{"id":40989,"date":"1989-05-31T00:01:08","date_gmt":"1989-05-30T22:01:08","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=40989"},"modified":"2024-05-28T17:10:15","modified_gmt":"2024-05-28T15:10:15","slug":"kassettenuntergrund","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/05\/31\/kassettenuntergrund\/","title":{"rendered":"Kassettenuntergrund"},"content":{"rendered":"<div style=\"text-align: right;\">\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dt><\/dt>\n<dt><\/dt>\n<dt><\/dt>\n<dt>\n<dl>\n<dt>\n<p align=\"right\"><em><span style=\"color: #888888;\">Es ist die Sehnsucht der Popkultur, sich in Referenzen auszudr\u00fccken.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Rock-n-Roll ist das Leitmotiv f\u00fcr den Ausbruchsversuch, es ist der Sound des Industriezeitalters und die permanente Feier des gelebten Augenblicks. Es ist die Zeit der Selbsterm\u00e4chtigung, des Aufruhrs, des Einfach-machen-Wollens. Der &#8222;Ratinger Hof&#8220; bildete in D\u00fcsseldorf eine subkulturelle Scharnierstelle. Die Rheinmetropole war so etwas wie die heimliche Hauptstadt der alten BRD, im Bermuda-Dreieck zwischen der <em>Uel<\/em>, dem <em>Einhorn<\/em> und dem <em>Ratinger<\/em> <em>Hof<\/em> traf man auf geballte Zeitgeist-Kompetenz. In der Landeshauptstadt NRWs der ausgehenden 1970er und fr\u00fchern 1980er Jahre betrieben A. J. Weigoni und Frank Michaelis im Kunstakademie-Umfeld mit der Literatur eine multimediale H\u00f6rspielerei zwischen Performance, Theater und Lesung, dokumentiert durch die Kassette <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1989\/06\/01\/tapes\/\"><em>the vera strange tapes<\/em><\/a>. Unter zuhilfenahme eines Vier-Spur-Kassettenrekorders bem\u00e4chtigten sich die K\u00fcnstler rigoros der Produktionsmittel. Dieses analoge Medium brachte f\u00fcr diese widerst\u00e4ndige Kultur einen Emanzipationsschub mit sich, ein Zugewinn an k\u00fcnstlerischen Mitteln, der mit der Digitalisierung fast in Vergessenheit geriet, weil sich ein noch einschneidenderer Fortschritt vollzog. Die Kassettenk\u00fcnstler nutzten dies als M\u00f6glichkeit, Musik unabh\u00e4ngig zu produzieren.<\/p>\n<\/dt>\n<\/dl>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-105632 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/1989\/05\/TheVersStrangeTapes.jpg\" alt=\"\" width=\"1195\" height=\"429\" \/><\/p>\n<dl>\n<dt>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Demokratisierung der Produktionsmittel<\/em><\/span><\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<p>Mit der simplen Aufnahmetechnik konnte man Musik und Klang- und Sprachexperimente dokumentieren und akustische Scheuermittel f\u00fcr den Kopf produzieren. Als Ger\u00e4uschquellen und Instrumente wurden oft Alltagsobjekte zweckentfremdet. Hinzu kam der Preisverfall bei Synthesizern, dem bevorzugten Musikinstrument der Kassettent\u00e4ter. Der Slogan von der <em>Demokratisierung der Produktionsmittel<\/em> wurde lanciert, weil der Yamaha DX 7 erschwinglich wurde und gecrackte Audiosoftware in ausreichendem Masse zur Verf\u00fcgung stand. Labels wie <em>Kompakt Produkte<\/em> in Berlin, das Label ZickZack von Alfred Hilsberg in Hamburg und <em>Instant Music<\/em> in D\u00fcsseldorf praktizierten die Kulturtechnik des Vor- und Zur\u00fcckspulens. In der Kassettenkultur gelang es den Labels, eigene Vetriebsstrukturen aufzubauen und eine kommerziell unabh\u00e4ngige Musikkultur abzubilden.\u00a0 Aus der anf\u00e4nglichen Arbeit gegen die Gebrauchsanweisung der Ger\u00e4te, ihres Umbaus, ihrer Entfremdung vom Eigentlichen werden irgendwann die ersten Echo-Ger\u00e4te oder Effekt-Verst\u00e4rker. Die Digitalisierung ver\u00e4nderte alles grundlegend: Produktion, Distribution, Konsum, Eigentumsverh\u00e4ltnisse, Modi von Vergesellschaftung und Individuierung. Mixtapes mussten nicht in gro\u00dfen St\u00fcckzahlen produziert, sondern konnten auf Nachfrage gefertigt werden, die Szene vernetzte sich international.<\/p>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\"><em>Die Kassettenszene war so etwas wie das hyperaktive Kind der NDW\u2013Zeit.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #888888;\">Frank APunkt Schneider<\/span><\/p>\n<div style=\"width: 208px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/220px-Home_taping_is_killing_music1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"220px-Home_taping_is_killing_music\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/07\/220px-Home_taping_is_killing_music1.png\" alt=\"\" width=\"198\" height=\"164\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Home Taping Is Killing Music war eine Kampagne der British Phonographic Industry.