{"id":33744,"date":"2003-04-14T00:01:50","date_gmt":"2003-04-13T22:01:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=33744"},"modified":"2023-04-04T12:32:24","modified_gmt":"2023-04-04T10:32:24","slug":"l-autre-monde-oder-von-der-unmoeglichkeit","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/2003\/04\/14\/l-autre-monde-oder-von-der-unmoeglichkeit\/","title":{"rendered":"L\u2019 autre monde oder: Von der Unm\u00f6glichkeit"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\">1<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Es gibt Jahre, in denen man sich das Herz rausschneidet und umst\u00e4ndlich ein neues einsetzt. Mechanische Arbeit, Draht\u00adgeflecht, Blut und Gips \u00fcberall. Oft genug, ist zu bef\u00fcrchten, wird dabei das Sonnen\u00ad\u00adgeflecht, das mentale Herz des K\u00f6rpers, verletzt, in Mit\u00ad\u00adleiden\u00ad\u00adschaft gezogen und mu\u00df ebenso aus\u00ad\u00adge\u00ad\u00adwechselt werden. Der gew\u00fcnschte Effekt solch einer Aktion, der in den seltenen zeitl\u00e4ufigen Momenten herauf\u00ad\u00adbeschworn wird, ist der einer Ver\u00ad\u00adh\u00e4rtung und Heilung, ohne da\u00df das Problem zuvor noch einmal besehen und bedacht werden mu\u00dfte. Es sind die Jahre, in denen das Denken zur rationalen \u00dcbung werden soll und die eherne Suche nach dem Wirk\u00ad\u00adlichen und Wahren &#8230; wenn man denn eine Ahnung davon hegt &#8230; eingestellt werden mu\u00df &#8230; und das Emotionale geradezu den Hauch des Kr\u00e4nk\u00ad\u00adlichen bekommt, das ihm weithin im angewandten Imperia\u00ad\u00adlismus seit jeher zugesellt scheint. Sch\u00f6n und gut, will man glauben, und vergr\u00e4bt sich in Aquaristik und Musik, ins Strapa\u00ad\u00adzieren des Magens mit Wein und Bier, ins Experiment einer zornigen Schlaf\u00ad\u00adlosigkeit. Leider ist es mir nicht verg\u00f6nnt, solche harten Schnitte an mir selbst zu vollf\u00fchren, weswegen ich die Suche nach dem Wirklichen, nachdem ich lange Zeit glaubte, es bereits gefunden zu haben, nun, da ich in ein derart das Herz aus\u00ad\u00adschneidendes Dilem\u00ad\u00adma gekommen bin, nicht einfach abbrechen kann. Wo der Gips das Leid schon \u00fcberdecken sollte, \u00fcberwiegt noch das Blut. Es bleibt die alte Ma\u00dfnahme\u00a0\u2013 Gedichte zu schreiben dar\u00fcber: die ersehnte wie bearg\u00ad\u00adw\u00f6hnte Hilfs\u00ad\u00adkonstruktion des Lebens\u00ad\u00adumst\u00e4ndlers, in der Hoffnung, die zunehmende K\u00e4lte des Sprechens m\u00f6ge zur Ratio hinf\u00fchren.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">2<br \/>\nDie allermeisten Liebesgedichte, wenn sie tod\u00ad\u00adungl\u00fccklich sind, beschreiben dieses Herz- und Solar\u00ad\u00adplexus-Waidwerk in tausenderlei Ausf\u00fchrungen: die Liebe, nicht erst seit S\u00fcskind die sch\u00f6nste und dusseligste Angelegenheit der Menschenwelt, ben\u00f6tigt eine immer wieder v\u00f6llig individuell vorzunehmende Feinjustierung. Nun sind die meisten Menschen nicht fein justiert, sondern sich vielmehr ihrer Dinge alles andere als sicher, daraus resultiert f\u00fcr den Lie\u00ad\u00adbenden oft der Schmerz &#8230; und nicht selten auch das Gef\u00fchl des Fallen\u00ad\u00adgelassen\u00ad\u00adseins &#8230; ein schwarzes Verlies in den pirane\u00ad\u00adsischen