{"id":45930,"date":"2018-12-06T00:01:17","date_gmt":"2018-12-05T23:01:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=45930"},"modified":"2022-06-13T05:54:53","modified_gmt":"2022-06-13T03:54:53","slug":"aus-dem-wagner-baukasten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2018\/12\/06\/aus-dem-wagner-baukasten\/","title":{"rendered":"Aus dem Wagner\u2013Baukasten"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es tut sich was in der Oper! Als g\u00e4be es eine geheime Verabredung, ist neuerdings pl\u00f6tzlich etwas denkbar in der Gattung Oper, was vorher als in Stein gehauenes Tabu galt. N\u00e4mlich der beherzte Eingriff in die Partitur.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Seit <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Walter_Felsenstein\">Walter Felsenstein<\/a> das Regietheater f\u00fcr die Oper erfand, ist auf der Opernb\u00fchne (fast) alles erlaubt in Sachen Umdeutung, zeitliche Verlegung und zuspitzende Radikalisierung. Selbst im Blut\u2013, Schweiss\u2013 und Tr\u00e4nen\u2013Theater steht die Gattung Oper \u2013 wohlgemerkt nur in der mitteleurop\u00e4ischen Inszenierungs\u2013Tradition \u2013 dem Sprechtheater schon lange um Weniges nach. Aber der Notentext und seine vom Komponisten festgelegte Abfolge blieben bislang weitgehend unangetastet.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Traditionelle Anti\u2013Dekonstruktion<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ganz anders eben als im Sprechtheater, wo der Text schon lange als Material betrachtet wird, als Steinbruch und offenes Gebilde, von dem sich bedient, an das nach Belieben angedockt werden darf. In der Oper bzw. im Musiktheater gingen die Bestrebungen sogar lange Zeit in die Gegenrichtung, denn die Bewegung der <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Historische_Auff%C3%BChrungspraxis\">historischen Auff\u00fchrungspraxis<\/a> m\u00fchte (und m\u00fcht sich nach wie vor) in verb\u00fcrgter Spieltechnik und Besetzung dem ersehnten Original, so wie es zur Zeit seiner Sch\u00f6pfung erklungen sein mag, m\u00f6glichst nahe zu kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch im vergangenen Jahr begab es sich, dass mindestens an drei mehr oder weniger prominenten Orten des klassischen Musikbetriebs Frevel am Kunstheiligtum begangen wurde. Noch dazu an zwei Giganten der Oper: Mozart und Wagner. Die Ergebnisse frappieren und ermutigen gleichermassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Salzburg: Total\u2013Umbau einer Mozart\u2013Oper<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bei den Salzburger Festspielen, dem immer noch wichtigsten und gr\u00f6ssten Klassik\u2013Festival der Welt, riskierte der neue Intendant Markus Hinterh\u00e4user gleich zum Auftakt seines ersten Festival\u2013Jahrgangs einen Paukenschlag: Mit dem amerikanischen Regisseur Peter Sellars und dem Dirigenten\u2013Derwisch Teodor Currentzis holte er ein experimentierfreudiges Duo ins Mozart\u2013Mekka. Currentzis war mit seinem im russischen Nowosibirsk gegr\u00fcndeten musicAeterna\u2013Ensemble f\u00fcr radikale Mozart\u2013Deutungen bekannt, doch ging es ihm nun nicht mehr nur um aufrauende Phrasierungen und dynamische Extravaganzen, sondern um einen Total\u2013Umbau von Mozarts sp\u00e4ter und als spr\u00f6de geltender <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/La_clemenza_di_Tito\">Opera