{"id":42272,"date":"1997-04-05T00:01:34","date_gmt":"1997-04-04T22:01:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272"},"modified":"2021-03-28T07:00:07","modified_gmt":"2021-03-28T05:00:07","slug":"trash-piloten","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1997\/04\/05\/trash-piloten\/","title":{"rendered":"Trash-Piloten"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">\u00a0 Trash. Abfall? Literatur als Abfall? Literatur, die wie Abfall daherkommt? Wohl kaum. Es geht eher um den <i>Abfall, der sich h\u00e4uft, Prospekte, Hauswurfsendungen &#8211; Laufmaschen, breiten sich aus und verschwinden unterm Rock, Rentner in langen M\u00e4nteln stehen vor den Kaufh\u00e4usern und verteilen Reklame f\u00fcr Hantelgymnastik und Karate-Kurse &#8230; was verteilen literarische Rentner? Marxzitate? Gemeinpl\u00e4tze<\/i>? Eine \u00fcberaus aktuelle Frage, die der 1975 verstorbene Rolf Dieter Brinkmann da gestellt hat.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">KUNO verweist auf die bedeutende Anthologie <em>Trash-Piloten<\/em> mit einem kundigen Vorwort von Heiner Link:<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bekannterweise l\u00f6sten sich in den 50er\/60er Jahren amerikanische Autoren, die sogenannten Beatniks,\u00a0 von literarischen Konventionen und leiteten so ein neues Literaturverst\u00e4ndnis ein. William Burroughs und Jack Kerouac sind da beispielsweise zu nennen. Rolf Dieter Brinkmann und Ralf-Rainer Rygulla haben die literarische Entwicklung in den USA der sechziger Jahre mit der 1969 erstmals erschienenen Anthologie ACID ja eindrucksvoll vorgestellt und damit die Entwicklung auch f\u00fcr die deutsche Literatur in Gang gesetzt. Doch das Schreiben abseits von literarischen Normen und feuilletonistischen Zw\u00e4ngen konnte sich hier nicht richtig durchsetzen. Bis heute ist ein freier, unabh\u00e4ngiger literarischer Ansatz \u00fcberwiegend im sogenannten vor- oder nichtoffiziellen Bereich zu finden. Innerhalb des Literaturbetriebes herrschen andere T\u00f6ne.\u00a0 Bezeichnend daf\u00fcr ist beispielsweise die 1989 losgetretene und bis heute hartn\u00e4ckig anhaltende Debatte \u00fcber den <i>desolaten<\/i> Zustand der deutschen Gegenwartsliteratur. W\u00e4hrend da in routinierter Verzweiflung die Rettung unserer Literatur proklamiert wird, w\u00e4hrend die Reflexion \u00fcber Literatur nach und nach den Stellenwert der Literatur selbst einzunehmen droht, ist parallel zu dieser merkw\u00fcrdigen Form von Verwaltung in den 90ern eine auff\u00e4llige Schreiblust\/Wut\/Intensit\u00e4t ausgebrochen, die vor allem demonstriert, da\u00df Literatur in unserem Medienzeitalter anders definiert werden mu\u00df und keineswegs gerettet zu werden braucht. Es ist Bewegung im Spiel.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Ausdruck findet diese Bewegung beispielsweise in den so popul\u00e4ren Poetry Slams, Leseveranstaltungen in Clubs, Bars oder Musikkneipen, bei denen jeder lesen kann, das Publikum urteilt. Raus aus den verstaubten Leses\u00e4len lautet die Devise. Man hat den Schauplatz gewechselt, und das Publikum und die Autoren demonstrieren ein Interesse am gesprochenen Wort, das selbst Skeptiker aufhorchen l\u00e4\u00dft. Der unwahrscheinliche Erfolg dieser dieser aus den USA importierten Pop-Idee ist jedoch nur 1 Anzeichen f\u00fcr ein ge\u00e4ndertes literarisches Bewu\u00dftsein. Auch die intensive und ungebrochene Arbeit von Klein\/Kleinstverlagen und Herausgebern verschiedenster Literaturmagazine, die emsiger als je zuvor nicht ins Schema passende Literatur publizieren, f\u00e4llt auf. Unz\u00e4hlige Verleger arbeiten da\u00a0 am Main- und Geldstream vorbei und k\u00fcmmern sich ohne jede realistische Erfolgsaussicht und ausschlie\u00dflich der Sache verpflichtet um Literatur, um diesen herrlichen Anachronismus in unseren kybernetischen Zeiten. Ein weiteres Beispiel: In der Social-Beat-Bewegung haben sich bundesweit Autoren und Sympathisanten zusammengeschlossen, um ihre Vorstellung von Literatur zu realisieren. Mittlerweile finden regelm\u00e4\u00dfig und republikweit gut besuchte und rege Beachtung findende Social-Beat-Festivals statt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Doch dies sind nur Indikatoren, insgesamt treten auch ausserhalb dieser Szenarien verst\u00e4rkt Autoren auf, die sich in der traditionellen Literatur nicht mehr ad\u00e4quat vertreten und aufgehoben f\u00fchlen. und deshalb eigene literarische Wege gehen. Gemeinsam ist diesen Autoren die Erkenntnis, da\u00df die Literatur mit den alten Z\u00f6pfen alleine nicht \u00fcberlebensf\u00e4hig ist, zumindest nicht in w\u00fcnschenswerter Form.