{"id":44740,"date":"2024-12-13T00:01:00","date_gmt":"2024-12-12T23:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=44740"},"modified":"2024-01-26T14:05:44","modified_gmt":"2024-01-26T13:05:44","slug":"den-geist-eines-buchs-verkoerpern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/12\/13\/den-geist-eines-buchs-verkoerpern\/","title":{"rendered":"Den Geist eines Buchs verk\u00f6rpern"},"content":{"rendered":"<div>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #999999;\">Ein Dichter, der liest, ist ein Anblick wie ein Kellner, der speist.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Karl Kraus<\/span><\/p>\n<\/div>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<div id=\"attachment_97843\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-97843\" class=\"wp-image-97843 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/Weigoni-300x200.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" \/><p id=\"caption-attachment-97843\" class=\"wp-caption-text\">Andr\u00e1s (A. J.) Weigoni (* 18. Januar 1956 in Budapest\/Ungarn, Flucht mit den Eltern nach dem Volksaufstand; \u2020 26. Januar 2021 in D\u00fcsseldorf)<\/p><\/div>\n<p>Das in der <em>Edition Das Labor<\/em> erscheinende H\u00f6rbuch <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=63\">Gedichte<\/a><\/span> fa\u00dft die langj\u00e4hrige Studioarbeit von <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6174\">Tom T\u00e4ger<\/a><\/span> und <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andrascz_Weigoni\">A.J. Weigoni<\/a> einerseits zusammen, gab aber auch einen Ausblick auf das n\u00e4chste Buch. Die am 18. Januar 2015 erscheinenden <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=27376\"><i><span style=\"color: #ff0000;\">Schmauchspuren<\/span><\/i><\/a> sind ein erneuter Beweis der sich immer noch steigernden Gedankensch\u00e4rfe und Ausdruckskraft dieses Poeten. Buchstaben formen sich zu W\u00f6rtern, mehrere davon ergeben Strophen, Strophen lassen zwischen den Zeilen Platz. Genau dort setzt Weigonis Stimme an. Die schriftliche Lyrik und ihre Klanggestalt sind f\u00fcr diesen Lyriker gleichrangige Gr\u00f6\u00dfen. Wenn man seine Gedichte h\u00f6rt, wie er sie spricht, merkt man Wortverbindungen, Wiederaufnahmen, Anspielungen, die in erster Linie dem Rhythmusgef\u00fchl geschuldet sind. Weigonis Gedichte sind konzentrierte Miniaturen, seine verdichtete Sprache bildet ein System, das sich aus dem Leben bezieht und in dieses zur\u00fcckwirkt. Der Wortklang ist ein starker Katalysator f\u00fcr dieses H\u00f6rbuch, da bereits ein Wort beim H\u00f6rer eine Klangassoziationskette ausl\u00f6sen kann. Mit seiner Stimme werden die Nuancen h\u00f6rbar, zwischen Rezitation und Partitur liegen keine Abgr\u00fcnde. Dieser\u00a0Poeta ludens ist ein Entdecker der Poesie unbesetzter R\u00e4ume und der lyrischen Langsamkeit, er lauscht dem Atmen der Worte nach.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Sprechen ist immer zitieren.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Sophokles<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man h\u00f6rt auf <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=63\">Gedichte<\/a> die Entschlossenheit zur Deklamationskunst. Deser Rezitator ist ein Lautsch\u00f6pfer und Sprachbastler, er bringt die Buchstaben in eine neue Un-Ordnung und die Bedeutungen zum Schwirren. Es kobolzen Vokale ins Mikrophon, stets aufs Neue jongliert er mit Lettern, Silben, W\u00f6rtern und S\u00e4tzen. Seine Stimmbildung hat Weigoni als reine Physik verstanden, da wurden Muskeln trainiert \u2013 seine Stimmb\u00e4nder \u2013 und es ging ihm um Physiologie und Raumakustik; er vergleicht die solcherart geschulte Stimme mit dem Resonanzk\u00f6rper eines Instruments. Diese stilisierte Alltagssprache macht