{"id":479,"date":"2012-01-14T04:06:00","date_gmt":"2012-01-14T04:06:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=479"},"modified":"2019-09-29T18:14:38","modified_gmt":"2019-09-29T16:14:38","slug":"almuth-hickl-in-der-werkstattgalerie-der-bogen-2","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/01\/14\/almuth-hickl-in-der-werkstattgalerie-der-bogen-2\/","title":{"rendered":"Almuth Hickl in der Werkstattgalerie Der Bogen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">Almuth Hickl arbeitet mit Werkgruppen, herbeigef\u00fchrt werden diese Serien durch spielerisches Experimentieren. Ihr serielles Arbeiten sorgt f\u00fcr Bewegungsimpulse: Das M\u00e4andernde, das assoziative Andocken und elastische Verschlingen von Erfahrungen, Erinnerungen und Empfindungen formen ihre Vorgehensweise: Wie viel Zeit lassen wir uns f\u00fcr Wahrnehmungen? &#8211; Wie schnell ordnen wir ein, haken ab und ziehen weiter? &#8211; Wenn sich das Leben tats\u00e4chlich in allem beschleunigt und die Aufmerksamkeitsspannen unaufhaltsam sinken, dann k\u00f6nnte eine K\u00fcnstlerin wie Almuth Hickl in den Ruhestand gehen. Doch was sie pr\u00e4sentiert, funktioniert als komplette Absage an die Fl\u00fcchtigkeit. Diese Artistin befragt das Material, wird aber gleichzeitig auch von den Werkzeugen angeregt. Diese Doppelsinnigkeit inspiriert sie zu ihren Bildern. In einem Spannungsfeld, das von der Druckgrafik bis hin zu digitaler Fotographie reicht, entstehen Mischformen, bei denen Almuth Hickl aus einer relativen Absichtslosigkeit feste Spielregeln entwickelt und zumeist in eine gro\u00dfz\u00fcgige Plastizit\u00e4t des aufbereiteten Materials m\u00fcnden l\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Freudentanz.jpeg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-11817\" title=\"Freudentanz\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Freudentanz-300x229.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"229\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Freudentanz-300x229.jpeg 300w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/01\/Freudentanz.jpeg 627w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Diese Artistin ist ein inspirierender Geist, sie liebt die \u201eNeuen Medien\u201c und f\u00fchrt sie aber zugleich vor, indem sie diese Maschinen humanisieren will. Weil hier mediale Arch\u00e4ologie mit einer Entdeckerfreude zusammengeht, unterstreichen diese Arbeiten die zunehmende Bedeutung des Bildes, welches heute die Wortkultur \u00fcberlagert hat und die Sinne usurpiert. Licht, Perspektive, Spiegelung und die Illusion von Bewegung verleihen den Abbildungen einen geheimnisvollen Charakter. Ihre Perspektive ist auch eine Anspielung auf die Tradition der Malerei bis in die Postmoderne. Seit der Erfindung der Zentralperspektive wurde ein Gem\u00e4lde als Fenster in eine andere, h\u00f6here oder k\u00fcnstliche Wirklichkeit verstanden. Die Nachahmung der Welt war daf\u00fcr die Bedingung. In der Postmoderne wird das Abbilden verworfen und die Bildfl\u00e4che in ihrer Fl\u00e4chigkeit zum Gegenstand gemacht. Der Baukasten der Postmoderne generiert laufend neue Bilder, am Computer entworfen, vermischt sich die verf\u00fcgbaren Ikonen miteinander. Virtuelle und wirkliche Welten \u00fcberlagern sich, um sich zu einem Bild zusammenzuf\u00fcgen. Beim Betrachten ihrer Bilder f\u00fchlt man sich an Nikolaus Cusanus&#8216; Schrift \u00bbDe Visione Dei\u00ab erinnert, in der ein blickendes Bild beschrieben wird, von dem sich der Betrachter immer schon wahrgenommen wei\u00df. Hier wird der Sehende zum Gesehenen, der Suchende zum Gefundenen. So homogen ihre Werkgruppen sind, so heterogen erscheint die Handschrift der Artistin, wenn man die Werkgruppen nebeneinander stellt, vielf\u00e4ltig wie das Leben selbst.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&nbsp;***<\/p>\n<p><strong>Regalien <\/strong>&#8211; Was uns verbindet, ist das Papier &#8211;<\/p>\n<p>Vernissage: 15. Januar 2012, 17.00 Uhr<\/p>\n<p>Einf\u00fchrung: J.C. Albers<\/p>\n<p>+ eine poetische Performance von Phillip Bracht &amp; A.J. Weigoni<\/p>\n<p>K\u00fcnstlerb\u00fccher und Arbeiten aus dem Umfeld von<\/p>\n<p>Pia Bohr, Almuth Hickl, Haimo Hieronymus, Karl-Heinz Hosse, Birgit Jensen, Stephanie Neuhaus, Ulrich Johannes M\u00fcller, Florian M\u00fcller, Yanic Ro\u00dfmann und Denise Steger<\/p>\n<p>Dauer der Ausstellung: 16.01 \u2013 04.02. 2012<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.der-bogen.de\/\">Werkstattgalerie DER BOGEN<\/a> | M\u00f6hnestra\u00dfe 59 | 59755 Arnsberg-Neheim<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Almuth Hickl arbeitet mit Werkgruppen, herbeigef\u00fchrt werden diese Serien durch spielerisches Experimentieren. 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