Seria &#8222;La Clemenza di Tito&#8220;<\/a>. Moderate K\u00fcrzungen hat es in Mozarts Opern bereits in fr\u00fcheren Zeiten gegeben, auch gab es immer wieder Versuche, die gesprochenen Texte in seinen Singspielen &#8222;Die Entf\u00fchrung aus dem Serail&#8220; oder &#8222;Die Zauberfl\u00f6te&#8220; durch neue oder Fremd\u2013Texte zu ersetzen. In Salzburg wurden die langen Rezitative kompromisslos eingek\u00fcrzt, und Sellars und Currentzis implantierten die Filetst\u00fccke aus Mozarts fr\u00fcher c\u2013moll\u2013Messe in die Oper.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eine in jeder Hinsicht riskante Dekonstruktion, da sie der Opera Seria eine spirituelle Dimension hinzuf\u00fcgt, ja aufdr\u00e4ngt. Aber siehe da: Die Implantate erzeugen einen geradezu magischen Kurzschluss des Dramatischen \u2013 der Oper \u2013 mit dem Spirituellen \u2013 der Messe \u2013 , ohne dass die Kreuzung zum esoterischen Gottesdienst verkommt. Sellars und Currentzis entlarven vielmehr Herrscherlob und den Wunsch nach Befreiung als im Kern spirituelles Bed\u00fcrfnis, das aber nur in einer s\u00e4kularen Humanit\u00e4t einzul\u00f6sen ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das ist nicht nur dramaturgisch ungeheuer erhellend, auch musikalisch funktionieren die Implantate erstaunlich gut, denn die viel fr\u00fcher komponierte Messe f\u00fcgt sich erstaunlicherweise perfekt in die Klangwelt der sp\u00e4ten Oper ein. Ein gegl\u00fccktes Experiment also, denn es stellt sich ein h\u00f6heres Verst\u00e4ndnis von Mozarts Auftragsoper ein, deren Werben um Milde und Vergebung man bisher nie so recht folgen konnte. In dieser Fassung und in der hohen Konzentration der Auff\u00fchrung gewinnt das Werk eine neue Plausibilit\u00e4t und Brisanz.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Schwieriger Fall: Wagner<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch der grosse Gesamtkunstwerker Richard Wagner, der wie kein Zweiter in allen Details \u00fcber sein Werk wachte, war 2017 nicht sicher vor offensiven Eingriffen in seine dagegen eigentlich immun geglaubten Partituren. Schon allein ihre durchkomponierte Technik sollte sich doch eigentlich gegen K\u00fcrzungen oder Pasticchio\u2013Tricks sperren, die in Barock\u2013Opern damals \u00fcblich und heute l\u00e4ngst wieder gel\u00e4ufig sind?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Gewiss hat es immer wieder Versuche gegeben, sich an Wagners Werken \u2013 zumeist verkleinernd \u2013 abzuarbeiten. Kabarettistisch\u2013ironische Juxereien \u00e0 la &#8222;Der Ring an einem Abend&#8220; von Loriot oder Sp\u00f6ttisches wie &#8222;Wagner for sale&#8220; an der Neuk\u00f6llner Oper Berlin. Die <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Pocket_Opera_Company\">N\u00fcrnberger Pocket Opera<\/a> mit ihren Wagner\u2013Adaptionen. Oder <a href=\"https:\/\/www.nachtkritik.de\/index.php?option=com_seoglossary&amp;view=glossary&amp;catid=78&amp;id=25&amp;Itemid=67\">Frank Castorf<\/a>, der die &#8222;Meistersinger&#8220; 2006 an der Volksb\u00fchne mit Mini\u2013Orchester und kratzigem Schauspieler\u2013Gesang auf Krawall b\u00fcrstete. Auch gab es schon Wagner\u2013\u00dcberschreibungen \u2013 wie den (harmlosen) Versuch von Helmut Oehring im Wagner\u2013Jahr 2013, den &#8222;Holl\u00e4nder&#8220; mit raspelnden Kl\u00e4ngen zu \u00fcberpusten (<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=iolr2Giiv04\">Urauff\u00fchrung in der Deutschen Oper am Rhein<\/a>). Nicht zu vergessen just 2017 den <a href=\"https:\/\/www.nachtkritik.