den Unterschied zum privaten Sprechen, in den Gedankenimpulsen, die sich den Zuh\u00f6rer \u00fcber die Prosodie vermitteln, also \u00fcber Rhythmus, Melodie oder Sprechgeschwindigkeit, es ist ein Gedanken verdichtendes, zielgerichtetes Sprechen in normaler Sprache. Weigoni benutzt Wortspiele und ungew\u00f6hnliche Wortkombinationen, er verfremdet das Sprachmaterial, indem er phonetisch notiert oder einzelne Silben lautmalerisch wiederholt. Er stellt die Lyrik nicht lautlich aus, um <em>sch\u00f6nes<\/em> Sprechen geht es ihm dabei nicht. Um Verst\u00e4ndlichkeit schon.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ganz im Gegensatz zu den anderen \u201eexperimentellen\u201c CDs meiner Sammlung sind die von A.J. Weigoni immer stimmig, ja richtig, philosophische Aufs\u00e4tze auf den Punkt gebracht. Man merkt auch die feine Feile, das Entstehen und die M\u00fche \u00fcber einen langen Zeitraum hinweg.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Dr. Dieter Scherr, Literaturhaus Wien<\/span><\/p>\n<p>Auf dem\u00a0H\u00f6rbuch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=63\">Gedichte<\/a> mischt sich die K\u00f6rperrede mit der Klangrede, die orale mit der gutembergeschen Tradition, geschriebenes Sprechen verwandelt sich in gesprochenes Papier und so fort. Es sind kunstvoll komponierte Kostbarkeiten, ein unendlich abwechslungsreiches Nebeneinander verschiedenartigster Sinneseindr\u00fccke. Bei seinen Rede\u2013 und Suchgedichten konzentriert sich Weigoni seit der <a href=\"http:\/\/www.lyrikwelt.de\/rezensionen\/letternmusik-r.htm\"><i>Letternmusik<\/i><\/a> beim Rezitieren auf die nackte Stimme. Die stimmliche, sprechtechnische sowie akrobatische Virtuosit\u00e4t, mit der er zu Werke geht, erzeugt gleichsam ein\u00a0 Textkonzert, die Partitur ist Sprache. Tom T\u00e4ger stellt sie bei den Aufnahmen zum\u00a0H\u00f6rbuch <em>Gedichte<\/em> im Tonstudio an der Ruhr in den Vordergrund. Gleichzeitig l\u00f6st sich die Sprache in den Gedichten in ihre Einzelheiten auf.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Als <em>geformte Performance<\/em> bezeichnete Thomas Kling das H\u00f6rbuch, hier trenne sich <em>kurz und schmerzlos<\/em> die Spreu vom Weizen. Deshalb solle den Mund halten, <em>wer nicht \u201avorlesen\u2018 kann, oder zu faul zum \u00dcben ist<\/em>.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Michael Opitz<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_102226\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102226\" class=\"wp-image-102226 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Weigoni_Perform-300x218.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"218\" \/><p id=\"caption-attachment-102226\" class=\"wp-caption-text\">A.J. Weigoni bei einer poetischen Performance, Galerie Waschsalon, Frankfurt<\/p><\/div>\n<p>Der <i>Sprechsteller<\/i> Weigoni hat beim Schreiben das H\u00f6ren im Blick und beim Sprechen das Auge im Ohr. Der Modus des Sprechens wird zu einer Operation, die die Sprache als Werkzeug nutzt, seine Gedichte verlangen nach wachen Rezipienten und goutieren sie folgerichtig. Wir h\u00f6ren die Essenz, nicht den Effekt. Dieser VerDichter ist ein Meister der Wortsch\u00f6pfung, der es versteht, die Phraseologie des Alltags subversiv aufzuladen, auf eine Art, die sprachwitzig ist, ohne sich auf die Pointen draufzusetzen, und umso bet\u00f6render, je tiefer er sich in die irrwitzigsten Gedankenspiele hineinschraubt. Er l\u00e4\u00dft die Distanz zwischen Sprache und Gedanken schrumpfen, dass die sich daraus ergebende Transparenz des Verfahrens es erlaubt, dass sich die Unterschiede zwischen Gattungen aufheben<em>. <\/em>Seine ruhige Stimme verleiht dem Text eine bitter n\u00f6tige, beil\u00e4ufige Eleganz. Man kann ein Kompositum wie <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25468\"><i>Dichterloh<\/i><\/a><\/span> als Polyphonie h\u00f6ren, eine Art Wortkonzert, ein auf\u2013 und abschwellender Klagegesang \u00fcber den Verlust des Individuums. Es geht um Stimmen, ein Spachspiel, das in einen Sprechspiel \u00fcbergeht, ein Aus-Atmen, das zu einem\u00a0Aus\u2013Sprechen wird, das die Kulturgeschichte von Klang und Ton gleichsam mitatmet.