{"id":44653,"date":"2021-10-14T00:01:00","date_gmt":"2021-10-13T22:01:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=44653"},"modified":"2022-02-18T18:37:19","modified_gmt":"2022-02-18T17:37:19","slug":"wie-man-im-rheinland-ein-anderer-wird-um-derselbe-zu-bleiben","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2021\/10\/14\/wie-man-im-rheinland-ein-anderer-wird-um-derselbe-zu-bleiben\/","title":{"rendered":"Wie man im Rheinland ein anderer wird, um derselbe zu bleiben"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Ein geschriebenes Wort ist die k\u00f6stlichste Reliquie.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Henry David Thoreau<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">In seinem bis hinter das \u201etolle Jahr\u201c 1848 &#8211; in den deutschen Vorm\u00e4rz zur\u00fcckgreifenden Roman &#8211; erz\u00e4hlt A.J. Weigoni von den rheinischen Umbr\u00fcchen. Einfache Antworten liefert er keine, auch nicht auf die nahe liegenden Fragen. Die <em>Lokalhelden<\/em> stehen in der Kontinuit\u00e4t dessen, was er bereits in <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=24403\"><em>Abgeschlossenes Sammelgebiet<\/em><\/a> angedeutete hatte. Hier addiert sich einiges, aber es entstehen auch vielf\u00e4ltige Synthesen. Dieser \u201eHeimatroman\u201c ist ein Spiegelkabinett aus Geschichte und Gegenwart, aus Tragik und Komik, aus Banalem und Bedeutendem. Die Rheinl\u00e4nder leben in S\u00fcnde und Unwissenheit, \u201eSchlunzigkeit\u201c ist ihr hervorragendes Pr\u00e4dikat. M\u00f6glich ist auch, dass S\u00fcnde und Unwissenheit das Leben selbst darstellen. Weigonis im Gewand des \u00c4sthetischen verborgene Moral verst\u00f6rt und vers\u00f6hnt zugleich. Der Roman skizziert die untergr\u00fcndige kollektive Nervosit\u00e4t, die zwischen dem 9. November und dem 11. September 2001 herrscht. Und nie aufbricht. Als Ursache der Aggressivit\u00e4t ortet Weigoni die moderne Existenzunsicherheit zu Zeiten der Globalisierung. Die neoliberale Werteordnung mag g\u00fcnstig f\u00fcr die Wahrheit sein, er fragt die Leser, inwieweit Wahrheit g\u00fcnstig f\u00fcrs Leben ist. Angst wird zur Signatur dieser Epoche. In der Literatur ist interessant, dass auch im Mainstream oder dem, was die Leser vielleicht sogar als angepasst empfinden, subversive Diskurse virulent sein k\u00f6nnen. Man sollte sich nicht davor scheuen, in der Flut der Referenzen auch mal richtig unterzutauchen und die Dichte der Anspielungen zu genie\u00dfen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Auch ein Stadtplan ist die Vorlage zur Lekt\u00fcre, Weigoni lehrt das Rheinland zu lesen, lehrt es retrospektiv, noch einmal neu und anders zu lesen. Das Rheinland ist f\u00fcr diesen Schriftsteller keine trockene Fibel, aber auch kein Buch mit sieben Siegeln, sondern eine einzige Verf\u00fchrung zum Literarischen. Wir betrachten die plattgemachte Moderne. Die Handlung ist hoch dynamisch erz\u00e4hlt und vereint <em>sex, crime and history<\/em> auf angenehm unaufdringliche Weise. Vor allem aber, und das ist das unplanbare Element jedes Kunstwerks, weist die Handlung fast schon unheimliche Parallelen zur Gegenwart auf. Die Rheinl\u00e4nder geraten immer tiefer hinein in den Strudel des Wissenwollens, sie schweifen ab, verzetteln sich und genie\u00dfen es, als freischwebende Denker mitten ins Zentrum der Gegenwart zu gelangen. Weigonis Ton ist ironisch, seine S\u00e4tze bilden endlos rhythmische Schleifen, m\u00e4andernd durch den un\u00fcbersichtlichen Dialekt. Originalit\u00e4t und Kreativit\u00e4t sind wichtige Stilelemente dieser Sprachf\u00e4rbung. Die Rheinl\u00e4nder finden zwar immer wieder Neues, finden aber nicht unbedingt etwas heraus.