\u00a0 Es ist nicht leicht, mit und neben Medien wie Fernsehen, Kino und globale Bildschirmkommunikation zu existieren, umso mehr wundert es, da\u00df sich die Debatte \u00fcber den Zustand unserer Literatur meistens in den sattsam bekannten Grabenk\u00e4mpfen der Erz\u00e4hl- und der Kontemplationsfraktion ersch\u00f6pft.\u00a0 Eine dritte (oder gar vierte, f\u00fcnfte&#8230;) wie auch immer geartete Ebene wird nicht einmal ansatzweise in Erw\u00e4gung gezogen.\u00a0 Da\u00df unsere Literatur vielleicht gerade deshalb ein Problem hat, weil man den germanistischen Muff einfach nicht ablegen will und der akademische Duktus gegenw\u00e4rtige Wahrnehmungen in der Literatur ebenso wenig umfassend transportieren und aufl\u00f6sen kann, wie der dogmatische R\u00fcckzug auf den Realismus in Form traditionell orientierter Erz\u00e4hlformen. Sakral umw\u00f6lkte oder poetisch \u00fcberr\u00fcstete Literatur? F\u00fcr Trash-Autoren kann das nicht die Fragestellung sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Autoren, die man unter dem Begriff Trash subsumieren kann, stammen aus den unterschiedlichsten Ecken und weisen verschiedenste Ans\u00e4tze auf. Wahllos aufgez\u00e4hlt und ohne den Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit k\u00f6nnte man da Fanzine-Autoren, Musiker, Journalisten, bildende K\u00fcnstler, Selbstverleger, Slam-Autoren, Filmemacher, Social-Beat-Aktivisten, pop-sozialisierte und\/oder fueilleton-genervte Schriftsteller nennen.\u00a0 Breitgef\u00e4chert t\u00e4tig zu sein, ist mittlerweile ebensowenig ein Problem, wie das vermehrte Auftreten von Autoren, die irgendwelchen \u201eb\u00fcrgerlichen&#8220; Berufen nachgehen, im Leben stehen, sich also ebenfalls nicht auf den Autonomiestatus \u201eSchriftsteller&#8220; festlegen lassen wollen. Ein ge\u00e4nderter Typus Schriftsteller bahnt sich da an, heterogener\u00a0 und letztendlich auch auf- bzw. abgekl\u00e4rter. Vielseitigkeit ist nicht mehr als Zeichen mangelnder Professionalit\u00e4t verp\u00f6nt, sondern ausdr\u00fccklich erw\u00fcnscht. Auch das haben \u00fcbrigens zuerst amerikanische Autoren vorgef\u00fchrt, die erkannten, da\u00df dies die literarische Arbeit durchaus bereichern kann.\u00a0 Das Bild des vergeistigten Literaten jedenfalls, der in einem intergalaktischen Reflexionsnebel mit dem heiligen Geist um der Weisheit letzten Schlu\u00df pokert, br\u00f6ckelt.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die hier vorgestellte Literatur ist vor allem gekennzeichnet vom unpr\u00e4tenti\u00f6sen Umgang mit der hierzulande so idiosynkratisch angehauchten Schreibkultur. Es scheint endlich auf dem Weg gebracht zu sein, was der amerikanischen Kritiker Leslie A. Fiedler schon 1968 forderte, als er mit seinem Vortrag Cross the border, Close the gab an der Freiburger Universit\u00e4t f\u00fcr Z\u00fcndstoff gesorgt hatte. Ein neuer Roman, der <i>anti-k\u00fcnstlerisch und anti-seri\u00f6s<\/i> sein sollte, wurde da gefordert, das <i>befreiende Vorrecht des komischen Sakrilegs<\/i> postuliert. <i>Die Kluft zwischen K\u00fcnstler und Publikum sowie die Begrenzung durch die traditionelle Hohe Kunst<\/i> sollte auch f\u00fcr die Literatur aufgehoben werden&#8230;. Das war wie gesagt 1968, und meine Intention ist es nicht, den Begriff Trash historisch festzumachen, sondern aufzuzeigen, wie aktuell Anspr\u00fcche an die Literatur sind, die schon vor drei\u00dfig Jahren formuliert wurden &#8211; und noch heute ins Feld gef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trash-Autoren ignorieren den Buchmarktautomatismus, der auf eine uniforme Autorenriege, letztlich auf den Autor als Warenlieferanten\u00a0 abzielt.