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Es gibt in der neueren Literatur nicht viele \u00fcberzeugende Langgedichte. Das Geheul von Ginsberg, Der Untergang der Titanic von Enzensberger \u2013 und es ist nicht \u00fcbertrieben, wenn man in diesem Zusammenhang auch das lyrische Monodram Se\u00f1ora Nada von A.J. Weigoni erw\u00e4hnt, vielleicht das faszinierendste deutschsprachige Langgedicht der letzten Jahre. <\/em><em>Dieses \u201eNachtst\u00fcck\u201c besticht nicht nur durch seine souver\u00e4ne sprachliche Meisterschaft, sondern auch durch eine gedankliche Tiefe, die dichterisch facettenreich ausgelotet wird.<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #999999;\"> Axel Kutsch<\/span><\/p>\n<p>Als ein H\u00f6hepunkt des H\u00f6rbuchs ist sicherlich die H\u00f6rspiel-Produktion <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/taeger\/senora_nada.htm\">Se\u00f1ora Nada<\/a> zu bezeichnen. In diesem Monodram provozieren die Artisten mit einem \u2018stream\u2013of\u2013consciousness\u2019 durch Inhalte und nicht durch Dolby\u2013Surround, die Sprach\u2013 und Lautverschiebungen werden zu Verschiebungen der Bedeutungsebenen, alles ist dynamisch, alles ist im Flu\u00df, nichts steht still. Interpreten aller Art \u2013 Regisseure, Schauspieler, Instrumentalisten \u2013 sind re-kreative, also nachschaffende K\u00fcnstler im Dienste der kreativ-sch\u00f6pfenden Autoren und Komponisten. Das ist nicht weniger als die Conditio sine qua non der Kunst. Ioona Rauschan hat dies in der Regie des H\u00f6rspiels sinnf\u00e4llig umgesetzt.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><i>Se\u00f1ora Nada ist ein lyrisches Monodram \u00fcber das \u00dcberwinden von Trauma und Schmerz durch Erkenntnis dank des Eindringens in die unoffenbarte Zwischenwelt. Die Welt zwischen Haben und Sein, zwischen Bestimmung und Freiheit, zwischen Jetzt und Immer.<\/i><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ioona Rauschan<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_98133\" style=\"width: 150px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98133\" class=\"wp-image-98133 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2022\/02\/IoonaRauschan.jpg\" alt=\"\" width=\"140\" height=\"140\" \/><p id=\"caption-attachment-98133\" class=\"wp-caption-text\">Ioona Rauschan, Regisseurin des H\u00f6rspiels <em>Se\u00f1ora Nada<\/em><\/p><\/div>\n<p>In der Inszenierung von Ioona Rauschan begleitet T\u00e4ger die Schauspielerin Marina Rother mit einer Musik der befreiten Melodien. Er \u00f6ffnet mit seinen rhythmischen und melodischen Ideen dem H\u00f6rspiel neue Horizonte, in denen die gedanklichen und emotionalen Impulse quasi ihre eigene Dramatik und Form zu definieren scheinen. Seine Komposition zu Se\u00f1ora Nada ist durchsetzt von minimalistischen und improvisatorischen Erfahrungen, das Klangbild wird von experimentellen Kl\u00e4ngen zu Trivialkl\u00e4ngen in Bezug gesetzt. Die Vertonung T\u00e4gers f\u00fcgt sie \u2013 mit allen Kontrasten von Tempoverl\u00e4ufen, Klangdichten, dynamischen Abstufungen \u2013 \u00fcber die Wortbedeutungen hinweg zu einer einleuchtenden Zyklik. Kl\u00e4nge und Strukturen sind eigenartig: \u00e4hnlich und doch immer wieder neu, streng und doch offen. Dem Zuh\u00f6rer verlangen sie in erster Linie ein gewisses Mass an Geduld ab, die aber auch oft belohnt wird, mit unvergleichlich