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Rheinl\u00e4nder haben ein Geburtsrecht auf Zweckfreiheit. Ihr Versuch, die gerade erlebte Wiedervereinigung, den Bedeutungsverlust der Bonner Republik, die Verzweiflung an der Globalisierung, die widerstreitenden Gef\u00fchle, die durch das Internet ungefiltert einstr\u00f6men, nicht nur auszudr\u00fccken, sondern durch Sprache m\u00f6glichst zu kontrollieren, ist Weigonis Ansinnen. Dabei l\u00e4sst ihn sein ganz und gar desillusionierter Blick auf die Welt, die nicht besser oder schlechter zu haben ist, als sie nun einmal ist, hellsichtig erscheinen. Wie schon Walter Benjamin, so erkennt auch Weigoni in der Tendenz, dass es immer so weiter geht, die eigentliche Katastrophe, da mit der ungebrochenen Kontinuit\u00e4t dessen, was ist, Oberfl\u00e4chlichkeit, Sinnleere, Konsum und Zerst\u00f6rung einhergehen. Durch die funktionalen, immergleichen Abl\u00e4ufe bleibt im Rheinland alles unhinterfragt. Weigoni versucht, mit seine Prosa gegen diese Glasglocke der abgestumpften Unreflektiertheit anzuk\u00e4mpfen, indem er durch Orts- und Stimmungsdichte, durch gepr\u00e4gte Sprachr\u00e4tsel die Sprache aus ihrer kommunikativ-gleichmachenden und durch die Massenmedien forcierten Verzweckung herauszul\u00f6sen trachtet. Zeitlos sind seine Fragen nach Heimat, nach der eigenen Identit\u00e4t, nach dem richtigen Leben und dem aufrechten Gang.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Erinnern ist eine Voraussetzung daf\u00fcr, die Fehler der Vergangenheit in der Gegenwart nicht wiederholen. Die Vorherrschaft des Woher macht die Ernsthaftigkeit des Wozu in Rheinland erst recht unm\u00f6glich. Die Anf\u00e4nge des Sprechens und der Sprache im Rheinland, der Kunst, der Religion, der Musik, der Schrift oder der Mathematik, des Staates, des Rechts oder des Geldes, die Anf\u00e4nge des Erz\u00e4hlens oder der katholischen Ehe. Staatsgl\u00e4ubigkeit herrscht allenthalben. Auch wenn diese unterschiedlichen Typen so manches trennt, so eint sie ein unstillbares Begehren nach der n\u00e4chsten Anekdote, dem letzten Ger\u00fccht, nach Geschichten. Weigonis Sprache verf\u00fchrt und ber\u00fchrt gleicherma\u00dfen. Er hat die rheinische Geschichte genau recherchiert, dies gibt ihm die Freiheit, die einzelnen Lebensabschnitte in der Tiefe auszuloten und diese Typen aus ihrem Erleben heraus Sprache werden zu lassen. Die Rheinl\u00e4nder bem\u00fchen sich t\u00e4glich darum besser zu scheitern.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Grundstein f\u00fcr die auf Differenz-Prinzipien beruhende Anthropologie, ist f\u00fcr Weigoni &#8211; selbstredend &#8211; der Dialekt. Bei aller tief empfundenen Heimatliebe l\u00e4sst er die Rheinl\u00e4nder nicht sentimental werden, er gestattet ihnen keinen nostalgischen Heimatkitsch. Oft sind es fl\u00fcchtige Momente, von denen diese Prosa ausgeht. Werden die S\u00e4tze Figuren l\u00e4nger, so wird die Sprache komplexer und die Verh\u00e4ltnisse komplizierter. In der Reflexion gewinnen die Motive der Figuren im Handlungsverlauf ihre Vielschichtigkeit und abgr\u00fcndige Tiefe. Dabei psychologisiert er nicht, er erz\u00e4hlt und gestattet dem Leser, mit den Figuren unterwegs zu sein, als bewegten sie sich durch die Altstadt wie durch ein Wimmelbild. Die Rheinl\u00e4nder qu\u00e4lt das Gef\u00fchl der Vergeblichkeit, das Zerw\u00fcrfnis \u00fcber die eigene Identit\u00e4t, das Nachgr\u00fcbeln \u00fcber das eigene Sein, auch Wehmut, Nostalgie, Alkoholismus, Todessehnsucht, Verdruss \u00fcber die ubiquit\u00e4re Allerweltsdummheit und der Ekel vor der nachb\u00fcrgerlichen Unkultur der Gegenwart. Als Remedur gegen den Etatismus registriert dieser Schriftsteller den Liberalismus der individuellen Existenz als gegeben, doch macht dieser in der \u201ehypermodernen Massengesellschaft\u201c mit ihren abstrakten Vermittlungsprozessen der frei gew\u00e4hlten Demokratie eine denkbar schlechte Figur.