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=14106:mondparsifal-alpha-1-8-erzmutterz-der-abwehrz-jonathan-meese-holt-bei-den-wiener-festwochen-seinen-wagner-nach&amp;catid=127&amp;Itemid=100190\">&#8222;Mondparsifal&#8220;<\/a> in Wien und Berlin, eine Gemeinschaftsarbeit des Total\u2013K\u00fcnstlers <a href=\"https:\/\/www.nachtkritik.de\/index.php?option=com_seoglossary&amp;view=glossary&amp;catid=78&amp;id=599&amp;Itemid=67\">Jonathan Meese<\/a> mit dem Komponisten Bernhard Lang, der mit Material aus dem originalen &#8222;Parsifal&#8220; eine neue Partitur geschrieben hat und vor allem mit Loop\u2013Techniken arbeitete.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Wuppertal: Wagner + Goebbels<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch die originale Wagner\u2013Partitur ganz aufzubrechen und anders zusammenzusetzen bzw. Fremdes anzubauen, das gab es vorher so nicht, aber gleich zwei Mal im vergangenen Jahr: in Wuppertal und in Wien. In Wuppertal verklammern Jay Scheib (Regie) und Johannes Pell (musikalische Leitung) den dritten Akt der &#8222;G\u00f6tterd\u00e4mmerung&#8220; mit Teilen von Heiner Goebbels&#8216; &#8222;Surrogate Cities&#8220;. Die scheinbar krude Paarung ergibt einen schl\u00fcssigen Abend, der Wagner keineswegs besch\u00e4digt, sondern geradezu irritierend elegant andockt an Goebbels&#8216; scharf pulsierenden Metropolen\u2013Sound. Ist der nicht wiederum eigentlich eine Avantgarde\u2013Fortschreibung von Wagners Nibelheim\u2013Ger\u00e4uschmusik aus dem &#8222;Rheingold&#8220;? Das ist die erste Assoziation, die sich aufdr\u00e4ngt, wenn der Abend mit Teilen aus &#8222;Surrogate Cities&#8220; anhebt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">W\u00e4hrend Goebbels&#8216; Repetitionen stampfen, betritt eine Gestalt in verdreckter Biker\u2013Kluft die B\u00fchne. Es ist <a href=\"http:\/\/www.lucialucas.de\/\">die Baritonista Lucia Lucas<\/a>, die sp\u00e4ter Hagen sein wird. Hagen zieht sich aus, duscht sich und w\u00fchlt aus dem abgesp\u00fclten Schlamm in der Dusche einen vielsagenden Ring hervor. Dann erscheint eine Frau in Weiss \u2013 sp\u00e4ter Gutrune \u2013 und starrt auf ein Schwert, das in der Wand h\u00e4ngt. Hagen kramt daraufhin in einer Plattensammlung und legt Wagners &#8222;Rheingold&#8220; auf, das Orchester bricht &#8222;Surrogate Cities&#8220; ab und spielt ein paar Takte &#8222;Rheingold&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es ist unm\u00f6glich, all die vielschichtigen Bez\u00fcge zwischen Goebbels und Wagner aufzuz\u00e4hlen, die Regisseur Jay Scheib dem kundigen Wagnerianer anbietet. Aber auch den Unkundigen lockt der Verlauf des Abends in ein Weltuntergangsszenario, das von &#8222;Surrogate Cities&#8220; nahtlos \u00fcbergeht in den dritten Akt der &#8222;G\u00f6tterd\u00e4mmerung&#8220;, der einen nach Siegfrieds Tod kaltschn\u00e4uzig in die Pause entl\u00e4sst. Noch harscher dann der zweite (Tabu)\u2013Bruch: Nach Br\u00fcnnhildes Schlussgesang hebt Johannes Pell erneut sachlich den Taktstock, und weiter geht&#8217;s mit Goebbels&#8216; &#8222;Three Horatian songs&#8220; auf Texte von Heiner M\u00fcller. Dieser Abend funktioniert also durch Br\u00fcche und die \u00fcberraschende Anschlussf\u00e4higkeit von Wagner und Goebbels.