atmosph\u00e4rischen Sequenzen, die poetische Dichte und interpretatorische Offenheit auf geradezu begl\u00fcckende Weise miteinander verbinden. Die Widerspr\u00fcche der Se\u00f1ora Nada sind Ausdruck einer geistigen Unruhe, die sich mit der herrschenden Wahrheit nicht vers\u00f6hnen will. Das Zuh\u00f6ren f\u00fchrt an ein Zeitempfinden heran, wie es in dieser Weise selten zu erleben ist. Jedes Kunstwerk erinnert an den Geist und die Erweiterbarkeit des menschlichen Horizonts. Dieses Werk hat das Bewu\u00dftsein ge\u00f6ffnet und nicht einfach nur die \u00f6ffentliche Nachfrage nach Sch\u00f6nheit bedient.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>A text that alludes to Eliot\u2019s Waste Land, was set to music by Tom T\u00e4ger, using minimalist techniques and sound effects like the rustle of paper.<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"color: #999999;\"> Judith Ryan \u00b7 The Long German Poem in the Long Twentieth Century<\/span><\/p>\n<p>Folgt man den Gedanken Weigonis, ist die H\u00f6rspielfassung von <span style=\"color: #ff0000;\"><em><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/taeger\/unbehaust01.htm\">Unbehaust<\/a><\/em><\/span> ein St\u00fcck \u00fcber die (m\u00f6gliche) Freiheit des Einzelnen innerhalb der Unfreiheit der Bedingungen. Jeder tr\u00e4umt den autonom-autistischen Traum vom Leben als Held. Jo Chang, die Heldin, mi\u00dftraut diesem Traum. Sie f\u00fchrt ihn vor, destabilisiert, zerrei\u00dft ihn. Das Leben bietet andere Realit\u00e4ten. Und mehr noch \u2013 andere Traumata. Das Formganze dieses Monodrams wird nicht durch metronomgenaues Durchschlagen der Poesie von au\u00dfen \u00fcbergest\u00fclpt, sondern entwickelt sich bruchhaft und widerspruchsvoll gerade aus der Verschiedenheit ihrer Bestandteile. Das H\u00f6rspiel ist gleichsam ein Wassertropfen, in dem sich die Welt spiegelt. Erfahrung einatmen, Gedichte ausatmen. Leben und Dichtung sind nicht getrennte Bereiche, sie entwickeln sich miteinander in Verantwortung und Zeugenschaft. Stenografische Spontaneit\u00e4t und szenografisches Geschick sind in diesem St\u00fcck kein Widerspruch.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Andrascz Jaromir Weigoni stellt mit einen H\u00f6rspiel unser Zeitempfinden und unsere Vorstellung von Identit\u00e4t auf die Probe. Der vielfach ausgezeichnete ungarisch-deutsche Schriftsteller und\u00a0 Medienp\u00e4dagoge Weigoni schafft mit seinem Text, Papierger\u00e4uschen und der Stimme von Bibiana Heimes\u00a0 eine Atmosph\u00e4re, die uns einem Gedanken ganz schnell auf den Pelz r\u00fccken l\u00e4sst: wir sind alle Gefangene unserer selbst. <\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Radio Bremen<\/span><\/p>\n<p>Dieses Langgedicht schraubt sich wie Tunnelbohrer durch zeitgen\u00f6ssische Erfahrungsr\u00e4ume. Ob dieses Monodram etwas bedeuten soll, ist zweitrangig. Entscheidend ist, da\u00df sie sich ereignet. Diese Lyrik ist ein Sprachgeschehen, das die Leser synchron miterleben k\u00f6nnen, vorausgesetzt, er ist bereit, den sprunghaften Wechsel zwischen symbolistischen und gegenst\u00e4ndlichen Weltbeschreibungen mitzuvollziehen. Weigoni liefert in seinem Monodram ein subtiles Kammerspiel eines inneren Monologs. Die Schauspielerin Bibiana Heimes ist Silbe f\u00fcr Silbe auf der Suche nach dem Kern und sieht darin eine Metapher zu den Bekleidungen der eigenen Identit\u00e4t. Sie gestaltet feine Z\u00e4suren im Redefluss mit einer freien, reinen Gelenkigkeit als Sprecherin, eine locker schraffierte Haltungen, \u00fcberhaupt das Skizzenhafte, die hingehauchte, nie vollends auserkl\u00e4rte Figur. Jo Chang laboriert mit Methoden zum Einfangen irrationaler Verbindungen mittels der \u201e\u00e9criture automatique, sie erkennt die seelischen Verkr\u00fcppelungen, Restriktionen und kommunikativen Verarmungen, das Orientierungsdefizit der Mitmenschen, ihre autistischen Tendenzen, Doppelmoral, Neurosen und den Lebensverzicht. Diese Perspektive birgt reizvolle Chancen f\u00fcr kleine Grausamkeiten und unerwartete Wahrheiten.