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Wir betrachten die Wundmale die sich seit 1848 im Rheinland abbilden. Die <em>Lokalhelden<\/em> sind ein gro\u00dfer Stoff, der den menschlichen Ma\u00dfstab auf das anlegt, was das Individuelle gleicherma\u00dfen bestimmt wie \u00fcbersteigt: Politik, Geschichte, Philosophie. Und neben seiner Gewitztheit ist dieser Roman auch noch ein \u00fcberaus komisches zu lesendes Buch. Weigoni setzt in seinem rheinischen Roman auf s\u00fcffige Multiperspektivit\u00e4t und weckt, in klassisch\u2013realistischem Sinne, Empathie f\u00fcr all seine Figuren. Dabei bedient er sich einer bilderstarken, sinnlichen Sprache und jongliert, wie es sich f\u00fcr einen Heimatroman geh\u00f6rt, gekonnt mit historischen Fakten und gut Erfundenem. Dezente Ironie sorgt daf\u00fcr, dass die notwendige Distanz zum Erz\u00e4hlten nicht verloren geht, auch wenn man in jeder Zeile sp\u00fcrt, wie fasziniert der Schriftsteller von seinem Stoff ist. Die Kunstfertigkeit dieses Romans besteht darin, dass Weigoni das Rheinland auf humane Weise freischaufelt, Schicht f\u00fcr Schicht. Dieses <em>Dokument einer sozio\u00f6konomischen Zeitenwende z<\/em>eigt die Bonner Republik in ihrem Antlitz von der Wiedervereinigung bishin zu 9\/11, doch nie auf museale Weise.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Rheinland mit seinen zeremoniellen Selbstvergiftungen zu Karneval ist beinahe nichts gegen die Nachricht, dass Bier durchaus gesundheitsgef\u00e4hrdend sein k\u00f6nnte. Rund um die Altstadt entwickelt Weigoni eine raffiniert gebaute Geschichte, in der nichts dem Zufall \u00fcberlassen ist. Verl\u00e4sslich kreuzen sich die Wege der Figuren, bis ein Netz aus biografischen Bez\u00fcgen des Rheinlands entstanden ist. Diese Typen leben mit all ihren Widerspr\u00fcchen, mit dem g\u00e4nzlich Unaufl\u00f6sbaren, mit antagonistischen Wahrheiten. Das Leben und die Literatur haben das Scheitern gemeinsam. Die Sinnlosigkeit des Lebens liegt in der untergehenden Bonner Republik in der un\u00fcberbr\u00fcckbaren Kluft zwischen Lebenszeit und Weltzeit begr\u00fcndet. Das Kennzeichnende dieser Prosa ist das Widerst\u00e4ndige, das Paradoxe, das Autonome, das sich nicht auf kulturelle Zweckgebundenheit reduzieren l\u00e4sst. Das Rheinland wird exakt so beschreiben, wie es vor dem Auftauchen des Anthropoz\u00e4n bestand, es scheint die autorit\u00e4re Biederkeit der Bundesrepublik als Folge der Zerr\u00fcttung der b\u00fcrgerlichen Verh\u00e4ltnisse durch den Nationalsozialismus durch, die sich in der Pubert\u00e4t des Punks im \u201e<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=40989\">Ratinger Hof<\/a>\u201c und anarchischer Bewegung in der Kunstakademie vor\u00fcbergehend befreien lie\u00dfen. Der Einbruch des Realen in die Erz\u00e4hlung ist selten zu vermeiden, Weigoni erz\u00e4hlt dies eher unterkonturiert und gestattet auf die Globalisierung &#8211; wenn auch augenzwinkernd &#8211; eher beil\u00e4ufige Blicke.