\/das-gesamtwerk-des-sprechstellers\/\"><em>Gedichte<\/em><\/a> einen sinnf\u00e4lligen crossmedialen Zirkelschlu\u00df findet, zu dem T\u00e4ger als <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6174\">H\u00f6rspielkomponist<\/a> mit <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/taeger\/senora_nada.htm\">Se\u00f1ora Nada<\/a> eine Musik der befreiten Melodien zelebiert oder bei dem zweiten Monodram <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=41250\">Unbehaust<\/a> eine Klang-Collage aus Papierger\u00e4uschen anfertigt. Weigoni bewegt sich auf dem H\u00f6rbuch <a href=\"http:\/\/www.buecher-wiki.de\/index.php\/BuecherWiki\/WeigoniGedichte\">Gedichte<\/a> in der Intermedialit\u00e4t von Musik und Dichtung, er sucht mit atmosph\u00e4rischem Verst\u00e4ndnis die auditive Poesie im \u00e4ltesten <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/schwebebahn.htm\">Literaturclip<\/a>, den die Menschheit kennt: dem <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/schmauchspuren.html\">Gedicht<\/a>!<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">* * *<\/p>\n<div id=\"attachment_44595\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-image-44595 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1-300x200.jpg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/der-lyrik-eine-bresche-fuer-ein-gedicht-je-ausgabe-einer-zeitung_1505748323-1.jpg 450w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-44595\" class=\"wp-caption-text\">Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen der Kultur, dies bezeugt der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>. Um den Widerstand gegen die gepolsterte Gegenwartslyrik ein wenig anzufachen schickte <span data-offset-key=\"d96ve-1-0\">Wolfgang Schlott<\/span><span data-offset-key=\"d96ve-2-0\"> dieses\u00a0 post-dadaistische <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2016\/02\/03\/handwerkliche-anleitungen-zur-ueberwindung-von-schreibblockaden\/\">Manifest<\/a>. Warum<\/span> Lyrik wieder in die Zeitungen geh\u00f6rt <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/10\/07\/der-dichtung-eine-bresche-schlagen\/\">begr\u00fcndete<\/a> Walther Stonet, diese Forderung hat nichts an Aktualit\u00e4t verloren. Lesen Sie auch Maximilian Zanders <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=5418\">Essay <\/a>\u00fcber Lyrik und ein R\u00fcckblick auf den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/01\/08\/lyrik-katalog-bundesrepublik\/\"><em>Lyrik-Katalog Bundesrepublik<\/em><\/a>, sowie einen Essay \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/12\/26\/lauschender-leser-und-redender-schreiber-2\/\">Lyrikvermittler<\/a> Theo Breuer. KUNO sch\u00e4tzt den minuti\u00f6sen Selbstinszenierungsprozess des lyrischen Dichter-Ichs von Ulrich Bergmann in der Reihe <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27947\">Keine Bojen auf hoher See, nur Sterne \u2026 und Schwerkraft. Gedanken \u00fcber das lyrische Schreiben<\/a>. Lesen Sie ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=22835\">Portr\u00e4t <\/a>\u00fcber die interdisziplin\u00e4re T\u00e4tigkeit von Angelika Janz, sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=29450\">Essay<\/a> der <em>Fragmenttexterin.<\/em> Ein Portr\u00e4t von Sophie Reyer findet sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/10\/08\/von-sappho-zu-sophie\/\">hier<\/a>, ein Essay fasst das transmediale Projekt<em> \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/04\/14\/bi-textualitaet\/\">Wortspielhalle<\/a>\u201c <\/em>zusammen<em>. <\/em>Auf KUNO lesen Sie u.a. Rezensionsessays von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/06\/17\/beschwoerungszauber\/\">Holger Benkel<\/a> \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/11\/12\/mit-deutschen-untertiteln\/\">Ralph Pordzik<\/a>,\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/20\/wohnraeume-der-poesie\/\">Friederike Mayr\u00f6cker<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/03\/19\/welten-gegenwelten\/\">Werner Weimar-Mazur<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/06\/26\/wohnraeume-der-poesie-2\/\">Peter Engstler<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15177\">Birgitt Lieberwirth<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2019\/08\/17\/der-grill-auf-der-hauswiese-der-welt\/\">Linda Vilhj\u00e1lmsd\u00f3ttir<\/a>, und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2017\/09\/17\/rettungsversuche-der-literatur-im-digitalen-raum\/\">A.J. Weigoni<\/a>. Lesenswert auch die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/05\/16\/verseschmied-und-lyrikfischer\/\">Gratulation<\/a> von Axel Kutsch durch Markus Peters zum 75. Geburtstag. Nicht zu vergessen eine Empfehlung der kristallklaren Lyrik von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2020\/01\/19\/die-lyrikerin-ines-hagemeyer\/\">Ines Hagemeyer<\/a>. Diese Betrachtungen versammeln sich in der Tradition von <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2000\/04\/04\/vauo\/\">V.O. Stomps<\/a>, dem Klassiker des Andersseins, dem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2005\/09\/24\/erinnerungen\/\">Bottroper Literaturrocker<\/a> &#8222;Biby&#8220; Wintjes und Hadayatullah H\u00fcbsch, dem Urvater des <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1995\/06\/30\/wie-was-social-beat-ist-und-warum-und-warum-nicht\/\"><em>Social-Beat<\/em><\/a>, im KUNO-Online-Archiv. Wir empfehlen f\u00fcr Neulinge als Einstieg in das weite Feld der nonkonformistischen Literatur <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2001\/04\/01\/nonkonformistische-literatur\/\">diesem Hinweis<\/a> zu folgen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weil die Gesellschaft seine Gedichte nicht braucht? Weil er nichts oder wenig daf\u00fcr bekommt? Ein wirklich \u00fcberzeugendes Argument f\u00fcr sein Gedichteschreiben hat er nicht. Ein wirklich \u00fcberzeugendes Argument daf\u00fcr, dass er lebt, hat er nicht. 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