Hunger\u00ad\u00adt\u00fcrmen der umgekippten Anders\u00ad\u00adwelt. Zu sch\u00f6n \u2013 dieser Traum der Erf\u00fcllung, als da\u00df man von ihm lassen k\u00f6nnte. Die Konsequenzen des Scheiterns hingegen sind schreck\u00ad\u00adlich \u2013 nicht wenige Leben sind aus unerwiderter Liebe beendet worden. Die Liebe und der Tod &#8230; ein Goethesches, ein H\u00f6lder\u00ad\u00adlinsches, ein S\u00fcskindsches Revier, in der Tat. Dort sollte man sich nicht aufhalten, denkt man, ein solches waghalsiges Unter\u00ad\u00adfangen erzeugt H\u00f6hen\u00e4ngste; und man glaubt nat\u00fcrlich, da\u00df dazu alles erz\u00e4hlt und gesagt ist. Das Ur-Allgemeine und das Ur-Individuelle \u2013 im Angesicht der Liebe ger\u00e4t es aus dem Widerspruch in eines und l\u00e4\u00dft uns, im Glauben, das Richtige zu tun, oft bl\u00f6d aussehen. Ich habe bei meiner seltsamen Arbeit zuweilen an die Grenzen der Unerf\u00fcll\u00ad\u00adbarkeit ger\u00fchrt, ohne \u00fcber das Ausma\u00df der wirklichen Unerf\u00fcll\u00ad\u00adbarkeit schon etwas zu wissen. In der Zeit der Solarplexus\u00ad\u00adzerst\u00f6rung hat mich sein Anblick zum Nihilisten gemacht. Es ist etwas besser geworden seither, aber nicht viel. Der Zustand der unm\u00f6glichen Liebe, sage ich: eigentlich ist er unaushaltbar.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">3<br \/>\nDer Aquarianer, wenn er \u00fcberz\u00e4hlige, aggressive oder unliebsame Fische beseitigen mu\u00df, hat verschiedene Arten der Entsorgung zur Auswahl. Die perfideste und wirksamste Methode d\u00fcrfte dabei der Genickschnitt sein, noch vor dem unsicheren Herzstich. Der Vollstrecker durchtrennt die Wirbelnerven der loszuwerdenden Sch\u00f6pfung, und der Rest der Schlachtung landet mit zusammen\u00ad\u00adgefallenen Kiemen im Klosett, auf dem Kompost. Was den Verehrer des gemes\u00ad\u00adsenen Schwimmens in Glas dazu treibt, sich so Platz zu schaffen f\u00fcr etwas Neues, das ihn auf eine andere, verl\u00e4sslichere (wie er hofft) Art erregt und befriedet \u2013 man m\u00f6chte kaum dar\u00fcber nachdenken &#8230; geschweige denn sprechen. Sein Abwenden, man mu\u00df es vermuten, liegt wohl oft auch in galop\u00ad\u00adpierndem Leicht\u00ad\u00adsinn begr\u00fcndet. \u2013 Das W\u00fchlen in den Wunden als Kalibrierung des Ungl\u00fccks: in der Kunst gilt es f\u00fcr tiefste Selbstaufgabe, das Gegenteil des Leichtsinns also. Der Zweifel an der Kunst, der daraus resultiert, ist das Schlimmste, er steht am Beginn einer umfassenden Krisis. Ich frage mich, ob <i>Am R\u00f6thaer See<\/i> und <i>Zdrava voda<\/i> solche Gedichte der Entsorgung sind; ob in ihnen der Genick\u00ad\u00adschnitt gesetzt wird oder man, in der Erkenntnis seiner Hinnahme, von anderer Seite verf\u00fcgt, noch versucht, ihn zu verhindern. Nimmt man sich etwas mit Worten, weil es ein Gebot der Vernunft, der \u203azentrischen Bahn\u2039 ist? Das Wissen um die Verlorenheit einer Liebe und das Beharren auf ihr \u2013 es ist vielleicht in den Worten vollst\u00e4ndig parliert &#8230; und doch redet es nur in schmerzhaften Visionen von ihrer Unerf\u00fcllbarkeit. Wenn man lange in getr\u00fcbter Ruhe gelebt hat, eine heftige Erfahrung.