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Verf\u00fcgungsgewalt \u00fcber die Bonner Republik ist die Literatur. Die Rheinl\u00e4nder werden mit der Erkenntnis konfrontiert, dass sie etwas vers\u00e4umt haben, ohne es zu wissen. Die alte BRD ist nicht die gewohnte Welt und sie ist es eben doch. Verbl\u00fcffend ist, wie viel Formfreiheit Weigoni aufzeigt und dem Leser er\u00f6ffnet, bei aller formalen Selbstbeschr\u00e4nkung. Er kann sich nicht auf Deutsch ausdr\u00fccken, ohne sich von der Tradition einsperren zu lassen. Er sucht im Rheinland alles, was ihn einengt, zu sprengen, indem er sprachliche Grenzen negiert und durch Vermischung, Hybridisierung und Bastardisierung des bestehenden Dialekts etwas Neues kreiert. Immer besteht er auf der Differenz zwischen Schein und Sein und liefert damit ein Portr\u00e4t der rheinischen Bastel-Denker. Seine Kunst besteht darin, die Simplizit\u00e4t der narrativen Form mit Raffinesse zu nutzen, um mittels erz\u00e4hlerischer Abschweifung, historischer Exkursionen eine zweite Ebene der Ideen und ihrer Geschichte einzuziehen. Auf einer dritten Ebene schlie\u00dflich macht sich Weigoni ein Vergn\u00fcgen daraus, den Text selbst vom rheinischen Dialekt inspirieren zu lassen.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Weigoni findet zu einer hybriden Sprache, weil er Zusammenh\u00e4nge und Bewusstseinszust\u00e4nde ausdr\u00fccken will, die in der Stipendiatenliteratur nicht ad\u00e4quat zur Sprache gebracht werden. Ein gro\u00dfer Teil der rheinischen Existenz vollzieht sich in einem Zustand, der nicht durch hellwache Sprache, trockenn\u00fcchterne Grammatik und vorantreibende Handlung wahrnehmbar gemacht werden kann. Eine Dynamik gewinnt diese polyphone \u00c4sthetik dadurch, dass Weigoni die angelesenen Konzepte nicht \u00fcbernimmt, sondern sich ohne R\u00fccksicht auf den Kontext nur einzelne Fragmente herausklaubt, mit denen er dann ganz nach eigenem Gusto verf\u00e4hrt, indem er fragmentarisiert und auf den erhaltenen Fragmenten eine eigene Sprachwelt aufbaut.<\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Ende der Bonner Republik vollzieht sich im Spannungsfeld allt\u00e4glicher Unw\u00e4gbarkeiten. Auf der M\u00fcllhalde dieser Epoche beschreibt Weigoni wie sich das historisch Tragische als Farcewiederholt. Dieser Roman ist gleichermass\u00dfen eine Studie \u00fcber das Wirken von sozialem Ressemtiment im dumpfen, gedanklich unbeweglichem sozialen Gef\u00fcge der rheinischen Provinz. Er richtet seine Aufmerksamkeit auf oberfl\u00e4chliche Erscheinungen des allt\u00e4glichen und kulturellen Lebens, um aus zuf\u00e4lligen Zeichen, aus den Ph\u00e4nomenen das Wesen einer neuen Gesellschaft zu diagnostizieren. Es ist der mikrologische Blick eines engagierten Flaneurs, der auch das Ohr \u00f6ffnet. Die Dialoge der Rheinl\u00e4nder sind gewitzt, Klischees werden in ironischer Absicht zitiert. Oftmals sorgen die ungew\u00f6hnlichen Assoziationsstrukturen der Rheinl\u00e4nder, die eigentlich den bindenden Zusammenhang stiften sollen, f\u00fcr Verwirrung. Was die Farce hier vom einfach nur Komischen unterscheidet, ist ihr \u00fcberaus luzider Doppelcharakter. Weigoni f\u00fchrt souver\u00e4n ein gro\u00dfes Figurenensemble aus dem allt\u00e4glichen Wahnsinn vor. Ehrliche Makler und raffinierte Blender, Wendeh\u00e4lse und Halsstarrige, Gewaltt\u00e4tige und Eingesch\u00fcchterte, Unternehmungslustige und Resignierte. Das B\u00f6se verbirgt sich meist im Harmlosen. Das Leben im \u201eKannibalenkapitalismus\u201c ist wild, roh, ambivalent, gierig, st\u00fcrmisch, gewitzt, unberechenbar und hemmungslos verdorben. Und diesen Vorgang zu dekuvrieren, ist Weigoni mit seinem Schreiben seit den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12913\"><em>Zombies<\/em><\/a> angetreten. Kunst ist immer Abbildung, sie verweist auf die Welt und ist doch von einer Gestaltetheit, die der Welt abgehen muss. Insofern ist dieser Roman unentbehrlich. Mit dieser Prosa offenbart sich vollends ein Masterplan, mit dem Weigoni seit den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6036\"><em>Vignetten<\/em><\/a> von 2009, Buch an Buch zu einer Makroerz\u00e4hlung zusammenf\u00fcgt hat. Weigonis Werk ist eine umfassende Diagnose unserer Gegenwart. Seine Poesie bietet die M\u00f6glichkeit, sie aushalten zu k\u00f6nnen.