{"id":44816,"date":"2010-05-20T00:01:00","date_gmt":"2010-05-19T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=44816"},"modified":"2022-02-23T13:48:30","modified_gmt":"2022-02-23T12:48:30","slug":"ich-denke-an-die-stadt-meiner-kindheit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2010\/05\/20\/ich-denke-an-die-stadt-meiner-kindheit\/","title":{"rendered":"ICH DENKE AN DIE STADT meiner Kindheit."},"content":{"rendered":"<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ich bin in meinem Denken daran verloren und geborgen zugleich. Ich sehe, wie sie sich aus den feucht-gr\u00fcnen W\u00e4ldern und \u00c4ckern erhebt und sich an das doppelte Flie\u00df, das sie pr\u00e4gt, verf\u00fcgt, die Mulde, <em>die<\/em> Schwarzbach. Ein erloschener Kiesbagger steht in der Aue, am Zusammenflu\u00df dieses Denkens \u2013 das Klacken der Steine ist das Metronom meines Erinnerns. Ich stehe darin am <em>Lauch<\/em>, der sich am stadtseitigen Ufer, an den Ger\u00fcchen des gr\u00f6\u00dferen Flie\u00dfes, entlangbiegt, und h\u00f6re das Knattern der Maschinen auf der h\u00f6hergelegenen Stra\u00dfe, in den sich fortziehenden Weiden und Feldern, am anderen Ufer, wo es nach Wellaune geht. Es gibt Weniges, das mich so schmerzt wie der Verlust dieser Stadt. Hier hat mein Ungl\u00fcck, das Halbparadies meiner Anwesenheit, begonnen und ist zugleich die M\u00f6glichkeit meiner Erf\u00fcllung, meines \u2013 und wenn nur getr\u00e4umten \u2013 Gl\u00fccks verborgen bis zum heutigen Tag. Deshalb kehre ich immer wieder in den Gedanken einer <em>R\u00fcckkehr<\/em> in die Stadt meiner Kindheit zur\u00fcck: ich empfinde diesen Satz ebenso doppelt, wie ich ihn sage und denke. Ich bin nichts ohne diesen Gedanken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/cover-bodenkunde.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-44733 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2018\/05\/cover-bodenkunde-197x300.jpg\" alt=\"\" width=\"197\" height=\"300\" \/><\/a><\/strong>In seinen neuen Gedichten, die den Nachfolger seines 2007er Bandes <em>L\u00f6wenpanneau<\/em> bilden, sieht man Andr\u00e9 Schinkel mit der Vertiefung seiner poetischen Sichten befasst. Die Texte von <em>Bodenkunde<\/em> entstanden in einer bewegten Phase des Autors und sprechen \u00fcber den Zweifel an der und die Hoffnung auf die Liebe, sie reden in Amouren und Rondellen \u00fcber die Sch\u00f6nheit und den Schrecken der Welt, ihrer Gegenwart als zu entdeckendes Paradies, berichten von inneren wie \u00e4u\u00dferen Reisen, Gestirnen, vom Licht und der Sehnsucht. Lesen Sie auch das KUNO-Portr\u00e4t des Lyrikers\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel.<\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">Weiterf\u00fchrend \u2192<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Poesie ist das identit\u00e4tsstiftende Element der Kultur, KUNOs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologische Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Ich bin in meinem Denken daran verloren und geborgen zugleich. 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