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Als ich dieses H\u00f6rbuch h\u00f6rte, war ich schlichtweg begeistert. Bei H\u00f6rb\u00fcchern und H\u00f6rspielen wird oft der Begriff \u201eKunst\u201c verwendet. Ich rede eher vom \u201eHandwerk\u201c. Als ich Gedichte von A.J. Weigoni lauschte, war f\u00fcr mich sofort klar: Das ist wirkliche Kunst! Dieser Mensch ist ein wahrer Wortakrobat, ein Liebhaber der Sprache, ein Kenner des Mediums. Weit weg vom Mainstream ist Gedichte von Weigoni f\u00fcr Liebhaber der \u201eSprachkunst\u201c und f\u00fcr intellektuelle Unterhaltung DER Geheimtipp. Solch eine liebevolle Inszenierung hat eine Auszeichnung verdient, deswegen: \u201aBeste Lesung\u2018.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Simeon Hrissomallis, Begr\u00fcndung f\u00fcr den H\u00f6rspielpreis Ohrkanus<\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_98641\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-98641\" class=\"wp-image-98641 size-medium\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/Tom_Taeger-300x205.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"205\" \/><p id=\"caption-attachment-98641\" class=\"wp-caption-text\">Tom T\u00e4ger im Tonstudio an der Ruhr. Photo: Andreas Mangen<\/p><\/div>\n<p>Lyrik als Klanggebilde wird oft vernachl\u00e4ssigt, weil das Schreiben eine lautlose Disziplin ist, eine, mit der man, um buchst\u00e4blich Geh\u00f6r zu finden, sich immer erst ans Notenpult stellen und das Geschriebene mit erhobener Stimme vorlesen mu\u00df. Die Performance ist in der Literatur lediglich ein sekund\u00e4rer Akt, es gibt ein anderes Medium, das deutlich direkter auf das Geh\u00f6r zielt: das H\u00f6rbuch. Das plurimediale Potenzial der Schrift wird erst auf diesem Medium zur G\u00e4nze ausgesch\u00f6pft. Das H\u00f6rbuch <a href=\"http:\/\/www.buecher-wiki.de\/index.php\/BuecherWiki\/WeigoniGedichte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-cke-saved-href=\"http:\/\/www.buecher-wiki.de\/index.php\/BuecherWiki\/WeigoniGedichte\"><span style=\"color: #ff0000;\">Gedichte<\/span><\/a> stellt die Gesamteinspielungen des Lyrikers vor, die zwischen 1995 \u2013 2015 im Tonstudio an der Ruhr\u00a0 in der Zusammenarbeit mit dem Komponisten <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/hungertuch\/taeger2001.htm\"><span style=\"color: #ff0000;\">Tom T\u00e4ger<\/span><\/a> entstanden sind. Als Tom T\u00e4ger 1989 im <em>Tonstudio an der Ruhr<\/em> Helge Schneiders erste Schallplatte <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-cke-saved-href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26990\"><em>Seine gr\u00f6\u00dften Erfolge<\/em><\/a> produzierte, hat man ihn f\u00fcr verr\u00fcckt gehalten. Als A.J. Weigoni 1991 seine <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25399\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-cke-saved-href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25399\">LiteraturClips<\/a> auf CD (der Claim H\u00f6rbuch war noch nicht erfunden) realisierte, hat man ihn f\u00fcr verr\u00fcckt gehalten. Er erscheint im Nachgang fast logisch, da\u00df diese Artisten sich \u00fcber den Weg laufen mussten. Beide Artisten sch\u00e4tzen Experimente mit akustischen und elektronischen Kl\u00e4ngen, beide haben ein Faible f\u00fcr die freiere Rhythmik von Regungen und Bewegungen, der Verbindung von Melodie und Experiment, der Offenheit und das In\u2013der\u2013Schwebe\u2013Halten von St\u00fccken; das Ausbrechen aus vermeintlich vorhersehbaren Strukturen. Synthese und Syn\u00e4sthesie liegen offensichtlich nicht nur lautlich nah beieinander, die Erfindung der Aufnahmetechnik wird von ihnen als ein Moment der Befreiung gedeutet. Die Zuh\u00f6rer werden Zeugen bei der alchemistischen Verwandlung von Gedanken in gesprochene Worte \u2013 also in Poesie.