<\/p>\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n<p>&nbsp;<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p class=\"has-text-align-center\" style=\"text-align: center;\">***<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Lokalhelden,<\/strong> Roman von A. J. Weigoni, Edition Das Labor, M\u00fclheim 2018 \u2013 Limitierte und handsignierte Ausgabe des Buches als Hardcover.<\/p>\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n\r\n<div class=\"wp-block-image\" style=\"text-align: justify;\">\r\n<figure class=\"alignleft is-resized\">\r\n<div id=\"attachment_56601\" style=\"width: 189px\" class=\"wp-caption alignnone\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-56601\" class=\"wp-image-56601\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-1-717x1024.jpeg\" alt=\"\" width=\"179\" height=\"256\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-1-717x1024.jpeg 717w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-1-210x300.jpeg 210w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-1-768x1098.jpeg 768w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-1-560x800.jpeg 560w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-1-260x372.jpeg 260w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-1-160x229.jpeg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/image-1.jpeg 832w\" sizes=\"auto, (max-width: 179px) 100vw, 179px\" \/><p id=\"caption-attachment-56601\" class=\"wp-caption-text\">Coverphoto: Jo Lurk<\/p><\/div>\r\n<\/figure>\r\n<\/div>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\r\n\r\n<p style=\"text-align: justify;\">Lesenswert auch das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=34345\">Nachwort<\/a> von Peter Meilchen sowie eine\u00a0bundesdeutsche <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=34388\">Sondierung<\/a> von Enrik Lauer. Ein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=49303\"><em>Lektoratsgutachten<\/em><\/a> von Holger Benkel und ein Blick in das <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=31462\">Pre-Master<\/a> von Betty Davis. Die Brauereifachfrau Martina Haimerl liefert <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=44781\">Hintergrundmaterial<\/a>. Ein <em>Kollegengespr\u00e4ch<\/em> mit Ulrich Bergmann, bei dem Weigoni sein <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=50056\">Recherchematerial<\/a> ausbreitet. Constanze Schmidt \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=34331\">Ethnographie<\/a> des Rheinlands. Ren\u00e9 Desor mit einer Au\u00dfensicht auf die untergegangene <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=30641\">Bonner<\/a> Republik. Jo Wei\u00df \u00fcber den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=34337\">Nachschl\u00fcsselroman<\/a>. Margaretha Schnarhelt \u00fcber die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=34340\">kulturelle Polyphonie<\/a> des Rheinlands. Karl Feldkamp liest einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=52088\">Heimatroman der tiefsinnigeren Art<\/a>. Als Letztes, aber nicht als Geringstes, Denis Ullrichs <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=47226\">Rezensionsessay<\/a>.<\/p>\r\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein geschriebenes Wort ist die k\u00f6stlichste Reliquie. Henry David Thoreau In seinem bis hinter das \u201etolle Jahr\u201c 1848 &#8211; in den deutschen Vorm\u00e4rz zur\u00fcckgreifenden Roman &#8211; erz\u00e4hlt A.J. Weigoni von den rheinischen Umbr\u00fcchen. 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