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Wien: &#8222;Ring&#8220; um ein Drittel gek\u00fcrzt<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wie biegsam und belastbar Wagners Werk als Material ist, zeigt auch das Wiener Wagner\u2013Experiment, wenn auch ganz anders: Am Theater an der Wien hat Regisseurin Tatjana G\u00fcrbaca im Team mit ihrer Dramaturgin Barbara Auer und dem Dirigenten Constantin Trinks Wagners &#8222;Ring&#8220; dekonstruiert und die gek\u00fcrzten Teile der Tetralogie neu montiert zu einem gigantischen Loop. Tats\u00e4chlich scheint Wagners&#8216; fatale Familiengeschichte ja von Wiederholungszw\u00e4ngen gepr\u00e4gt und ist auch schon als unendlich sich wiederholender Untergang inszeniert worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aber das Wiener Team geht wesentlich weiter. Wobei Wagners Musik weder verfremdet noch \u00fcberschrieben wird, sondern &#8222;nur&#8220; umgebaut: Aus vier langen Abenden und etwa 15 Stunden Musik wird in Wien eine knapp zehnst\u00fcndige Trilogie, die ihren Blick auf die zweite und dritte Generation der Protagonisten richtet: auf die S\u00f6hne und T\u00f6chter der G\u00f6tter also, Menschen, die mit der Schuld und den Schulden ihrer Ahnen fertig werden m\u00fcssen. Der Schl\u00fcsselmoment, von dem alles weg und zu dem alles hinf\u00fchrt in dieser Neufassung, ist der Mord an Siegfried durch Hagen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Wagner bietet Material und erz\u00e4hltechnische Inspiration<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wagner begann 1848 genau an dieser Stelle mit dem Dichten des Librettos. Auch der Kunstgriff des Erz\u00e4hlens in der R\u00fcckschau, der f\u00fcr G\u00fcrbacas Neufassung zentral ist, verweist auf Wagners Erz\u00e4hltechnik, die sich durch sein gesamtes Werk zieht. G\u00fcrbaca und ihr Team erz\u00e4hlen den &#8222;Ring&#8220; aus Sicht der drei Beteiligten der finalen Mordszene: Hagen, Siegfried und Br\u00fcnnhilde. Alle drei Abende beginnen mit Donnergrollen zu einem stummen Vorspiel, das den Mord zeigt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der erste Abend geh\u00f6rt dem M\u00f6rder Hagen, es geht los mit der ersten Szene des zweiten Akts der &#8222;G\u00f6tterd\u00e4mmerung&#8220;, es folgen aus &#8222;Rheingold&#8220; das Vorspiel, die erste, dritte und vierte Szene und dann wieder sechs Szenen aus der &#8222;G\u00f6tterd\u00e4mmerung&#8220;. Diese weiten Spr\u00fcnge sind musikalisch verbunden durch die h\u00f6here Logik der Leitmotive und werden zudem szenisch beglaubigt durch G\u00fcrbacas \u2013 lange Erz\u00e4hlstr\u00e4nge sichtbar machende \u2013 Personenf\u00fchrung. Die Geschichte der Ausl\u00f6schung und Traumatisierung des Sohnes Hagen, seine Instrumentalisierung durch seinen seinerseits zutiefst erniedrigten Vater Alberich erz\u00e4hlt G\u00fcrbaca mit den &#8222;Rheingold&#8220;\u2013Szenen, in denen der kindliche Hagen dem grausamen Spiel der Rheint\u00f6chter und der folgenden \u00dcberw\u00e4ltigung seines Vaters durch den gewaltbereiten Wotan und Loge beiwohnen muss.