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Ein h\u00f6rbar genetischer Code der Poesie<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Constanze Schmidt<\/span><\/p>\n<p>Als Lyriker hat Weigoni eine moralische Verpflichtung und zwar die den Worten gegen\u00fcber, die umsichtig zu plazieren sind. Die Lyrik auf dem H\u00f6rbuch <em>Gedichte<\/em> ist gespickt mit starken Metaphern und drastischen Vergleichen, dieser barocke \u00dcberfluss an Sinneseindr\u00fccken verschlingen den H\u00f6rer von der ersten Sekunde an. Der sprachliche Variantenreichtum \u00fcberzeugt: Neben Lautmalerischem und zahlreichen Wortneusch\u00f6pfungen finden sich immer wieder plastische und einpr\u00e4gsame Bilder. Die Zerlegung von Worten ist bei Weigoni kein modisches Verfahren, sondern sorgt f\u00fcr \u00fcberraschendes neues Hinsehen und Hinh\u00f6ren. Man will mit beiden Ohren tief hineinh\u00f6ren in dieses sinnliche Sprachgemisch, das zwischen Extase und Abstraktion oszilliert. Diese Produktion durchschneidet den medial gestifteten und determinierten Raum und erkundet seine Grenzen, damit l\u00f6st das H\u00f6rbuch <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=395\"><em>Gedichte<\/em><\/a> das Versprechen ein, die Literatur in der digitalen Barbarei wieder in ein Kulturgut zu verwandeln; es umfa\u00dft mit vier CDs eine Spieldauer von 270 Minuten, das mag in den Ohren derer, die \u201ceinfach nur genie\u00dfen\u201d wollen, abschreckend klingen. Aber wer so denkt, bringt sich um den Genu\u00df der Erkenntnis. Weigonis K\u00f6nnen und sein k\u00fcnstlerischer Anspruch gehen weit \u00fcber das Bedienen von naturlyrischen Kommerzstandards hinaus. Dieses <i>H\u00f6rbuch <\/i>ist eine Zumutung, der man sich unbedingt stellen sollte. Es handelt von der Wirkm\u00e4chtigkeit der Sprache und vom geheimen Pakt zwischen dem Sprechsteller und dem Zuh\u00f6rer, es bleibt im sensorischem Speicher der H\u00f6rer, wenn n\u00f6tig, f\u00fcr die n\u00e4chsten 25 Jahre.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Der Text l\u00f6scht seine Schriftlichkeit im Augenblick der Rede aus.<\/em><\/span><\/p>\n<div id=\"attachment_105233\" style=\"width: 293px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-105233\" class=\"wp-image-105233 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/A_J_Weigoni.jpg\" alt=\"\" width=\"283\" height=\"213\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/A_J_Weigoni.jpg 283w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/A_J_Weigoni-160x120.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 283px) 100vw, 283px\" \/><p id=\"caption-attachment-105233\" class=\"wp-caption-text\">A.J. Weigoni bei einer poetischen Performance, Saxophon: Frank Michaelis<\/p><\/div>\n<p>Diese Lyrik funktioniert auf diesem H\u00f6rbuch als Klangrede, die Stimme des Sprechstellers ist zuweilen ein Percussionsinstrument. Gerade die sprachlichen Mittel, die Weigoni souver\u00e4n beherrscht, machen dieses H\u00f6rbuch zu einem H\u00f6rerlebnis f\u00fcr den, der auch jenseits des Verstehens Spa\u00df daran hat, Gedichte als Lautgebilde wahrzunehmen. Wie Blaise Pascal sieht dieser Lyriker das menschliche Leben als kurzes Aufscheinen zwischen dunklen, leeren Ewigkeiten. Diese Gedichte leben aus dieser Spannung: der Gewissheit des Todes als schwarzem Hintergrund und der fast grell beleuchteten Gegenwart des 21. Jahrhundert im Vordergrund. Diese Sinnlichkeit und Gegenw\u00e4rtigkeit \u00fcbersieht, wer Weigonis Gedichte als blo\u00dfe