\u00a0 Dieser st\u00f6rrischen Haltung entspringt nat\u00fcrlich nicht gerade der Berlin-Roman, der Deutschland-Roman, oder gar der Roman-Roman, von dem sich nicht wenige Lektoren und Kritiker die Rettung der gepflegten Literatur erwarten.\u00a0 Trash entzieht sich dem H\u00f6rigkeitscharakter des Literaturbetriebes, allerdings in den wenigsten F\u00e4llen in altbekannter Revoluzzer-Manie, vielmehr in dem klaren Bewu\u00dftsein, da\u00df Literatur mit Vorgaben gleich welcher Art nicht zu machn ist. Kein Platz f\u00fcr kanalisiertes Literaten-Bewu\u00dfsein also, durchaus aber f\u00fcr popul\u00e4res Material, f\u00fcr Umgangssprache, f\u00fcr komische Elemente, f\u00fcr neue Blickwinkel. \u00c4sthetisiert wird Banales, Triviales, \u201eAbf\u00e4lliges&#8220; eben. So herum ist auch die deutsche Entsprechung des Begriffes Trash zu verstehen.\u00a0 Nicht das Ergebnis ist Trash, der literarische Ansatz ist es. Es geht um\u00a0 die schn\u00f6rkel- und manchmal auch taktlose textliche Identifikation\/Darstellung des tagt\u00e4glichen \u201eIdiotenkarusells&#8220;. Trash ist also auch keine Anti-Literatur in dadaistischem Sinn. Es ist die\u00a0 Wahrnehmung von Bewu\u00dftseinsabfall, die mehr denn je n\u00f6tig ist und nat\u00fcrlich keineswegs als Szene- oder Generationserscheinung zu begreifen ist. Hier sind wir in den 90er Jahren an einem vorl\u00e4ufigen H\u00f6hepunkt angekommen, der mit traditionellen Mitteln nur schwer auszuleuchten ist.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trash-Autoren nehmen in Kauf, vom Literaturbetrieb und damit einer breiteren \u00d6fentlichkeit nicht oder kaum wahrgenommen zu werden. Es gibt andererseits kaum Ber\u00fchrungs\u00e4ngste mit gr\u00f6\u00dferen Verlagen, man mag sich allerdings keinesfalls zum Geschichtchenerfinder degradieren lassen, der den Verlagen \u00fcber seine Durchschnittskompatibilit\u00e4t den Erfolg beschert, der sofort diejenigen aus dem Schlaf r\u00fcttelt, die ja schon immer behauptet haben, <i>Qualit\u00e4t<\/i> setze sich schlie\u00dflich durch. Da\u00df sich <i>Qualit\u00e4t<\/i> oft nicht durchsetzen kann, ist evident, l\u00e4sst sie sich doch meist schlecht verkaufen. Freilich best\u00e4tigen auch hier Ausnahmen die Regel.\u00a0 Die Frage ist: Wollen wir eine Literatur, die aus Ausnahmen besteht?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Trash soll hier weder als Patentrezept noch als eigenst\u00e4ndige literarische Gattung hingestellt werden. Trash ist das Label f\u00fcr einen wieder erstarkten literarischen Ansatz, einen literarischen Sound der 90er, nicht mehr aber auch nicht weniger! Wenn man so will, eine Etikettierung dessen, was sich in den 90ern verdichtet hat. Trash ist auch nicht ausschlie\u00dflich\u00a0 Underground- oder Avantgardeliteratur. Was hei\u00dft schon Avantgarde? Kunst schreitet nicht fort oder voraus, Kunst weitet sich, dehnt sich aus. Und Trash-Literatur ist der j\u00fcngste Beitrag in dieser Richtung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Was sich in anderen k\u00fcnstlerischen Ausdrucksformen l\u00e4ngst durchgesetzt hat, n\u00e4mlich die Verschr\u00e4nkung von Kunst und Leben, beispielsweise als Grenz\u00fcberschreitungen der Hoch- und Subkultur, ist in unserer Literatur \u00fcberf\u00e4llig. Langsam, eher schleichend mehren sich die Stimmen, die sich ein produktiveres Verh\u00e4ltnis der Literatur zur Popkultur w\u00fcnschen, Stimmen, die \u00e4u\u00dfern, da\u00df die Energie \u201ePop&#8220; l\u00e4ngst weite Bereiche unserer Gesellschaft durchdrungen und\u00a0 zu einer ganz bestimmten Art zu denken, zu f\u00fchlen, kurz zu leben gef\u00fchrt hat und sich deshalb logischerweise auch auf die Literatur auswirken mu\u00df.