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Werk schl\u00e4gt Autor, es gewinnen die Figuren<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Wagnis der radikalen Dekonstruktion bietet neue und \u00fcberraschende Sichtweisen und H\u00f6r\u2013Eindr\u00fccke in Wagners Monumentalwerk. Am letzten Abend &#8222;Br\u00fcnnhilde&#8220;, wenn der M\u00f6rder Hagen wieder auftaucht, hat man das Gef\u00fchl, Wagners erratischen Figuren wirklich n\u00e4her gekommen zu sein. Der Wust an Verstrickungen hat sich nach den drei Abenden gelichtet, geordnet und zum gewaltigen Schuldzusammenhang zugespitzt. Die Figuren gewinnen durch die Beleuchtung von Vor\u2013 und Nebengeschichten an Fallh\u00f6he, Tiefensch\u00e4rfe und Menschlichkeit. Der orthodoxe Wagnerianer wird sich schwer tun mit diesem abgespeckten Remix der Tetralogie. Erhellend und in der analytischen Durchdringung Massstab setzend ist die Neufassung allemal.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\">Fazit<\/span>: Dass das Werk mehr weiss als sein Autor, gab schon Heiner M\u00fcller gern zu Protokoll \u2013 um zu unterstreichen, dass ein Kunstwerk ein Eigenleben f\u00fchrt, weit mehr als nur die Summe der Absichten seines Sch\u00f6pfers ist. Gilt das nun auch f\u00fcr Partituren? Endlich auch &#8222;nur Material&#8220;? Die neuen Versuche sprechen daf\u00fcr. Was w\u00e4re nicht alles denkbar? Im Falle Wagners: den &#8222;Lohengrin&#8220; mit &#8222;Parsifal&#8220; kurz schliessen? &#8222;Tristan&#8220; mit dem &#8222;Holl\u00e4nder&#8220;? Nur zu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><\/div>\n<div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<div>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>Der kleine Wagnerianer<\/strong>: Zehn Lektionen f\u00fcr Anf\u00e4nger und Fortgeschrittene, von <a href=\"http:\/\/www.google.de\/search?hl=de&amp;tbo=p&amp;tbm=bks&amp;q=inauthor:%22Enrik+Lauer%22&amp;source=gbs_metadata_r&amp;cad=2\">Enrik Lauer<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.google.de\/search?hl=de&amp;tbo=p&amp;tbm=bks&amp;q=inauthor:%22Regine+M%C3%BCller%22&amp;source=gbs_metadata_r&amp;cad=2\">Regine M\u00fcller, <\/a>Beck C. H., 2013<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-103660 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/02\/Wagner-191x300.jpg\" alt=\"\" width=\"191\" height=\"300\" \/>Weiterf\u00fchend\u00a0\u2192<\/strong><\/p>\n<p>Flankierend zum <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12589\">Kollegengespr\u00e4ch <\/a>eine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2013\/02\/11\/leseprobe-2\/\">Leseprobe<\/a> aus Der kleine Wagnerianer, die der Beck-Verlag aus dem Buch zur Verf\u00fcgung stellt.<\/p>\n<p><strong>\u2192<\/strong> Eine andere <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/02\/13\/unbewust-hochste-lust\/\">Lesart<\/a> pr\u00e4sentiert Ulrich Bergmann auf KUNO.<\/p>\n<\/div>\n<p><strong>\u2192 <\/strong>Lesen Sie auch \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=51602\">Zarathustra \u2022 Revisited<\/a>\u201e. Z\u00e4hlung, Dichtung, Diagramme. Visualisiert von Hartmut Abendschein. Und Thomas N\u00f6ske versucht <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=70592\">mit diesem Essay<\/a> mit Nietzsche fertig zu werden.<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Es tut sich was in der Oper! Als g\u00e4be es eine geheime Verabredung, ist neuerdings pl\u00f6tzlich etwas denkbar in der Gattung Oper, was vorher als in Stein gehauenes Tabu galt. N\u00e4mlich der beherzte Eingriff in die Partitur. 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