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">4<br \/>\n<i>Am R\u00f6thaer See<\/i> entstand im April 2008 und geh\u00f6rt zu den <i>In-hora-mortis<\/i>-Episteln; der Text erz\u00e4hlt die ungl\u00fccklichste aller Liebes\u00ad\u00adgeschichten: die einer Liebe, die zwar erwidert wird, aber an der Furcht des Gegen\u00fcbers und den Umst\u00e4nden scheitert, weil sie nach den Ma\u00dfgaben der Realit\u00e4t im herrschenden Konservatismus einen beidseitigen Bruch begeht und von daher, und selbst auferlegt, unm\u00f6glich bleibt. Das Gedicht korrespondiert mit den seltenen und weit gestreuten Scheiter- und Verzweiflungsges\u00e4ngen eines ganzen Jahrs; gewisser\u00ad\u00adma\u00dfen aber ist es das einzige dieser, und ich will das bewu\u00dft sagen: Machwerke, das in Klarheit \u00fcber die bedrohliche Ambivalenz des Zustands und \u2013 dagegen ank\u00e4mpfend \u2013 die Vorahnung seines Zerbrechens spricht. Der Rest ist tats\u00e4chlich: Wahn und Traum zun\u00e4chst, Schmerz und Entt\u00e4uschung im Anschlu\u00df &#8230; eine Zeitlang unter \u00e4ngstlicher Vermeidung des Blicks auf den t\u00f6dlichen <i>haut-go\u00fbt<\/i> dieses Schmerzes. Man fragt sich in ruhigeren Stunden, wof\u00fcr. Ich wei\u00df es nicht. Es wird, vermute ich, mit dieser orpheischen Ambivalenz von Dusselig\u00ad\u00adkeit und Unwider\u00ad\u00adsteh\u00ad\u00adlichkeit zu tun haben: so, wie der Zustand der unsicheren Schwebe geeignet war, mich zu beleben, h\u00e4lt mich der Zustand seiner sicheren Eutrophie und des Zur\u00fcck\u00ad\u00adfindens in \u203adas Gebotene\u2039 zur Verzweiflung an. Die Geradlinigkeit in der Kunst, das Zur\u00fcckrudern im Leben \u2013 das waren f\u00fcr mich unvereinbare Gegens\u00e4tze. Man lernt im Schreiben hinzu, wenn man begreift, die Phantom-Sorgen von den eigentlichen Sorgen zu scheiden. In der Phantom-Sorgen-Zeit mag das eine Erkenntnis wert sein. Vielleicht auch deshalb dieses Gedicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">5<br \/>\nOrte wie R\u00f6tha finden sich, wenn man beschlie\u00dft, an ihre Existenz zu glauben, in der l\u00e4ngst ausgekohlten und verzweifelt rekultivierten Gegend um Borna, wo sich das osterl\u00e4ndische mit dem westmei\u00dfenischen Dialektgebiet \u00fcberkreuzt. Eine kleine Stadt mit vier\u00ad\u00adtausend Menschen vielleicht, mit einer Frucht\u00ad\u00adsaft\u00ad\u00adfabrik, einer Eisdiele auf dem Markt, einem brackigen Fl\u00fc\u00dfchen versehen, einem R\u00fcckhaltebecken f\u00fcr das alte Tagebauwasser und dem vielf\u00e4ltigen Blick auf ein gewaltiges Kraftwerk auf der anderen Seite des Sees. \u203aNeuseenland\u2039, sagt der Zeitgem\u00e4\u00dfe; \u203aHilbig-Land\u2039 der Ausge\u00ad\u00adgrenzte, der hier auf seltsame Art wiederum ein Eingeweihter ist. Ein Ort des Schmerzes und der Sch\u00f6nheit, des verlorenen Idylls und des reizvollen, vergeblichen Zufalls zugleich. Und <i>Zdrava voda<\/i>, denkt man sich, m\u00f6ge ein beliebter Rastplatz sein auf dem Weg von Sarajevo in die Hercegovina; und die Forellen, die der Reisende dort fri\u00dft, ein abge\u00ad\u00adkantetes Lebens\u00ad\u00adsymbol, ein Ankh, will man meinen, des t\u00f6dlichen Kreisgangs. Womit ja alles geboten w\u00e4re &#8230; und nichts: die N\u00e4he, die Ferne, die Flucht und die Sehnsucht &#8230; und, zu guter Letzt, der gewaltige Bl\u00f6dsinn, zu glauben, da\u00df alles sich findet. Die relative Nichtig\u00ad\u00adkeit des einen