Gedankenlyrik mi\u00dfversteht. Die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=30812\"><i>Schmauchspuren<\/i><\/a> sind hermetisch verschlo\u00dfene Sprachobjekte mit realen Einschl\u00fcssen, die sowohl beim Lesen als auch beim H\u00f6ren optimale Einstiegsluken bieten. Das Gelesene wird von diesem <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/?p=63\"><em>Sprechsteller<\/em><\/a> in einen Sprechakt r\u00fcck\u00fcbersetzt. Weigoni versteht es diesem H\u00f6rbuch eine Luftigkeit, zuweilen Witz und verl\u00e4\u00dflich Tiefe zu geben \u2013 mit dunkler Stimme, singend, t\u00e4nzelnd, den Worten hinterherdenkend.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><i><em>Notate f\u00fcrs Auge, adressiert ans Ohr. So schreibt kein anderer im deutschen Sprachraum.<\/em><\/i><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Theo Breuer<\/span><\/p>\n<p>Der VerDichter <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Andrascz_Weigoni\"><span style=\"color: #ff0000;\">A.J. Weigoni<\/span><\/a> erweist sich als Cicerone aus dem Labyrinth des universalen Verblendungszusammenhangs, weil er in der Lyrik der Theorie einen Ort er\u00f6ffnet; er setzt unabl\u00e4ssig das Wissen neu zusammen. Dieser Lyriker bewegt sich schreibend immer in einem Kontext, allein seine eigene Sicht und Haltung z\u00e4hlt, eine Neubelebung oder <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25524\"><span style=\"color: #ff0000;\">VerDichtung<\/span><\/a> des Gelesenen durch eine Verbindung mit der Welt. Die Analyse von Poesie f\u00fchrt ins Denken und vom Denken in die Poesie zur\u00fcck. Er zeigt er auf virtuose Weise, wie sich eigene Beobachtung, Erfahrung und Erinnerung mit poetologischer Reflexion und einem geradezu enzyklop\u00e4dischen literarischen Wissen in Gedichten verbinden k\u00f6nnen. Es sind Gedichte, die man bereits beim Lesen innerlich h\u00f6rt, der Rhythmus der Stimme wird ebenso h\u00f6rbar wird, wie der Rhythmus der Welt. Als Rezitator inszeniert Weigoni seine Lyrik streng aus der Sprache heraus, er bewegt sich in der Intermedialit\u00e4t von Musik und Dichtung, und sucht mit atmosph\u00e4rischem Verst\u00e4ndnis die Poesie im \u00e4ltesten <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25399\">Literaturclip<\/a>, den die Menschheit kennt: dem Gedicht!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"center\">***<\/p>\n<p><strong>Der Schuber<\/strong><em>. Das lyrische Werk + ein H\u00f6rbuch mit den Gesamteinspielungen<\/em>. Edition Das Labor, M\u00fclheim 2017.<\/p>\n<p><strong>Schmauchspuren<\/strong><em>. Gedichte<\/em>. Edition Das Labor, M\u00fclheim 2015.<\/p>\n<p><strong>Parlandos<\/strong><em>, Langgedichte &amp; Zyklen<\/em>. Edition Das Labor, M\u00fclheim 2013.<\/p>\n<p><strong>Dichterloh<\/strong><em>. Kompositum in vier Akten<\/em>. Lyrikedition 2000, M\u00fcnchen 2005<\/p>\n<p><strong>Letternmusik<\/strong>. Gedichte. Rospo-Verlag, Hamburg 1995<\/p>\n<p><strong>Der lange Atem<\/strong><strong>.<\/strong> <em>Gedichte &amp; Collagen 1975\u20131985<\/em>, Verlag Die Schublade Nr. 19 (Zusammenarbeit Bundensring junger Autoren), Mettmann 1985.<\/p>\n<div style=\"width: 176px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a id=\"set-post-thumbnail\" class=\"thickbox\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-admin\/media-upload.php?post_id=44740&amp;type=image&amp;TB_iframe=1\" aria-describedby=\"set-post-thumbnail-desc\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"attachment-266x266\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Cover.jpeg\" sizes=\"auto, (max-width: 166px) 100vw, 166px\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Cover.jpeg 620w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2017\/08\/Cover-187x300.jpeg 