<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Home_Taping_Is_Killing_Music\">Home Taping Is Killing Music<\/a> war eine Kampagne der British Phonographic Industry. Sie wurde nach stetig befragbarer Information von Wikipedia 1980 ins Leben gerufen. Der Slogan trug den Untertitel <em>And it\u2019s illegal<\/em> und zeigte im Logo eine Audiokassette mit zwei gekreuzten Knochen, im Stil einer Piratenflagge. Auch <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Bandsalat\"><em>Bandsalat<\/em><\/a> konnte die Produktion der lose vernetzten, dezentralen agierenden Kassettenszene nicht stoppen, weil der Stau durch das Drehen eines zwischen die Zahnr\u00e4dchen der hinteren Kassettenspule gesteckten Schraubenziehers behoben werden konnte. Die Kassette als Vintage f\u00fcr die Ohren, eine Analogie (sic!) und Vorl\u00e4ufer auf die mp3.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><em><span style=\"color: #888888;\">Zwischen geraubter Vergangenheit und technologischem Fortschritt.<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wer der akustischen Komplexit\u00e4t literarischer Texte gerecht werden will, sollte Literatur auch in ihrem gestalterischen Potential ernstnehmen. Poesie zu schaffen bedeutet seit der optophonetischen Weltanschauung, den Punkt konzentriertester Wahrnehmung immer weiter auszudehnen. Es ist der wilde, aufr\u00fchrerische, zutiefst kreative Geist, der alles bislang Gewesene zerst\u00f6rt, ein Erotik des Abweichlertums. Weigoni ist ein Experimentierer, der in einem \u00dcbermut seine F\u00e4higkeiten durchprobierte, eine nach der anderen, wie w\u00e4hrend eines rauschhaften Testlaufs. Das Wort <em>Vera<\/em> leitet sich vom Wortstamm <em>Wahrheit<\/em> ab. Der Zyklus VERA STRANGE TAPES ist eine Hommage an die Kassette und \u00e4sthetische Erwiderungen zu Rap, Reggae und rheinischem Karneval. Unter <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/weigoni\/last-popsongs.htm\">the last pop-songs<\/a> formierten sich 1989 Kurzh\u00f6rspiele die sich tanzen las\u00adsen zu einem luziden Klanggewitter. Die Artisten bedienten sich rigoros aus dem Arsenal der Rockmusik und machen deren Zeichen zu ihren eigenen. Eines der vielen Faszinosa an diesen <em>Popsongs<\/em> ist ihre tendenzielle Unabgeschlossenheit, welche die H\u00f6rer sofort zur interaktiven Erg\u00e4nzung animiert.<\/p>\n<p><em><span style=\"color: #999999;\">Popsongs dargeboten als zeitgem\u00e4\u00dfe Madeleines<\/span><\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Furor der Formzertr\u00fcmmerung trifft im Anspielungsgewitter auf ein hochgespanntes Formbewusstsein. Die alte Struktur des Reims wird zerlegt und in eine neue Form gegossen. Lyrik als Klanggebilde wird oft vernachl\u00e4ssigt, weil das Schreiben eine lautlose Disziplin ist, eine, mit der man, um buchst\u00e4blich Geh\u00f6r zu finden, sich immer erst ans Notenpult stellen und das Geschriebene mit erhobener Stimme vorlesen mu\u00df. Die Performance ist in der Literatur lediglich ein sekund\u00e4rer Akt, es gibt ein anderes Medium, das deutlich direkter auf das Geh\u00f6r zielt: das H\u00f6rbuch. Das plurimediale Potenzial der Schrift wird erst auf diesem Medium zur G\u00e4nze ausgesch\u00f6pft.<\/p>\n<\/dt>\n<dt><\/dt>\n<\/dl>\n<\/dt>\n<dt><\/dt>\n<dt>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dt><em><span style=\"color: #888888;\">Smells like Teamspirit<\/span><\/em><\/dt>\n<\/dl>\n<\/dt>\n<\/dl>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dt><\/dt>\n<\/dl>\n<\/div>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dt><\/dt>\n<dt>\n<div id=\"attachment_102226\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-102226\" class=\"wp-image-102226 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2021\/07\/Weigoni_Perform-e1647173401313.jpeg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"218\" \/><p id=\"caption-attachment-102226\" class=\"wp-caption-text\">Eine poetische Performance von A.J. Weigoni<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Kunstakademie hatte sich als installativer Diskursraum aus die Ratingerstra\u00dfe ausgedehnt. Als k\u00fcnstlerische Grenzg\u00e4nger betreiben A. J. Weigoni und <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/michaelis\/primafrank.htm\">Frank Michaelis<\/a>\u00a0 mit der Literatur, in einem hocharbeitsteiligem Virtuosentum mit den Schauspielern <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=14028\">Marion Haberstroh<\/a> und <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25412\">Kai M\u00f6nnich<\/a>, eine multimediale H\u00f6rspielerei