Ortes und die relative Aufge\u00ad\u00adladenheit des anderen \u2013 in den ihnen jeweils zugeteilten Texten erscheint eben das konter\u00ad\u00adkariert. Der nichtige Ort: eine Weile hat er den Trug eines ertr\u00e4glichen Paradieses halten k\u00f6nnen, w\u00e4hrend der aufgeladene von der Verfl\u00fcchtigung ins Ferne in Abgekl\u00e4rtheit spricht. Gemein ist diesen Gedichten die Trauer und das Suchen eben jener Anderswelt \u2013 das R\u00f6thaer Paar im Schatten des Werks versucht die Schwebe zu halten, w\u00e4hrend der Tourist in den bosnischen Bergen sein Heil im Fortsetzen der Fahrt sucht.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">6<br \/>\n<i>Zdrava voda<\/i> also das Abschieds\u00ad\u00adgedicht, die Wirbel\u00ad\u00addurch\u00ad\u00adtrennung aus der Entfernung? Man kann das so lesen, auch im Interesse einer ver\u00ad\u00adz\u00f6gerten Ersch\u00f6pfung der Seele. Der Grad der Herzaus\u00ad\u00adschneidung ist allerdings hoch und von der Kr\u00e4nklich\u00ad\u00adkeit des F\u00fchlens gesteuert. Man nimmt es auf sich, weil man daran nicht noch verr\u00fcckt werden will. Die Ausrei\u00dfung, J\u00e4tung des Herzens \u2013 vom Standpunkt der Aufkl\u00e4rung her ist sie sinnlos; das Verlangen nach ihr bringt einem den Vorwurf der Romantik ein. Und doch ist sie genau das, was die Auf\u00ad\u00adkl\u00e4rung, wenn man an ihre Existenz glaubt, von einem verlangt. Der Zustand der unm\u00f6glichen Liebe, sage ich: f\u00fcr das Gedicht ist er ein gefundenes Fressen. Ein alter Hut, aber von eiserner Moderne. Der geb\u00fcrtige Lyriker, der ich wom\u00f6glich bin, bewundert nat\u00fcrlich das Sujet dieser Gedichte, weil es zu den aufregendsten geh\u00f6rt, die die Literatur bietet, und weil sich darin die Ahnung von der Daseins\u00ad\u00adberechtigung der Poesie m\u00f6glicher\u00ad\u00adweise spiegelt. Er mag zudem das Motiv, das diese Gedichte in entgegengesetzter Manier treibt, das K\u00f6nigskindermotiv, die \u201eRosenk\u00e4fer im Wind der Verdammnis\u201c oder \u201edie Ahnung \/ Deiner Ferne ganz fern\u201c. Und \u00fcberhaupt: Was geschieht, wenn man die Reise durchs Neretva-Tal fortsetzt? Man landet in Mostar. Einen sch\u00f6neren und zugleich erschreckenderen Ort f\u00fcr die Ambivalenz der Dinge findet man kaum. Ein ambivalenter Zustand der Liebe, das w\u00e4re mein Wagnis gewesen, eine Hoffnung auf, eine Tragfl\u00e4che f\u00fcr eine andere Art der Erf\u00fcllung. Das ist nun vertan, der Geist und der Solar\u00adplexus m\u00f6gen sich dessen erwehren, es n\u00fctzt ihnen nichts. Man kann versuchen, das zu vergessen und ins Weit\u00ad\u00adl\u00e4ufige fl\u00fcchten. Aber daf\u00fcr ist man zu haarklein justiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">7<br \/>\nWas hat man also zu tun? Die Frauen m\u00f6gen? Ihrem Duft nachgehn? Ihr Gel\u00e4chter erregen, den rauchigen Schimmer ihrer vermeint\u00ad\u00adlichen Freude an mir?! Entt\u00e4uscht werden. Selbst f\u00fcr Entt\u00e4uschung sorgen. Undsoweiter. \u2013 Vor f\u00fcnfzehn Jahren h\u00e4tte ich nichts dar\u00fcber schreiben k\u00f6nnen au\u00dfer ein paar kryptischen Gedichten. Weil mir die N\u00e4he dieser Gedanken noch viel zu ungeheuerlich war. Wohl h\u00e4tte ich mich viel mehr nach diesen Gedanken gesehnt als nach der Umsetzung ihres Inhalts. Naja, so \u00e4ndern sich die Gl\u00fccks\u00ad\u00adumst\u00e4nde &#8230; und die des Nicht-Gl\u00fccks sowieso. Ich vermisse sie heute, eben jene kurze, \u203averbotene\u2039 N\u00e4he. F\u00fcr sie, die mich belebt und an etwas Neues hat glauben lassen, h\u00e4tte ich einiges auf mich genommen, sogar den Verlust der anderen, der \u203astandm\u00e4\u00dfigen\u2039 N\u00e4he. Ich habe mich geirrt, leider; und aus der Wucht dieses Irrtums und den Zweifeln, die das Leben, die Kunst, die Liebe betreffen &#8230; kurz, aus dem Genick\u00ad\u00adschnitt dieser Erfahrung resul\u00ad\u00adtieren die <i>In-hora-mortis<\/i>-Gedichte: die \u2013 wie ich meine \u2013 reziprok pindarische Epistel <i>Am R\u00f6thaer See<\/i> und der sp\u00e4tere, hercegovinisch gef\u00e4rbte Abgesang mit der Trauer eines bogumilischen Grab\u00ad\u00adsteins: <i>Zdrava voda<\/i>. Vor allem ersteres geht mir noch nach \u2013 w\u00e4hrend das balkanische Lied den Zustand nach dem vollzogenen und schon mit Schorf besetzten Schnitt h\u00e4lt, geht es in der west\u00ad\u00ads\u00e4chsischen Echo\u00ad\u00adlalie noch um den Umstand einer wenn auch bereits kompli\u00ad\u00adzierten Begegnung. Das Aussetzen der M\u00f6glich\u00ad\u00adkeit dieser Begegnung ist der Grund des Poems. Es ist, wenn ich denn \u00fcberhaupt etwas dar\u00fcber wei\u00df, eines meiner schmerzlichsten und ernstesten Gedichte in einer Reihe schmerz\u00ad\u00adlicher und nur in den seltensten F\u00e4llen auswegsamer Texte. Ich liebe und f\u00fcrchte es sehr.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<div><\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">***<\/p>\n<div id=\"attachment_99806\" style=\"width: 224px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-99806\" class=\"wp-image-99806 size-full\" src=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Andre\u0301-Schinkel.jpg\" alt=\"\" width=\"214\" height=\"272\" srcset=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Andre\u0301-Schinkel.jpg 214w, http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/Andre\u0301-Schinkel-160x203.jpg 160w\" sizes=\"auto, (max-width: 214px) 100vw, 214px\" \/><p id=\"caption-attachment-99806\" class=\"wp-caption-text\">Andr\u00e9 Schinkel, portr\u00e4tiert von J\u00fcrgen Bauer<\/p><\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Weiterf\u00fchrend \u2192<\/strong> Lesen Sie auch das KUNO-Portr\u00e4t des Lyrikers\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=15175\">Andr\u00e9 Schinkel.<\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>\u2192<\/strong> Poesie z\u00e4hlt f\u00fcr KUNO weiterhin zu den identit\u00e4ts- und identifikationstiftenden Elementen einer Kultur, dies bezeugte auch der Versuch einer <a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=25630\">poetologischen Positionsbestimmung<\/a>.<\/p>\n<div style=\"text-align: justify;\">\n<dl>\n<dt><\/dt>\n<dd>Lesen Sie auch auf KUNO die\u00a0<a href=\"http:\/\/www.editiondaslabor.de\/blog\/?p=30810\">W\u00fcrdigung<\/a>\u00a0von Andr\u00e9 Schinkels Prosa.<\/dd>\n<\/dl>\n<\/div>\n<p style=\"text-align: justify;\">\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>1 Es gibt Jahre, in denen man sich das Herz rausschneidet und umst\u00e4ndlich ein neues einsetzt. 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