187w\" alt=\"\" width=\"166\" height=\"266\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Portr\u00e4t: Leonard Billeke<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>H\u00f6rproben \u2192 <\/strong>Probeh\u00f6ren kann man die <em>Pr\u00e6gnarien<\/em> auf <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/clips\/prae_last7.mp3\"><span style=\"color: #ff0000;\">MetaPhon<\/span><\/a>. Ein Video von Frank Michaelis und A.J. Weigoni <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_xE7BPCey68\">hier<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u00a0\u2192 <\/strong>Lesen Sie auch die W\u00fcrdigung von Jens Pacholsky: <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16348\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\" data-cke-saved-href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=16348\"><span style=\"color: #ff0000;\">H\u00f6rb\u00fccher sind die herausgestreckte Zunge des Medienzeitalters<\/span><\/a>.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192\u00a0<\/strong>Jeder Band aus dem <em>Schuber<\/em> von A.J. Weigoni ist ein Sammlerobjekt. Und jedes Titelbild ein Kunstwerk. KUNO fa\u00dft die <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42570\">Stimmen<\/a><\/span> zu dieser verlegerischen Gro\u00dftat zusammen. Last but not least: <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25524\"><em><span style=\"color: #ff0000;\">VerDichtung \u2013 \u00dcber das Verfertigen von Poesie<\/span><\/em><\/a>, ein Essay von A.J. Weigoni in dem er dichtungstheoretisch die poetologischen Grunds\u00e4tze seines Schaffens beschreibt. Nachgereicht: A.J. Weigoni geriet nie in die N\u00e4he des Verdachts, eine Autobiographie zu schreiben. Daher versteht KUNO diese <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/01\/18\/die-glueckskatastrophe-des-kuenstlerdaseins\/\"><span style=\"color: #ff0000;\">essayistische Hinterlassenschaft<\/span><\/a> des Ohryeurs als Liebeserkl\u00e4rung an den H\u00f6rsinn. Und zuletzt bei KUNO, eine Polemik von A.J. Weigoni \u00fcber den Sinn einer <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2015\/02\/07\/bartleby\/\">Lesung<\/a><\/span>.<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Dichter, der liest, ist ein Anblick wie ein Kellner, der speist. Karl Kraus Das in der Edition Das Labor erscheinende H\u00f6rbuch Gedichte fa\u00dft die langj\u00e4hrige Studioarbeit von Tom T\u00e4ger und A.J. Weigoni einerseits zusammen, gab aber auch einen Ausblick&hellip;<\/p>\n<p class=\"more-link-p\"><a class=\"more-link\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2024\/12\/13\/den-geist-eines-buchs-verkoerpern\/\">Read more &rarr;<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":257,"featured_media":98422,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[628,1007,1152,36,38,1151,35],"class_list":["post-44740","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-literatur","tag-a-j-weigoni","tag-bibiana-heimes","tag-frank-michaelis","tag-ioona-rauschan","tag-marina-rother","tag-marion-haberstroh","tag-tom-tager"],"_links":{"self":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44740","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/257"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=44740"}],"version-history":[{"count":5,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44740\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":105235,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/44740\/revisions\/105235"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media\/98422"}],"wp:attachment":[{"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=44740"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=44740"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=44740"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}