zwischen Performance, Theater und Lesung, und setzen Elemente der Minimalmusik ebenso ein, wie die des Jazz. Es ist beeindruckend, wie unbek\u00fcmmert sie Stile, Genres und Ausdrucksmittel mischen. Es entstand eine Poetik der Verfl\u00fcssigung, einer Aufl\u00f6sung fester Grenzen zwischen den Kunstformen. Diese Artisten sch\u00e4tzen Experimente mit akustischen und elektronischen Kl\u00e4ngen, sie haben ein Faible f\u00fcr die freiere Rhythmik von Regungen und Bewegungen, der Verbindung von Melodie und Experiment, der Offenheit und das In-der-Schwebe-Halten von St\u00fccken; das Ausbrechen aus vermeintlich vorhersehbaren Strukturen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\"><em>Eine Bricolage aus Pop-Klischees und Erwartungen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese Artisten suchten das Singul\u00e4re in einer medial durchwirkten Pop-Gegenwart. Synthese und Syn\u00e4sthesie lagen offensichtlich nicht nur lautlich nah beieinander, die Erfindung der Aufnahmetechnik wird von ihnen als ein Moment der Befreiung gedeutet. Sie f\u00fchrten vor Augen, wie sich Zeitebenen in den kulturellen Praxen immer mehr vermischen und damit auch obsolet werden. Hier war eine Combo angetreten, die Welt der Literatur umzuw\u00e4lzen, und wie alle guten Revoluzzer scherten sie das Wissen um die Unm\u00f6glichkeit nicht. Sondern sie machten einfach drauflos. Im Skurrilen und Absurden ihres ironischen Charmes erkennt man den Wortwitz. Herausgekommen ist dabei der gr\u00f6\u00dfte anzunehmende Gl\u00fccksfall in der Literatur: etwas Neues.<\/p>\n<\/dt>\n<\/dl>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dt><\/dt>\n<dt><\/dt>\n<dt>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>The last pop-songs<\/strong>, von A.J. Weigoni und Frank Michaelis (mit\u00a0Marion Haberstroh und Andy Schulz) bei <em>instant music<\/em>, D\u00fcsseldorf 1989 (remixed von Tom T\u00e4ger)<\/p>\n<\/dt>\n<\/dl>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-105682 alignleft\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/the_last_pop_songs-279x300.jpg\" alt=\"\" width=\"279\" height=\"300\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/the_last_pop_songs-279x300.jpg 279w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/the_last_pop_songs-465x500.jpg 465w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/the_last_pop_songs-160x172.jpg 160w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2023\/08\/the_last_pop_songs.jpg 558w\" sizes=\"auto, (max-width: 279px) 100vw, 279px\" \/>Wie das englische Wort lyrics (f\u00fcr Liedtext) verr\u00e4t, basierten die antiken Vorl\u00e4ufer der Popmusik auf Texten, die zu den Kl\u00e4ngen der Lyra vorgetragen wurden. Tonmeister <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=6174\">Tom T\u00e4ger<\/a> hat das 1989 produzierte Tape <em>the last pop-songs<\/em> (vom <a href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Digital_Audio_Tape\">DAT<\/a>) digital remastered. Frank Michaelis und A.J. Weigoni haben die Energie und die Einfachheit von Pop genutzt, um komplexere Emotionen auszudr\u00fccken. Es entsteht eine intermediale Literatur, Poetry slams und Songtexte werden als k\u00fcnstlerische Artefakte wahrgenommen, die es mit \u201aklassischer\u2018 Literatur aufnehmen kann. Sie h\u00f6ren ein Denkspiel \u00fcber Pop, das selbst Pop ist, weil es Pop als k\u00f6rperverwandelndes Medium versteht und Popgeschichte als Mediengeschichte. <a href=\"http:\/\/www.vordenker.de\/metaphon.htm\">MetaPhon<\/a> pr\u00e4sentiert in der Reihe <em>Revisited<\/em> einen R\u00fcckblick auf &#8222;The Best Of Jugends\u00fcnden&#8220;.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend<\/strong> <strong>\u2192 <\/strong>Widmen wir uns dem Gau dieses Mediums, dem <em><span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/1999\/03\/21\/welttag-der-poesie-3\/\">Bandsalat<\/a><\/span>. <\/em>Zur\u00fcck in die Zunkunft des\u00a0<span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/08\/27\/lost-and-found-im-underground\/\"><em>Cassettenlabels<\/em><\/a><\/span><em>. <\/em>Und abschliessend ein <span style=\"color: #ff0000;\"><a style=\"color: #ff0000;\" href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2023\/08\/31\/ohrenzwinkern\/\">Ohrenzwinkern<\/a><\/span>.<\/p>\n<div><\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist die Sehnsucht der Popkultur, sich in Referenzen auszudr\u00fccken. Rock-n-Roll ist das Leitmotiv f\u00fcr den Ausbruchsversuch, es ist der Sound des Industriezeitalters und die permanente Feier des gelebten Augenblicks. 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