{"id":44828,"date":"2008-09-20T00:01:59","date_gmt":"2008-09-19T22:01:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=44828"},"modified":"2024-08-07T14:13:11","modified_gmt":"2024-08-07T12:13:11","slug":"ranis","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2008\/09\/20\/ranis\/","title":{"rendered":"Orion \u2022 Ranis \u2022 September"},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Erinnerung: Wir k\u00fcssen uns. Du hast zuvor geraucht, du hast die Zigarette noch in der Hand, w\u00e4hrend wir uns k\u00fcssen. Hinter dem Rauchgeschmack dein Duft. Das fordernde, angespitzte, mit den herrlichen Noppen deines Leibs besetzte Scharnier deiner Zunge. Das ist der Moment, da ich beginne, dich zu lieben: schon jetzt, wenn wir uns k\u00fcssen. Vor\u00fcber der Augenblick, da wir nicht wissen, was wir tun \u2013 s\u00fcchtig sind wir und ernst. Du k\u00fc\u00dft mich, als w\u00e4re da nicht meine Angst; du w\u00fchlst in mir herum, dazwischen dein Rauchen, Michansehn und Lachen. Ich fasse das weiche Fleisch deiner H\u00fcften, auf der Stra\u00dfe in Ranis, etwas abseits des Wegs, wo jeder uns f\u00fcr ein unbeschwertes Liebespaar h\u00e4lt, ich k\u00fcsse deine Augen, deine Stirn, die Wangen, das duftende Kinn und den rauchenden Mund. Wir gehen, im den Weg belagernden Schatten der Burg, in den Schrittpausen uns k\u00fcssend, durch die Nacht. Der Bach rauscht hinter der Bank, auf der ich deine Br\u00fcste ber\u00fchrte und die frierende Haut deines Bauchs. Es ist die Zeit der Ernte und Brunft. Der Orion bereitet sich im S\u00fcdosten auf seinen Aufgang vor. Von der Burg dringen Fetzen Musik. Es ist Septemberbeginn, wegen uns sind die Leute gekommen. Ich k\u00fcsse dich, liebe dich schon, auch wenn ich wei\u00df, da\u00df du heute noch fortmu\u00dft, sp\u00e4ter, in der Nacht. Da\u00df wir uns k\u00fcssen \u2013 im Moment ist nur <em>das<\/em> wichtig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<div id=\"attachment_99806\" style=\"width: 224px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-99806\" class=\"wp-image-99806 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Andre\u0301-Schinkel.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"272\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Andre\u0301-Schinkel.jpg 214w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Andre\u0301-Schinkel-160x203.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><p id=\"caption-attachment-99806\" class=\"wp-caption-text\">Andr\u00e9 Schinkel, portr\u00e4tiert von J\u00fcrgen Bauer<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Lesen Sie auch das KUNO-Portr\u00e4t des Lyrikers\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO weiterhin zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Erinnerung: Wir k\u00fcssen uns. 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