\u00a0 Langsam (und eher schleichend) wundert man sich dar\u00fcber, da\u00df dieser Einflu\u00df in der deutschsprachigen Literatur nicht <i>auff\u00e4lliger ist<\/i> &#8230; In Zeiten, in denen Hip-Hop, zumindest gro\u00dfe Teile davon, l\u00e4ngst Mainstream ist, mu\u00df man sich fast fragen, ob dies nicht l\u00e4ngst \u00fcberholt ist. Die Notwendigkeit, die literarischen Erkundungen auch an Erscheinungen zu orientieren, die unser aller Leben unmittelbar betreffen, wird mittlerweile zwar mehr oder weniger bereitwillig einger\u00e4umt, jedoch noch lange nicht konsequent genug konkret umgesetzt. Noch wird da dem obsoleten Dualismus<i> Literatur hier, Leben dort<\/i> das Wort geredet, werden dort Formalien hochstilisiert &#8211; <i>Unterhaltsame Erz\u00e4hler m\u00fcssen her<\/i> &#8211; letztlich schwelgt man in frappierender Orientierungslosigkeit und ist weit davon entfernt, eine Ausweitung des Literaturbegriffs zuzulassen. Die Unterhaltsamkeit der Literatur wird \u00fcbrigens oft genug alleine deshalb unterdr\u00fcckt, weil jede Form von Humor f\u00fcr viele <i>Fachleute<\/i> in ambitionierter Literatur nichts zu suchen hat.\u00a0 Wahrscheinlich ein deutsches Problem, sicher jedoch ein Zustand, der nicht gerade gerettet zu werden braucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Da\u00df dies alles \u00fcberhaupt noch formuliert werden mu\u00df, zeigt, wo unsere Literatur heute noch immer steht: Im Schatten zuvieler\u00a0 hemmender Einfl\u00fcsse, externer Anspr\u00fcche und Erwartungen.\u00a0 Es bleibt zu hoffen, da\u00df sich eine Autorenriege etablieren kann, die sich von all dem freischaufelt, denn wer heute publizieren will, ist zweifellos mit diesen Zw\u00e4ngen konfrontiert. Wenn Unterhaltsamkeit in der Literatur, die ja niemand wirklich ablehnen kann, nicht in erster Linie Verfilmbarkeit oder generell Verwertbarkeit meint, wenn Autoren sich darauf besinnen, dem von unserer Medienlandschaft angebotenen Zerrbild alternative Wirklichkeitsversionen zeitgem\u00e4\u00df entgegen zu stellen, wenn akzeptiert wird, da\u00df die Literatur nicht einfach stehenbleiben kann, wo sich alles andere bewegt, \u00e4ndert, wird die Weitung des Literaturbegriffes nicht lange auf sich warten lassen. Wie hie\u00df es so sch\u00f6n bei Leslie A. Fiedler:<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>Schlu\u00df mit dem Gejammer, es ist h\u00f6chste Zeit f\u00fcrs Sakrileg!<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Klingt doch irgendwie altbacken.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Trash-Piloten: <\/strong>Texte f\u00fcr die 90er. (Hrsg. von Hainer Link), Reclam, Leipzig 1997<\/p>\n<p><b><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1997\/04\/Trashpiloten_COver.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-80354\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1997\/04\/Trashpiloten_COver.jpg\" alt=\"\" width=\"155\" height=\"240\" \/><\/a>W<\/b><b><\/b><strong>eiterf\u00fchrend \u2192<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">KUNO hat ein Faible f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2014\/11\/01\/trash-eine-einfuehrung\/\">Trash<\/a>. Dem Begriff <em>Trash<\/em> haftet der Hauch der Verruchtheit und des Nonkonformismus an. In Musik, Kunst oder Film gilt Trash als Bewegung, die im Klandestinen stattfindet und an der nur ein exklusiver Kreis nonkonformistischer Aussenseiter partizipiert. Dieser angeschmutzte Realismus entzieht sich der Rezeption in einer \u00f6ffentlichen Institution. In der Reihe Gossenhefte zeigt sich, was passiert, wenn sich literarischer Bodensatz und die Reflexionsm\u00f6glichkeiten von popul\u00e4rkulturellen Tugenden nahe genug kommen. Der Essay <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=35655\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Perlen des Trash<\/em><\/a> stellt diese Reihe ausf\u00fchrlich vor. Daher sei Enno Stahls fulminantes Zeitdokument\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=26047\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutscher Trash<\/a> ebenso eindr\u00fccklich empfohlen wie Heiner Links <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=42272\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vorwort<\/a> zum Band Trash-Piloten. Ebenso verwiesen sei auf die <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=44449\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Trash-Lyrik<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 Trash. Abfall? Literatur als Abfall? 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