{"id":3410,"date":"2012-04-14T07:29:53","date_gmt":"2012-04-14T05:29:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=3410"},"modified":"2019-01-19T10:26:07","modified_gmt":"2019-01-19T09:26:07","slug":"bitte-orntlich-malen","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2012\/04\/14\/bitte-orntlich-malen\/","title":{"rendered":"Bitte ORNTLICH malen"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">Zur Hysterical Media Art Exhibiton &#8222;Freitag der 13.&#8220; im Kunstverein Dortmund.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das Publikum gestaltete sich als quasi ausgew\u00e4hlt, man kannte sich und den Rest lernte man kennen. Trotz des \u00fcberirdisch blauen Lichts eine sehr intime Atmosph\u00e4re. Vor allem aber gute Arbeiten. Zwischendurch musste man allerdings drau\u00dfen eine Pause machen, damit man normales Sehen erm\u00f6glicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_0166.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-3411\" title=\"2012 Freitag der 13. Hysterical\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_0166-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"456\" height=\"303\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_0166-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_0166-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Erl\u00e4uterung der Arbeit &#8222;Bitte orntlich malen&#8220;, einem runden Tisch mit alten Schulst\u00fchlen, einer Plastikdose mit Buntstiften und einem Stapel Zeichnungen zum Ausmalen der bei liegende Text:<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"color: #999999;\">\u201eBitte ORNTLICH malen\u201c<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Kannst du dich noch erinnern? \u2013 Damals, wenn es bei Oma oder Opa, bei Onkel oder Tante, beim heimlichen Geliebten der Mamas oder des Papas (vielleicht auch umgekehrt) allzu langweilig wurde, damals haben sie dir immer das fast schon vollgemalte alte Malbuch in die Hand gedr\u00fcckt, nebst halbabgenagter Buntstifte. Dann durftest du, nein eigentlich musstest du die Bilder ausmalen, h\u00fcbsche Osterh\u00e4schen oder Blumen, drollige Kinder oder gestreifte B\u00e4lle. Sch\u00f6n ordentlich&nbsp; &#8211; es sollte ja auch hinterher h\u00fcbsch aussehen und vor allem sollte es auch lange dauern, damit sich niemand weiter um dich k\u00fcmmern musste. Au\u00dferdem solltest du erzogen werden \u2013 was sieht sch\u00f6n aus, was nicht. Alles Ordentliche war sch\u00f6n, alles Gekritzel war h\u00e4sslich, ganz einfach.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"color: #999999;\">Siehst du \u2013 genauso ist es jetzt auch.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Du bist mitgeschleppt worden zu dieser Ausstellung, dabei w\u00fcrdest du dir viel lieber irgendwo ein frisches Bier trinken oder mit deinem Partner, deiner Partnerin im Bett liegen oder beides. Du fragst dich, was du hier verloren hast. Ja, du hast Recht, Kunst ist langweilig und v\u00f6llig unverst\u00e4ndlich. Kunst bewegt sich nur in ihren eigenen Bahnen und hat mit dir nichts zu tun. Oh man, was also tun?<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Hier am Tisch darfst du dir EIN Bild ausmalen, wie fr\u00fcher \u2013 aber bitte orntlich, es soll ja gut aussehen und au\u00dferdem willst du die Wartezeit \u00fcberbr\u00fccken. Wenn du dann fertig bist, kannst du das Bild signieren und auch&nbsp; vom K\u00fcnstler signieren lassen (das kostet allerdings zwischen zehn und zwanzig Euro, je nachdem, wieviel dir das wert ist). Du kannst letzteres aber auch sein lassen, dann hast du das Bild ganz kostenfrei (Aber: Geschenkte Kunst ist umsonst.).<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Wenn du das alles geschafft hast, ist das deine vielleicht erste k\u00fcnstlerische Kooperation und gleichzeitig bist du Teil einer Installation und Performance. Hast du es schon gemerkt, schon alleine mit dem Lesen bist du selber zum K\u00fcnstler geworden! \u2013 Endlich hast du Kunst verstanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_0164.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-large wp-image-3412\" title=\"2012 Hesterical Malen\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_0164-1024x682.jpg\" alt=\"\" width=\"456\" height=\"303\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_0164-1024x682.jpg 1024w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/04\/IMG_0164-300x200.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 456px) 100vw, 456px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Zum Thema K\u00fcnstlerb\u00fccher finden Sie hier einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=12840\">Essay<\/a> sowie einen <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=834\">Artikel<\/a> von J.C. Albers. Lesen Sie in diesem Zusammenhang auch den <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=23600\">Essay<\/a> \u00fcber den Wandel des Museums.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zur Hysterical Media Art Exhibiton &#8222;Freitag der 13.&#8220; im Kunstverein Dortmund. Das Publikum gestaltete sich als quasi ausgew\u00e4hlt, man kannte sich und den Rest lernte man kennen. Trotz des \u00fcberirdisch blauen Lichts eine sehr intime Atmosph\u00e4re. 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